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Blaise Zabini - Blaise Zabini - 08.03.2026 Natürlich hatte der Zabini mitbekommen, dass seine Mutter ziemlich viele Männer an ihrer Seite bisher gehabt hatte. Manchmal erzählte sie darüber, wenn einer ihrer Freundinnen wieder mal auf einen Kaffee und ein Stück Kuchen vorbeikamen und Blaise ein wenig die Gespräche gelauscht hatte. Sie war immer nur kurz verheiratet gewesen, hatte sie gesagt und am Ende war der Ehemann verstorben. Blaise konnte sich durchaus denken, woher seine Familie das ganze Gold in Gringotts hatte und warum er sich so viele tolle Dinge leisten konnte, allerdings hatte der Junge das niemals erwähnt. Oder für wichtig erachtet. Man sagte sie starben unvorhergesehen und aus unerklärlichen Gründen, was für Blaise genug Information war, um es einfach abzuwinken. Immerhin lebte sein Vater noch. Und er war wirklich froh drum, immerhin hatte er eine gute und intakte Familie. Er wurde geliebt, war Einzelkind und bekam somit auch die gesamte Aufmerksamkeit seiner Eltern geschenkt. Er konnte sich nicht vorstellen, dass sein Vater auch das zeitliche segnete. Vielleicht war es auch einfach nur Pech seiner Mutter gewesen und er machte sich darüber viel zu viele Gedanken? Letztens noch hatte sein Vater ihm die Zukunftspläne seines Sohnes mitgeteilt. Er sollte Fluchbrecher im Ministerium werden und eine reinblütige Dame heiraten. Das Erbe der Zabini somit weitertragen und ihn stolz machen. Für Blaise stand es außer Frage diese Worte anzuzweifeln und so hatte er auf die Worte seines Vaters nur genickt. Er verstand wie wichtig die Ideologie war und dass man reines Blut niemals mischen sollte. Blutsverräter konnte niemand in der Familie gebrauchen und natürlich wollte er seinen Vater dahingehend zufrieden und glücklich stimmen. Tja. Sein Blick lag noch immer auf dem Brief, welcher eine Eule vorbeigebracht hatte. Das Papier war teuer gewesen und lag gut in der Hand, die Worte auf dem Papier waren alles andere als gut. Kurz rieb er sich mit seinem Daumen und seinem Zeigefinger die Augen und sah schließlich wieder auf die handgeschriebene Schrift seiner Mutter. Die Verkündung, dass auch sein Vater nun das Zeitliche gesegnete hatte auf unerklärbare Weise und seine Mutter nun schon wieder alleine war… er seufzte leise. Gut, dass er in diesem Moment alleine war und niemand fragte was mit ihm los war. Er hätte nie gedacht, dass dieser Zeitpunkt einmal kommen würde, doch vielleicht war seine Mutter wirklich verflucht oder es hatte andere Ursachen, über welche der Zabini nicht einmal nachdenken wollte. Er setzte sich auf sein Bett im Slytherin Schlafsaal und legte den Brief vor sich auf das Bettdecke. Und nun? Wie ging es weiter? Würde sie nun ohne Mann bleiben? Sich einen neuen suchen in der Hoffnung, dass es dieses Mal besser wurde? Mit beiden Händen fuhr er sich über das Gesicht und schüttelte den Kopf. Er vergoss keine Träne. Vielleicht war es auch einfach nur der Schock, der tief in ihm drin saß und es ihm verbat zu weinen? Er legte sich zurück und schloss seine Augen. Sein Arm legte er auf seine Augen und blieb so einfach liegen. Sollte er drauf antworten? Mit jemanden drüber sprechen? Es einfach totschweigen, wie so vieles auch? Er blieb für einen Moment still liegen, ehe er aufstand und den Brief nahm, zusammenfaltete und in seine Tasche steckte. Er wollte seine Dove suchen. |