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[Zivilisten] It's something unpredictable but in the end, it's right - Druckversion

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It's something unpredictable but in the end, it's right - Remington Nereas - 10.05.2026

Da ich direkt wieder eskaliert bin mit meiner Idee, dachte ich mir, ich stelle zum Anfang erstmal eine Art Short-Cut zur Verfügung, damit ihr oberflächlich schonmal abchecken könnt, ob Anschluss, gemeinsames plotten usw. überhaupt interessant für euch wäre.
[Bild: 2e4bb25c11a9fdbc4c09d85aad3fe39d.gif]

Name: Jonah Malachi Weaver
Alter: 47
Geburtsort: Amish Country, Ohio, USA // lebte ab seinem 9. Lebensjahr in Außenbezirken in London
Blutstatus: Halbblut
Beziehungsstatus: Verwitwet seit etwa 10 Jahren
ehm. Hogwartshaus: Gryffindor (war aber eine knappe Kiste - hätte auch Hufflepuff werden können); spielte Quidditch als Treiber
Job: Heiler
Sonstiges:
Er ist massiv überengagiert. Also, wenn Eltern sich irgendwie an der Schule engagieren oder einbringen können - Jonah ist direkt dabei.
Personen, die im folgenden erwähnt werden bzw. zu seiner Geschichte gehören und wo ich eventuell sowieo Gesuche schreiben würde - oder, man könnte mit anderen Charakeren etwas zurecht biegen, damit das irgendwie passt:
Zwillingsschwester:
  • Hier Rebekah genannt; der Name kann geändert werden sollte aber aufgrund der Herkunft einen biblischen Bezug haben oder sie hat ihn irgendwann als Erwachsene geändert. 47 Jahre alt, Hexe, ehm. Haus offen, Job offen, Wohnort offen - quasi alles. Außer die Tatsache, dass Jonah und seine Schwester "biracial twins" sind. Sie hat also eine dunkle Hautfarbe - was auch für ihre gemeinsame Vergangenheit von Bedeutung ist.
Kinder: Jonah hat ein bisschen "überkompensiert", wenn man so will. Er und seine Frau haben sich eine große liebevolle Familie gewünscht und diese auch geschaffen. Er ist Vater von insgesamt 9 Kindern. Das ist relativ flexibel und kann angepasst werden, aber um von der Planung her einen roten Faden zu haben, habe ich die Kinder erstmal wie folgt eingeteilt:
  • Tochter (26),
  • Sohn (23),
  • Tochter (21),
  • Tochter (18),
  • Sohn (16),
  • 2 Zwillingstöchter (15),
  • Sohn (13),
  • Tochter (12).
Die lasse ich so offen wie möglich, weil ich mir dadurch größere Chancen ausrechne um auch jemanden dafür zu finden. (Ich möchte aber kurz erwähnen, dass es ein Stück weit meine geschundene X-Men Seele heilen würde, wenn er einen Sohn mit Evan Peters Avatar und/oder eine Tochter mit Emma Dumont Avatar bekommen würde - aber das wollte ich auch nur mal so in den Raum werfen)
Durch Jonahs Herkunft wäre es auch plausibel, wenn er auch Kinder hätte, die Schwarz sind. Die genetische Veranlagung dafür trägt er. Es würde natürlich auch nochmal andere Aspekte in ihr Leben besonders innerhalb der Gesellschaft bringen - nochmal besonders, da sie unter Muggeln in einer ländlichen Stadt leben, die nicht mal 20.000 Einwohner zählt und der Alterdurchschnitt eher höher ist.
Außerdem bietet die Bandbreite potential für innerfamiliäre Konflikte. wenn da zum Beispiel welche mit Todesser Ideologien liebäugeln. Who knows? Die ältesten Kinder wären aber auch alt genug um selbst Kinder zu haben. Aww, Opa Jonah wäre süß.
Achso: Und ja, eine große Familie mit vielen Kindern war grundsätzlich immer geplant. Die Zwillinge haben ihre Eltern allerdings ein kleines bisschen früher überrascht als Jonah und seine Frau das geplant hätten. Es war eine Art von "Upsi, jetzt schon? Unser Sohn ist noch nicht mal abgestillt." - Aber wie das halt so ist. Das Leben ist das was passiert, während man andere Pläne macht.
[Bild: 5801307cd74291b7fd7d1f34128c58042ee19433.gifv]
Wie ist Jonah so als Vater?
Er überkompensiert seine eigene Kindheit - aber das ist gar nicht schlecht. Er hat vermutlich noch nie eines seiner Kinder angeschrien. Er ist beschützend, auch konsequent und manchmal streng. Aber er legt großen Wert darauf seine Entscheidungen nachvollziehbar zu machen und offenbar seinen Kinder gegenüber auch schwierige Gefühle. Beispiel: Er geht sehr offen mit der Trauer um seiine Frau und die Mutter der Kinder um. Er sagt, auch wenn es schmerzhaft ist, sei er froh über den Schmerz. Denn es ist ein Echo ihrer Existenz. Und er hofft, dass es nie ganz verschwindet, denn es erinnert ihn daran, dass ihre Liebe echt war und sie hier war.
Auch zu Lebzeiten seiner Frau war er immer ein sehr aktiver und involierter Vater. Von Windeln wechseln, kochen, Haare flechten, trösten, bei Quidditchspielen zuschauen, sich aus Spaß schminken lassen - Jonah hat alles gemacht und tut es immer noch. Sein Ziel ist, seinen Kindern alles zu geben, was er nie hatte. Sie sollen sicher und angstfrei aufwachsen. Seine Kinder sollten niemals Angst vor ihm haben müssen. Wenn sie Mist gebaut haben, dann sollten sie zu ihm kommen, damit er ihnen helfen kann - nicht versuchen Dinge zu verstecken, weil sie eine Strafe fürchten mussten. Und wenn seine Kinder zu Weihnachten nach Hause kommen, dann sollten sie es tun, weil sie es wollten und aus Liebe - nicht aus Angst, Pflichtgefühlt oder Schuldgefühlen.
On the Flipside: Jonah hat VIEL eigene Charakterarbeit und Reflektion durch in seinem Leben. Er hat jeden Tag dazu gelernt und tut es heute immer noch. Allerdings lässt sich nicht leugnen, dass er in EXTREM konservativen Kreisen aufgewachsen ist. Sogar seine Mutter sprach davon, dass ihr Ehemann die Entscheidungen treffen sollte - sie könne das als Frau überhaupt nicht so gut. Das wurde glücklicherweise schon vor Jahrzenten debunked - vor allem durch seine eigene Ehefrau. Aber es gibt auch Themen bei denen Jonah schwierig sein kann, weil sie ihn überfordern oder er nicht weiß, wie er damit umgehen soll. Dann neigt er dazu den riesigen Elefant im Raum zu ignorieren. Was genau das alles betrifft kann man gerne besprechen, wenn es für eine Kind-Vater-Plotline relevant ist. Ein Thema wäre aber zum Beispiel Homosexualität.
Wichtig ist, dass Jonah nie irgendwie agressiv oder angreifend reagieren würde. Aber er ist extrem ausweichend usw. was bis in Richtung "Liebesentzug" gehen könnte, ohne das er es wirklich will.

Und, natürlich:
  • perspektivisch ein Pairing
Schaut euch das knuffige Gesicht an - das kann in Sachen Liebe noch nicht alles gewesen sein. Kann aber tricky werden - nicht nur wegen den 9 Kindern.

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So, für alle, die noch nicht abgeschreckt sind, geht es jetzt hier weiter:


Jonah wurde in eine streng religiös geprägte, abgeschottete Gemeinschaft in den USA geboren, in der biblische Ordnung und patriarchale Strukturen den Alltag bestimmten: die Amish. Seine frühe Kindheit war klar strukturiert, aber emotional eng. Seine Mutter, Miriam Weaver, war erst 16 Jahre alt, als er und seine Zwillingsschwester geboren wurde. Das war gleich ein doppelter Skandal - und dabei war ihr junges Alter noch das Unspektakulärste. Sex vor der Ehe und dann noch mit einem jungen Mann außerhalb der Gemeinschaft, der auch noch Schwarz ist? Oh, schwierig. Ganz schwierig. Sein leiblicher Vater spielte persönlich keine Rolle in dem Leben seiner Kinder, aber bestimmte dennoch ihre Zukunft.

Durch den völlig verbrannten Namen seiner Mutter wurde sie vergleichsweise "schlecht" verheiratet. An einen deutlich älteren Mann, der bereits verwitwet war. Was als Versuch einer sozialen Absicherung begann, wurde schnell zu einer Phase von Kontrolle und Gewalt. Diese Gewalt traf nicht nur die Mutter, sondern auch die Kinder - mit besonderer Härte gegenüber seiner Zwillingsschwester Rebekah. Jonah war zu diesem Zeitpunkt noch ein Kind, begann aber früh, Verantwortung zu übernehmen, Situationen zu beobachten und sich schützend vor andere zu stellen. Aus dieser Zeit entstand ein Grundmuster, das ihn bis heute prägt: eine ausgeprägte Überverantwortlichkeit.

Als die Zwillinge 9 Jahre alt waren und ihre Mutter etwa Mitte 20, schaffte diese es sich aus der Gemeinschaft und ihrer missbräuchlichen Ehe zu lösen. Sie gingen nach England. Der Bruch war radikal. Aus einer geschlossenen religiösen Welt wurden sie in ein Leben aus Armut, Instabilität und sozialer Fremdheit geworfen. In London lebten sie unter einfachen Bedingungen, wechselten häufig Wohnungen und bewegten sich am Rand finanzieller Sicherheit. Für Jonah bedeutete das zusätzlich den Eintritt in eine staatliche Schulwelt, in der er sich ebenso fremd fühlte wie in seiner Herkunftsgemeinschaft. Für die anderen Kinder wirkten die Zwillinge wie von einem anderen Stern, weil sie z.B. die Geschichte von Noahs Arche für ein reales geschichtliches Ereignis halten. So hatten sie es schließlich gelernt.

Und dann kamen eines Tages die Hogwartsbriefe der Zwillinge - und wirklich NIEMAND hat damit gerechnet. Jonah selbst glaubte zunächst an einen dieser blöden "Witze" von den Kindern aus der Schule. Aber es stimmte. Und zunächst war die Zaubererwelt für ihn kein märchenhafter Neubeginn, sondern eine weitere Verschiebung seiner Realität. Allerdings erlebte er zum ersten Mal einen Ort, an dem er nicht grundsätzlich falsch war und das war schonmal ein gutes Zeichen. Er wurde dem Haus Gryffindor zugeteilt. In Hogwarts fand er Struktur, Freundschaften und erstmals ein Gefühl von Zugehörigkeit. Trotz gelegentlicher Abwertung wegen Herkunft oder sozialem Hintergrund erlebte er dort eine Welt, in der er funktionieren konnte, ohne sich ständig erklären zu müssen. Im vierten Schuljahr fing er an in seiner Hausmannschaft als Treiber zu spielen.

Die Beziehung zu seiner Familie blieb komplex. Die Ferien bei seiner Mutter waren emotional belastend. Miriam war erschöpft, durch die Jahre der Armut und der Vergangenheit gezeichnet. Sie hatte zwar deutlich mehr arbeiten und sich aufopfern müssen, als die Zwillinge noch das ganze Jahr über bei ihr waren, aber ohne die Kinder um sich, schien sie auch ihre Motivation zu verlieren. Jonah merkte selbst, dass er ihr nur noch Briefe schrieb, weil er sich schlecht fühlen würde, wenn er es nicht tun würde. Aber sie zu sehen oder ihre Briefe zu lesen zog ihn auch jedes Mal runter.
Im vierten Schuljahr entschied er dann über Weihnachten in Hogwarts zu bleiben, während seine Schwester über die Feiertage nach Hause fuhr. Wenige Monate später, noch vor Ende des Schuljahres, war seine Mutter tot. Sie hatte schon länger ein Drogenproblem gehabt und letztendlich ihren Lebenswillen verloren. Bis heute ist Jonah davon überzeugt, dass er sie getötet hat. Wenn er zu Weihnachten nach Hause gefahren wäre, dann wäre das nicht passiert! Daraus entstand ein Schuldgefühl, das sich rational nicht auflösen lässt, aber emotional konstant bleibt: die Überzeugung, dass seine Entscheidungen Einfluss auf das emotionale Überleben anderer Menschen haben.

Zu dem 18. Geburtstag der Zwillinge hat seine Schwester ihn ins Theater in London eingeladen. Und boom - da hat Jonah seine zukünftige Ehefrau zum ersten Mal gesehen. Auf der Bühne. Sie ist Schauspielerin und wenn man ihn fragt, dann definitiv die beste Schauspielerin auf der ganzen Welt. Oder besser gesagt, sie war es.
Es ist Liebe auf den ersten Blick. Völlig abgedreht. Und für ihn ist klar, er muss es zumindest versuchen. Er möchte sie kennenlernen, aber wie lernt man eine Schauspielerin kennen? Nun, es folgt fast eine Woche in der er um das Theater schleicht. Wenn man es so erzählt klingt es fast schon stalkermäßig, aber er sitzt in Cafes in der Nähe und beobachtet, wann sie kommt und geht. Und eines Nachmittags, an einem Donnerstag spricht er sie tatsächlich an als sie auf dem Weg zum Theater ist. Dabei schummelt er auch ein wenig, denn er behauptet sie sei ihm gerade aufgefallen und würde sie gerne ausführen. Zunächst lehnt sie ab, aber er überzeugt sie schließlich in dem er scheinbar ihren Beruf und ihr Lieblingsgetränk "errät". Er begründet es mit guter Menschenkenntnis, was sie beeindruckt. Aber wir wissen, dass er sie zum ersten Mal auf der Bühne sah und fast eine Woche mitbekommen hat, welche Getränke im Café für das Theater gegenüber geordert wurden. Trotzdem hat es funktioniert und am Abend ihrer Verlobung hat er es ihr auch erzählt - und sie hat sich schlapp gelacht. Aber ja, aus dem Beiden wird ein Paar.

Dass er ein Zauberer ist hat er ihr übrigens schon beim zweiten Date erzählt - nur, dass sie es ihm damals nicht geglaubt hat. Als sie dann ein paar Monate später fest zusammen waren, hat sie es dann geglaubt. Gemeinsam zogen sie nach Truro, nahe ihrer Familie, und bauten ein Leben auf, das bewusst auf Stabilität, Alltag und Nähe ausgerichtet war. Jonah bewegte sich selbstverständlich zwischen der magischen Welt und dem Muggelalltag. Beruflich fand er seine Aufgabe als Heiler im St Mungo’s. Diese Arbeit passt auffallend gut zu ihm: Er ist jemand, der nicht nur beobachtet, sondern konkret hilft, stabilisiert und begleitet.
Im Laufe der Jahre bekam das Paar neun Kinder.

Der Tod seiner Frau kam jedoch plötzlich durch einen tragischen Unfall im Theater. Dieser Verlust zwang Jonah in eine neue Lebensrealität: die eines alleinerziehenden Vaters einer großen Familie. Gleichzeitig blieb seine berufliche Rolle im St. Mungos bestehen, aber er musste deutlich kürzer treten. Er hatte zu diesem Zeitpunkt zwei Kinder unter drei Jahren und ohne die Unterstützung der Familie seiner Frau hätte er es vermutlich auch nicht geschafft. Doch durch die engere Einbindung seiner Schwiegerfamilie, musste er diese zwangsläufig auch darin einweihen, dass er ein Zauberer ist - und eigentlich auch alle ihrer Enkelkinder Hexen und Zauberer sind. Und zum Glück hat Niemand einen Herzinfarkt bekommen und es musste keine weitere Beerdigung in kurzer Zeit organisiert werden - aber trotzdem war es ein Schock.

Als Vater ist er präsent, geduldig und bemüht, Konflikte nicht über Härte, sondern über Gespräch und Verständnis zu lösen. Er vermeidet Demütigung und Strafe konsequent, und legt großen Wert darauf, dass seine Kinder zu ihm kommen können, auch wenn sie Fehler gemacht haben. Trotz dieser Wärme ist er in gewisserweise ein gebrochener Mensch. Seine frühe Prägung und sein ausgeprägtes Verantwortungsgefühl führen dazu, dass er Konflikte sehr ernst nimmt, sich schnell in der Verantwortung sieht und emotionale Spannungen tief verarbeitet. Er ist jemand, der selten leicht handelt, weil er gelernt hat, dass Entscheidungen Konsequenzen haben, die andere Menschen nachhaltig betreffen können. Im Kern ist Jonah ein Mensch, der sein gesamtes Leben auf seine Kinder und darauf ausgerichtet hat, etwas zu erschaffen, das er selbst nie hatte: eine Familie, die bleibt und ein Leben, in dem Fürsorge nicht nur eine Idee ist, sondern tägliche Realität.