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Theodore Tonks - Ted Tonks - 07.08.2026 Sie ist so winzig! Das war das Erste, was ihm durch den Kopf ging, als er seine Tochter in den Händen hielt und für einen ziemlich langen Augenblick hatte Ted überhaupt keine Ahnung, was er mit ihr anfangen sollte. Nicht praktisch! Er wusste natürlich schon, was er zu tun hatte. Kopf stützen, vorsichtig halten, nicht fallen lassen. Er hatte sich schließlich informiert und vermutlich mehr als einmal rundheraus erklärt, dass das alles schon irgendwie werden würde. Nur hatte niemand erwähnt, dass ein Mensch derart klein sein konnte. Seine Hände wirkten plötzlich vollkommen ungeeignet für diese Aufgabe, viel zu groß und zu rau. Ted bewegte nicht einmal die Finger, als könne das schon ausreichen, um irgendwas an ihr kaputt zu machen. „Hallo“, murmelte er schließlich, weil ihm nach mehreren Sekunden auffiel, dass Schweigen vielleicht auch keine besonders überzeugende erste Vorstellung war. Auch wenn seine Tochter sich daran vermutlich eh nicht mehr erinnern würde. Die Vorstellung in Teds Kopf, dass seine Teenagertochter im mit vierzehn oder fünfzehn rundheraus erklären würde, dass sie keinen Respekt vor ihm haben musste, weil er sie ja nicht mal begrüßt hatte, war allerdings kurzzeitig sehr sehr greifbar. Sein Blick blieb an ihrem Gesicht hängen, an der winzigen Nase und dem Mund, der sich kurz verzog und ganz langsam breitete sich ein völlig bescheuertes Grinsen auf seinem Gesicht aus. Obwohl ihm gerade niemand zuhörte, blinzelte er seine Tochter grinsend an. „Hallooo… ich bin dein Daddy!“ Das checkte sie vermutlich noch gar nicht. Fairerweise musste man dazusagen, dass sie gerade ohnehin noch nichts wusste. Er hatte sich schon so oft vorgestellt, wie dieser Moment sein würde. Ted konnte ganz hervorragend und ziemlich schnell Pläne schmieden, wenn er gleichzeitig vollkommen überzeugt davon war, sie später ohnehin spontan ändern zu können. Irgendwo zwischen Andromedas Schwangerschaft und diesem Tag hatte er sich ausgemalt, dass er seine Tochter ansehen und sofort irgendwas sehr Kluges empfinden würde. Verantwortung vielleicht. Oder diesen berühmten Moment, in dem einem plötzlich klar wurde, dass das eigene Leben jetzt jemand anderem gehörte. Stattdessen war da vor allem Nymphadora. Warm und irgendwie ziemlich schwer für so ein kleines Wesen. Da waren diese riesigen Augen und diese winzigen Hände. Fingerchen die jetzt nach der Hand fassten, die er benutzt hatte, um das Tuch, in das sie eingewickelt war, von ihrem Gesicht wegzuschieben. Wie konnte eine kleine Babyhand nur so viel Kraft haben? Sie ließ ihn ja gar nicht mehr los! Aber sie sah zu ihm hoch. Sie sah ihn direkt an! Ganz bestimmt! Und bestimmt war da ein Lächeln! (Natürlich nicht. Denn selbst Ted war klar, dass sein Kind zu solchen Dingen noch gar nicht in der Lage war.) Also saß er da, seine Tochter im Arm, den Zeigefinger in ihren Händchen und wusste, dass er sie für immer lieben würde. Und… das er überfordert war. Scheiße. Er war Vater! Wie sollte er das alles hinkriegen? Was wenn sie… Ted atmete tief durch und ließ bewusst die Schultern sinken. Nein. Er konnte das. Es würde schon alles werden. |