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Remington Nereas - Remington Nereas - 08.05.2026

Name: Remington Themis Nereas
Geburtsdatum: 12.08.1967
Geburtsort: Valedon
Blutstatus: Halbblut
Nationalität: valedonisch

Rem ist der Sohn des damaligen Königs Cassander von Valedon und dessen Ehefrau Lorna. Kurz nach Rems Geburt kommt es innerhalb der valedonischen Monarchie zu einer politischen Intrige durch Cassanders jüngere Schwester Juliana. Durch manipulierte Beweise und Gerüchte gelingt es ihr, Cassanders Legitimität als Thronfolger öffentlich anzuzweifeln. Der Königshof wendet sich gegen ihn; Juliana übernimmt schließlich den Thron. Die Familie flieht ins Exil nach Äthiopien. Rem wächst dadurch ohne direkten Bezug zu seiner Heimat, unter politischen Spannungen, sowie zwischen magischer und nichtmagischer Gesellschaft auf. Seine Mutter bleibt währenddessen Rems wichtigste emotionale Bezugsperson. Die Beziehung zu seinem Vater wird zunehmend belastet. Cassander zerbricht innerlich am Verlust seiner Identität und projiziert einen Teil seiner Verbitterung unterschwellig auf seinen Sohn. Trotzdem vermittelt Cassander ihm weiterhin. politische Bildung, Geschichte, Pflichtgefühl, philosophische Grundsätze, sowie die traditionellen Werte Valedons. Zentral ist dabei auch die Staatsreligion, Themisum.

Valedon & Themisum
In Valedon ist die Verehrung von Themis kein reiner Glaube im Sinne persönlicher Spiritualität, sondern ein tief in Staat, Recht und Alltagsleben verwobenes ethisches System. Themis steht dort für das Gleichgewicht aller Dinge: für Wahrheit, Verantwortung, Maß und die unausweichlichen Konsequenzen menschlicher Entscheidungen. Sie ist keine barmherzige oder tröstende Gottheit, sondern eine unbestechliche Instanz, die jedes Handeln wie auf einer kosmischen Waage abwägt. In ihrem Verständnis existiert keine Tat ohne Gewicht und keine Entscheidung ohne Auswirkung auf das Gleichgewicht der Welt. Viele Eltern geben den Namen der Göttin ihren Kindern, so auch Rems Eltern. Dieser Glaube prägt die valedonische Gesellschaft stark. Wahrheit gilt als höchstes Gut, nicht im Sinne absoluter Offenheit, sondern als moralische Pflicht zur Ehrlichkeit gegenüber sich selbst, dem Gesetz und der Gemeinschaft. Selbsttäuschung oder bewusste Verzerrung der Realität werden als gefährliche Störung des Gleichgewichts betrachtet. Ebenso zentral ist das Prinzip der Verantwortung: Niemand kann sich dauerhaft hinter Schicksal oder Umständen verstecken, denn jede Person trägt Anteil an der Ordnung oder dem Ungleichgewicht der Welt. Diese Denkweise führt dazu, dass auch politische und soziale Strukturen stark formalisiert und ritualisiert sind. Macht ist in Valedon immer an Pflicht gebunden, nicht an Privileg.
Der Glauben zeigt sich im Alltag durch eine Vielzahl von Ritualen und gesellschaftlichen Praktiken. Besonders verbreitet ist das sogenannte „Wiegen“, ein feierliches Ritual vor wichtigen Entscheidungen, Verträgen oder Schwüren. Dabei sprechen alle Beteiligten ihre Absichten in einer klaren, öffentlich bezeugten Form aus, oft begleitet von symbolischen Gegenständen wie einer Waage oder einer Kerzenflamme, die für Wahrheit und Urteil stehen. Lügen während eines solchen Rituals gelten nicht nur als moralischer, sondern als beinahe sakraler Bruch. Ein weiteres zentrales Element sind die „Drei Tage der stillen Spiegel“, ein jährliches Ritual der Selbstprüfung. In dieser Zeit ziehen sich Gläubige vollständig zurück, Hexen & Zauberer verzichten auf Magie, soziale Kontakte & Ablenkungen und stellen sich bewusst ihren eigenen Fehlern, Motiven und inneren Konflikten. Ziel ist nicht Schuldgefühl, sondern die ehrliche Konfrontation mit dem eigenen Ungleichgewicht. Für viele ist dies das emotional anspruchsvollste Ritual des Jahres. Insgesamt ist der Themis-Glaube in Valedon weniger eine Religion im klassischen Sinn als vielmehr ein umfassendes Weltverständnis. Er bestimmt, wie Menschen sprechen, urteilen, lieben, herrschen und scheitern. Gerade deshalb ist der Bruch dieses Systems - wie im Fall politischer Intrigen oder verlorener Legitimität - nicht nur ein politischer Umsturz, sondern immer auch ein tiefgreifender Riss im moralischen Fundament der gesamten Gesellschaft.

Schule & Jugend
Als Rem mit elf Jahren an der Uagadou aufgenommen wird, verschiebt sich sein Leben erneut. Dort findet er keine „Flucht“, sondern eine andere Form von Struktur. Die Schule zwingt ihn nicht nur zur Kontrolle seiner Magie, sondern auch zur Kontrolle seiner selbst. Seine Begabung zeigt sich schnell: strategisches Denken, starke defensive Magie, ungewöhnliche Sensibilität für magische Systeme und eine fast instinktive Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge zu durchdringen. Gleichzeitig bleibt er emotional schwer greifbar. Er ist präsent, aber nie vollständig zugänglich. In seiner Jugend entsteht ein Muster, das sein späteres Leben prägen wird: Nähe zieht ihn an, aber sie verunsichert ihn. Er kann Menschen schnell für sich gewinnen, durch Humor, Intelligenz und eine gewisse ruhige Intensität, doch echte Bindung baut er langsam und vorsichtig auf. Vertrauen ist für ihn kein Zustand, sondern eine Entscheidung, die er immer wieder überprüft. Und sobald er das Gefühl hat, dass dieses Vertrauen nicht stabil ist, zieht er sich zurück - nicht unbedingt laut oder dramatisch, sondern endgültig und leise.
Ab dem Jahr 1986 beginnt für Rem eine Phase, die weniger wie ein klarer Lebensentwurf wirkt, sondern wie ein langsames Herantasten an eine Rolle, die er selbst noch nicht benennen kann. Nach dem erweiterten Schuljahr an der Uagadou und dem Erwerb solider Zusatzqualifikationen in Alchemie, Wandlungs- und Formmagie sowie magischer Philosophie verlässt er die strukturierte Welt der Schule ohne unmittelbare berufliche Festlegung. Trotz seiner akademischen Stärke fehlt ihm in dieser Zeit ein stabiler Ort, an dem sich Identität und Richtung miteinander verbinden lassen. Zwischen 1986 und Anfang der 1990er Jahre findet Rem diesen Ort in der praktischen Arbeit einer alchemistischen Gruppierung in Äthiopien, wo er ab dem 01.09.1986 als Assistenz tätig ist. Diese Tätigkeit führt ihn weg von theoretischer Ausbildung hin zu einer deutlich roheren Realität der Magie: instabile Substanzen, gefährliche Transformationen, experimentelle Prozesse und ein Umfeld, in dem Wissen oft genauso wertvoll ist wie Diskretion. Rem entwickelt sich dort nicht nur fachlich weiter, sondern auch in seiner Haltung zur Magie selbst. Alchemie wird für ihn weniger ein akademisches Feld als vielmehr ein System von Konsequenzen, in dem jede Veränderung einen Preis hat. Parallel dazu arbeitet er ab dem 15.04.1990 als Übersetzer, eine Tätigkeit, die ihn in Kontakt mit internationalen magischen Netzwerken bringt und seine Fähigkeit stärkt, komplexe Systeme, Sprachen und Bedeutungen zu vermitteln. Diese doppelte Belastung aus praktischer alchemistischer Arbeit und sprachlich-intellektueller Vermittlung prägt seine frühen Erwachsenenjahre stark. Bis zum 02.08.1995 bleibt er in dieser Übersetzerrolle aktiv und bewegt sich zunehmend zwischen verschiedenen kulturellen und magischen Kontexten.
In dieser Zeit verdichtet sich auch seine innere Entwicklung. Die Erfahrungen aus Exil, Familie und beruflicher Unsicherheit formen eine Persönlichkeit, die nach Struktur sucht, diese aber nur in kontrollierten, oft selbstgewählten Umgebungen akzeptieren kann. Alchemie bleibt dabei sein zentraler Bezugspunkt. Nicht nur als Wissenschaft, sondern als philosophisches Modell für Veränderung, Identität und moralisches Gleichgewicht. Gleichzeitig verstärkt sich sein Bewusstsein für Verantwortung und Konsequenz, geprägt sowohl durch seine Herkunft als auch durch den Glauben an Themis, der in seinem Denken als unausgesprochener Maßstab präsent bleibt.

Umzug nach England; Lehrstelle in Hogwarts
Nach Cassanders Tod (Ende) 1994 beschloss Lorna, die ursprünglich aus Großbritannien stammte, gemeinsam mit Rem nach England zurückzukehren. Eine wichtige Rolle spielte dabei ihre langjährige Freundin Andromeda Tonks, die durch ihre Kontakte nach Hogwarts maßgeblich dazu beitrug, dass Rem dort schließlich eine Stelle als Lehrer für Alchemie erhielt.
Am 01.09.1995 beginnt demnach ein neuer Abschnitt seines Lebens: Rem wird Lehrer für Alchemie an der Hogwarts. Als Lehrer tritt Rem nicht als klassischer Akademiker auf, sondern als jemand, dessen Verständnis von Alchemie aus realen Risiken, kulturellen Brüchen und persönlicher Erfahrung gespeist ist. Seine Unterrichtsweise ist geprägt von Klarheit, Anspruch und einer gewissen Unnachgiebigkeit gegenüber oberflächlichem Verständnis. Gleichzeitig bleibt er eine komplexe Persönlichkeit: diszipliniert im Außen, aber innerlich weiterhin von Fragen nach Herkunft, Legitimität und Gleichgewicht bewegt. Der Lehrberuf wird für ihn damit nicht nur eine Position, sondern auch ein fortgesetzter Versuch, Ordnung in etwas zu bringen, das sich in seinem eigenen Leben nie vollständig stabilisiert hat.


RE: Remington Nereas - Remington Nereas - 09.05.2026

Ok, Party People.
Ist fertig.