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Evan Rosier - Evan Rosier - 25.02.2026 Es war der 25.12.1993. Dicke Schneeflocken fielen vom Himmel, als Evan mit seiner Mutter im alten Haus der Familie Rosier hockte. Sein Blick auf den schön geschmückten Weihnachtsbaum. Wie immer hatte sich seine Mutter ins Zeug gelegt und sich dieses Jahr nochmal selbst übertroffen. Das sanfte lila im Baum zusammen mit dem goldenen Licht der Kerzen sah einfach… schön aus. So beruhigend. Man sah ein kleines Lächeln auf den Lippen des Jüngeren. Er hatte eigentlich geplant über dieses Weihnachten nicht nach Hause zu fahren, der Gedanke seine Mutter an diesem Fest alleine zu lassen gefiel ihm allerdings auch nicht. Sicherlich hätte sie zu ihrer Familie die Zeit fahren können, doch er wusste genau, wie sie sich über seine Nachricht gefreut hatte, dass er nach Hause kommen würde, um mit ihr Weihnachten zu verbringen. Wie üblich hatte er seiner Mutter sogar ein kleines Geschenk mitgebracht aus Hogsmeade. Nichts Besonderes, doch immerhin hatte er daran gedacht und ihre Augen haben trotz allem gestrahlt. Und auch Evan hatte sein klein Paket schon geöffnet, wo neben Schokofröschen auch ein neuer warmer Schal für die kalten Wintertage drin war. Wahrscheinlich selbst gestrickt, wie er sie kannte. Es gab auch Essen an jenem Tag. Nichts Besonderes, doch das war ihm noch nie wirklich wichtig gewesen. Wichtiger war, dass es ihnen gut ging und man hoffen konnte, dass es langsam wieder bergauf mit allem ging. Zwar verschwammen die Gerüchte noch nicht und man hatte noch immer das ein oder andere Auge auf seiner Familie, doch die Rosier versuchten sich in die Gesellschaft zu intrigieren und präsent zu sein. Abseits von all den schwarzmagischen Dingen, die vorher passiert waren. Und vielleicht half es auch, dass seine Mutter einen Job im Ministerium inne hatte. Später am Abend hat Evan sich wieder in sein Zimmer begeben und sich ein Buch genommen. Sobald er zu Hause war las er oftmals mehr, als er in der Schule tat. Auch fiel ihm hier das Lernen so viel einfacher. Doch heute schien er ein wenig unkonzentrierter als sonst zu sein. Sein Blick schweifte immer mal wieder aus dem Fenster. Im Lichte der Straßenlaternen beobachtete er die Schneeflocken, wie sie zu Boden fielen und dort verweilten. Es ließ ihn ein wenig nachdenklich werden. Nicht selten, wenn er zu Hause war, dachte er an seinen Vater und wie es wäre, wenn er am Leben wäre. Wäre sein Leben anders? Wäre er stolz auf ihn? Hätte er vielleicht eine andere Erziehung genossen, als es seine Mutter getan hatte? Wäre er strenger gewesen? Oder wäre Evan am Ende vielleicht mit absoluter Sicherheit in die schwarze Magie gerutscht, wo er momentan nur dran kratzte? Fast schon genervt von sich selbst strich er sich durch die Haare. Er war niemand der sentimental war, doch das vertraute Heim war etwas anderes. Ein Ort, der sowas gut und gerne mal auslöste. Erst recht, seitdem seine Mutter ihm erzählt hatte, was genau damals passiert war und was zu seinem Tod geführt hatte. Dabei wusste Evan nicht, ob er wirklichen Hass verspüren sollte auf einen Auror, an welchen er sich zeitnah ohnehin nicht rächen konnte. Doch er würde Lügen, wenn er solche Rachegedanken verneinen würde. Es war schwer vorstellbar für ihn, dass sein Vater von einem Auror einfach umgebracht wurde. Kurz schüttelte er den Kopf und legte das Buch zur Seite. Er hatte es nicht einmal aufgeschlagen. Kurz strich er sich über die Augen und stand von seinem Stuhl auf, griff in die Schublade seines Schreibtisches und holte ein kleines Päckchen heraus. Damit ging er schließlich nach draußen in den Garten. Ohne Jacke, ohne Schal, nur mit seinem Hemd was er trug. Die eiskalte Luft schlug ihm sofort in sein Gesicht, doch es wirkte fast schon betäubend auf ihn. Im hinteren Teil des Garten war ein Grabstein zu finden. Er strich vorsichtig den Schnee von dem Stein. Evan Rosier sr war darauf geschrieben. Er wusste nicht einmal, ob dieser Stein symbolisch dort stand oder ob unter der Erde wirklich die Knochen seines Vaters lagen. Er kniete sich in den Schnee und legte das Päckchen in den Schnee vor sich. Er lächelte leicht, fast schon traurig. „Frohe Weihnachten, Dad.“ |