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		<title><![CDATA[OWLWAYS - Steckbriefe]]></title>
		<link>https://owlways.makemerun.de/</link>
		<description><![CDATA[OWLWAYS - https://owlways.makemerun.de]]></description>
		<pubDate>Fri, 24 Apr 2026 17:13:05 +0000</pubDate>
		<generator>MyBB</generator>
		<item>
			<title><![CDATA[Fionn McCormack]]></title>
			<link>https://owlways.makemerun.de/showthread.php?tid=1010</link>
			<pubDate>Fri, 20 Mar 2026 22:41:25 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://owlways.makemerun.de/member.php?action=profile&uid=326">Fionn McCormack</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://owlways.makemerun.de/showthread.php?tid=1010</guid>
			<description><![CDATA[Liebes Tagebuch,<br />
<br />
Meine Mum hat gesagt, dass ich jetzt täglich etwas in dich schreiben soll, damit ich übe, mit Füller und Tinte zu schreiben. Ich weiß nur nicht, was. Ich hab ja schon mit meinem Bleistift Probleme und der schmiert garantiert nicht so sehr, wie eine dumme Tintenfeder. Damit sollen wir in Hogwarts schreiben. Aber, da die selbstgebastelten aus den Hühnerfedern nicht so richtig funktionieren, nehm ich jetzt Dads Füller. Wenigstens bin ich nächsten Sonntag nicht hier. Da gibt es dann niemanden, der sich darüber aufregt, dass meine Finger ganz blau von der Tinte sind. Nicht so, wie Mrs. Jamieson, die immer vor der Kirche steht und die Hände der Kinder sehen will, bevor sie in die Kirche gehen. Aber, wann lässt sie uns schon mal einfach so rein? Letzten Sonntag musste Cormac dreimal sich die Hände waschen, weil sie angeblich noch nach Mist gerochen haben. Und Saoirse hat schon beim zweiten Mal weinen müssen. Aber über sie möchte ich heute nicht schreiben.<br />
<br />
Morgen möchte mein Opa mit mir nach London reisen. Das ist ein ganz schön langer Weg. Deswegen werden wir bis ich zum Zug muss auch nicht mehr wegfahren. Wir müssen deswegen morgen ganz früh aufstehen und mit dem Bus nach Dublin fahren. Da war ich schonmal mit meiner Klasse. Aber wir werden uns da nichts ansehen. Nur frühstücken und dann geht es schon zur Fähre. Mit der fahren wir nach Holyhead. Dann müssen wir schnell zum Zug nach London. Und da kommen wir vermutlich erst abends an. Oma will uns daher ganz viele Brote schmieren, weil wir kein Mittagessen kriegen werden. Ich war noch nie in London. Bestimmt werden wir uns ganz viel ansehen. Zum Beispiel den Palast und Saint Paul's Cathedral. Vielleicht gehen wir sogar noch ins Museum. Bis ich nach Hogwarts fahre, ist es ja noch eine ganze Weile.<br />
<br />
Aber wir werden vermutlich erstmal einkaufen gehen. Der Mann, der uns alles erklärt hat, hat uns auch gesagt, wo wir hin müssen. Es soll da einen Pub geben, wo man durch eine Wand laufen muss, um zum magischen Stadtteil zu kommen. Irgendwer wird uns da schon helfen, durchzukommen. Vorher werden wir aber wohl noch zur Bank müssen und Geld abheben. Sie nehmen ja keine Muggelkarten oder Muggelgeld. Muggel ist so ein komisches Wort. Aber so nennen die Zauberer und Hexen uns jedenfalls. Also diejenigen, die nicht magisch sind. Ich bin dann allerdings auch kein Muggel mehr. Das hatte auch einen Namen, aber ich weiß ihn nicht mehr. Der Mann hat so viel erzählt und erklärt. Und da auch das mit dem Geld. Die haben ein ganz eigenes System, keine irischen oder englischen Pfund oder Euros, sondern Münzen. Goldmünzen, Silbermünzen und Bronzemünzen. Oder so. Ich hab wieder vergessen, wie sie heißen. Es soll auch ganz kompliziert sein, nicht etwa, dass 100 von den kleinen dann 1 von den großen Münzen ist. Opa ist sich auch nicht sicher, ob die magische Bank irische Pfund annimmt. Deswegen will Opa noch etwas einwechseln, wenn wir in London sind. Aber wir brauchen sowieso Geld, um in London etwas bleiben zu können.<br />
<br />
Auf den magischen Teil von London bin ich schon ganz gespannt. Ich brauche so viele neue Sachen, aber wir schauen lieber, ob wir die auch gebraucht bekommen. Einen ordentlichen neuen Anzug werde ich bekommen, aber bei so vielen Sachen krieg ich lieber noch ein paar gebrauchte. Aber ein neuer Anzug reicht ja schon. Es ist aber kein richtiger Anzug, sondern eine Robe. Ich werde in der Schule einen richtigen Umhang tragen, hat der Mann gesagt. Wie die Uniformen wohl aussehen werden? Ich bin schon ganz gespannt! Ich brauche auch noch jede Menge Bücher. Und einen Kessel und anderes für Zaubertränke. Und ein Teleskop. Und einen Zauberstab. Auf den Zauberstab bin ich auch schon gespannt. Den bekomme ich auch ganz neu. Wir sollen dafür zu Ollivanders. Der soll die besten herstellen. Wie das wohl geht? Und wie soll ich den besten finden? Der Mann hatte gesagt, dass der Zauberstab sich den Zauberer aussuchen würde. Aber wie funktioniert das? Und was, wenn mich kein Zauberstab haben will? Muss ich dann ohne zu Hogwarts? Darf ich dann überhaupt nach Hogwarts? Oder bekomme ich dann einfach irgendeinen, bis ich meinen richtigen Zauberstab bekomme? Na ja, wenigstens kann ich Barney mitnehmen. Im Brief steht, dass Katzen als Haustiere erlaubt sind. Hoffentlich kommt er mit seinen drei Beinen im Schloss zurecht. Aber er kommt ja auch auf der Farm damit zurecht und klettert sogar die Leitern im Stall hoch. Ich hätte auch eine andere von unseren Hofkatzen mitnehmen können. Aber Barney ist der einzige, der nicht mausert. Und Andere bringen bestimmt Ratten mit. Die wären für unsere anderen Katzen kein Problem. Deswegen haben wir ja auch diese Katzen bei uns.<br />
<br />
Ich muss aber auch gestehen, dass ich ein wenig traurig bin. Ich war noch nie ohne meine Familie. Na ja, außer beim Schulausflug nach Dublin natürlich. Da waren wir einen ganzen Tag dort verbracht und haben in einem Jugendheim geschlafen. Wir waren acht auf einem Zimmer. Wie viele wohl in einem Zimmer in Hogwarts sind? Und wird es dort auch Etagenbetten geben? Dann würde ich eines unten nehmen. Zuhause darf ich schon immer das obere nehmen, weil Cormac noch so klein war, als er in mein Zimmer zog. Mum und Dad hatten zu große Angst, dass er runterfallen könnte. Aber inzwischen ist er schon ganze acht Jahre alt. Wenn ich jetzt in Hogwarts bin, darf er den Karren fahren. Niamh ist zwar schon älter als er, aber sie sitzt immer im Auto, damit ihr Sonntagskleid nicht dreckig wird. Vielleicht fährt aber auch unser Cousin Lochlainn den Karren. Der ist ja auch älter.<br />
<br />
Aber zurück zu Hogwarts. Ich war noch nie in einem Schloss. Wie groß das wohl sein wird? Und was ich alles lernen werde? Hoffentlich sind die Lehrer dort nicht auch so doof und ärgern mich wegen meiner Handschrift. Ich kann doch auch nichts dafür, dass die so krakelig ist und ich dauernd etwas falsch schreibe. Ich mache es bestimmt nicht mit Absicht. Aber die Buchstaben hüpfen immer so. Vermutlich möchte Mum auch deswegen, dass ich dir täglich schreibe, liebes Tagebuch. Hoffentlich hilft das auch wirklich. Oder ich finde vielleicht auch in Hogwarts etwas, das hilft. Einen Zauberspruch vielleicht. Oder einen Zaubertrank. Ich will wirklich keine schlechten Noten nach Hause bringen, nur weil ich solche Probleme habe. Aber vielleicht sind die Lehrer ja wirklich netter und helfen mir oder haben Verständnis.<br />
<br />
Ich muss jetzt Schluss machen. Mum ruft nach mir wegen des Abendessens. Oma hat extra Kuchen gebacken und Tante Nora hat Marmelade gemacht. Danach werd ich noch baden bevor ich ins Bett gehe. Hoffentlich kann ich auch schlafen. Opa will mich nämlich schon um halb fünf wecken. Der Bus nach Dublin fährt immerhin schon kurz vor sechs. Ich schreib dir das nächste Mal in London. Dann wieder mit Bleistift, weil Dad seinen Füller braucht. Und vermutlich nicht so viel. Ich hab immerhin versprochen, all meinen Geschwister und Cousins und Cousinen und meinen Eltern und meinen Großeltern und meinen Tanten und meinen Onkeln zu schreiben. Und unseren Freunden bei den Pavees. Die wissen natürlich nicht, dass ich nach Hogwarts fahre. Dad hat ihnen gesagt, dass ich ein Stipendium für ein besonderes Internat bekommen habe. Wir dürfen immerhin Muggeln nicht erzählen, dass es Magie gibt.<br />
<br />
Ich muss jetzt aber wirklich los.<br />
<br />
Mit freundlichen Grüßen<br />
Dein Fionn]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Liebes Tagebuch,<br />
<br />
Meine Mum hat gesagt, dass ich jetzt täglich etwas in dich schreiben soll, damit ich übe, mit Füller und Tinte zu schreiben. Ich weiß nur nicht, was. Ich hab ja schon mit meinem Bleistift Probleme und der schmiert garantiert nicht so sehr, wie eine dumme Tintenfeder. Damit sollen wir in Hogwarts schreiben. Aber, da die selbstgebastelten aus den Hühnerfedern nicht so richtig funktionieren, nehm ich jetzt Dads Füller. Wenigstens bin ich nächsten Sonntag nicht hier. Da gibt es dann niemanden, der sich darüber aufregt, dass meine Finger ganz blau von der Tinte sind. Nicht so, wie Mrs. Jamieson, die immer vor der Kirche steht und die Hände der Kinder sehen will, bevor sie in die Kirche gehen. Aber, wann lässt sie uns schon mal einfach so rein? Letzten Sonntag musste Cormac dreimal sich die Hände waschen, weil sie angeblich noch nach Mist gerochen haben. Und Saoirse hat schon beim zweiten Mal weinen müssen. Aber über sie möchte ich heute nicht schreiben.<br />
<br />
Morgen möchte mein Opa mit mir nach London reisen. Das ist ein ganz schön langer Weg. Deswegen werden wir bis ich zum Zug muss auch nicht mehr wegfahren. Wir müssen deswegen morgen ganz früh aufstehen und mit dem Bus nach Dublin fahren. Da war ich schonmal mit meiner Klasse. Aber wir werden uns da nichts ansehen. Nur frühstücken und dann geht es schon zur Fähre. Mit der fahren wir nach Holyhead. Dann müssen wir schnell zum Zug nach London. Und da kommen wir vermutlich erst abends an. Oma will uns daher ganz viele Brote schmieren, weil wir kein Mittagessen kriegen werden. Ich war noch nie in London. Bestimmt werden wir uns ganz viel ansehen. Zum Beispiel den Palast und Saint Paul's Cathedral. Vielleicht gehen wir sogar noch ins Museum. Bis ich nach Hogwarts fahre, ist es ja noch eine ganze Weile.<br />
<br />
Aber wir werden vermutlich erstmal einkaufen gehen. Der Mann, der uns alles erklärt hat, hat uns auch gesagt, wo wir hin müssen. Es soll da einen Pub geben, wo man durch eine Wand laufen muss, um zum magischen Stadtteil zu kommen. Irgendwer wird uns da schon helfen, durchzukommen. Vorher werden wir aber wohl noch zur Bank müssen und Geld abheben. Sie nehmen ja keine Muggelkarten oder Muggelgeld. Muggel ist so ein komisches Wort. Aber so nennen die Zauberer und Hexen uns jedenfalls. Also diejenigen, die nicht magisch sind. Ich bin dann allerdings auch kein Muggel mehr. Das hatte auch einen Namen, aber ich weiß ihn nicht mehr. Der Mann hat so viel erzählt und erklärt. Und da auch das mit dem Geld. Die haben ein ganz eigenes System, keine irischen oder englischen Pfund oder Euros, sondern Münzen. Goldmünzen, Silbermünzen und Bronzemünzen. Oder so. Ich hab wieder vergessen, wie sie heißen. Es soll auch ganz kompliziert sein, nicht etwa, dass 100 von den kleinen dann 1 von den großen Münzen ist. Opa ist sich auch nicht sicher, ob die magische Bank irische Pfund annimmt. Deswegen will Opa noch etwas einwechseln, wenn wir in London sind. Aber wir brauchen sowieso Geld, um in London etwas bleiben zu können.<br />
<br />
Auf den magischen Teil von London bin ich schon ganz gespannt. Ich brauche so viele neue Sachen, aber wir schauen lieber, ob wir die auch gebraucht bekommen. Einen ordentlichen neuen Anzug werde ich bekommen, aber bei so vielen Sachen krieg ich lieber noch ein paar gebrauchte. Aber ein neuer Anzug reicht ja schon. Es ist aber kein richtiger Anzug, sondern eine Robe. Ich werde in der Schule einen richtigen Umhang tragen, hat der Mann gesagt. Wie die Uniformen wohl aussehen werden? Ich bin schon ganz gespannt! Ich brauche auch noch jede Menge Bücher. Und einen Kessel und anderes für Zaubertränke. Und ein Teleskop. Und einen Zauberstab. Auf den Zauberstab bin ich auch schon gespannt. Den bekomme ich auch ganz neu. Wir sollen dafür zu Ollivanders. Der soll die besten herstellen. Wie das wohl geht? Und wie soll ich den besten finden? Der Mann hatte gesagt, dass der Zauberstab sich den Zauberer aussuchen würde. Aber wie funktioniert das? Und was, wenn mich kein Zauberstab haben will? Muss ich dann ohne zu Hogwarts? Darf ich dann überhaupt nach Hogwarts? Oder bekomme ich dann einfach irgendeinen, bis ich meinen richtigen Zauberstab bekomme? Na ja, wenigstens kann ich Barney mitnehmen. Im Brief steht, dass Katzen als Haustiere erlaubt sind. Hoffentlich kommt er mit seinen drei Beinen im Schloss zurecht. Aber er kommt ja auch auf der Farm damit zurecht und klettert sogar die Leitern im Stall hoch. Ich hätte auch eine andere von unseren Hofkatzen mitnehmen können. Aber Barney ist der einzige, der nicht mausert. Und Andere bringen bestimmt Ratten mit. Die wären für unsere anderen Katzen kein Problem. Deswegen haben wir ja auch diese Katzen bei uns.<br />
<br />
Ich muss aber auch gestehen, dass ich ein wenig traurig bin. Ich war noch nie ohne meine Familie. Na ja, außer beim Schulausflug nach Dublin natürlich. Da waren wir einen ganzen Tag dort verbracht und haben in einem Jugendheim geschlafen. Wir waren acht auf einem Zimmer. Wie viele wohl in einem Zimmer in Hogwarts sind? Und wird es dort auch Etagenbetten geben? Dann würde ich eines unten nehmen. Zuhause darf ich schon immer das obere nehmen, weil Cormac noch so klein war, als er in mein Zimmer zog. Mum und Dad hatten zu große Angst, dass er runterfallen könnte. Aber inzwischen ist er schon ganze acht Jahre alt. Wenn ich jetzt in Hogwarts bin, darf er den Karren fahren. Niamh ist zwar schon älter als er, aber sie sitzt immer im Auto, damit ihr Sonntagskleid nicht dreckig wird. Vielleicht fährt aber auch unser Cousin Lochlainn den Karren. Der ist ja auch älter.<br />
<br />
Aber zurück zu Hogwarts. Ich war noch nie in einem Schloss. Wie groß das wohl sein wird? Und was ich alles lernen werde? Hoffentlich sind die Lehrer dort nicht auch so doof und ärgern mich wegen meiner Handschrift. Ich kann doch auch nichts dafür, dass die so krakelig ist und ich dauernd etwas falsch schreibe. Ich mache es bestimmt nicht mit Absicht. Aber die Buchstaben hüpfen immer so. Vermutlich möchte Mum auch deswegen, dass ich dir täglich schreibe, liebes Tagebuch. Hoffentlich hilft das auch wirklich. Oder ich finde vielleicht auch in Hogwarts etwas, das hilft. Einen Zauberspruch vielleicht. Oder einen Zaubertrank. Ich will wirklich keine schlechten Noten nach Hause bringen, nur weil ich solche Probleme habe. Aber vielleicht sind die Lehrer ja wirklich netter und helfen mir oder haben Verständnis.<br />
<br />
Ich muss jetzt Schluss machen. Mum ruft nach mir wegen des Abendessens. Oma hat extra Kuchen gebacken und Tante Nora hat Marmelade gemacht. Danach werd ich noch baden bevor ich ins Bett gehe. Hoffentlich kann ich auch schlafen. Opa will mich nämlich schon um halb fünf wecken. Der Bus nach Dublin fährt immerhin schon kurz vor sechs. Ich schreib dir das nächste Mal in London. Dann wieder mit Bleistift, weil Dad seinen Füller braucht. Und vermutlich nicht so viel. Ich hab immerhin versprochen, all meinen Geschwister und Cousins und Cousinen und meinen Eltern und meinen Großeltern und meinen Tanten und meinen Onkeln zu schreiben. Und unseren Freunden bei den Pavees. Die wissen natürlich nicht, dass ich nach Hogwarts fahre. Dad hat ihnen gesagt, dass ich ein Stipendium für ein besonderes Internat bekommen habe. Wir dürfen immerhin Muggeln nicht erzählen, dass es Magie gibt.<br />
<br />
Ich muss jetzt aber wirklich los.<br />
<br />
Mit freundlichen Grüßen<br />
Dein Fionn]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Blaise Zabini]]></title>
			<link>https://owlways.makemerun.de/showthread.php?tid=1001</link>
			<pubDate>Sun, 08 Mar 2026 10:45:11 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://owlways.makemerun.de/member.php?action=profile&uid=325">Blaise Zabini</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://owlways.makemerun.de/showthread.php?tid=1001</guid>
			<description><![CDATA[Natürlich hatte der Zabini mitbekommen, dass seine Mutter ziemlich viele Männer an ihrer Seite bisher gehabt hatte. Manchmal erzählte sie darüber, wenn einer ihrer Freundinnen wieder mal auf einen Kaffee und ein Stück Kuchen vorbeikamen und Blaise ein wenig die Gespräche gelauscht hatte. Sie war immer nur kurz verheiratet gewesen, hatte sie gesagt und am Ende war der Ehemann verstorben. Blaise konnte sich durchaus denken, woher seine Familie das ganze Gold in Gringotts hatte und warum er sich so viele tolle Dinge leisten konnte, allerdings hatte der Junge das niemals erwähnt. Oder für wichtig erachtet. Man sagte sie starben unvorhergesehen und aus unerklärlichen Gründen, was für Blaise genug Information war, um es einfach abzuwinken. Immerhin lebte sein Vater noch. Und er war wirklich froh drum, immerhin hatte er eine gute und intakte Familie. Er wurde geliebt, war Einzelkind und bekam somit auch die gesamte Aufmerksamkeit seiner Eltern geschenkt. Er konnte sich nicht vorstellen, dass sein Vater auch das zeitliche segnete. Vielleicht war es auch einfach nur Pech seiner Mutter gewesen und er machte sich darüber viel zu viele Gedanken? Letztens noch hatte sein Vater ihm die Zukunftspläne seines Sohnes mitgeteilt. Er sollte Fluchbrecher im Ministerium werden und eine reinblütige Dame heiraten. Das Erbe der Zabini somit weitertragen und ihn stolz machen. Für Blaise stand es außer Frage diese Worte anzuzweifeln und so hatte er auf die Worte seines Vaters nur genickt. Er verstand wie wichtig die Ideologie war und dass man reines Blut niemals mischen sollte. Blutsverräter konnte niemand in der Familie gebrauchen und natürlich wollte er seinen Vater dahingehend zufrieden und glücklich stimmen. <br />
Tja. <br />
Sein Blick lag noch immer auf dem Brief, welcher eine Eule vorbeigebracht hatte. Das Papier war teuer gewesen und lag gut in der Hand, die Worte auf dem Papier waren alles andere als gut. Kurz rieb er sich mit seinem Daumen und seinem Zeigefinger die Augen und sah schließlich wieder auf die handgeschriebene Schrift seiner Mutter. Die Verkündung, dass auch sein Vater nun das Zeitliche gesegnete hatte auf unerklärbare Weise und seine Mutter nun schon wieder alleine war… er seufzte leise. Gut, dass er in diesem Moment alleine war und niemand fragte was mit ihm los war. Er hätte nie gedacht, dass dieser Zeitpunkt einmal kommen würde, doch vielleicht war seine Mutter wirklich verflucht oder es hatte andere Ursachen, über welche der Zabini nicht einmal nachdenken wollte. Er setzte sich auf sein Bett im Slytherin Schlafsaal und legte den Brief vor sich auf das Bettdecke. Und nun? Wie ging es weiter? Würde sie nun ohne Mann bleiben? Sich einen neuen suchen in der Hoffnung, dass es dieses Mal besser wurde? Mit beiden Händen fuhr er sich über das Gesicht und schüttelte den Kopf. Er vergoss keine Träne. Vielleicht war es auch einfach nur der Schock, der tief in ihm drin saß und es ihm verbat zu weinen? Er legte sich zurück und schloss seine Augen. Sein Arm legte er auf seine Augen und blieb so einfach liegen. Sollte er drauf antworten? Mit jemanden drüber sprechen? Es einfach totschweigen, wie so vieles auch? Er blieb für einen Moment still liegen, ehe er aufstand und den Brief nahm, zusammenfaltete und in seine Tasche steckte. Er wollte seine Dove suchen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Natürlich hatte der Zabini mitbekommen, dass seine Mutter ziemlich viele Männer an ihrer Seite bisher gehabt hatte. Manchmal erzählte sie darüber, wenn einer ihrer Freundinnen wieder mal auf einen Kaffee und ein Stück Kuchen vorbeikamen und Blaise ein wenig die Gespräche gelauscht hatte. Sie war immer nur kurz verheiratet gewesen, hatte sie gesagt und am Ende war der Ehemann verstorben. Blaise konnte sich durchaus denken, woher seine Familie das ganze Gold in Gringotts hatte und warum er sich so viele tolle Dinge leisten konnte, allerdings hatte der Junge das niemals erwähnt. Oder für wichtig erachtet. Man sagte sie starben unvorhergesehen und aus unerklärlichen Gründen, was für Blaise genug Information war, um es einfach abzuwinken. Immerhin lebte sein Vater noch. Und er war wirklich froh drum, immerhin hatte er eine gute und intakte Familie. Er wurde geliebt, war Einzelkind und bekam somit auch die gesamte Aufmerksamkeit seiner Eltern geschenkt. Er konnte sich nicht vorstellen, dass sein Vater auch das zeitliche segnete. Vielleicht war es auch einfach nur Pech seiner Mutter gewesen und er machte sich darüber viel zu viele Gedanken? Letztens noch hatte sein Vater ihm die Zukunftspläne seines Sohnes mitgeteilt. Er sollte Fluchbrecher im Ministerium werden und eine reinblütige Dame heiraten. Das Erbe der Zabini somit weitertragen und ihn stolz machen. Für Blaise stand es außer Frage diese Worte anzuzweifeln und so hatte er auf die Worte seines Vaters nur genickt. Er verstand wie wichtig die Ideologie war und dass man reines Blut niemals mischen sollte. Blutsverräter konnte niemand in der Familie gebrauchen und natürlich wollte er seinen Vater dahingehend zufrieden und glücklich stimmen. <br />
Tja. <br />
Sein Blick lag noch immer auf dem Brief, welcher eine Eule vorbeigebracht hatte. Das Papier war teuer gewesen und lag gut in der Hand, die Worte auf dem Papier waren alles andere als gut. Kurz rieb er sich mit seinem Daumen und seinem Zeigefinger die Augen und sah schließlich wieder auf die handgeschriebene Schrift seiner Mutter. Die Verkündung, dass auch sein Vater nun das Zeitliche gesegnete hatte auf unerklärbare Weise und seine Mutter nun schon wieder alleine war… er seufzte leise. Gut, dass er in diesem Moment alleine war und niemand fragte was mit ihm los war. Er hätte nie gedacht, dass dieser Zeitpunkt einmal kommen würde, doch vielleicht war seine Mutter wirklich verflucht oder es hatte andere Ursachen, über welche der Zabini nicht einmal nachdenken wollte. Er setzte sich auf sein Bett im Slytherin Schlafsaal und legte den Brief vor sich auf das Bettdecke. Und nun? Wie ging es weiter? Würde sie nun ohne Mann bleiben? Sich einen neuen suchen in der Hoffnung, dass es dieses Mal besser wurde? Mit beiden Händen fuhr er sich über das Gesicht und schüttelte den Kopf. Er vergoss keine Träne. Vielleicht war es auch einfach nur der Schock, der tief in ihm drin saß und es ihm verbat zu weinen? Er legte sich zurück und schloss seine Augen. Sein Arm legte er auf seine Augen und blieb so einfach liegen. Sollte er drauf antworten? Mit jemanden drüber sprechen? Es einfach totschweigen, wie so vieles auch? Er blieb für einen Moment still liegen, ehe er aufstand und den Brief nahm, zusammenfaltete und in seine Tasche steckte. Er wollte seine Dove suchen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Eileen Blishwick]]></title>
			<link>https://owlways.makemerun.de/showthread.php?tid=991</link>
			<pubDate>Thu, 26 Feb 2026 02:59:44 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://owlways.makemerun.de/member.php?action=profile&uid=323">Eileen Blishwick</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://owlways.makemerun.de/showthread.php?tid=991</guid>
			<description><![CDATA[Eileens Geschichte beginnt am 2. September 1980 im Hause der Blishwicks als Tochter von Corvus und Octavia Blishwick. Als überzeugte Anhänger Lord Voldemorts investierten sie all ihre Energie darin, innerhalb der Gefolgschaft aufzusteigen, um ihrem Namen Ruhm und Ehre zu verschaffen. Ihr Fanatismus entsprang nicht allein der Grausamkeit, sondern einer tiefen, wenn auch fehlgeleiteten Überzeugung: Sie wollten die Welt nach ihren Vorstellungen mitgestalten – eine Welt, in der es ihre Tochter eines Tages „gut“ haben sollte. Eileen war das Symbol für die Zukunft, für die sie kämpften. Während Corvus versuchte, sich durch extreme Brutalität und der Ausführung von Morden zu profilieren, agierte Octavia als kühle Strategin eher im Hintergrund. Durch die Anwendung des Imperius-Fluchs und die Beschaffung verbotener Informationen ermöglichte sie die Machenschaften ihres Mannes oft erst. Es waren Tätigkeiten, die viel Zeit in Anspruch nahmen, weswegen sie sich kaum selbst um ihre Tochter kümmern konnten. In die Elternrolle einfinden konnten sich beide ohnehin nicht wirklich. Octavia wachte zwar darüber, dass die Hauselfin Tilly jeden Handgriff perfekt ausführte, doch wenn sie selbst das „kleine Ding“ in den Armen hielt, fühlte sie sich seltsam fremd und überfordert. Die Wärme, die ein Kind braucht, war in ihrem strategischen Verstand schlicht nicht vorgesehen. Corvus wiederum erfüllte die Rolle des stolzen Vaters auf seine ganz eigene, distanzierte Weise: Er sah sich nicht in der Pflicht, an einer Wiege zu stehen, doch er genoss es, seine Tochter wie eine kostbare Trophäe in der Reinblutgesellschaft herumzuzeigen. Als im November 1981 die Nachricht vom Sturz ihres Meisters eintraf, brach das Fundament ihrer Welt innerhalb weniger Tage zusammen. Die Flucht in jener kalten Nacht war ein Akt purer, panischer Angst vor der unmittelbaren Vergeltung der Auroren. In der überstürzten Hektik, getrieben von dem Instinkt, den eigenen Kopf aus der Schlinge zu ziehen, ließen sie Eileen zurück – auch in dem naiven Glauben, dass Tilly sie weiterhin versorgen würde, bis sie zurückkehren könnten. Nur einen Tag später wurde das Mädchen von Auroren gefunden und in die Obhut der Familie Belby übergeben. Die Suche nach den Blishwicks endete im Dezember 1981 mit deren Verhaftung. Eileen weiß heute nur, dass ihre Eltern Verbrecher sind, die in Askaban sitzen.<br />
<br />
Informationen über die Eltern (Eileen weitgehend nicht bekannt)<br />
<br />
Corvus Blishwick<br />
Geburtsjahr:  1941<br />
Hogwarts-Haus: Slytherin<br />
Abschlussjahr: 1959<br />
Beruf (bis 1981): Mitarbeiter des Werwolffangkommandos (Abteilung zur Führung und Aufsicht Magischer Geschöpfe).<br />
Status: Inhaftiert in Askaban (seit Dez. 1981).<br />
Rolle als Anhänger Voldemorts: Entbehrlicher. Wurde für Ausführung von Auftragsmorden sowie der Verfolgung und Gefangenname von „Feinden“ eingesetzt. Arbeitete jedoch stets unter der Kontrolle höherrangiger Todesser. <br />
<br />
Octavia Blishwick (geb. Gamp)<br />
Geburtsjahr: 1959<br />
Hogwarts-Haus: Slytherin<br />
Abschlussjahr: 1977<br />
Beruf (bis 1981): Sekretärin in der Abteilung für magische Strafverfolgung (Zaubereiministerium).<br />
Status: Inhaftiert in Askaban (seit Dez. 1981).<br />
Rolle als Anhängerin Voldemorts: „Entbehrliche“. Nutzte ihren Zugang zu Akten und internen Abläufen des Ministeriums, um Warnungen an Todesser auszusprechen und Beweise zu manipulieren. Setze bei Bedarf den Imperius gegen Kollegen ein. Wurde jedoch eher mit kleinen und weniger wichtigen Aufträgen betraut.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Eileens Geschichte beginnt am 2. September 1980 im Hause der Blishwicks als Tochter von Corvus und Octavia Blishwick. Als überzeugte Anhänger Lord Voldemorts investierten sie all ihre Energie darin, innerhalb der Gefolgschaft aufzusteigen, um ihrem Namen Ruhm und Ehre zu verschaffen. Ihr Fanatismus entsprang nicht allein der Grausamkeit, sondern einer tiefen, wenn auch fehlgeleiteten Überzeugung: Sie wollten die Welt nach ihren Vorstellungen mitgestalten – eine Welt, in der es ihre Tochter eines Tages „gut“ haben sollte. Eileen war das Symbol für die Zukunft, für die sie kämpften. Während Corvus versuchte, sich durch extreme Brutalität und der Ausführung von Morden zu profilieren, agierte Octavia als kühle Strategin eher im Hintergrund. Durch die Anwendung des Imperius-Fluchs und die Beschaffung verbotener Informationen ermöglichte sie die Machenschaften ihres Mannes oft erst. Es waren Tätigkeiten, die viel Zeit in Anspruch nahmen, weswegen sie sich kaum selbst um ihre Tochter kümmern konnten. In die Elternrolle einfinden konnten sich beide ohnehin nicht wirklich. Octavia wachte zwar darüber, dass die Hauselfin Tilly jeden Handgriff perfekt ausführte, doch wenn sie selbst das „kleine Ding“ in den Armen hielt, fühlte sie sich seltsam fremd und überfordert. Die Wärme, die ein Kind braucht, war in ihrem strategischen Verstand schlicht nicht vorgesehen. Corvus wiederum erfüllte die Rolle des stolzen Vaters auf seine ganz eigene, distanzierte Weise: Er sah sich nicht in der Pflicht, an einer Wiege zu stehen, doch er genoss es, seine Tochter wie eine kostbare Trophäe in der Reinblutgesellschaft herumzuzeigen. Als im November 1981 die Nachricht vom Sturz ihres Meisters eintraf, brach das Fundament ihrer Welt innerhalb weniger Tage zusammen. Die Flucht in jener kalten Nacht war ein Akt purer, panischer Angst vor der unmittelbaren Vergeltung der Auroren. In der überstürzten Hektik, getrieben von dem Instinkt, den eigenen Kopf aus der Schlinge zu ziehen, ließen sie Eileen zurück – auch in dem naiven Glauben, dass Tilly sie weiterhin versorgen würde, bis sie zurückkehren könnten. Nur einen Tag später wurde das Mädchen von Auroren gefunden und in die Obhut der Familie Belby übergeben. Die Suche nach den Blishwicks endete im Dezember 1981 mit deren Verhaftung. Eileen weiß heute nur, dass ihre Eltern Verbrecher sind, die in Askaban sitzen.<br />
<br />
Informationen über die Eltern (Eileen weitgehend nicht bekannt)<br />
<br />
Corvus Blishwick<br />
Geburtsjahr:  1941<br />
Hogwarts-Haus: Slytherin<br />
Abschlussjahr: 1959<br />
Beruf (bis 1981): Mitarbeiter des Werwolffangkommandos (Abteilung zur Führung und Aufsicht Magischer Geschöpfe).<br />
Status: Inhaftiert in Askaban (seit Dez. 1981).<br />
Rolle als Anhänger Voldemorts: Entbehrlicher. Wurde für Ausführung von Auftragsmorden sowie der Verfolgung und Gefangenname von „Feinden“ eingesetzt. Arbeitete jedoch stets unter der Kontrolle höherrangiger Todesser. <br />
<br />
Octavia Blishwick (geb. Gamp)<br />
Geburtsjahr: 1959<br />
Hogwarts-Haus: Slytherin<br />
Abschlussjahr: 1977<br />
Beruf (bis 1981): Sekretärin in der Abteilung für magische Strafverfolgung (Zaubereiministerium).<br />
Status: Inhaftiert in Askaban (seit Dez. 1981).<br />
Rolle als Anhängerin Voldemorts: „Entbehrliche“. Nutzte ihren Zugang zu Akten und internen Abläufen des Ministeriums, um Warnungen an Todesser auszusprechen und Beweise zu manipulieren. Setze bei Bedarf den Imperius gegen Kollegen ein. Wurde jedoch eher mit kleinen und weniger wichtigen Aufträgen betraut.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Evan Rosier]]></title>
			<link>https://owlways.makemerun.de/showthread.php?tid=990</link>
			<pubDate>Wed, 25 Feb 2026 18:59:25 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://owlways.makemerun.de/member.php?action=profile&uid=324">Evan Rosier</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://owlways.makemerun.de/showthread.php?tid=990</guid>
			<description><![CDATA[Es war der 25.12.1993. Dicke Schneeflocken fielen vom Himmel, als Evan mit seiner Mutter im alten Haus der Familie Rosier hockte. Sein Blick auf den schön geschmückten Weihnachtsbaum. Wie immer hatte sich seine Mutter ins Zeug gelegt und sich dieses Jahr nochmal selbst übertroffen. Das sanfte lila im Baum zusammen mit dem goldenen Licht der Kerzen sah einfach… schön aus. So beruhigend. Man sah ein kleines Lächeln auf den Lippen des Jüngeren. Er hatte eigentlich geplant über dieses Weihnachten nicht nach Hause zu fahren, der Gedanke seine Mutter an diesem Fest alleine zu lassen gefiel ihm allerdings auch nicht. Sicherlich hätte sie zu ihrer Familie die Zeit fahren können, doch er wusste genau, wie sie sich über seine Nachricht gefreut hatte, dass er nach Hause kommen würde, um mit ihr Weihnachten zu verbringen. Wie üblich hatte er seiner Mutter sogar ein kleines Geschenk mitgebracht aus Hogsmeade. Nichts Besonderes, doch immerhin hatte er daran gedacht und ihre Augen haben trotz allem gestrahlt. Und auch Evan hatte sein klein Paket schon geöffnet, wo neben Schokofröschen auch ein neuer warmer Schal für die kalten Wintertage drin war. Wahrscheinlich selbst gestrickt, wie er sie kannte. <br />
Es gab auch Essen an jenem Tag. Nichts Besonderes, doch das war ihm noch nie wirklich wichtig gewesen. Wichtiger war, dass es ihnen gut ging und man hoffen konnte, dass es langsam wieder bergauf mit allem ging. Zwar verschwammen die Gerüchte noch nicht und man hatte noch immer das ein oder andere Auge auf seiner Familie, doch die Rosier versuchten sich in die Gesellschaft zu intrigieren und präsent zu sein. Abseits von all den schwarzmagischen Dingen, die vorher passiert waren. Und vielleicht half es auch, dass seine Mutter einen Job im Ministerium inne hatte. <br />
Später am Abend hat Evan sich wieder in sein Zimmer begeben und sich ein Buch genommen. Sobald er zu Hause war las er oftmals mehr, als er in der Schule tat. Auch fiel ihm hier das Lernen so viel einfacher. Doch heute schien er ein wenig unkonzentrierter als sonst zu sein. Sein Blick schweifte immer mal wieder aus dem Fenster. Im Lichte der Straßenlaternen beobachtete er die Schneeflocken, wie sie zu Boden fielen und dort verweilten. Es ließ ihn ein wenig nachdenklich werden. Nicht selten, wenn er zu Hause war, dachte er an seinen Vater und wie es wäre, wenn er am Leben wäre. Wäre sein Leben anders? Wäre er stolz auf ihn? Hätte er vielleicht eine andere Erziehung genossen, als es seine Mutter getan hatte? Wäre er strenger gewesen? Oder wäre Evan am Ende vielleicht mit absoluter Sicherheit in die schwarze Magie gerutscht, wo er momentan nur dran kratzte? Fast schon genervt von sich selbst strich er sich durch die Haare. Er war niemand der sentimental war, doch das vertraute Heim war etwas anderes. Ein Ort, der sowas gut und gerne mal auslöste. Erst recht, seitdem seine Mutter ihm erzählt hatte, was genau damals passiert war und was zu seinem Tod geführt hatte. Dabei wusste Evan nicht, ob er wirklichen Hass verspüren sollte auf einen Auror, an welchen er sich zeitnah ohnehin nicht rächen konnte. Doch er würde Lügen, wenn er solche Rachegedanken verneinen würde. Es war schwer vorstellbar für ihn, dass sein Vater von einem Auror einfach umgebracht wurde. Kurz schüttelte er den Kopf und legte das Buch zur Seite. Er hatte es nicht einmal aufgeschlagen. <br />
Kurz strich er sich über die Augen und stand von seinem Stuhl auf, griff in die Schublade seines Schreibtisches und holte ein kleines Päckchen heraus. Damit ging er schließlich nach draußen in den Garten. Ohne Jacke, ohne Schal, nur mit seinem Hemd was er trug. Die eiskalte Luft schlug ihm sofort in sein Gesicht, doch es wirkte fast schon betäubend auf ihn. Im hinteren Teil des Garten war ein Grabstein zu finden. Er strich vorsichtig den Schnee von dem Stein. <i>Evan Rosier sr</i> war darauf geschrieben. Er wusste nicht einmal, ob dieser Stein symbolisch dort stand oder ob unter der Erde wirklich die Knochen seines Vaters lagen. Er kniete sich in den Schnee und legte das Päckchen in den Schnee vor sich. Er lächelte leicht, fast schon traurig. „Frohe Weihnachten, Dad.“]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Es war der 25.12.1993. Dicke Schneeflocken fielen vom Himmel, als Evan mit seiner Mutter im alten Haus der Familie Rosier hockte. Sein Blick auf den schön geschmückten Weihnachtsbaum. Wie immer hatte sich seine Mutter ins Zeug gelegt und sich dieses Jahr nochmal selbst übertroffen. Das sanfte lila im Baum zusammen mit dem goldenen Licht der Kerzen sah einfach… schön aus. So beruhigend. Man sah ein kleines Lächeln auf den Lippen des Jüngeren. Er hatte eigentlich geplant über dieses Weihnachten nicht nach Hause zu fahren, der Gedanke seine Mutter an diesem Fest alleine zu lassen gefiel ihm allerdings auch nicht. Sicherlich hätte sie zu ihrer Familie die Zeit fahren können, doch er wusste genau, wie sie sich über seine Nachricht gefreut hatte, dass er nach Hause kommen würde, um mit ihr Weihnachten zu verbringen. Wie üblich hatte er seiner Mutter sogar ein kleines Geschenk mitgebracht aus Hogsmeade. Nichts Besonderes, doch immerhin hatte er daran gedacht und ihre Augen haben trotz allem gestrahlt. Und auch Evan hatte sein klein Paket schon geöffnet, wo neben Schokofröschen auch ein neuer warmer Schal für die kalten Wintertage drin war. Wahrscheinlich selbst gestrickt, wie er sie kannte. <br />
Es gab auch Essen an jenem Tag. Nichts Besonderes, doch das war ihm noch nie wirklich wichtig gewesen. Wichtiger war, dass es ihnen gut ging und man hoffen konnte, dass es langsam wieder bergauf mit allem ging. Zwar verschwammen die Gerüchte noch nicht und man hatte noch immer das ein oder andere Auge auf seiner Familie, doch die Rosier versuchten sich in die Gesellschaft zu intrigieren und präsent zu sein. Abseits von all den schwarzmagischen Dingen, die vorher passiert waren. Und vielleicht half es auch, dass seine Mutter einen Job im Ministerium inne hatte. <br />
Später am Abend hat Evan sich wieder in sein Zimmer begeben und sich ein Buch genommen. Sobald er zu Hause war las er oftmals mehr, als er in der Schule tat. Auch fiel ihm hier das Lernen so viel einfacher. Doch heute schien er ein wenig unkonzentrierter als sonst zu sein. Sein Blick schweifte immer mal wieder aus dem Fenster. Im Lichte der Straßenlaternen beobachtete er die Schneeflocken, wie sie zu Boden fielen und dort verweilten. Es ließ ihn ein wenig nachdenklich werden. Nicht selten, wenn er zu Hause war, dachte er an seinen Vater und wie es wäre, wenn er am Leben wäre. Wäre sein Leben anders? Wäre er stolz auf ihn? Hätte er vielleicht eine andere Erziehung genossen, als es seine Mutter getan hatte? Wäre er strenger gewesen? Oder wäre Evan am Ende vielleicht mit absoluter Sicherheit in die schwarze Magie gerutscht, wo er momentan nur dran kratzte? Fast schon genervt von sich selbst strich er sich durch die Haare. Er war niemand der sentimental war, doch das vertraute Heim war etwas anderes. Ein Ort, der sowas gut und gerne mal auslöste. Erst recht, seitdem seine Mutter ihm erzählt hatte, was genau damals passiert war und was zu seinem Tod geführt hatte. Dabei wusste Evan nicht, ob er wirklichen Hass verspüren sollte auf einen Auror, an welchen er sich zeitnah ohnehin nicht rächen konnte. Doch er würde Lügen, wenn er solche Rachegedanken verneinen würde. Es war schwer vorstellbar für ihn, dass sein Vater von einem Auror einfach umgebracht wurde. Kurz schüttelte er den Kopf und legte das Buch zur Seite. Er hatte es nicht einmal aufgeschlagen. <br />
Kurz strich er sich über die Augen und stand von seinem Stuhl auf, griff in die Schublade seines Schreibtisches und holte ein kleines Päckchen heraus. Damit ging er schließlich nach draußen in den Garten. Ohne Jacke, ohne Schal, nur mit seinem Hemd was er trug. Die eiskalte Luft schlug ihm sofort in sein Gesicht, doch es wirkte fast schon betäubend auf ihn. Im hinteren Teil des Garten war ein Grabstein zu finden. Er strich vorsichtig den Schnee von dem Stein. <i>Evan Rosier sr</i> war darauf geschrieben. Er wusste nicht einmal, ob dieser Stein symbolisch dort stand oder ob unter der Erde wirklich die Knochen seines Vaters lagen. Er kniete sich in den Schnee und legte das Päckchen in den Schnee vor sich. Er lächelte leicht, fast schon traurig. „Frohe Weihnachten, Dad.“]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Alexander Macmillan]]></title>
			<link>https://owlways.makemerun.de/showthread.php?tid=989</link>
			<pubDate>Sat, 21 Feb 2026 12:27:07 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://owlways.makemerun.de/member.php?action=profile&uid=322">Alexander Macmillan</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://owlways.makemerun.de/showthread.php?tid=989</guid>
			<description><![CDATA[<i>Eilig führten ihn die Schritte über den schmalen Weg durch das hohe Gras. Wenige Menschen verirrten sich hier raus, in die scheinbar endlose Weite der schottischen Highlands. Eine Abgeschiedenheit, die man liebte oder hasste. Die er und seine Familie immer geliebt hatten und die ihnen im Krieg Schutz vor den Todessern versprochen hatte. Genügend Schutzzauber hatten sie errichtet, denn sie hatten überlebt. <br />
Und er eilte, um ihnen die Nachricht zu übermitteln, die sich wie ein Lauffeuer in der magischen Welt verbreitete. <br />
Voldemort war besiegt. Er hatte diesen Krieg verloren und sie alle hatten die versprochene Freiheit wiedererlangt. <br />
Sie würden die Abgeschiedenheit verlassen und nach Hause zurückkehren können. Gemeinsam mit den Freunden feiern und endlich das Leben genießen können, für das nicht nur er so sehr gekämpft hatten. <br />
Sie wären dort. Sie alle. Amany und seine Kinder. Sie würden sich lachend in den Armen liegen und sich gemeinsam freuen. Als eine Familie und die Zukunft erleben, die sie sich als Eltern für ihre Kinder erträumt hatten. <br />
Ein Raum gefüllt mit Leben und Liebe würde ihn empfangen. Alles, wofür er gekämpft hatte, ihre lachenden Gesichter endlich wieder sehen können. Ohne Furcht. Ohne die Gewissheit, nicht lange bleiben zu können. Auch ohne die Furcht, sie nie wieder sehen zu können und sein eigenes Leben zu verlieren.</i><br />
<br />
Und es würde nur ein Traum bleiben. <br />
Weil er zwar das Ende des Krieges erleben würde, aber es nie wirklich würde feiern können. Keine Freude, keine Erleichterung über einen vermeintlichen Sieg, an den er nicht glauben konnte. <br />
Kaum jemand war geblieben, der nicht Familie oder Freunde hatte betrauern müssen. Sein Verlust war nichts besonderes in einer Welt, in der es ein Gefühl war das jeder kannte. <br />
Jede Familie hatte ihn: Den Platz, der einmal einem Familienmitglied gehört hatte und der nun für immer unbesetzt bleiben würde. <br />
Er sollte damit besser umgehen können. Doch als alle anderen fröhlich feierten und sich mit ihren verbliebenen Liebsten in den Armen lagen, da konnte er diese Gefühle einfach nicht teilen. Denn zwar gab es noch immer ein Elternhaus, in das er zurückkam und Familie, die er umarmen konnte. Doch es war nicht seine Frau und auch nicht seine Kinder. <br />
Sie waren der Preis, den er zu zahlen hatte. Für den Traum von Frieden, für den er gekämpft hatte und er hatte immer gewusst, dass auch er einen Preis dafür zahlen musste. Allerdings hatte er daran geglaubt, dass es sein eigenes Leben sein würde, mit dem er zahlen würde. Nicht ihre Leben. Nicht die von ihnen allen. <br />
Und wo sich der Blick von vielen auf eine friedliche Zukunft richtete, da blieb ihm nur der Blick zurück. In eine Vergangenheit, in der er glücklich gewesen war. <br />
In der er fast alles gehabt hatte. <br />
Seine Ehe mit Amany mochte damals nicht aus Liebe entstanden sein, sondern war die Folge der ideologischverseuchten Weltsicht, die schließlich den Untergang seiner eigenen Familie eingeläutet hatte. <br />
Als Erbe einer angesehenen reinblütigen Familie hatten seine Eltern nicht sofort eine Entscheidung über seine Zukunft treffen müssen, sich dazu aber genötigt gesehen, als sie erfuhren, dass ihr Sohn und Erbe sich ein wenig zu gut mit Halbblütern und Muggelstämmigen verstand. <br />
Es fühlte sich vollkommen falsch an, als er Amany den Ehering und das damit verbundene Versprechen gab. Weil weder er sie, noch sie ihn liebte. Sie waren hier, weil es ihre Familie besprochen und für sie vereinbart hatten und voller Erwartungen auf die hoffentlich ‘erfolgreiche’ Ehe der beiden blickten. Erfolgreich, aber nicht glücklich. Weil es keine Rolle spielte, ob sie in ihrer Ehe glücklich waren oder nicht. <br />
Für Alexander spielte es eine große Rolle. Und so gab es keine Hochzeitsnacht, in der sie taten, was die Gesellschaft von ihnen erwartete, sondern was sie wollten.<br />
Sie lernten sich kennen, unterhielten sich die ganze Nacht hindurch und so blieb es für viele Nächte. <br />
Ihre Geschichte wäre nie die Vorlage für einen großen Liebesroman gewesen, wo sich die Protagonisten für die Rebellion gegen die gegebene Ordnung entschieden hatten und ihr eigenes Glück über das der Gesellschaft stellten. Sie hatten sich der Ordnung gebeugt, so wie man es von ihnen erwartet hatte. <br />
Der Anfang mochte keine Romantik enthalten haben, doch ihre Geschichte war voll davon. Weil sie mehr als Freundschaft und Respekt füreinander empfanden, weil es keine stürmische, aber dafür gewachsene und standhafte Liebe war, die sie füreinander empfanden. <br />
Amany wurde die große Liebe seines Lebens und sie unterstützten sich gegenseitig in allen Entscheidungen ihres Lebens. Selbst dann, als der Krieg immer deutlicher zu spüren war und die Bedrohungen schmerzhafter und gefährlicher wurden. Nicht ein einziges Mal bat sie ihn seinen Job aufzugeben und sich zurückzuziehen. Sie bat ihn nie darum, dass er die Sicherheit seiner Familie über den Frieden stellte. <br />
Der Konsequenzen waren sie sich beide bewusst und sie beide glaubten daran, dass es am Ende des Krieges Amany sein würde, die den Kindern von dem Vater erzählen würde, der sein Leben für ihre Freiheit und Sicherheit geopfert hatte. <br />
Sie würde es ihnen nie erzählen. <br />
Denn am Ende waren es die Klatschblätter, die von dem tragischen Helden berichteten, der den Krieg zwar überlebte, aber die eigene Familie hatte zu Grabe tragen musste. Davon, dass sie ermordet wurden, als er in der Hand der Todesser gewesen war und die schlimmste Folterunf seines gesamten Lebens hatte ertragen müssen. Die schlimmste bis dahin. <br />
Der nach seiner Rettung am Krankenbett hatte erfahren müssen, dass er sie verloren hatte. Davon, dass seine jüngste Tochter doch erst fünf gewesen war, als man sie hatte beerdigen müssen. <br />
Jedes noch so kleine Detail lag ausgebreitet vor der Welt und jeder, ob es ihn interessierte oder nicht, konnte es nachlesen. Details die wahr waren, Details die erfunden waren. <br />
Die Geschichte des tapferen Auroren, der sich trotz der eigenen Verletzungen wieder in den Kampf geworfen hatte und sich weiterhin den Todessern entgegengestellt hatte. <br />
Sie stellten unendlich viele Fragen, wie man ein solches Schicksal ertragen konnte. Wie er es geschafft hatte nicht aufzugeben. <br />
Doch die Antwort hatte niemand wirklich hören wollen. Er hatte es nicht ertragen. Er hatte aufgegeben. Die wenigsten hatten es nur sehen wollen. <br />
Als 11-Jähriger hatte er davon geträumt, Auror zu werden. <br />
Als 26-Jähriger hatte er von einer großen, glücklichen Familie geträumt.<br />
Und nun, als 42-Jähriger, stand er vor den Trümmern seines Lebens. <br />
Er hatte keine Träume mehr. <br />
Keine Hoffnung. <br />
Ließ sich treiben von der blinden Verzweiflung und dem Wunsch nach Rache. <br />
<br />
Der Mann, der immer zurechtgekommen war, der immer einen Plan vom Leben gehabt hatte und immer einen Ausweg gesehen hatte, fand keinen für sich selbst. <br />
Er hatte selbst in den schwersten Zeiten seines Lebens immer ein offenes Ohr für die Ängste und Sorgen seiner Freunde gehabt und hat ihnen geholfen, wann immer es ihm möglich gewesen ist. Doch für sich selbst hatte er nie die angebotene Hilfe annehmen können. <br />
Seine verbliebene Familie konnte sehen, dass er nicht mehr derselbe war. Der Krieg, seine eigene Folter und schließlich der Verlust seiner geliebten Familie. Wie viel ein Mensch ertragen kann? <br />
Alexander kann von sich sagen, dass er es nicht ertragen konnte. Am wenigsten sich selbst und sein eigenes Versagen. Es spielte keine Rolle, was andere ihm sagen wollten. Es blieb das Gefühl von Schuld. <br />
Er hätte sie retten müssen.<br />
<br />
<br />
<b>Ungeklärter Aufenthalt</b><br />
Deutschland, Italien, China, Indien, Australien, Oman, Südafrika, Ägypten, Spanien, Südafrika, Paraguay, Venezuela, Kuba, Puerto Rico, mehrere Staaten Nordamerika, Kanada, Frankreich<br />
<br />
Als Alexander ins Ausland ging, passierte dies definitiv nicht mit dem Wunsch oder dem Gedanken daran, für eine so lange Zeit von zu Hause fort zu sein. Und ganz gewiss auch nicht, dass er in dieser Zeit nahezu alle Kontinente bereisen würde. Den einzigen, den er nicht bereiste, war die Arktis.<br />
Als ziellos lässt sich diese Reise definitiv beschreiben, denn nein, es gab kein Ziel und kaum einen Ort, an dem er sich für längere Zeit wirklich aufhielt. Es war ein Leben aus dem Koffer, eine Suche nach Frieden, den er in diesen 11 Jahren aber nie wirklich irgendwo finden konnte. <br />
Sein erster Weg führte ihn auf dem europäischen Kontinent, wo er vor allem die meiste Zeit in Deutschland und Italien verweilte. Italien, weil er hier all die Sehenswürdigkeiten besuchen wollte, die er immer schon gerne besuchen wollte. Und Deutschland für all jene, von denen Amany immer gesprochen hatte. Orte, die sie gemeinsam besuchen wollen und es immer für die Zeit nach dem Krieg aufgeschoben hatten. <br />
Es gab diese Zeit, es gab die Zeit nach dem Krieg, aber keine gemeinsame mehr. <br />
Und eigentlich hatte er danach zurückkehren wollen, denn ganz gleich wie schön ein Urlaub auch es, man freut sich dennoch darauf nach Hause zukommen. Wieder im eigenen Bett zu schlafen und die vertrauten eigenen Wände wieder um sich herum zu haben. <br />
Was aber, wenn dieser Ort, der eigentlich Ruhe und Sicherheit verspricht, der Ort geworden ist, an dem man beides am wenigsten finden kann? <br />
Ein Teil von ihm wollte wieder nach Hause, doch ein anderer, der sehr viel dümmere und unvernünftigere Teil, der wollte einfach nur weg. So weit, wie es irgendwie ging, als würden genügend Kilometer, auch genügend emotionalen Abstand bringen.<br />
Es gab nie ein Ziel für Alexander, weil es nie einen Ort gab, an dem es sich wirklich gut anfühlte zu bleiben oder zu sein. Weil es eben nie zu Hause war. <br />
Da war keine Furcht darüber, was ihm vielleicht auf diesen Reisen passieren könnte, denn was konnte es schon noch schlimmeres geben, was sie ihm antun könnten, was ihm nicht schon längst angetan worden war. Das eigene Leben zu verlieren war nichts mehr, was ihm Angst einjagen konnte. <br />
Ganz gleich ob auf der chinesischen Mauer, im Finanzzentrum von Shanghai oder im australischen Outback, aufregend war es immer, aber auch immer unwirklich. Als wäre das hier gar nicht sein Leben, sondern das eines anderen. <br />
Es gab keinen Augenblick, keinen Moment an dem er irgendwo saß oder stand und sich bewusst entschied, dass er nicht zurückkehren wollte oder sich bewusst dazu entschied, nur noch selten Briefe zu schreiben. Es passierte im Laufe der Zeit. Es passierte, langsam, schleichend. Weil er nicht mehr lesen wollte, dass sie ihn vermissten, dass es nicht seine Schuld gewesen sei und wie sehr man sich doch wünschte, dass er wieder nach Hause kommen würde. Noch viel weniger, dass sie sich wünschten, er würde wieder glücklich sein können. <br />
Die längste Zeit, mal abgesehen von Deutschland und Italien, verbrachte Alexander in Frankreich, wo er seine Jugendliebe besuchte. Eleanor, die Frau, die er weder lieben, noch hatte heiraten dürfen. Die Frau, die er im Gegensatz zu seiner eigenen, vor den Schrecken des Krieges hatte retten können und die sich nun mit ihrem Mann und ihren Kindern ein Leben in Frankreich aufgebaut hatte.<br />
Sie blieb ihm eine Weile zu bleiben, nicht um alten Gefühlen einen neuen Raum zu geben, sondern weil er ihr geholfen hatte, als sie es am meisten gebraucht hatte. Und er nun dringend Hilfe gebrauchen konnte. <br />
Sie war es, die ihn dazu brachte wieder Kontakt zu seiner Familie aufzunehmen, sie brachte ihn dazu, dass er endlich wieder nach Hause zurückkehren wollte. <br />
Denn es stimmt schon: Hatten ihm die vergangenen Jahre doch sehr deutlich gezeigt, dass er nirgendwo sein wollte. Nie wirklich irgendwo ankommen konnte, weil er sich immer nach zu Hause sehnte. Weil er immer noch genug hatten, wofür es sich lohnte heimzukommen. Immer noch genügend Menschen, die noch immer seine Familie waren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<i>Eilig führten ihn die Schritte über den schmalen Weg durch das hohe Gras. Wenige Menschen verirrten sich hier raus, in die scheinbar endlose Weite der schottischen Highlands. Eine Abgeschiedenheit, die man liebte oder hasste. Die er und seine Familie immer geliebt hatten und die ihnen im Krieg Schutz vor den Todessern versprochen hatte. Genügend Schutzzauber hatten sie errichtet, denn sie hatten überlebt. <br />
Und er eilte, um ihnen die Nachricht zu übermitteln, die sich wie ein Lauffeuer in der magischen Welt verbreitete. <br />
Voldemort war besiegt. Er hatte diesen Krieg verloren und sie alle hatten die versprochene Freiheit wiedererlangt. <br />
Sie würden die Abgeschiedenheit verlassen und nach Hause zurückkehren können. Gemeinsam mit den Freunden feiern und endlich das Leben genießen können, für das nicht nur er so sehr gekämpft hatten. <br />
Sie wären dort. Sie alle. Amany und seine Kinder. Sie würden sich lachend in den Armen liegen und sich gemeinsam freuen. Als eine Familie und die Zukunft erleben, die sie sich als Eltern für ihre Kinder erträumt hatten. <br />
Ein Raum gefüllt mit Leben und Liebe würde ihn empfangen. Alles, wofür er gekämpft hatte, ihre lachenden Gesichter endlich wieder sehen können. Ohne Furcht. Ohne die Gewissheit, nicht lange bleiben zu können. Auch ohne die Furcht, sie nie wieder sehen zu können und sein eigenes Leben zu verlieren.</i><br />
<br />
Und es würde nur ein Traum bleiben. <br />
Weil er zwar das Ende des Krieges erleben würde, aber es nie wirklich würde feiern können. Keine Freude, keine Erleichterung über einen vermeintlichen Sieg, an den er nicht glauben konnte. <br />
Kaum jemand war geblieben, der nicht Familie oder Freunde hatte betrauern müssen. Sein Verlust war nichts besonderes in einer Welt, in der es ein Gefühl war das jeder kannte. <br />
Jede Familie hatte ihn: Den Platz, der einmal einem Familienmitglied gehört hatte und der nun für immer unbesetzt bleiben würde. <br />
Er sollte damit besser umgehen können. Doch als alle anderen fröhlich feierten und sich mit ihren verbliebenen Liebsten in den Armen lagen, da konnte er diese Gefühle einfach nicht teilen. Denn zwar gab es noch immer ein Elternhaus, in das er zurückkam und Familie, die er umarmen konnte. Doch es war nicht seine Frau und auch nicht seine Kinder. <br />
Sie waren der Preis, den er zu zahlen hatte. Für den Traum von Frieden, für den er gekämpft hatte und er hatte immer gewusst, dass auch er einen Preis dafür zahlen musste. Allerdings hatte er daran geglaubt, dass es sein eigenes Leben sein würde, mit dem er zahlen würde. Nicht ihre Leben. Nicht die von ihnen allen. <br />
Und wo sich der Blick von vielen auf eine friedliche Zukunft richtete, da blieb ihm nur der Blick zurück. In eine Vergangenheit, in der er glücklich gewesen war. <br />
In der er fast alles gehabt hatte. <br />
Seine Ehe mit Amany mochte damals nicht aus Liebe entstanden sein, sondern war die Folge der ideologischverseuchten Weltsicht, die schließlich den Untergang seiner eigenen Familie eingeläutet hatte. <br />
Als Erbe einer angesehenen reinblütigen Familie hatten seine Eltern nicht sofort eine Entscheidung über seine Zukunft treffen müssen, sich dazu aber genötigt gesehen, als sie erfuhren, dass ihr Sohn und Erbe sich ein wenig zu gut mit Halbblütern und Muggelstämmigen verstand. <br />
Es fühlte sich vollkommen falsch an, als er Amany den Ehering und das damit verbundene Versprechen gab. Weil weder er sie, noch sie ihn liebte. Sie waren hier, weil es ihre Familie besprochen und für sie vereinbart hatten und voller Erwartungen auf die hoffentlich ‘erfolgreiche’ Ehe der beiden blickten. Erfolgreich, aber nicht glücklich. Weil es keine Rolle spielte, ob sie in ihrer Ehe glücklich waren oder nicht. <br />
Für Alexander spielte es eine große Rolle. Und so gab es keine Hochzeitsnacht, in der sie taten, was die Gesellschaft von ihnen erwartete, sondern was sie wollten.<br />
Sie lernten sich kennen, unterhielten sich die ganze Nacht hindurch und so blieb es für viele Nächte. <br />
Ihre Geschichte wäre nie die Vorlage für einen großen Liebesroman gewesen, wo sich die Protagonisten für die Rebellion gegen die gegebene Ordnung entschieden hatten und ihr eigenes Glück über das der Gesellschaft stellten. Sie hatten sich der Ordnung gebeugt, so wie man es von ihnen erwartet hatte. <br />
Der Anfang mochte keine Romantik enthalten haben, doch ihre Geschichte war voll davon. Weil sie mehr als Freundschaft und Respekt füreinander empfanden, weil es keine stürmische, aber dafür gewachsene und standhafte Liebe war, die sie füreinander empfanden. <br />
Amany wurde die große Liebe seines Lebens und sie unterstützten sich gegenseitig in allen Entscheidungen ihres Lebens. Selbst dann, als der Krieg immer deutlicher zu spüren war und die Bedrohungen schmerzhafter und gefährlicher wurden. Nicht ein einziges Mal bat sie ihn seinen Job aufzugeben und sich zurückzuziehen. Sie bat ihn nie darum, dass er die Sicherheit seiner Familie über den Frieden stellte. <br />
Der Konsequenzen waren sie sich beide bewusst und sie beide glaubten daran, dass es am Ende des Krieges Amany sein würde, die den Kindern von dem Vater erzählen würde, der sein Leben für ihre Freiheit und Sicherheit geopfert hatte. <br />
Sie würde es ihnen nie erzählen. <br />
Denn am Ende waren es die Klatschblätter, die von dem tragischen Helden berichteten, der den Krieg zwar überlebte, aber die eigene Familie hatte zu Grabe tragen musste. Davon, dass sie ermordet wurden, als er in der Hand der Todesser gewesen war und die schlimmste Folterunf seines gesamten Lebens hatte ertragen müssen. Die schlimmste bis dahin. <br />
Der nach seiner Rettung am Krankenbett hatte erfahren müssen, dass er sie verloren hatte. Davon, dass seine jüngste Tochter doch erst fünf gewesen war, als man sie hatte beerdigen müssen. <br />
Jedes noch so kleine Detail lag ausgebreitet vor der Welt und jeder, ob es ihn interessierte oder nicht, konnte es nachlesen. Details die wahr waren, Details die erfunden waren. <br />
Die Geschichte des tapferen Auroren, der sich trotz der eigenen Verletzungen wieder in den Kampf geworfen hatte und sich weiterhin den Todessern entgegengestellt hatte. <br />
Sie stellten unendlich viele Fragen, wie man ein solches Schicksal ertragen konnte. Wie er es geschafft hatte nicht aufzugeben. <br />
Doch die Antwort hatte niemand wirklich hören wollen. Er hatte es nicht ertragen. Er hatte aufgegeben. Die wenigsten hatten es nur sehen wollen. <br />
Als 11-Jähriger hatte er davon geträumt, Auror zu werden. <br />
Als 26-Jähriger hatte er von einer großen, glücklichen Familie geträumt.<br />
Und nun, als 42-Jähriger, stand er vor den Trümmern seines Lebens. <br />
Er hatte keine Träume mehr. <br />
Keine Hoffnung. <br />
Ließ sich treiben von der blinden Verzweiflung und dem Wunsch nach Rache. <br />
<br />
Der Mann, der immer zurechtgekommen war, der immer einen Plan vom Leben gehabt hatte und immer einen Ausweg gesehen hatte, fand keinen für sich selbst. <br />
Er hatte selbst in den schwersten Zeiten seines Lebens immer ein offenes Ohr für die Ängste und Sorgen seiner Freunde gehabt und hat ihnen geholfen, wann immer es ihm möglich gewesen ist. Doch für sich selbst hatte er nie die angebotene Hilfe annehmen können. <br />
Seine verbliebene Familie konnte sehen, dass er nicht mehr derselbe war. Der Krieg, seine eigene Folter und schließlich der Verlust seiner geliebten Familie. Wie viel ein Mensch ertragen kann? <br />
Alexander kann von sich sagen, dass er es nicht ertragen konnte. Am wenigsten sich selbst und sein eigenes Versagen. Es spielte keine Rolle, was andere ihm sagen wollten. Es blieb das Gefühl von Schuld. <br />
Er hätte sie retten müssen.<br />
<br />
<br />
<b>Ungeklärter Aufenthalt</b><br />
Deutschland, Italien, China, Indien, Australien, Oman, Südafrika, Ägypten, Spanien, Südafrika, Paraguay, Venezuela, Kuba, Puerto Rico, mehrere Staaten Nordamerika, Kanada, Frankreich<br />
<br />
Als Alexander ins Ausland ging, passierte dies definitiv nicht mit dem Wunsch oder dem Gedanken daran, für eine so lange Zeit von zu Hause fort zu sein. Und ganz gewiss auch nicht, dass er in dieser Zeit nahezu alle Kontinente bereisen würde. Den einzigen, den er nicht bereiste, war die Arktis.<br />
Als ziellos lässt sich diese Reise definitiv beschreiben, denn nein, es gab kein Ziel und kaum einen Ort, an dem er sich für längere Zeit wirklich aufhielt. Es war ein Leben aus dem Koffer, eine Suche nach Frieden, den er in diesen 11 Jahren aber nie wirklich irgendwo finden konnte. <br />
Sein erster Weg führte ihn auf dem europäischen Kontinent, wo er vor allem die meiste Zeit in Deutschland und Italien verweilte. Italien, weil er hier all die Sehenswürdigkeiten besuchen wollte, die er immer schon gerne besuchen wollte. Und Deutschland für all jene, von denen Amany immer gesprochen hatte. Orte, die sie gemeinsam besuchen wollen und es immer für die Zeit nach dem Krieg aufgeschoben hatten. <br />
Es gab diese Zeit, es gab die Zeit nach dem Krieg, aber keine gemeinsame mehr. <br />
Und eigentlich hatte er danach zurückkehren wollen, denn ganz gleich wie schön ein Urlaub auch es, man freut sich dennoch darauf nach Hause zukommen. Wieder im eigenen Bett zu schlafen und die vertrauten eigenen Wände wieder um sich herum zu haben. <br />
Was aber, wenn dieser Ort, der eigentlich Ruhe und Sicherheit verspricht, der Ort geworden ist, an dem man beides am wenigsten finden kann? <br />
Ein Teil von ihm wollte wieder nach Hause, doch ein anderer, der sehr viel dümmere und unvernünftigere Teil, der wollte einfach nur weg. So weit, wie es irgendwie ging, als würden genügend Kilometer, auch genügend emotionalen Abstand bringen.<br />
Es gab nie ein Ziel für Alexander, weil es nie einen Ort gab, an dem es sich wirklich gut anfühlte zu bleiben oder zu sein. Weil es eben nie zu Hause war. <br />
Da war keine Furcht darüber, was ihm vielleicht auf diesen Reisen passieren könnte, denn was konnte es schon noch schlimmeres geben, was sie ihm antun könnten, was ihm nicht schon längst angetan worden war. Das eigene Leben zu verlieren war nichts mehr, was ihm Angst einjagen konnte. <br />
Ganz gleich ob auf der chinesischen Mauer, im Finanzzentrum von Shanghai oder im australischen Outback, aufregend war es immer, aber auch immer unwirklich. Als wäre das hier gar nicht sein Leben, sondern das eines anderen. <br />
Es gab keinen Augenblick, keinen Moment an dem er irgendwo saß oder stand und sich bewusst entschied, dass er nicht zurückkehren wollte oder sich bewusst dazu entschied, nur noch selten Briefe zu schreiben. Es passierte im Laufe der Zeit. Es passierte, langsam, schleichend. Weil er nicht mehr lesen wollte, dass sie ihn vermissten, dass es nicht seine Schuld gewesen sei und wie sehr man sich doch wünschte, dass er wieder nach Hause kommen würde. Noch viel weniger, dass sie sich wünschten, er würde wieder glücklich sein können. <br />
Die längste Zeit, mal abgesehen von Deutschland und Italien, verbrachte Alexander in Frankreich, wo er seine Jugendliebe besuchte. Eleanor, die Frau, die er weder lieben, noch hatte heiraten dürfen. Die Frau, die er im Gegensatz zu seiner eigenen, vor den Schrecken des Krieges hatte retten können und die sich nun mit ihrem Mann und ihren Kindern ein Leben in Frankreich aufgebaut hatte.<br />
Sie blieb ihm eine Weile zu bleiben, nicht um alten Gefühlen einen neuen Raum zu geben, sondern weil er ihr geholfen hatte, als sie es am meisten gebraucht hatte. Und er nun dringend Hilfe gebrauchen konnte. <br />
Sie war es, die ihn dazu brachte wieder Kontakt zu seiner Familie aufzunehmen, sie brachte ihn dazu, dass er endlich wieder nach Hause zurückkehren wollte. <br />
Denn es stimmt schon: Hatten ihm die vergangenen Jahre doch sehr deutlich gezeigt, dass er nirgendwo sein wollte. Nie wirklich irgendwo ankommen konnte, weil er sich immer nach zu Hause sehnte. Weil er immer noch genug hatten, wofür es sich lohnte heimzukommen. Immer noch genügend Menschen, die noch immer seine Familie waren.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Mary Macdonald]]></title>
			<link>https://owlways.makemerun.de/showthread.php?tid=979</link>
			<pubDate>Fri, 23 Jan 2026 13:01:09 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://owlways.makemerun.de/member.php?action=profile&uid=318">Mary Macdonald</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://owlways.makemerun.de/showthread.php?tid=979</guid>
			<description><![CDATA[Als Tochter einer halbblütigen Hexe und eines Muggels, wurde Mary Macdonald am 13. November 1959 in Muggel-London geboren. Schon ein Jahr zuvor, kurz nach der Hochzeit ihrer Eltern, veränderte sich die Dynamik im elterlichen Haus. Später würde ihre Mutter ihr erzählen, dass ihr Vater nicht damit zurechtkam, dass seine Frau <i>anders</i> war. <i>Er</i> stellte sich immer wieder unter sie, etwas das ihn mit Wut fütterte – obwohl ihre Mutter Elizabeth das nie tat und an ihrem Ehemann keine Zweifel hegte oder ihn minderwertig behandelte – oder gar ansah. Ein Zeichen dafür, dass er sich als minderwertig sah, soll wohl auch die <b>sehr ungewöhnliche und rebellische</b> Entscheidung ihrer Mutter gewesen sein, ihren <i>eigenen</i> Nachnamen zu behalten, anstatt den ihres Muggel-Mannes anzunehmen. Ihre Familie hatten schon immer Zaubrer und Hexen innegehabt und Elizabeth Macdonald wollte, als einzige die diesen Nachnamen noch weitergeben würde (da ihr Bruder nicht mehr zurechnungsfähig galt in der magischen Gesellschaft), diesen Namen in Ehren halten. Für die äußeren Betrachter war es deshalb wahrscheinlich nicht verwunderlich, dass es dem eigentlichen Familienoberhaupt ein Dorn im Auge war – erst recht als dann auch noch die Tochter geboren und ebenfalls den Namen erhielt. <br />
Mary wuchs in einem Umfeld auf, von dem man nicht ausgehen konnte, dass daraus einmal eine sehr selbstbewusste und liebevolle Frau hervor gehen würde. Die meiste Zeit als kleines Baby umsorgte die Mutter allein die Tochter, während sie ständige Angst oder Sorge vor ihrem Ehemann haben musste. Nur wenige Monate nach der Geburt, zerstörte Reginald den Zauberstab seiner Ehefrau und verbrannte ihn im Kamin. Da Elizabeth nicht in stabloser Magie begabt war, lebte sie fortan gezwungenermaßen als <i>Muggel</i>. Umso älter Mary wurde, desto mehr bekam sie auch von der Gewalt mit, die ihr Vater auslebte und mit nur drei Jahren wurde auch sie das erste Mal ein Opfer dessen. Zwar versuchte ihre Mutter stetig zu vermeiden, dass der Mann an das Kind legte – war dieser Versuch aber nicht immer von Erfolg gekrönt.<br />
Auch wenn Elisabeth nicht mehr <i>zaubern</i> und ihr Mann sie so sehr unter Kontrolle legte, dass sie sich keinen neuen Zauberstab besorgen konnte – schwieg sie nicht über ihre Herkunft und über die mögliche ihrer Tochter. Sie erzählte Mary vor dem Einschlafen immer wieder von Hogwarts, Einhörnern und den verschiedensten Tränken, die man sich nur vorstellen konnte. Da Mary normal in die Muggel-Schule ging und auch ihre Freunde, welche waren konnte sie den Erzählungen nicht immer Glauben schenken. Auch ihre Freunde hatten Bücher über genau solche Themen, die aber in der Muggel-Welt ganz offen als <i>Mythen</i>, <i>Sagen</i> oder <i>Fiktion</i> galten. <br />
<br />
Mit 9 Jahren aber – an einem Abend, der fast wie jeder andere war (ihr Vater hatte an diesem wieder einen seiner Ausbrüche gehabt) – passierte etwas, das auch Mary die Augen öffnete. Ihr Vater schlief mittlerweile, während ihre Mutter noch weinend am Küchentisch saß – die kleine Mary kauerte an der Wand: verängstigt, weinend, gebrochen. Aber da war noch eine Emotion, die sie auch gut kannte – und doch war diese in dieser Nacht anders – intensiver. Wut. Ihr Körper kochte und Mary dachte im ersten Moment wirklich, dass sie vielleicht einfach Fieber bekam. Im nächsten Moment gab es einen lauten Knall im Kinderzimmer, der den ersten Stock in Flammen setzte – nur Magie half dem Mädchen noch heraus, in die Arme ihrer Mutter. Gemeinsam flohen die Beiden nach draußen, während der Vater eingeschlossen den Flammen erlag. Offiziell – für die Muggel – war das ein tragischer Unfall, eine Gasleitung, die explodierte und die beiden Frauen unversehrt blieben. Lediglich ein paar Kratzer hatte die kleine Mary davongetragen. Ein kleiner an ihrer Hand entwickelte sich später zu einer Narbe, die noch bis heute sichtbar war. Dezent, aber erkennbar.<br />
<br />
Mit dem Tod ihres Mannes, konnte Elizabeth wieder als Hexe <i>zurückkehren</i> und besorgte sich einen neuen Zauberstab. Außerdem zogen Mary und ihre Mutter in ein kleines Apartment ins <i>magische</i> London. Von diesem Zeitpunkt an wurde Mary offiziell in die magische Welt eingeführt und ihre Mutter fing an sie auf Hogwarts vorzubereiten. <br />
Deshalb trat Mary im September 1971 auch nicht ganz unvorbereitet ihr erstes Schuljahr in Hogwarts an. Vom sprechenden Hut wurde sie ins Haus des <i>Löwen</i> einsortiert und spürte schon ab der ersten Nacht das Gefühl von <i>Zuhause</i>. Während des ersten Jahres freundete sich die Macdonald mit Lily Evans an, die nur wenig später ihre beste Freundin wurde. Schon im zweiten Schuljahr bemerkte sie ihren Mitschüler Peter Pettigrew, der für sie eine besondere Ausstrahlung hatte, da sie aber nicht wusste, ob er sie auch bemerkte, hielt sich Mary erstmal zurück – vor allem auch, weil Lily ihr meinte, dass es sich gehörte, dass <i>er</i> einen Anfang machen würde. In diesem Jahr ungefähr freundeten sich die beiden Freundinnen mit der Hufflepuff <b>Emmeline Vance</b> an und wurden zu diesem Zeitpunkt fast schon unzertrennlich. Nur selten sah man die drei Mädchen ohne einander.<br />
Zwei Jahre später hatte Mary ihr erstes Jahr als Vertrauensschülerin des Jahrgangs ihres Hauses – zusammen mit Remus Lupin, mit dem sie sich auch gut verstand. Das machte die besondere Stellung um einiges angenehmer, eine die noch zwei weiteren Jahre folgen sollte. Doch in ihrem ersten Jahr als Vertrauensschülerin war auch das, bei dem sie das erste Mal zumindest <i>Blicke</i> von Peter ihr gegenüber war nahm. Lily bremste sie dennoch weiterhin aus, weshalb Mary weiterhin geduldig den Pettigrew von der Ferne im Blick behielt. <br />
Das Jahr darauf – 1976 – war Mary allerdings das Warten müde (zumal sie diese Gesellschaftliche Norm sowieso für bescheuert hielt – warum sollte nicht auch die Frau den Mann ansprechen und etwas die Führung übernehmen?). Ihre Beobachtungen hatten gezeigt, dass Peter vor allem Comics mochte und – dank ihres Vaters – konnte Mary in diesem Thema auch mitreden. Als Kind hatte sie schließlich auch nur zu gern in den alten Heften ihres Vaters geblättert. Das war vermutlich auch der Moment, der das Eis zwischen ihnen endgültig brach und sie fingen an gemeinsame Zeit miteinander zu verbringen – bis Mary an Valentinstag 1976 den weiteren ersten Schritt unternahm und Peter das erste Mal küsste. Ab diesem Zeitpunkt führten sie eine feste Beziehung und schwebten über alle Probleme hinweg – Mary war noch nie so glücklich gewesen, wie an der Seite ihres ersten Freundes und hatte zu diesem Zeitpunkt angenommen, dass sie <i>für immer</i> zusammenbleiben würden.<br />
<br />
Nach ihrem Schulabschluss bekam Mary die Zusage für eine Heiler-Ausbildung im St.-Mungos Hospital, während Peter beim Tagespropheten arbeitete. Im Gegensatz zu Peter, Lily und ihren anderen Freunden, lehnte Mary ab sich stärker gegen die dunkle Gefahr zu engagieren – da sie die Absicht hatte verletzte zu <b>heilen</b> und keine Gewalt ausüben wollte. Nur wenige Tage nach ihrem Abschluss starb ihre Mutter durch den Zauber eines Todessers, weil diese Kinder schützen wollte. Das war der Zeitpunkt, bei dem die <i>heile Welt von Hogwarts</i> für Mary endgültig endete und sie realisierte, in welcher Zeit sie lebten. <br />
Nach dem Tod ihrer Mutter war Mary kurzzeitig so gelähmt, dass sie ihre eigentliche Ausbildung nicht antreten konnte und versuchte sich erstmal um sich selbst zu kümmern. In dieser Zeit waren Peter und Lily ihre größte Stütze, die ihr Kraft gaben. Mit neuer Kraft entschied sie sich einige Monate später schließlich auf eigene Faust Geld zu verdienen und bot ihre Dienste als <i>Tutorin</i> an, um magische Kinder zu unterrichten. Tatsächlich war diese Stelle gefragter als sie anfangs angenommen hatte und war gut beschäftigt, wenn auch die idealistischen Reinblüter einen Bogen um sie machten. <br />
Zwar bekam Mary die Bedrohung mit, versuchte sich allerdings aus kritischen Dingen herauszuhalten. Zu ihrem Schutz aber sorgten ihre Lieben dafür, dass Mary stets mächtige Verteidigungszauber parat hatte und nicht schutzlos war.<br />
Im August 1981 – nur wenige Wochen nach der Geburt des Kindes ihrer besten Freundin – stellte Mary fest, dass sie schwanger war. Da Peter und sie nicht verheiratet waren, wusste sie, dass die Gesellschaft das argwöhnisch betrachten würde und wollte ihn eigentlich <i>endlich</i> fragen (etwas, das auch gesellschaftlich nicht anerkannt war als Frau, aber besser als ein uneheliches Kind?). Doch beim ersten Besuch bei den Potters im Oktober – bei dem sie auch Harry kennen lernte – war es wieder ihre beste Freundin, die ihr riet, Peter Fragen zu lassen. In Anbetracht der Umstände – so war sich Lily sicher – würde der Pettigrew sicher nicht mehr lange zögern. <br />
Doch kam alles anders.<br />
Nur wenige Tage nach ihrem Besuch wurden die Potters von dem dunklen Lord persönlich besucht und getötet – nur der kleine Harry sollte den Anschlag überleben. War das nicht schon genug für Mary, so verschwand auch Peter <i>fast</i> spurlos und <i>Sirius</i> wurde beschuldigt sowohl die Potters verraten als auch Peter <i>getötet</i> zu haben. Von Peter allerdings fand man nicht mehr als nur einen <i>Finger</i>, weshalb für Mary die Realisierung seines angeblichen Todes nicht greifbar wurde. <br />
Für die werdende Mutter war dieser Winter eine pure Herausforderung und es gab einen kurzen Moment, indem sie dachte, dass auch das kleine Wunder verschwinden und sie allein lassen würde. Doch das Baby blieb, genau wie die weitere Ungewissheit was <i>wirklich</i> mit dem Vater ihres Kindes passiert war.<br />
<br />
Im Mai 1982 wurde Mary mit der Geburt von <i>Nova</i> zur Mutter. Es brauchte ein wenig Zeit, bis sie sich wirklich gut in ihre Rolle einfinden konnte und es war nicht immer einfach <i>allein</i> für jemanden rund um die Uhr da zu sein, dennoch bereute die junge Hexe nichts davon und liebte das kleine Wesen von der ersten Sekunde bedingungslos – sie wusste, dass sie alles für sie tun würde.<br />
Und das tat Mary auch schon von Tag eins. Schon kurze Zeit nach der Geburt sorgte sie dafür, dass sie wieder in die Arbeit fand. Es lenkte sie ab und außerdem brauchten sie das Geld, um zu überleben. Als Tutorin konnte sie Nova auch gut mitnehmen, auch wenn Mary dadurch einige ihrer Arbeitgeber dadurch verlor. Nicht jeder sah es gern, wobei sich die Macdonald auch sicher war, dass nicht <i>allein</i> der Grund der Ablehnung war. In den 80ern war es immer noch nicht bei allen gut angesehen, wenn eine Mutter das Kind allein erzog – vor allem, wenn das Kind auch noch ohne Ehe entstand. Sie wusste, dass getuschelt wurde. Sie wusste, was man über sie dachte – aber Mary ließ sich von Blicken, Gerüchten oder gar Sprüchen unter kriegen. Dafür hatte ihre Mutter sie schon ihrer Zeit voraus als starke, emanzipierte Frau erzogen. <br />
Da die Macdonald dennoch merkte, dass das Geld allein durch ihren Unterricht nicht ausreichte, fing sie einige Monate nach Novas Geburt an, zusätzlich im tropfenden Kessel auszuhelfen. Sie wurde dort herzlich empfangen und gehörte schon bald hinzu, zusammen mit ihrer Tochter – die dort ebenfalls immer gerne gesehen war und mehr oder weniger hinter dem Tresen ebenfalls von nun an groß wurde, während ihre Mutter arbeitete. <br />
Während dieser Zeit, traf Mary wieder auf Emmeline Vance, zu der sie zumindest mit einer Eule noch Kontakt hielt. Diese Treffen wurden ab diesem Zeitpunkt wieder etwas häufiger, da Emmeline auch einen Sohn hatte und Nova somit gleich einen Spielgefährten, fast im ähnlichen Alter. Während Mary es nicht mehr lange geheim halten konnte und ihrer besten Freundin aus alten Zeiten von Novas Abstammung erzählte (wobei diese es sich vermutlich denken konnte), wich die Vance nachfragen um den Vater ihres Kindes stetig aus. <br />
Zwei Jahre nach ihrer Einstellung im Pub, traute sich Mary Tom – dem der Kessel gehörte – von ihrem eigentlichen <i>Traum</i> zu erzählen. Einen Traum, den die Hexe eigentlich schon fast aufgegeben hatte. Aber Tom ließ sie tatsächlich an einigen Abenden im Kessel am Klavier spielen. Das war der Moment, der sie in die Musik-Karriere brachte. Was im tropfenden Kessel anfing, endete schließlich zwei Jahre später in einer <i>vollberuflichen</i> Karriere. Mary wurde mehr und mehr für Veranstaltungen, Feste oder ähnliche wichtige Events gebucht, damit sie – mittlerweile – ihre eigenen Songs spielen konnte. Aber auch das Unterrichten ließ sie nicht sein und fokussierte sich vor allem auf musikalische Förderung. <br />
September 1993 wurde schließlich Nova – die sie ebenfalls ausreichend auf ihre Schulzeit vorbereitet hatte – in Hogwarts eingeschult. Dieser Tag war nicht nur für das junge Mädchen aufregend, denn Mary hatte durch sie wieder das Gefühl selbst das Abenteuer „Hogwarts“ zu erleben. Trotz der dunklen Zeiten die, die Mary nebenbei in ihrer Schulzeit mitbekam, war es ihre glücklichste Zeit und wünscht sich genau das gleiche für ihre Tochter.<br />
Wie vermutlich jeder, merkte auch Mary, dass sich die Welt erneut verdunkelte. Vor allem die Ereignisse des letzten Trimagischen Turniers in Hogwarts, waren für sie ein Warnzeichen – durch ihre Tochter bekam sie sowieso mit, wenn in der Schule wieder etwas Neues passierte. Die neuen Gerüchte rund um das Wiederauftauchen von Du-weißt-schon-wer trieben in Mary wieder der Gedanke hoch, diesmal nicht untätig zu bleiben und kämpfen zu wollen. Jetzt, da sie auch noch Verantwortung für ein anderes, jüngeres Leben hatte – könnte sie es sich dann wirklich erneut verzeihen, sollte sie auch diesmal nicht kämpfen?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Als Tochter einer halbblütigen Hexe und eines Muggels, wurde Mary Macdonald am 13. November 1959 in Muggel-London geboren. Schon ein Jahr zuvor, kurz nach der Hochzeit ihrer Eltern, veränderte sich die Dynamik im elterlichen Haus. Später würde ihre Mutter ihr erzählen, dass ihr Vater nicht damit zurechtkam, dass seine Frau <i>anders</i> war. <i>Er</i> stellte sich immer wieder unter sie, etwas das ihn mit Wut fütterte – obwohl ihre Mutter Elizabeth das nie tat und an ihrem Ehemann keine Zweifel hegte oder ihn minderwertig behandelte – oder gar ansah. Ein Zeichen dafür, dass er sich als minderwertig sah, soll wohl auch die <b>sehr ungewöhnliche und rebellische</b> Entscheidung ihrer Mutter gewesen sein, ihren <i>eigenen</i> Nachnamen zu behalten, anstatt den ihres Muggel-Mannes anzunehmen. Ihre Familie hatten schon immer Zaubrer und Hexen innegehabt und Elizabeth Macdonald wollte, als einzige die diesen Nachnamen noch weitergeben würde (da ihr Bruder nicht mehr zurechnungsfähig galt in der magischen Gesellschaft), diesen Namen in Ehren halten. Für die äußeren Betrachter war es deshalb wahrscheinlich nicht verwunderlich, dass es dem eigentlichen Familienoberhaupt ein Dorn im Auge war – erst recht als dann auch noch die Tochter geboren und ebenfalls den Namen erhielt. <br />
Mary wuchs in einem Umfeld auf, von dem man nicht ausgehen konnte, dass daraus einmal eine sehr selbstbewusste und liebevolle Frau hervor gehen würde. Die meiste Zeit als kleines Baby umsorgte die Mutter allein die Tochter, während sie ständige Angst oder Sorge vor ihrem Ehemann haben musste. Nur wenige Monate nach der Geburt, zerstörte Reginald den Zauberstab seiner Ehefrau und verbrannte ihn im Kamin. Da Elizabeth nicht in stabloser Magie begabt war, lebte sie fortan gezwungenermaßen als <i>Muggel</i>. Umso älter Mary wurde, desto mehr bekam sie auch von der Gewalt mit, die ihr Vater auslebte und mit nur drei Jahren wurde auch sie das erste Mal ein Opfer dessen. Zwar versuchte ihre Mutter stetig zu vermeiden, dass der Mann an das Kind legte – war dieser Versuch aber nicht immer von Erfolg gekrönt.<br />
Auch wenn Elisabeth nicht mehr <i>zaubern</i> und ihr Mann sie so sehr unter Kontrolle legte, dass sie sich keinen neuen Zauberstab besorgen konnte – schwieg sie nicht über ihre Herkunft und über die mögliche ihrer Tochter. Sie erzählte Mary vor dem Einschlafen immer wieder von Hogwarts, Einhörnern und den verschiedensten Tränken, die man sich nur vorstellen konnte. Da Mary normal in die Muggel-Schule ging und auch ihre Freunde, welche waren konnte sie den Erzählungen nicht immer Glauben schenken. Auch ihre Freunde hatten Bücher über genau solche Themen, die aber in der Muggel-Welt ganz offen als <i>Mythen</i>, <i>Sagen</i> oder <i>Fiktion</i> galten. <br />
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Mit 9 Jahren aber – an einem Abend, der fast wie jeder andere war (ihr Vater hatte an diesem wieder einen seiner Ausbrüche gehabt) – passierte etwas, das auch Mary die Augen öffnete. Ihr Vater schlief mittlerweile, während ihre Mutter noch weinend am Küchentisch saß – die kleine Mary kauerte an der Wand: verängstigt, weinend, gebrochen. Aber da war noch eine Emotion, die sie auch gut kannte – und doch war diese in dieser Nacht anders – intensiver. Wut. Ihr Körper kochte und Mary dachte im ersten Moment wirklich, dass sie vielleicht einfach Fieber bekam. Im nächsten Moment gab es einen lauten Knall im Kinderzimmer, der den ersten Stock in Flammen setzte – nur Magie half dem Mädchen noch heraus, in die Arme ihrer Mutter. Gemeinsam flohen die Beiden nach draußen, während der Vater eingeschlossen den Flammen erlag. Offiziell – für die Muggel – war das ein tragischer Unfall, eine Gasleitung, die explodierte und die beiden Frauen unversehrt blieben. Lediglich ein paar Kratzer hatte die kleine Mary davongetragen. Ein kleiner an ihrer Hand entwickelte sich später zu einer Narbe, die noch bis heute sichtbar war. Dezent, aber erkennbar.<br />
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Mit dem Tod ihres Mannes, konnte Elizabeth wieder als Hexe <i>zurückkehren</i> und besorgte sich einen neuen Zauberstab. Außerdem zogen Mary und ihre Mutter in ein kleines Apartment ins <i>magische</i> London. Von diesem Zeitpunkt an wurde Mary offiziell in die magische Welt eingeführt und ihre Mutter fing an sie auf Hogwarts vorzubereiten. <br />
Deshalb trat Mary im September 1971 auch nicht ganz unvorbereitet ihr erstes Schuljahr in Hogwarts an. Vom sprechenden Hut wurde sie ins Haus des <i>Löwen</i> einsortiert und spürte schon ab der ersten Nacht das Gefühl von <i>Zuhause</i>. Während des ersten Jahres freundete sich die Macdonald mit Lily Evans an, die nur wenig später ihre beste Freundin wurde. Schon im zweiten Schuljahr bemerkte sie ihren Mitschüler Peter Pettigrew, der für sie eine besondere Ausstrahlung hatte, da sie aber nicht wusste, ob er sie auch bemerkte, hielt sich Mary erstmal zurück – vor allem auch, weil Lily ihr meinte, dass es sich gehörte, dass <i>er</i> einen Anfang machen würde. In diesem Jahr ungefähr freundeten sich die beiden Freundinnen mit der Hufflepuff <b>Emmeline Vance</b> an und wurden zu diesem Zeitpunkt fast schon unzertrennlich. Nur selten sah man die drei Mädchen ohne einander.<br />
Zwei Jahre später hatte Mary ihr erstes Jahr als Vertrauensschülerin des Jahrgangs ihres Hauses – zusammen mit Remus Lupin, mit dem sie sich auch gut verstand. Das machte die besondere Stellung um einiges angenehmer, eine die noch zwei weiteren Jahre folgen sollte. Doch in ihrem ersten Jahr als Vertrauensschülerin war auch das, bei dem sie das erste Mal zumindest <i>Blicke</i> von Peter ihr gegenüber war nahm. Lily bremste sie dennoch weiterhin aus, weshalb Mary weiterhin geduldig den Pettigrew von der Ferne im Blick behielt. <br />
Das Jahr darauf – 1976 – war Mary allerdings das Warten müde (zumal sie diese Gesellschaftliche Norm sowieso für bescheuert hielt – warum sollte nicht auch die Frau den Mann ansprechen und etwas die Führung übernehmen?). Ihre Beobachtungen hatten gezeigt, dass Peter vor allem Comics mochte und – dank ihres Vaters – konnte Mary in diesem Thema auch mitreden. Als Kind hatte sie schließlich auch nur zu gern in den alten Heften ihres Vaters geblättert. Das war vermutlich auch der Moment, der das Eis zwischen ihnen endgültig brach und sie fingen an gemeinsame Zeit miteinander zu verbringen – bis Mary an Valentinstag 1976 den weiteren ersten Schritt unternahm und Peter das erste Mal küsste. Ab diesem Zeitpunkt führten sie eine feste Beziehung und schwebten über alle Probleme hinweg – Mary war noch nie so glücklich gewesen, wie an der Seite ihres ersten Freundes und hatte zu diesem Zeitpunkt angenommen, dass sie <i>für immer</i> zusammenbleiben würden.<br />
<br />
Nach ihrem Schulabschluss bekam Mary die Zusage für eine Heiler-Ausbildung im St.-Mungos Hospital, während Peter beim Tagespropheten arbeitete. Im Gegensatz zu Peter, Lily und ihren anderen Freunden, lehnte Mary ab sich stärker gegen die dunkle Gefahr zu engagieren – da sie die Absicht hatte verletzte zu <b>heilen</b> und keine Gewalt ausüben wollte. Nur wenige Tage nach ihrem Abschluss starb ihre Mutter durch den Zauber eines Todessers, weil diese Kinder schützen wollte. Das war der Zeitpunkt, bei dem die <i>heile Welt von Hogwarts</i> für Mary endgültig endete und sie realisierte, in welcher Zeit sie lebten. <br />
Nach dem Tod ihrer Mutter war Mary kurzzeitig so gelähmt, dass sie ihre eigentliche Ausbildung nicht antreten konnte und versuchte sich erstmal um sich selbst zu kümmern. In dieser Zeit waren Peter und Lily ihre größte Stütze, die ihr Kraft gaben. Mit neuer Kraft entschied sie sich einige Monate später schließlich auf eigene Faust Geld zu verdienen und bot ihre Dienste als <i>Tutorin</i> an, um magische Kinder zu unterrichten. Tatsächlich war diese Stelle gefragter als sie anfangs angenommen hatte und war gut beschäftigt, wenn auch die idealistischen Reinblüter einen Bogen um sie machten. <br />
Zwar bekam Mary die Bedrohung mit, versuchte sich allerdings aus kritischen Dingen herauszuhalten. Zu ihrem Schutz aber sorgten ihre Lieben dafür, dass Mary stets mächtige Verteidigungszauber parat hatte und nicht schutzlos war.<br />
Im August 1981 – nur wenige Wochen nach der Geburt des Kindes ihrer besten Freundin – stellte Mary fest, dass sie schwanger war. Da Peter und sie nicht verheiratet waren, wusste sie, dass die Gesellschaft das argwöhnisch betrachten würde und wollte ihn eigentlich <i>endlich</i> fragen (etwas, das auch gesellschaftlich nicht anerkannt war als Frau, aber besser als ein uneheliches Kind?). Doch beim ersten Besuch bei den Potters im Oktober – bei dem sie auch Harry kennen lernte – war es wieder ihre beste Freundin, die ihr riet, Peter Fragen zu lassen. In Anbetracht der Umstände – so war sich Lily sicher – würde der Pettigrew sicher nicht mehr lange zögern. <br />
Doch kam alles anders.<br />
Nur wenige Tage nach ihrem Besuch wurden die Potters von dem dunklen Lord persönlich besucht und getötet – nur der kleine Harry sollte den Anschlag überleben. War das nicht schon genug für Mary, so verschwand auch Peter <i>fast</i> spurlos und <i>Sirius</i> wurde beschuldigt sowohl die Potters verraten als auch Peter <i>getötet</i> zu haben. Von Peter allerdings fand man nicht mehr als nur einen <i>Finger</i>, weshalb für Mary die Realisierung seines angeblichen Todes nicht greifbar wurde. <br />
Für die werdende Mutter war dieser Winter eine pure Herausforderung und es gab einen kurzen Moment, indem sie dachte, dass auch das kleine Wunder verschwinden und sie allein lassen würde. Doch das Baby blieb, genau wie die weitere Ungewissheit was <i>wirklich</i> mit dem Vater ihres Kindes passiert war.<br />
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Im Mai 1982 wurde Mary mit der Geburt von <i>Nova</i> zur Mutter. Es brauchte ein wenig Zeit, bis sie sich wirklich gut in ihre Rolle einfinden konnte und es war nicht immer einfach <i>allein</i> für jemanden rund um die Uhr da zu sein, dennoch bereute die junge Hexe nichts davon und liebte das kleine Wesen von der ersten Sekunde bedingungslos – sie wusste, dass sie alles für sie tun würde.<br />
Und das tat Mary auch schon von Tag eins. Schon kurze Zeit nach der Geburt sorgte sie dafür, dass sie wieder in die Arbeit fand. Es lenkte sie ab und außerdem brauchten sie das Geld, um zu überleben. Als Tutorin konnte sie Nova auch gut mitnehmen, auch wenn Mary dadurch einige ihrer Arbeitgeber dadurch verlor. Nicht jeder sah es gern, wobei sich die Macdonald auch sicher war, dass nicht <i>allein</i> der Grund der Ablehnung war. In den 80ern war es immer noch nicht bei allen gut angesehen, wenn eine Mutter das Kind allein erzog – vor allem, wenn das Kind auch noch ohne Ehe entstand. Sie wusste, dass getuschelt wurde. Sie wusste, was man über sie dachte – aber Mary ließ sich von Blicken, Gerüchten oder gar Sprüchen unter kriegen. Dafür hatte ihre Mutter sie schon ihrer Zeit voraus als starke, emanzipierte Frau erzogen. <br />
Da die Macdonald dennoch merkte, dass das Geld allein durch ihren Unterricht nicht ausreichte, fing sie einige Monate nach Novas Geburt an, zusätzlich im tropfenden Kessel auszuhelfen. Sie wurde dort herzlich empfangen und gehörte schon bald hinzu, zusammen mit ihrer Tochter – die dort ebenfalls immer gerne gesehen war und mehr oder weniger hinter dem Tresen ebenfalls von nun an groß wurde, während ihre Mutter arbeitete. <br />
Während dieser Zeit, traf Mary wieder auf Emmeline Vance, zu der sie zumindest mit einer Eule noch Kontakt hielt. Diese Treffen wurden ab diesem Zeitpunkt wieder etwas häufiger, da Emmeline auch einen Sohn hatte und Nova somit gleich einen Spielgefährten, fast im ähnlichen Alter. Während Mary es nicht mehr lange geheim halten konnte und ihrer besten Freundin aus alten Zeiten von Novas Abstammung erzählte (wobei diese es sich vermutlich denken konnte), wich die Vance nachfragen um den Vater ihres Kindes stetig aus. <br />
Zwei Jahre nach ihrer Einstellung im Pub, traute sich Mary Tom – dem der Kessel gehörte – von ihrem eigentlichen <i>Traum</i> zu erzählen. Einen Traum, den die Hexe eigentlich schon fast aufgegeben hatte. Aber Tom ließ sie tatsächlich an einigen Abenden im Kessel am Klavier spielen. Das war der Moment, der sie in die Musik-Karriere brachte. Was im tropfenden Kessel anfing, endete schließlich zwei Jahre später in einer <i>vollberuflichen</i> Karriere. Mary wurde mehr und mehr für Veranstaltungen, Feste oder ähnliche wichtige Events gebucht, damit sie – mittlerweile – ihre eigenen Songs spielen konnte. Aber auch das Unterrichten ließ sie nicht sein und fokussierte sich vor allem auf musikalische Förderung. <br />
September 1993 wurde schließlich Nova – die sie ebenfalls ausreichend auf ihre Schulzeit vorbereitet hatte – in Hogwarts eingeschult. Dieser Tag war nicht nur für das junge Mädchen aufregend, denn Mary hatte durch sie wieder das Gefühl selbst das Abenteuer „Hogwarts“ zu erleben. Trotz der dunklen Zeiten die, die Mary nebenbei in ihrer Schulzeit mitbekam, war es ihre glücklichste Zeit und wünscht sich genau das gleiche für ihre Tochter.<br />
Wie vermutlich jeder, merkte auch Mary, dass sich die Welt erneut verdunkelte. Vor allem die Ereignisse des letzten Trimagischen Turniers in Hogwarts, waren für sie ein Warnzeichen – durch ihre Tochter bekam sie sowieso mit, wenn in der Schule wieder etwas Neues passierte. Die neuen Gerüchte rund um das Wiederauftauchen von Du-weißt-schon-wer trieben in Mary wieder der Gedanke hoch, diesmal nicht untätig zu bleiben und kämpfen zu wollen. Jetzt, da sie auch noch Verantwortung für ein anderes, jüngeres Leben hatte – könnte sie es sich dann wirklich erneut verzeihen, sollte sie auch diesmal nicht kämpfen?]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Minerva McGonagall]]></title>
			<link>https://owlways.makemerun.de/showthread.php?tid=971</link>
			<pubDate>Wed, 31 Dec 2025 13:23:02 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://owlways.makemerun.de/member.php?action=profile&uid=315">Minerva McGonagall</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://owlways.makemerun.de/showthread.php?tid=971</guid>
			<description><![CDATA[Das Büro des Schulleiters wirkte wie immer unverändert. Zu ordentlich. Zu ruhig. Die Instrumente summten leise, als hätten sie keine Ahnung davon, was sich in den Fluren abspielte. Minerva stand vor dem Schreibtisch, den Rücken gerade, die Hände ineinandergelegt, als hielte sie sich selbst an Ort und Stelle. Sie wartete, bis die Tür geschlossen war. Einen Moment lang sagte sie nichts. Nicht, weil ihr die Worte fehlten – sondern weil sie wusste, dass sie die falschen sein könnten, wenn sie zu früh kamen. „Albus“, begann sie schließlich. Ihre Stimme war ruhig. Zu ruhig vielleicht. „So kann es nicht weitergehen.“ Albus sah sie über den Rand seiner Brille hinweg an, sagte zunächst nichts. Minerva war dankbar dafür. Sie wusste, dass er ihr zuhörte. „Ich unterrichte seit Jahrzehnten“, fuhr Minerva fort. „Ich habe Generationen kommen und gehen sehen. Kriege. Ruhezeiten. Aufstände und Gleichgültigkeit.“ Eine kurze Pause. Ihre Finger spannten sich minimal. „Und ich habe gelernt, wann man eingreifen muss, bevor Schaden entsteht.“ Sie trat einen Schritt näher an den Schreibtisch, hielt dann inne. Nicht weiter, ermahnte sie sich. Beherrschung. „Was derzeit unter dem Deckmantel von Ordnung geschieht“, sagte sie ruhig, „ist… leise.“ Ein scharfes Einatmen. „Und genau das macht es gefährlich.“ Ihr Blick glitt am Fenster vorbei, ohne etwas wahrzunehmen. „Dolores Umbridge nennt es Ordnung“, sagte Minerva. Ein Hauch von Schärfe schlich sich in ihre Stimme. „Aber es ist Kontrolle. Und Kontrolle ohne Vertrauen zerstört mehr, als sie schützt.“ Sie schwieg. Länger diesmal. „Ich werde das nicht dulden“, sagte sie schließlich. Nicht laut. Nicht kämpferisch. Einfach als Feststellung. „Nicht in meinem Unterricht. Nicht in meinem Haus. Nicht in dieser Schule.“ Dumbledore bewegte sich endlich, trat näher. Minerva sah ihn an, suchte keine Zustimmung, sondern Verständnis. „Ich bin nicht naiv“, sagte sie ruhig. „Ich weiß, dass wir uns nicht offen widersetzen können. Aber Schweigen wäre schlimmer.” Sie richtete sich ein wenig auf. Die Haltung der Professorin. Der Hauslehrerin. Der Stellvertreterin. Doch unter all dem lag etwas anderes: Sorge. Und eine stille, kompromisslose Entschlossenheit. „Hogwarts war nie ein Ort der Angst“, sagte Minerva abschließend. „Und solange ich hier stehe, wird es auch keiner werden.“]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Das Büro des Schulleiters wirkte wie immer unverändert. Zu ordentlich. Zu ruhig. Die Instrumente summten leise, als hätten sie keine Ahnung davon, was sich in den Fluren abspielte. Minerva stand vor dem Schreibtisch, den Rücken gerade, die Hände ineinandergelegt, als hielte sie sich selbst an Ort und Stelle. Sie wartete, bis die Tür geschlossen war. Einen Moment lang sagte sie nichts. Nicht, weil ihr die Worte fehlten – sondern weil sie wusste, dass sie die falschen sein könnten, wenn sie zu früh kamen. „Albus“, begann sie schließlich. Ihre Stimme war ruhig. Zu ruhig vielleicht. „So kann es nicht weitergehen.“ Albus sah sie über den Rand seiner Brille hinweg an, sagte zunächst nichts. Minerva war dankbar dafür. Sie wusste, dass er ihr zuhörte. „Ich unterrichte seit Jahrzehnten“, fuhr Minerva fort. „Ich habe Generationen kommen und gehen sehen. Kriege. Ruhezeiten. Aufstände und Gleichgültigkeit.“ Eine kurze Pause. Ihre Finger spannten sich minimal. „Und ich habe gelernt, wann man eingreifen muss, bevor Schaden entsteht.“ Sie trat einen Schritt näher an den Schreibtisch, hielt dann inne. Nicht weiter, ermahnte sie sich. Beherrschung. „Was derzeit unter dem Deckmantel von Ordnung geschieht“, sagte sie ruhig, „ist… leise.“ Ein scharfes Einatmen. „Und genau das macht es gefährlich.“ Ihr Blick glitt am Fenster vorbei, ohne etwas wahrzunehmen. „Dolores Umbridge nennt es Ordnung“, sagte Minerva. Ein Hauch von Schärfe schlich sich in ihre Stimme. „Aber es ist Kontrolle. Und Kontrolle ohne Vertrauen zerstört mehr, als sie schützt.“ Sie schwieg. Länger diesmal. „Ich werde das nicht dulden“, sagte sie schließlich. Nicht laut. Nicht kämpferisch. Einfach als Feststellung. „Nicht in meinem Unterricht. Nicht in meinem Haus. Nicht in dieser Schule.“ Dumbledore bewegte sich endlich, trat näher. Minerva sah ihn an, suchte keine Zustimmung, sondern Verständnis. „Ich bin nicht naiv“, sagte sie ruhig. „Ich weiß, dass wir uns nicht offen widersetzen können. Aber Schweigen wäre schlimmer.” Sie richtete sich ein wenig auf. Die Haltung der Professorin. Der Hauslehrerin. Der Stellvertreterin. Doch unter all dem lag etwas anderes: Sorge. Und eine stille, kompromisslose Entschlossenheit. „Hogwarts war nie ein Ort der Angst“, sagte Minerva abschließend. „Und solange ich hier stehe, wird es auch keiner werden.“]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Corvin Nott]]></title>
			<link>https://owlways.makemerun.de/showthread.php?tid=959</link>
			<pubDate>Sun, 14 Dec 2025 00:26:52 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://owlways.makemerun.de/member.php?action=profile&uid=314">Corvin Nott</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://owlways.makemerun.de/showthread.php?tid=959</guid>
			<description><![CDATA[Corvin Nott wurde im März 1965 als zweiter Sohn einer alten Reinblutfamilie geboren. Das Anwesen der Notts war kein liebloser Ort, allerdings war seine Kindheit geprägt von Erwartungen, Traditionen und Regeln. Sein älterer Bruder nahm früh die Rolle des Erben ein und bewegte sich mühelos innerhalb der Werte, die man von ihm erwartete. Corvin hingegen lernte schon als Kind, in der zweiten Reihe zu stehen und seine Umgebung genau zu beobachten. Er hörte den Erwachsenen genau zu und lernte, stellte dabei viele Fragen und kassierte für so manche davon eine Tracht Prügel. Mit der Zeit lernte er, Fragen so zu formulieren, dass sie ihm keinen Ärger einbringen und doch eine brauchbare Antwort zutage fördern.<br />
<br />
Sein erstes magisches Ereignis ereignete sich im Alter von sieben Jahren: In einem Moment überbordender Wut über seinen Bruder ließ er unbeabsichtigt die Haare seines Bruders in Flammen aufgehen. Glücklicherweise waren seine Eltern sofort zur Stelle, sodass schlimmere Verbrennungen verhindert werden konnten.<br />
<br />
Bis zu seinem elften Lebensjahr wurde Corvin zuhause unterrichtet - entweder durch Privatlehrer oder von seinem Vater selbst. So beherrschte er bereits bei Einschulung in Hogwarts ein flüssiges Lese- und Schreibvermögen, die Grundrechenarten und Bruchrechnung sowie eine ansehnliche Allgemeinbildung. Die Einschulung nach Hogwarts wurde als Selbstverständlichkeit betrachtet. Als der Corvin der Sprechende Hut aufgesetzt wurde, herrschte eine geraume Zeit Stille. Der Hut erkannte Ehrgeiz, Intelligenz und eine starke Selbstdisziplin, zögerte jedoch zwischen Ravenclaw und Slytherin. Letztlich entschied er sich für Slytherin, vielleicht wegen der Familienbande die eng mit dem Haus Slytherin verknüpft ist oder vielleicht hat der Hut damals schon erkannt, wozu Corvin bereit war um Wissen und Macht zu mehren.<br />
<br />
Während seiner Schulzeit galt Corvin als stiller, ambitionierter Schüler. Er fiel nicht durch Lautstärke oder Provokation auf, sondern durch seine Leistungen, allem voran in Alten Runen, Zaubertränken und Geschichte der Zauberei. Er hatte nur wenige Freunde, diese Freundschaften hielten jedoch über Jahre hinweg und dauern bis heute an. Sein Verhältnis zu seinem Bruder begann sich in dieser Zeit zu verändern. Während dieser sich zunehmend radikaleren reinblütigen Idealen zuwandte, entfernte sich Corvin innerlich davon. <br />
<br />
In seinen späten Schuljahren wurde Corvin sich auch seiner Homosexualität bewusst. Es war keine plötzliche Erkenntnis, sondern vielmehr wuchs diese Feststellung über die Zeit in ihm heran. Dabei vertraute er sich nur wenigen Menschen an. Das Umfeld reagierte überwiegend distanziert. Offene Ablehnung erlebte er selten, doch auch offene Akzeptanz war rar. Corvin lernte früh, dass Schweigen einem diesbezüglich einige Freiheiten ließ.<br />
<br />
Nach seinem Abschluss widmete er sich vollständig der Forschung. Zunächst arbeitete er als Forschungsassistent in Hogwarts, später verbrachte er mehrere Jahre in Russland, unter anderem in Regionen mit alten magischen Schrifttraditionen. Dort vertiefte er seine Studien zu Runenmagie, Schutzsystemen und magischen Bindungen (oft fernab offizieller Institutionen). Diese Zeit prägte ihn nachhaltig: Sie verstärkte seine Skepsis gegenüber Autoritäten und seinen Glauben daran, dass Wissen selten dort gedeihen kann, wo es streng überwacht wird. Er hat einige beeindruckende Artikel verfasst, die in der Forschung viel Anklang gefunden haben. Insofern war es nicht verwunderlich, dass seine Bewerbung um die Stelle als Professor für Alte Runen am Ende zu einer Einstellung führte. <br />
<br />
Beziehungen spielten in seinem Leben eine untergeordnete Rolle. Corvin hatte einige wenige, intensive Verbindungen, die meist an seinem beruflichen Ehrgeiz scheiterten.<br />
<br />
Seine Anstellung als Lehrer für Alte Runen in Hogwarts erfolgte vergleichsweise jung. Die Entscheidung, zurückzukehren, war eine strategische: Hogwarts bot Zugang zu Wissen, Ressourcen und Einfluss. Als Lehrer gilt Corvin als streng, fordernd und distanziert, aber fair. Er fördert Schüler, die mitdenken und bleibt jenen gegenüber reserviert, die Abkürzungen suchen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Corvin Nott wurde im März 1965 als zweiter Sohn einer alten Reinblutfamilie geboren. Das Anwesen der Notts war kein liebloser Ort, allerdings war seine Kindheit geprägt von Erwartungen, Traditionen und Regeln. Sein älterer Bruder nahm früh die Rolle des Erben ein und bewegte sich mühelos innerhalb der Werte, die man von ihm erwartete. Corvin hingegen lernte schon als Kind, in der zweiten Reihe zu stehen und seine Umgebung genau zu beobachten. Er hörte den Erwachsenen genau zu und lernte, stellte dabei viele Fragen und kassierte für so manche davon eine Tracht Prügel. Mit der Zeit lernte er, Fragen so zu formulieren, dass sie ihm keinen Ärger einbringen und doch eine brauchbare Antwort zutage fördern.<br />
<br />
Sein erstes magisches Ereignis ereignete sich im Alter von sieben Jahren: In einem Moment überbordender Wut über seinen Bruder ließ er unbeabsichtigt die Haare seines Bruders in Flammen aufgehen. Glücklicherweise waren seine Eltern sofort zur Stelle, sodass schlimmere Verbrennungen verhindert werden konnten.<br />
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Bis zu seinem elften Lebensjahr wurde Corvin zuhause unterrichtet - entweder durch Privatlehrer oder von seinem Vater selbst. So beherrschte er bereits bei Einschulung in Hogwarts ein flüssiges Lese- und Schreibvermögen, die Grundrechenarten und Bruchrechnung sowie eine ansehnliche Allgemeinbildung. Die Einschulung nach Hogwarts wurde als Selbstverständlichkeit betrachtet. Als der Corvin der Sprechende Hut aufgesetzt wurde, herrschte eine geraume Zeit Stille. Der Hut erkannte Ehrgeiz, Intelligenz und eine starke Selbstdisziplin, zögerte jedoch zwischen Ravenclaw und Slytherin. Letztlich entschied er sich für Slytherin, vielleicht wegen der Familienbande die eng mit dem Haus Slytherin verknüpft ist oder vielleicht hat der Hut damals schon erkannt, wozu Corvin bereit war um Wissen und Macht zu mehren.<br />
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Während seiner Schulzeit galt Corvin als stiller, ambitionierter Schüler. Er fiel nicht durch Lautstärke oder Provokation auf, sondern durch seine Leistungen, allem voran in Alten Runen, Zaubertränken und Geschichte der Zauberei. Er hatte nur wenige Freunde, diese Freundschaften hielten jedoch über Jahre hinweg und dauern bis heute an. Sein Verhältnis zu seinem Bruder begann sich in dieser Zeit zu verändern. Während dieser sich zunehmend radikaleren reinblütigen Idealen zuwandte, entfernte sich Corvin innerlich davon. <br />
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In seinen späten Schuljahren wurde Corvin sich auch seiner Homosexualität bewusst. Es war keine plötzliche Erkenntnis, sondern vielmehr wuchs diese Feststellung über die Zeit in ihm heran. Dabei vertraute er sich nur wenigen Menschen an. Das Umfeld reagierte überwiegend distanziert. Offene Ablehnung erlebte er selten, doch auch offene Akzeptanz war rar. Corvin lernte früh, dass Schweigen einem diesbezüglich einige Freiheiten ließ.<br />
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Nach seinem Abschluss widmete er sich vollständig der Forschung. Zunächst arbeitete er als Forschungsassistent in Hogwarts, später verbrachte er mehrere Jahre in Russland, unter anderem in Regionen mit alten magischen Schrifttraditionen. Dort vertiefte er seine Studien zu Runenmagie, Schutzsystemen und magischen Bindungen (oft fernab offizieller Institutionen). Diese Zeit prägte ihn nachhaltig: Sie verstärkte seine Skepsis gegenüber Autoritäten und seinen Glauben daran, dass Wissen selten dort gedeihen kann, wo es streng überwacht wird. Er hat einige beeindruckende Artikel verfasst, die in der Forschung viel Anklang gefunden haben. Insofern war es nicht verwunderlich, dass seine Bewerbung um die Stelle als Professor für Alte Runen am Ende zu einer Einstellung führte. <br />
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Beziehungen spielten in seinem Leben eine untergeordnete Rolle. Corvin hatte einige wenige, intensive Verbindungen, die meist an seinem beruflichen Ehrgeiz scheiterten.<br />
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Seine Anstellung als Lehrer für Alte Runen in Hogwarts erfolgte vergleichsweise jung. Die Entscheidung, zurückzukehren, war eine strategische: Hogwarts bot Zugang zu Wissen, Ressourcen und Einfluss. Als Lehrer gilt Corvin als streng, fordernd und distanziert, aber fair. Er fördert Schüler, die mitdenken und bleibt jenen gegenüber reserviert, die Abkürzungen suchen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Jaxon Mulciber]]></title>
			<link>https://owlways.makemerun.de/showthread.php?tid=958</link>
			<pubDate>Sat, 13 Dec 2025 21:53:52 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://owlways.makemerun.de/member.php?action=profile&uid=313">Jaxon Mulciber</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://owlways.makemerun.de/showthread.php?tid=958</guid>
			<description><![CDATA[Es war der 26.10.1978 als Jaxon Mulciber als erstes Kind der Mulcibers das Licht der Welt erblickte. Geboren zu einer Zeit, in der Voldemort noch an der Macht und sein Vater ein treuer Anhänger war, wurde Jaxon schon früh beigebracht, wie wichtig die Abstammung und der richtige Umgang doch waren. Und vor allem, wie wichtig es war, dass der Abschaum der Muggelstämmigen unter sich blieb und eben nichts in ihrer magischen Welt verloren hatte. In seinem Vater sah Jaxon schon früh einen Helden, weswegen er auch recht schnell begann davon zu sprechen - kaum, dass er sprechen konnte - genauso zu werden wie sein Vater, denn für ihn war Mulciber Senior wie ein Held und so wurde er von Jax auch verehrt. Bislang das einzige Kind der Familie bekam Jaxon im Alter von zwei Jahren schließlich eine kleine Schwester dazu und auch, wenn er davon zunächst nicht besonders begeistert war, weil er seine Eltern einfach nicht teilen wollte, begann er sie beinahe sofort zu lieben. Für ihn war sie ein kleiner Engel und obwohl er selbst noch recht klein war, begann er schon in diesen jungen Jahren auf seine kleine Schwester aufzupassen. Immerhin war das, was große Brüder eben taten. Ein Jahr später sollte das harmonische Leben der Familie Mulciber jedoch jäh gestört werden, als am 31.10.1981 der dunkle Lord gestürzt wurde und die Reinblüter somit jäh an Macht verloren. Und als das Ministerium dann auch noch seinen Vater nach Askaban brachte, fiel für Jaxon seine kleine Welt zusammen. Er war traurig und er war wütend und so hatte der kleine Junge immer häufiger heftige Wutausbrüche, wenn ihm etwas nicht gefiel, und er neigte generell zu einem eher jähzornigen Verhalten. Von dem kleinen besonnenen und lustigen jungen Mann war seit der Inhaftierung seines Vaters nicht mehr viel zu sehen. Und obwohl seiner Mutter dies Sorge bereitete, hatte sie nicht die Zeit und die Ressourcen, sich auch noch darum zu kümmern. Auch sie hatte mit der Gefangennahme ihres Mannes zu kämpfen und gleichzeitig auch mit der Auswirkung, die daraus entstanden war. Immerhin begangen die Nachbarn zu tuscheln und zeigten mit den Fingern auf die Familie, sodass seiner Mutter dazu überging Schadensbegrenzung zu betreiben in dem sie felsenfest behauptete, dass sie nichts von den Machenschaften ihres Mannes gewusst hatte und dies auch für sie ein großer Schock gewesen war als eines Tages das Ministerium vor ihrer Tür gestanden hatte um ihren Mann mitzunehmen. Zwar war Jaxon zu diesem Zeitpunkt noch zu klein um zu verstehen was genau seine Mutter da tat und das sie im begriff war ihren mann zu verleugnen, doch mit den Jahren wurde ihm dies immer bewusster und er begann seine Mutter dafür zu verabscheuen, während ein kleiner Teil von ihm dies verstand, dennoch war er sauer darüber, dass es sich seine Mutter besonders leicht machen wollte und damit auch noch Erfolg hatte.<br />
<br />
Mit sechs Jahren hatte Jaxon dann auch endlich sein erstes magisches Ereignis, als er aus einem Wutanfall heraus die Küche der Mulcibers in Brand steckte. Glücklicherweise passierte niemandem etwas, dennoch war der Schock zunächst groß, wenngleich die Freude umso größer war, besonders bei Jaxon, der sich mehr als alles andere darüber freute, dass er nach Hogwarts gehen würde. Endlich wieder etwas Positives vor Augen wurden die Wutausbrüche von Tag zu Tag weniger, doch der Jähzorn blieb. Noch immer brauchte es nicht viel, um Jaxon wütend zu machen, doch zeigte sich dies mit den kommenden Jahren auf andere Weise und nicht mehr darin, dass er sich wie ein bockiges Kind auf den Boden warf oder dergleichen. Er neigte zur Gewalt und später in Hogwarts würde er mehr als einmal einen seiner Mitschüler heimlich verzaubern, sollte dieser ihm zu doof kommen. Und dann ging es endlich in Richtung Hogwarts und hätte man damals den kleinen Jaxon gefragt, dann hätte er wohl behauptet, dass dies der beste Tag seines Leben gewesen ist. Voller Aufregung und Vorfreude saß der kleine Junge im Zug, schloss bereits dort erste Bekanntschaften und war sehr gespannt auf die Einschulungsfeier im Schloss, wenngleich ihn auch die Sorge begleitete, dass er seinen Vater enttäuschen würde sollte der Hut ihn in ein anderes Haus als Slytherin stecke wollen. Eine Sorge, die glücklicherweise absolut unbegründet war, denn kaum saß der Hut für eine Sekunde auf dem Kopf des kleinen Jungen wurde bereits verkündet, dass er in das Haus der Schlangen gehörte und dies erfüllte ihn nicht nur mit Freude, sondern auch mit unbändigem Stolz. <br />
<br />
In den Jahren in Hogwarts zeigte sich bereits schnell, dass Jaxon zu den eher guten Schülern gehört und auch, dass er ein gewisses Talent für Zauberkunst sowie Zaubertränke hat, zumal das auch die Fächer sind die dem jungen Slytherin am meisten Spaß machen. In seinem zweiten Schuljahr kam auch seine kleine Schwester endlich nach Hogwarts, sodass er sich fortan nicht nur auf den Unterricht konzentrierte, sondern auch darauf immer ein Auge auf seine kleine Schwester zu haben. Für ihn war sie nach wie vor sein kleiner Engel und ihr durfte unter keinen Umständen irgendwas passieren, denn sobald es um seine Schwester ging, sah der Slytherin rot. Besonders ereignisreich war seine Zeit in Hogwarts jedoch nicht, wenngleich er die Zeit im Schloss dazu nutzte sich über die damalige Todesserzeit zu informieren in dem er sich die Nächte in der Bibliothek um die Ohren schlug, damit er jedes wichtige Detail in sich aufsaugen konnte. Auch begann Jaxon seinem Vater zu schreiben, etwas was seine Mutter stets verboten hatte, damit niemand etwas falsches dachte, doch darum kümmern tat er sich längst nicht mehr. Viel zu lange hatte er nichts mehr von seinem Vater gehört und auch, wenn es bereits Jahre her war, sah er in seinem Vater noch immer den Helden, der er für ihn als Kind gewesen ist. Und so erzählte er ihm von seiner Zeit in Hogwarts, vermied es dabei jedoch Themen anzusprechen die ihn und auch seinen Vater möglicherweise in Schwierigkeiten gebracht hätten, da er sich nie sicher sein konnte, ob die Briefe nicht vorab gelesen wurden, bevor man sie an die Gefangenen weitergab. In seinem fünften Schuljahr standen schließlich die ZAGs an und tatsächlich ging die meiste Zeit fürs Lernen der Prüfungen drauf, denn auch wenn er noch keine genauen beruflichen Plan für seinen Werdegang hatte, wollte er die Prüfungen bestmöglich abschließen. Ein Umstand, der ihm schließlich auch gelang. Längst in dem Alter, sich für Mädchen zu interessieren, hatte er an keiner seiner Mitschülerinnen ein richtiges oder längerfristiges Interesse. Zwar begann er sich das Bett mit ein paar Schülerinnen zu teilen, doch etwas Ernstes wurde daraus nie, weil er bereits sehr früh wusste, dass seine Mutter ihn innerhalb der Reinblüter verloben würde und somit machte er sich gar nicht erst die Mühe irgendeine Liebesbeziehung aufzubauen oder gar zu führen. In den Sommerferien dieses Jahres war es dann auch endlich soweit und Jaxon wurde mit der Tochter der Familie Macnair verlobt. Anders als erwartet, lehnte sich der junge Mann nicht dagegen auf. Immerhin hatte er gewusst, dass dieser Moment kommen würde und zum andern wollte er seine Familie, aber besonders seinen Vater, stolz machen und da gehörte es eben auch dazu die Linie der Reinblüter zu bewahren in dem man innerhalb der reinblütigen Gesellschaft heiratete und Nachwuchs bekam. Des Weiteren hätte es Jaxon wohl auch wirklich schlimmer treffen können, immerhin war seine Verlobte eine hübsche junge Frau, mit der er sich gerne das Bett teilen und Nachwuchs zeugen würde, sollte die Hochzeit dann endlich abgeschlossen sein. Zufrieden mit dem aktuellen Verlauf seines Leben tritt er nun sein letztes Schuljahr in Hogwarts an und während er darauf hofft ein Teil des Teams werden zu können, ist sein eigentliches Ziel in diesem Jahr die Zeit im Schloss noch ausgiebig zu genießen, denn es würde das letzte Mal sein, dass er durch die Gänge wandeln und den Unterricht besuchen würde.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Es war der 26.10.1978 als Jaxon Mulciber als erstes Kind der Mulcibers das Licht der Welt erblickte. Geboren zu einer Zeit, in der Voldemort noch an der Macht und sein Vater ein treuer Anhänger war, wurde Jaxon schon früh beigebracht, wie wichtig die Abstammung und der richtige Umgang doch waren. Und vor allem, wie wichtig es war, dass der Abschaum der Muggelstämmigen unter sich blieb und eben nichts in ihrer magischen Welt verloren hatte. In seinem Vater sah Jaxon schon früh einen Helden, weswegen er auch recht schnell begann davon zu sprechen - kaum, dass er sprechen konnte - genauso zu werden wie sein Vater, denn für ihn war Mulciber Senior wie ein Held und so wurde er von Jax auch verehrt. Bislang das einzige Kind der Familie bekam Jaxon im Alter von zwei Jahren schließlich eine kleine Schwester dazu und auch, wenn er davon zunächst nicht besonders begeistert war, weil er seine Eltern einfach nicht teilen wollte, begann er sie beinahe sofort zu lieben. Für ihn war sie ein kleiner Engel und obwohl er selbst noch recht klein war, begann er schon in diesen jungen Jahren auf seine kleine Schwester aufzupassen. Immerhin war das, was große Brüder eben taten. Ein Jahr später sollte das harmonische Leben der Familie Mulciber jedoch jäh gestört werden, als am 31.10.1981 der dunkle Lord gestürzt wurde und die Reinblüter somit jäh an Macht verloren. Und als das Ministerium dann auch noch seinen Vater nach Askaban brachte, fiel für Jaxon seine kleine Welt zusammen. Er war traurig und er war wütend und so hatte der kleine Junge immer häufiger heftige Wutausbrüche, wenn ihm etwas nicht gefiel, und er neigte generell zu einem eher jähzornigen Verhalten. Von dem kleinen besonnenen und lustigen jungen Mann war seit der Inhaftierung seines Vaters nicht mehr viel zu sehen. Und obwohl seiner Mutter dies Sorge bereitete, hatte sie nicht die Zeit und die Ressourcen, sich auch noch darum zu kümmern. Auch sie hatte mit der Gefangennahme ihres Mannes zu kämpfen und gleichzeitig auch mit der Auswirkung, die daraus entstanden war. Immerhin begangen die Nachbarn zu tuscheln und zeigten mit den Fingern auf die Familie, sodass seiner Mutter dazu überging Schadensbegrenzung zu betreiben in dem sie felsenfest behauptete, dass sie nichts von den Machenschaften ihres Mannes gewusst hatte und dies auch für sie ein großer Schock gewesen war als eines Tages das Ministerium vor ihrer Tür gestanden hatte um ihren Mann mitzunehmen. Zwar war Jaxon zu diesem Zeitpunkt noch zu klein um zu verstehen was genau seine Mutter da tat und das sie im begriff war ihren mann zu verleugnen, doch mit den Jahren wurde ihm dies immer bewusster und er begann seine Mutter dafür zu verabscheuen, während ein kleiner Teil von ihm dies verstand, dennoch war er sauer darüber, dass es sich seine Mutter besonders leicht machen wollte und damit auch noch Erfolg hatte.<br />
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Mit sechs Jahren hatte Jaxon dann auch endlich sein erstes magisches Ereignis, als er aus einem Wutanfall heraus die Küche der Mulcibers in Brand steckte. Glücklicherweise passierte niemandem etwas, dennoch war der Schock zunächst groß, wenngleich die Freude umso größer war, besonders bei Jaxon, der sich mehr als alles andere darüber freute, dass er nach Hogwarts gehen würde. Endlich wieder etwas Positives vor Augen wurden die Wutausbrüche von Tag zu Tag weniger, doch der Jähzorn blieb. Noch immer brauchte es nicht viel, um Jaxon wütend zu machen, doch zeigte sich dies mit den kommenden Jahren auf andere Weise und nicht mehr darin, dass er sich wie ein bockiges Kind auf den Boden warf oder dergleichen. Er neigte zur Gewalt und später in Hogwarts würde er mehr als einmal einen seiner Mitschüler heimlich verzaubern, sollte dieser ihm zu doof kommen. Und dann ging es endlich in Richtung Hogwarts und hätte man damals den kleinen Jaxon gefragt, dann hätte er wohl behauptet, dass dies der beste Tag seines Leben gewesen ist. Voller Aufregung und Vorfreude saß der kleine Junge im Zug, schloss bereits dort erste Bekanntschaften und war sehr gespannt auf die Einschulungsfeier im Schloss, wenngleich ihn auch die Sorge begleitete, dass er seinen Vater enttäuschen würde sollte der Hut ihn in ein anderes Haus als Slytherin stecke wollen. Eine Sorge, die glücklicherweise absolut unbegründet war, denn kaum saß der Hut für eine Sekunde auf dem Kopf des kleinen Jungen wurde bereits verkündet, dass er in das Haus der Schlangen gehörte und dies erfüllte ihn nicht nur mit Freude, sondern auch mit unbändigem Stolz. <br />
<br />
In den Jahren in Hogwarts zeigte sich bereits schnell, dass Jaxon zu den eher guten Schülern gehört und auch, dass er ein gewisses Talent für Zauberkunst sowie Zaubertränke hat, zumal das auch die Fächer sind die dem jungen Slytherin am meisten Spaß machen. In seinem zweiten Schuljahr kam auch seine kleine Schwester endlich nach Hogwarts, sodass er sich fortan nicht nur auf den Unterricht konzentrierte, sondern auch darauf immer ein Auge auf seine kleine Schwester zu haben. Für ihn war sie nach wie vor sein kleiner Engel und ihr durfte unter keinen Umständen irgendwas passieren, denn sobald es um seine Schwester ging, sah der Slytherin rot. Besonders ereignisreich war seine Zeit in Hogwarts jedoch nicht, wenngleich er die Zeit im Schloss dazu nutzte sich über die damalige Todesserzeit zu informieren in dem er sich die Nächte in der Bibliothek um die Ohren schlug, damit er jedes wichtige Detail in sich aufsaugen konnte. Auch begann Jaxon seinem Vater zu schreiben, etwas was seine Mutter stets verboten hatte, damit niemand etwas falsches dachte, doch darum kümmern tat er sich längst nicht mehr. Viel zu lange hatte er nichts mehr von seinem Vater gehört und auch, wenn es bereits Jahre her war, sah er in seinem Vater noch immer den Helden, der er für ihn als Kind gewesen ist. Und so erzählte er ihm von seiner Zeit in Hogwarts, vermied es dabei jedoch Themen anzusprechen die ihn und auch seinen Vater möglicherweise in Schwierigkeiten gebracht hätten, da er sich nie sicher sein konnte, ob die Briefe nicht vorab gelesen wurden, bevor man sie an die Gefangenen weitergab. In seinem fünften Schuljahr standen schließlich die ZAGs an und tatsächlich ging die meiste Zeit fürs Lernen der Prüfungen drauf, denn auch wenn er noch keine genauen beruflichen Plan für seinen Werdegang hatte, wollte er die Prüfungen bestmöglich abschließen. Ein Umstand, der ihm schließlich auch gelang. Längst in dem Alter, sich für Mädchen zu interessieren, hatte er an keiner seiner Mitschülerinnen ein richtiges oder längerfristiges Interesse. Zwar begann er sich das Bett mit ein paar Schülerinnen zu teilen, doch etwas Ernstes wurde daraus nie, weil er bereits sehr früh wusste, dass seine Mutter ihn innerhalb der Reinblüter verloben würde und somit machte er sich gar nicht erst die Mühe irgendeine Liebesbeziehung aufzubauen oder gar zu führen. In den Sommerferien dieses Jahres war es dann auch endlich soweit und Jaxon wurde mit der Tochter der Familie Macnair verlobt. Anders als erwartet, lehnte sich der junge Mann nicht dagegen auf. Immerhin hatte er gewusst, dass dieser Moment kommen würde und zum andern wollte er seine Familie, aber besonders seinen Vater, stolz machen und da gehörte es eben auch dazu die Linie der Reinblüter zu bewahren in dem man innerhalb der reinblütigen Gesellschaft heiratete und Nachwuchs bekam. Des Weiteren hätte es Jaxon wohl auch wirklich schlimmer treffen können, immerhin war seine Verlobte eine hübsche junge Frau, mit der er sich gerne das Bett teilen und Nachwuchs zeugen würde, sollte die Hochzeit dann endlich abgeschlossen sein. Zufrieden mit dem aktuellen Verlauf seines Leben tritt er nun sein letztes Schuljahr in Hogwarts an und während er darauf hofft ein Teil des Teams werden zu können, ist sein eigentliches Ziel in diesem Jahr die Zeit im Schloss noch ausgiebig zu genießen, denn es würde das letzte Mal sein, dass er durch die Gänge wandeln und den Unterricht besuchen würde.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Lea Solberg]]></title>
			<link>https://owlways.makemerun.de/showthread.php?tid=955</link>
			<pubDate>Thu, 04 Dec 2025 23:30:01 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://owlways.makemerun.de/member.php?action=profile&uid=312">Lea Solberg</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://owlways.makemerun.de/showthread.php?tid=955</guid>
			<description><![CDATA[<b>1983 – 1988</b><br />
Leas früheste Erinnerungen sind weniger Bilder als Geräusche. Das Klacken eines Messers auf einem Holzbrett. Das leise Kratzen eines Mörsers. Das dumpfe Brodeln eines Kessels, das durch den Boden wanderte, wenn ihre Mutter spät abends noch arbeitete. Für Lea war die Welt der Zaubertränke schon sehr früh ein Bindeglied zwischen ihr und ihrer Mutter.<br />
Helena war eine geduldige Lehrerin.<br />
Am stärksten erinnert sich Lea noch an die kühlen Hände ihrer Mutter, ihre ruhige Stimme und die Struktur und Routine, die mit ihrem Beruf einhergingen.<br />
Lea erinnert sich noch, dass ihre Mutter ihr das sortieren einfacher und ungefährlicher Kräuter unter Aufsicht erlaubte und sie für die Ernsthaftigkeit und Genauigkeit lobte, die ein so kleines Kind schon an den Tag legen konnte. <br />
Für Lea waren die Stunden mit ihrer Mutter im Labor ihre ganze Welt. Und sie verstand sehr früh, dass ihre Mutter einen Großteil der Anstrengungen darauf legte, eine Heilung oder zumindest Linderung für ihr Leiden zu finden.<br />
Umso rettender war die kleine Welt, die Helena für ihre Tochter erschuf und umso drastischer war der Verlust, als Helena schließlich verstarb.<br />
Bereits im Alter von sechs Jahren verstand Lea sehr gut, dass ihre Mutter nicht einfach nur krank war. Man erklärte ihr zu diesem Zeitpunkt durchaus, dass Helena von einem Fluch getroffen worden war. Und dass sie nicht wieder gesund würde.<br />
Von da an begann Lea immer wieder Kleinigkeiten wahrzunehmen und das sechsjährige Mädchen wurde deutlich sensibler auf alles, was ihre Mutter betraf.<br />
In dieser Zeit begann sich auch stärker zu zeigen, was die Heiler später Belastungsreaktion nennen würden.<br />
<br />
Helenas Routinen wurden nach und nach immer wieder von Episoden unterbrochen, in denen sie kaum aus dem Bett aufstehen konnte. Für Lea fehlte damit die Routine ebenfalls.<br />
Sie litt unter Schlafproblemen, Alpträumen, rebellierte gegen ihre Eltern und hatte in regelmäßigen Abständen das, was ihr Vater heute noch als ihre kleinen Nervenzusammenbrüche beschreibt. <br />
Der Profi hingegen würde es Meltdown nennen. Eine Überlastungsreaktion bei autistischen Menschen, die zu einer Abschaltung des Nervensystems führt und mit Weinkrämpfen, starken emotionalen Ausbrüchen oder Derealisation einhergeht.<br />
Natürlich sah man darin schlichtweg die fehlende Anpassung des Kindes auf die Situation der Mutter. Man nahm es nicht ernst.<br />
<br />
Je schlechter es Helena ging, umso mehr klammerte sich Lea an Routinen. Sie entwickelte ein fast schon ehrführchtiges Verhalten zu Kräutern und Pflanzen, las alles über die Zutaten und Herstellungspraktiken und ertappte sich sogar dann und wann dabei, wie sie Rezepte und Abläufe auswendig zu wiederholen versuchte.<br />
<br />
Lea erinnert sich noch sehr gut an den Tod ihrer Mutter. Und an die Leere, die sie gespürt hat. Das Gefühl begleitet sie bis heute und ist nie ganz verschwunden.<br />
<br />
<b>1989 – 1991</b><br />
Die neue Eheschließung ihres Vaters kam für Lea überraschend und ohne jegliche Ankündigung. Seit dem Tod ihrer Mutter hat die Beziehung zwischen ihr und ihrem trauernden Vater stark gelitten, war allerdings auch vorher nicht besonders stark, da Lea die engere Bindung zu ihrer Mutter hatte.<br />
Edward konnte einfach nicht verstehen, was seine Tochter brauchte und war zu stark in der eigenen Trauer gefangen. Schutz und Trost fand er in den Armen einer anderen Frau, die er seiner Tochter einfach vorsetzte.<br />
Lea ist acht Jahre alt, als ihr plötzlich eine fremde Frau am Frühstückstisch gegenübersitzt und erklärt, ihre neue Mutter zu sein. Das Kind versteht absolut nicht, warum einfach ihre Sachen umsortiert werden, einmal ihr gesamter Kleiderschrank quasi ausgetauscht wird und sie sich neuerdings hübscher kleiden muss.<br />
Die ersten Monate sind geprägt von kleinen Verschiebungen. Unscheinbar für Außenstehende, aber für Lea irritierend deutlich.<br />
Dinge verschwinden, Routinen werden umgestellt. Das Labor ihrer Mutter verschlossen, weil sie noch zu jung wäre.<br />
Fragen werden mit aufgesetztem Lächeln abgewiegelt, Kritik wird als Undankbarkeit ausgelegt. Wenn Lea verwirrt ist, redet Lara ihr ein, dass sie sich das nur einbildet. Weinen wird als zu sensibel adressiert und wenn Lea zu still ist oder zu wenig lächelt, muss sie sich einfach nur mehr Mühe geben.<br />
<br />
Edward, der mit seiner Trauer selbst völlig überfordert ist, erkennt die Mechanismen nicht – oder aber er will sie nicht erkennen. Für Lea ist das bis heute nicht klar. Er übernimmt Laras Darstellungen oft ungeprüft, unterstellt seiner grundsätzlich nicht lügenden Tochter, dass sie die Unwahrheit sagt und lässt keine Diskussionen zu. Der Versuch, ihre Wahrnehmung zu äußern, endet regelmäßig in Vorwürfen, sie verhielte sich daneben und solle endlich normal sein. Immerhin mache sie es ihren Eltern unnötig schwer.<br />
Als sie erklärt, dass Lara nicht ihre Mutter ist, ohrfeigt Edward sie zum ersten und bislang einzigen Mal.<br />
Lea, die bis dahin keinerlei Gewalt kennt, ist rechtschaffen geschockt und wagt es fortan nicht, ihre Zweifel nach außen zu tragen oder gar ihre Meinung zu sagen.<br />
<br />
Stattdessen entwickelt sie die Grundstrategie, jede Situation zunächst genau zu beobachten, zu analysieren und dann zu reagieren. Das System mag Lücken haben, aber Lea fühlt sich damit sicher.<br />
<br />
Je näher die Einschulung auf Hogwarts rückt, umso heftiger werden die Kontrollstrukturen. Sie wird permanent kontrolliert, Edward überprüft ihre Hausaufgaben und Lernfortschritte als wären es Prüfungen und Lara kommentiert permanent Leas Haltung, Ausdrucksweise, Essverhalten oder ihre Kleidung. Gespräche werden zu sozialen Spießrutenläufen, die Lea viel Energie abverlangen und jede Form von doch mal geäußerter Meinung endet in einem von Laras geführten Monologen, die das Mädchen still über sich ergehen lassen muss.<br />
<br />
Entsprechend ist die Fahrt nach Hogwarts und die Einschulung dort für Lea eine Erleichterung. Die zarten Freundschaften, die Lea nach außen geschlossen hat, vermisst sie zwar, aber die Schule ist Flucht. Sie wünscht sich Freiheit. Und eine Umgebung, in der sie so angenommen wird, wie sie ist. <br />
Und für einen kurzen Moment gibt sich Lea der naiven Hoffnung hin, dass sie das auf Hogwarts auch bekommt.<br />
<br />
<b>1. Schuljahr</b><br />
Aufgrund ihres nicht vorhandenen Reizfilters überlädt sie allerdings schnell an der neuen Umgebung und zieht sich zurück. Gesellschaft findet sie in erster Linie bei Hermine Granger. Ihr Lichtblick: Severus Snape unterrichtet als Lehrer auf dieser Schule Zaubertränke. Von ihm hat sie nur großartiges gehört, kannte er doch ihre Mutter. Sie erinnert sich sogar daran, dass sie ihn mal getroffen hat, als sie ihre Mutter begleitet hat. Wirkliche Erinnerungen an den Inhalt des Treffens hat sie allerdings nicht mehr.<br />
Das erste Schuljahr besteht für Lea hauptsächlich aus Zeit im Unterricht, beim Lernen oder in der Bibliothek. Sie ist zwar mit Hermine befreundet, aber mit dem Trio selbst hat sie nicht viel zu tun. Lea hat anfänglich immer wieder Schwierigkeiten damit, sich angemessen einzufinden. Lea landet in Ravenclaw.<br />
<br />
<b>2. Schuljahr</b><br />
Im zweiten Schuljahr ist Lea von den Dingen, die im Schloss passieren allgemein sehr betroffen. Zur völligen Verzweiflung treibt sie schlussendlich allerdings der Umstand, wie Gilderoy Lockhart unterrichtet. In ihrer Verzweiflung wendet sich die Dreizehnjährige an ihren Tränkelehrer und erhält von ihm ergänzenden Nachhilfe-Unterricht, da dieser nicht am eigenen Kompetenzverständnis vorbeikommt und der Umstand, dass er Lockhart nicht leiden kann ein sehr guter Motivator ist. Sie soll auch nicht die einzige bleiben, wobei Severus Snape diesen Unterricht offenbar nicht allgemein anbietet sondern nur denen, die von selbst auf ihn zukommen. Es mag sich rumsprechen, aber die wenigsten Schüler scheinen sich mehr als nötig mit dem Lehrer abgeben zu wollen. Am Ende sind es etwa 2 Handvoll Schüler aus verschiedenen Häusern.<br />
Gilderoy Lockharts Art und Weise Unterricht zu gestalten führt beinahe dazu, dass Lea den Unterricht verlassen will. Hermine ist es, die zu ihr durchdringt und sie zum Bleiben bringt.<br />
Als schließlich Hermine versteinert wird, bleibt sie in jeder freien Minute an deren Bett und liest ihr die Hausaufgaben vor in der Hoffnung, dass die versteinerte Freundin das irgendwie mitbekommt. Sie bekommt nur am Rande mit, was Harry und Ron planen - und hätte die beiden wohl sehr klar von diesem Unsinn abgehalten. So gilt ihre Sorge allerdings der Freundin. Auf Nachfrage darf sie der Fertigstellung des Zaubertrankes beiwohnen, allerdings ist sie stumme Beobachterin und macht sich ausschließlich Notizen, der die angegriffenen Schüler wieder aus ihrer Versteinerung befreien soll.<br />
<br />
<b>3. Schuljahr</b><br />
Anders als Hermine entscheidet Lea sich gegen zu viele Wahlfächer. Sie nimmt Alte Runen und Pflege magischer Geschöpfe mit in ihren Stundenplan auf. Die Lehrmaterialien zu Arithmantik lässt sie sich von Hermine geben. Auch wenn sie mit dieser befreundet ist, ist Lea nicht an den Aktivitäten rund um Sirius Black beteiligt. <br />
Allerdings glaubt sie keineswegs, dass es sich bei dem Mann um einen Mörder oder gar einen Todesser handeln soll. Irgendwas an der Sache kommt ihr wirklich merkwürdig vor.  Sie fragt ihren Vater danach, doch der will von ihrem Verdacht nichts hören, dass der Mann vielleicht unschuldig sein könnte.<br />
Zudem empfindet Lea die gesamte Berichterstattung um Sirius Flucht als merkwürdig, ohne dass sie den Finger drauflegen kann. Das ganze wirkt ihr ein bisschen zu sehr wie Propaganda und einem klassischen Feindbild ohne feste Beweise.<br />
Lea stellt eigene Nachforschungen an und schreibt aktiv Kollegen ihres Vaters an. Das gibt in den Ferien richtig Ärger, doch Lea ist sich nun sicher, dass der Mann hundertprozentig keinen fairen Prozess bekommen hat. Ihr fallen Unstimmigkeiten auf, die von den erwachsenen in ihrem Umfeld weggewischt werden. Auch hier spricht sie wieder mit Severus Snape und erfährt von ihm, dass er zu befangen ist und durchaus der Ansicht ist, dass Sirius Black zu einem Mord fähig ist. Nach einer recht angeregten Diskussion in der Lea sich als recht starke Opposition herausstellt muss auch Severus zugeben, dass die Sache stinkt. Lea weiß bis heute nicht, dass ihre Nachforschung ausschlaggebend dafür ist, dass Snape den drei Chaoten folgt.<br />
Genau wie die meisten Schüler mag sie den Unterricht bei Professor Lupin sehr gerne und ist traurig, als er die Schule verlassen muss. Dieser Umstand sorgt dafür, dass sich Leas Ansichten hinsichtlich der Unterdrückung von Werwölfen festigt.<br />
<br />
<b>4. Schuljahr</b><br />
In den Ferien erhält sie das erste Mal Zutritt zum Tränkelabor ihrer Mutter. Sie braut nicht selbst, kann aber die Aufzeichnungen und Mitschriften ihrer Mutter durchgehen und verbringt dort allgemein viel Zeit. Lea steht in engem Kontakt mit ihrem Hauslehrer und lernt auch während der Ferien intensiv in ihrem Inselinteresse.<br />
Als im vierten Schuljahr Harry Potter Champion wird, ist sie von Anfang an überzeugt, dass er seinen Namen nicht selbst in den Kelch geworfen hat. Zwischen den beiden entsteht eine zarte Freundschaft, als Lea aktiv versucht, das Mobbing gegen Harry einzugrenzen.<br />
Sie misstraut Professor Moody, aber eher, weil sie ihn nicht einschätzen kann und ihn von grundauf unheimlich findet. Den Unterricht allerdings genießt sie, meldet hingegen aber die Stunde zu den Unverzeihlichen Flüchen bei ihrem Hauslehrer.<br />
Als Ron und Harry sich wegen des Turniers zerstreiten, sucht Lea den Rotschopf schlussendlich auf und rückt ihm ordentlich den Kopf zurecht. Das ist der Moment, in dem Ron und sie zum ersten Mal näher miteinander zu tun haben und nicht nur umeinander herum existieren.<br />
Das trimagische Turnier endet in purem Chaos. Lea fühlt sich in ihrer Angst vor Moody bestätigt, als herauskommt, dass der Mann eigentlich ein Todesser war. Natürlich hatte sie allerdings genauso wenig wie alle anderen eine Ahnung, dass eigentlich Barty Crouch junior dahinter steckt.<br />
Sie gehört außerdem zu den Schülern, die Harry glauben und nicht in Frage stellen, dass Lord Voldemort zurück ist. Sie findet das unheimlich, aber noch ist dieser Schrecken für die viel zu rationale Schülerin nicht greifbar.<br />
Sie erkundigt sich vor Ende des Schuljahres zum ersten Mal darüber, wie sie ihre Tränkemeisterprüfung machen kann und der Umstand, dass dafür eine Ausbildung erforderlich ist, löst bei Lea eine Stressreaktion aus. Frustriert darüber, dass sie erst noch ihre Schulzeit beenden muss, versucht sie in den Ferien ihren Vater dazu zu überreden, sie doch nach den ZAG's abgehen zu lassen.<br />
Edward lehnt das ab und gerät mit seiner Tochter darüber in Streit. Lea geht es nicht schnell genug und sie glaubt, dass sie sich viel besser auf ihre Tränkestudien konzentrieren könnte, wenn sie nicht durch die Schule aufgehalten würde. <br />
<br />
<b>5. Schuljahr</b><br />
Diesmal ist Lea gemeinsam mit Harry, Ron und Hermine zur Schule gefahren und sucht zum ersten Mal in den vier Schuljahren auch aktiv die Nähe zu den Dreien.<br />
Aber das Schuljahr hält viele Neuerungen für die Schüler bereit und so ist es nicht weiter verwunderlich, das Lea erneut lieber in die Rolle der Beobachterin schlüpfen möchte.<br />
Ihr Vater ist ein großer Fan von Dolores Umbridge und hält Dumbledore für einen Spinner. Da ihr Vater allerdings auch glaubt, dass Sirius Black ein Mörder ist und offenbar findet, dass stupide Verurteilung vor anständiger Aurorenarbeit geht und Menschen keinen anständigen Prozess verdient haben, ist Lea sich fast schon sicher, dass die Frau nur einen an der Klatsche haben kann. Zudem ist sie der Überzeugung, dass sobald ihr Vater glaubt,<br />
Sie harrt der Dinge, die da kommen und arrangiert sich mit dem neuen System, das Dolores Umbridge offenbar an die Schule bringen möchte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<b>1983 – 1988</b><br />
Leas früheste Erinnerungen sind weniger Bilder als Geräusche. Das Klacken eines Messers auf einem Holzbrett. Das leise Kratzen eines Mörsers. Das dumpfe Brodeln eines Kessels, das durch den Boden wanderte, wenn ihre Mutter spät abends noch arbeitete. Für Lea war die Welt der Zaubertränke schon sehr früh ein Bindeglied zwischen ihr und ihrer Mutter.<br />
Helena war eine geduldige Lehrerin.<br />
Am stärksten erinnert sich Lea noch an die kühlen Hände ihrer Mutter, ihre ruhige Stimme und die Struktur und Routine, die mit ihrem Beruf einhergingen.<br />
Lea erinnert sich noch, dass ihre Mutter ihr das sortieren einfacher und ungefährlicher Kräuter unter Aufsicht erlaubte und sie für die Ernsthaftigkeit und Genauigkeit lobte, die ein so kleines Kind schon an den Tag legen konnte. <br />
Für Lea waren die Stunden mit ihrer Mutter im Labor ihre ganze Welt. Und sie verstand sehr früh, dass ihre Mutter einen Großteil der Anstrengungen darauf legte, eine Heilung oder zumindest Linderung für ihr Leiden zu finden.<br />
Umso rettender war die kleine Welt, die Helena für ihre Tochter erschuf und umso drastischer war der Verlust, als Helena schließlich verstarb.<br />
Bereits im Alter von sechs Jahren verstand Lea sehr gut, dass ihre Mutter nicht einfach nur krank war. Man erklärte ihr zu diesem Zeitpunkt durchaus, dass Helena von einem Fluch getroffen worden war. Und dass sie nicht wieder gesund würde.<br />
Von da an begann Lea immer wieder Kleinigkeiten wahrzunehmen und das sechsjährige Mädchen wurde deutlich sensibler auf alles, was ihre Mutter betraf.<br />
In dieser Zeit begann sich auch stärker zu zeigen, was die Heiler später Belastungsreaktion nennen würden.<br />
<br />
Helenas Routinen wurden nach und nach immer wieder von Episoden unterbrochen, in denen sie kaum aus dem Bett aufstehen konnte. Für Lea fehlte damit die Routine ebenfalls.<br />
Sie litt unter Schlafproblemen, Alpträumen, rebellierte gegen ihre Eltern und hatte in regelmäßigen Abständen das, was ihr Vater heute noch als ihre kleinen Nervenzusammenbrüche beschreibt. <br />
Der Profi hingegen würde es Meltdown nennen. Eine Überlastungsreaktion bei autistischen Menschen, die zu einer Abschaltung des Nervensystems führt und mit Weinkrämpfen, starken emotionalen Ausbrüchen oder Derealisation einhergeht.<br />
Natürlich sah man darin schlichtweg die fehlende Anpassung des Kindes auf die Situation der Mutter. Man nahm es nicht ernst.<br />
<br />
Je schlechter es Helena ging, umso mehr klammerte sich Lea an Routinen. Sie entwickelte ein fast schon ehrführchtiges Verhalten zu Kräutern und Pflanzen, las alles über die Zutaten und Herstellungspraktiken und ertappte sich sogar dann und wann dabei, wie sie Rezepte und Abläufe auswendig zu wiederholen versuchte.<br />
<br />
Lea erinnert sich noch sehr gut an den Tod ihrer Mutter. Und an die Leere, die sie gespürt hat. Das Gefühl begleitet sie bis heute und ist nie ganz verschwunden.<br />
<br />
<b>1989 – 1991</b><br />
Die neue Eheschließung ihres Vaters kam für Lea überraschend und ohne jegliche Ankündigung. Seit dem Tod ihrer Mutter hat die Beziehung zwischen ihr und ihrem trauernden Vater stark gelitten, war allerdings auch vorher nicht besonders stark, da Lea die engere Bindung zu ihrer Mutter hatte.<br />
Edward konnte einfach nicht verstehen, was seine Tochter brauchte und war zu stark in der eigenen Trauer gefangen. Schutz und Trost fand er in den Armen einer anderen Frau, die er seiner Tochter einfach vorsetzte.<br />
Lea ist acht Jahre alt, als ihr plötzlich eine fremde Frau am Frühstückstisch gegenübersitzt und erklärt, ihre neue Mutter zu sein. Das Kind versteht absolut nicht, warum einfach ihre Sachen umsortiert werden, einmal ihr gesamter Kleiderschrank quasi ausgetauscht wird und sie sich neuerdings hübscher kleiden muss.<br />
Die ersten Monate sind geprägt von kleinen Verschiebungen. Unscheinbar für Außenstehende, aber für Lea irritierend deutlich.<br />
Dinge verschwinden, Routinen werden umgestellt. Das Labor ihrer Mutter verschlossen, weil sie noch zu jung wäre.<br />
Fragen werden mit aufgesetztem Lächeln abgewiegelt, Kritik wird als Undankbarkeit ausgelegt. Wenn Lea verwirrt ist, redet Lara ihr ein, dass sie sich das nur einbildet. Weinen wird als zu sensibel adressiert und wenn Lea zu still ist oder zu wenig lächelt, muss sie sich einfach nur mehr Mühe geben.<br />
<br />
Edward, der mit seiner Trauer selbst völlig überfordert ist, erkennt die Mechanismen nicht – oder aber er will sie nicht erkennen. Für Lea ist das bis heute nicht klar. Er übernimmt Laras Darstellungen oft ungeprüft, unterstellt seiner grundsätzlich nicht lügenden Tochter, dass sie die Unwahrheit sagt und lässt keine Diskussionen zu. Der Versuch, ihre Wahrnehmung zu äußern, endet regelmäßig in Vorwürfen, sie verhielte sich daneben und solle endlich normal sein. Immerhin mache sie es ihren Eltern unnötig schwer.<br />
Als sie erklärt, dass Lara nicht ihre Mutter ist, ohrfeigt Edward sie zum ersten und bislang einzigen Mal.<br />
Lea, die bis dahin keinerlei Gewalt kennt, ist rechtschaffen geschockt und wagt es fortan nicht, ihre Zweifel nach außen zu tragen oder gar ihre Meinung zu sagen.<br />
<br />
Stattdessen entwickelt sie die Grundstrategie, jede Situation zunächst genau zu beobachten, zu analysieren und dann zu reagieren. Das System mag Lücken haben, aber Lea fühlt sich damit sicher.<br />
<br />
Je näher die Einschulung auf Hogwarts rückt, umso heftiger werden die Kontrollstrukturen. Sie wird permanent kontrolliert, Edward überprüft ihre Hausaufgaben und Lernfortschritte als wären es Prüfungen und Lara kommentiert permanent Leas Haltung, Ausdrucksweise, Essverhalten oder ihre Kleidung. Gespräche werden zu sozialen Spießrutenläufen, die Lea viel Energie abverlangen und jede Form von doch mal geäußerter Meinung endet in einem von Laras geführten Monologen, die das Mädchen still über sich ergehen lassen muss.<br />
<br />
Entsprechend ist die Fahrt nach Hogwarts und die Einschulung dort für Lea eine Erleichterung. Die zarten Freundschaften, die Lea nach außen geschlossen hat, vermisst sie zwar, aber die Schule ist Flucht. Sie wünscht sich Freiheit. Und eine Umgebung, in der sie so angenommen wird, wie sie ist. <br />
Und für einen kurzen Moment gibt sich Lea der naiven Hoffnung hin, dass sie das auf Hogwarts auch bekommt.<br />
<br />
<b>1. Schuljahr</b><br />
Aufgrund ihres nicht vorhandenen Reizfilters überlädt sie allerdings schnell an der neuen Umgebung und zieht sich zurück. Gesellschaft findet sie in erster Linie bei Hermine Granger. Ihr Lichtblick: Severus Snape unterrichtet als Lehrer auf dieser Schule Zaubertränke. Von ihm hat sie nur großartiges gehört, kannte er doch ihre Mutter. Sie erinnert sich sogar daran, dass sie ihn mal getroffen hat, als sie ihre Mutter begleitet hat. Wirkliche Erinnerungen an den Inhalt des Treffens hat sie allerdings nicht mehr.<br />
Das erste Schuljahr besteht für Lea hauptsächlich aus Zeit im Unterricht, beim Lernen oder in der Bibliothek. Sie ist zwar mit Hermine befreundet, aber mit dem Trio selbst hat sie nicht viel zu tun. Lea hat anfänglich immer wieder Schwierigkeiten damit, sich angemessen einzufinden. Lea landet in Ravenclaw.<br />
<br />
<b>2. Schuljahr</b><br />
Im zweiten Schuljahr ist Lea von den Dingen, die im Schloss passieren allgemein sehr betroffen. Zur völligen Verzweiflung treibt sie schlussendlich allerdings der Umstand, wie Gilderoy Lockhart unterrichtet. In ihrer Verzweiflung wendet sich die Dreizehnjährige an ihren Tränkelehrer und erhält von ihm ergänzenden Nachhilfe-Unterricht, da dieser nicht am eigenen Kompetenzverständnis vorbeikommt und der Umstand, dass er Lockhart nicht leiden kann ein sehr guter Motivator ist. Sie soll auch nicht die einzige bleiben, wobei Severus Snape diesen Unterricht offenbar nicht allgemein anbietet sondern nur denen, die von selbst auf ihn zukommen. Es mag sich rumsprechen, aber die wenigsten Schüler scheinen sich mehr als nötig mit dem Lehrer abgeben zu wollen. Am Ende sind es etwa 2 Handvoll Schüler aus verschiedenen Häusern.<br />
Gilderoy Lockharts Art und Weise Unterricht zu gestalten führt beinahe dazu, dass Lea den Unterricht verlassen will. Hermine ist es, die zu ihr durchdringt und sie zum Bleiben bringt.<br />
Als schließlich Hermine versteinert wird, bleibt sie in jeder freien Minute an deren Bett und liest ihr die Hausaufgaben vor in der Hoffnung, dass die versteinerte Freundin das irgendwie mitbekommt. Sie bekommt nur am Rande mit, was Harry und Ron planen - und hätte die beiden wohl sehr klar von diesem Unsinn abgehalten. So gilt ihre Sorge allerdings der Freundin. Auf Nachfrage darf sie der Fertigstellung des Zaubertrankes beiwohnen, allerdings ist sie stumme Beobachterin und macht sich ausschließlich Notizen, der die angegriffenen Schüler wieder aus ihrer Versteinerung befreien soll.<br />
<br />
<b>3. Schuljahr</b><br />
Anders als Hermine entscheidet Lea sich gegen zu viele Wahlfächer. Sie nimmt Alte Runen und Pflege magischer Geschöpfe mit in ihren Stundenplan auf. Die Lehrmaterialien zu Arithmantik lässt sie sich von Hermine geben. Auch wenn sie mit dieser befreundet ist, ist Lea nicht an den Aktivitäten rund um Sirius Black beteiligt. <br />
Allerdings glaubt sie keineswegs, dass es sich bei dem Mann um einen Mörder oder gar einen Todesser handeln soll. Irgendwas an der Sache kommt ihr wirklich merkwürdig vor.  Sie fragt ihren Vater danach, doch der will von ihrem Verdacht nichts hören, dass der Mann vielleicht unschuldig sein könnte.<br />
Zudem empfindet Lea die gesamte Berichterstattung um Sirius Flucht als merkwürdig, ohne dass sie den Finger drauflegen kann. Das ganze wirkt ihr ein bisschen zu sehr wie Propaganda und einem klassischen Feindbild ohne feste Beweise.<br />
Lea stellt eigene Nachforschungen an und schreibt aktiv Kollegen ihres Vaters an. Das gibt in den Ferien richtig Ärger, doch Lea ist sich nun sicher, dass der Mann hundertprozentig keinen fairen Prozess bekommen hat. Ihr fallen Unstimmigkeiten auf, die von den erwachsenen in ihrem Umfeld weggewischt werden. Auch hier spricht sie wieder mit Severus Snape und erfährt von ihm, dass er zu befangen ist und durchaus der Ansicht ist, dass Sirius Black zu einem Mord fähig ist. Nach einer recht angeregten Diskussion in der Lea sich als recht starke Opposition herausstellt muss auch Severus zugeben, dass die Sache stinkt. Lea weiß bis heute nicht, dass ihre Nachforschung ausschlaggebend dafür ist, dass Snape den drei Chaoten folgt.<br />
Genau wie die meisten Schüler mag sie den Unterricht bei Professor Lupin sehr gerne und ist traurig, als er die Schule verlassen muss. Dieser Umstand sorgt dafür, dass sich Leas Ansichten hinsichtlich der Unterdrückung von Werwölfen festigt.<br />
<br />
<b>4. Schuljahr</b><br />
In den Ferien erhält sie das erste Mal Zutritt zum Tränkelabor ihrer Mutter. Sie braut nicht selbst, kann aber die Aufzeichnungen und Mitschriften ihrer Mutter durchgehen und verbringt dort allgemein viel Zeit. Lea steht in engem Kontakt mit ihrem Hauslehrer und lernt auch während der Ferien intensiv in ihrem Inselinteresse.<br />
Als im vierten Schuljahr Harry Potter Champion wird, ist sie von Anfang an überzeugt, dass er seinen Namen nicht selbst in den Kelch geworfen hat. Zwischen den beiden entsteht eine zarte Freundschaft, als Lea aktiv versucht, das Mobbing gegen Harry einzugrenzen.<br />
Sie misstraut Professor Moody, aber eher, weil sie ihn nicht einschätzen kann und ihn von grundauf unheimlich findet. Den Unterricht allerdings genießt sie, meldet hingegen aber die Stunde zu den Unverzeihlichen Flüchen bei ihrem Hauslehrer.<br />
Als Ron und Harry sich wegen des Turniers zerstreiten, sucht Lea den Rotschopf schlussendlich auf und rückt ihm ordentlich den Kopf zurecht. Das ist der Moment, in dem Ron und sie zum ersten Mal näher miteinander zu tun haben und nicht nur umeinander herum existieren.<br />
Das trimagische Turnier endet in purem Chaos. Lea fühlt sich in ihrer Angst vor Moody bestätigt, als herauskommt, dass der Mann eigentlich ein Todesser war. Natürlich hatte sie allerdings genauso wenig wie alle anderen eine Ahnung, dass eigentlich Barty Crouch junior dahinter steckt.<br />
Sie gehört außerdem zu den Schülern, die Harry glauben und nicht in Frage stellen, dass Lord Voldemort zurück ist. Sie findet das unheimlich, aber noch ist dieser Schrecken für die viel zu rationale Schülerin nicht greifbar.<br />
Sie erkundigt sich vor Ende des Schuljahres zum ersten Mal darüber, wie sie ihre Tränkemeisterprüfung machen kann und der Umstand, dass dafür eine Ausbildung erforderlich ist, löst bei Lea eine Stressreaktion aus. Frustriert darüber, dass sie erst noch ihre Schulzeit beenden muss, versucht sie in den Ferien ihren Vater dazu zu überreden, sie doch nach den ZAG's abgehen zu lassen.<br />
Edward lehnt das ab und gerät mit seiner Tochter darüber in Streit. Lea geht es nicht schnell genug und sie glaubt, dass sie sich viel besser auf ihre Tränkestudien konzentrieren könnte, wenn sie nicht durch die Schule aufgehalten würde. <br />
<br />
<b>5. Schuljahr</b><br />
Diesmal ist Lea gemeinsam mit Harry, Ron und Hermine zur Schule gefahren und sucht zum ersten Mal in den vier Schuljahren auch aktiv die Nähe zu den Dreien.<br />
Aber das Schuljahr hält viele Neuerungen für die Schüler bereit und so ist es nicht weiter verwunderlich, das Lea erneut lieber in die Rolle der Beobachterin schlüpfen möchte.<br />
Ihr Vater ist ein großer Fan von Dolores Umbridge und hält Dumbledore für einen Spinner. Da ihr Vater allerdings auch glaubt, dass Sirius Black ein Mörder ist und offenbar findet, dass stupide Verurteilung vor anständiger Aurorenarbeit geht und Menschen keinen anständigen Prozess verdient haben, ist Lea sich fast schon sicher, dass die Frau nur einen an der Klatsche haben kann. Zudem ist sie der Überzeugung, dass sobald ihr Vater glaubt,<br />
Sie harrt der Dinge, die da kommen und arrangiert sich mit dem neuen System, das Dolores Umbridge offenbar an die Schule bringen möchte.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Lucius Malfoy]]></title>
			<link>https://owlways.makemerun.de/showthread.php?tid=942</link>
			<pubDate>Wed, 19 Nov 2025 12:59:42 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://owlways.makemerun.de/member.php?action=profile&uid=310">Lucius Malfoy</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://owlways.makemerun.de/showthread.php?tid=942</guid>
			<description><![CDATA[<b>8 Jahre alt - Das erste Mal Magie</b><br />
Mit acht Jahren sollte die Welt noch in Ordnung sein. Mit acht Jahren hatte man noch keine Probleme oder Themen, die einem Angst machte. Zumindest waren diese Themen nicht echt.<br />
Nicht so in der Welt des Kindes, dass gerade ruckartig die Hände nach vorne ausstreckte, ohne dass es die fallende Tasse mit dem Goldrand und den hübschen Mustern noch hätte auffangen oder gar erreichen können.<br />
„Bitte nicht!“<br />
Die Tasse hing wie an Fäden in der Luft und wippte noch einen Moment hin und her, als wollte sie schaukeln.<br />
Die Kinderaugen weiteten sich verblüfft, Lucius hatte sogar vergessen zu atmen.<br />
Zu überrascht war er davon, dass die Tasse nicht einfach am Boden zerschellt war, was ihm zweifelsohne die nächste Tracht Prügel von seinem Vater eingebracht hätte. War die Tasse doch seine Liebste und wenn Abraxas etwas gerne mochte, dann ging man damit besser pfleglich um.<br />
Das brachte Lucius vor allem zu dem Gedanken, ob sein Vater ihn eigentlich mochte.<br />
Denn besonders nett ging er mit ihm nicht um.<br />
<br />
„Endlich“, meldete sich die Stimme seines Vaters hinter ihm zu Wort. „Zeit wird’s.“<br />
Es war nicht einmal ein Lob. Sondern eine simple Feststellung, die die Begeisterung über das kleine Stückchen Magie sofort dämpfte.<br />
Helle Kinderaugen blinzelten zu Abraxas hoch. Lucius hatte sich noch keinen Millimeter bewegt, atmete aber nun langsam aus, während er versuchte, zu seinem Vater aufzusehen.<br />
Sein Vater legte ihm eine Hand auf die Schulter, seine Finger erzeugten Druckschmerz, als er den Jungen wieder zurück in eine normale Position schob.<br />
„Was tust du mit meiner Tasse?“<br />
„Es tut mir leid, Vater. Ich hab ni- ich wollte nur… Das war keine Absicht.“<br />
„Hör auf zu stottern, Lucius. Beantworte meine Frage“, fuhr Abraxas ihn an.<br />
„Ich hab sie aus Versehen runtergerissen weil ich nicht aufgepasst hab. Und dann wollte ich sie aufhängen und jetzt schwebt sie in der Luft.“<br />
„Das sehe ich.“<br />
„Hab ich… gezaubert?“<br />
Abraxas hob eine Augenbraue. Und verdrehte die Augen.<br />
„Was glaubst du denn?“<br />
„Ich… weiß nicht? Ich… wollte das ja nicht. Das war keine Absicht.“<br />
<br />
Die Ohrfeige kam so schnell und gezielt, dass dem Jungen zunächst die Luft weg blieb. Er war  zu überfordert, zu perplex und fing so schnell an zu weinen, dass er gar nicht darüber nachdenken konnte, dass er das ja nicht durfte.<br />
So folgte der ersten Ohrfeige eine zweite und die Tasse seines Vaters zerschellte am Boden, während Abraxas seinen Sohn hart bei den Schultern packte und ihn zu sich umdrehte.<br />
„Du wirst dich nie wieder für deine Magie entschuldigen, Lucius. Hast du das verstanden oder möchtest du, dass wir das oben in meinem Arbeitszimmer klären?“<br />
Heftig schüttelte Lucius den Kopf, dann erinnerte er sich daran, dass sein Vater ihm auch noch eine andere Frage gestellt hatte, also nickte er schnell. <br />
<br />
Abraxas ließ ihn los und richtete sich wieder auf, ehe er die Tasse mit einem Stabschwung reparierte und sie wieder auf ihren Platz stellte.<br />
„Jetzt geh zu deiner Mutter und erzähl ihr, was du getan hast. Am Wochenende werden wir feiern. Das hast du dir verdient.“<br />
Lucius nickte knapp. Und fragte gar nicht erst, ob man bis dahin die Abdrücke von der Hand seines Vaters noch in seinem Gesicht sehen würde. Sicher nicht. Seine Mutter würde es heilen. Sie würde wollen, das alles perfekt war.<br />
Und perfekt war gut, denn dann sah keiner, das er Angst hatte und niemand würde seinen Vater darauf ansprechen. <br />
Schweigen bedeutete Sicherheit, soviel war dem achtjährigen Kind jetzt schon klar.<br />
<hr>
<b>16 Jahre - Die ZAG Ergebnisse</b><br />
Er war wirklich stolz auf seine Noten gewesen und absolut überzeugt davon, dass er die Prüfungen wirklich ganz grandios gemacht hatte.<br />
Sein Vater hatte schon zu Beginn der Ferien angefangen, ihn in alle möglichen Aktivitäten mit einzubinden und Lucius hatte noch nicht eine Minute wirklich in Ruhe und für sich gehabt, abseits davon, dass er abends müde und völlig erledigt ins Bett gefallen war.<br />
Die Eule mit seinen Prüfungsergebnissen war eben angekommen. Er hatte gesehen wie das Tier zu seinem Vater ins Arbeitszimmer geflogen war und kurz darauf hatte Lucius sich lieber freiwillig bei ihm eingefunden.<br />
Nun stand er da, die Arme sorgsam hinterm Rücken verschränkt und wartete ab, seine Mutter saß neben seinem Vater in der gemütlichen Sitzecke im Arbeitszimmer.<br />
Abraxas studierte die Ergebnisse, als hätte er ein kompliziertes Steuerformular vor sich.<br />
<br />
„Zauberkunst Ohnegleichen, Geschichte Ohnegleichen, Zaubertränke Ohnegleichen…“ Er fuhr die Reihe der Noten mit den Augen ab. „Alte Runen E…. Verwandlung A. Warum?“<br />
Sein Blick wanderte hoch zu seinem Sohn. Was wie eine Frage klang war eine Falle, das war Lucius in dem Moment klar, als sein Vater das Pergament sinken ließ. <br />
Der Teenager presste die Lippen zusammen und überlegte einen Moment, ob er antworten sollte. Der Tag war lang gewesen, die Prüfungen anstrengend, der Kopf schwer – aber Müdigkeit war keine Entschuldigung. War es nie. Und die pochende Ader an der Schläfe seines Vater zeigte ihm jetzt schon, dass er sich mit einer Antwort besser beeilte.<br />
„Ich…“<br />
„Halt den Mund.“<br />
<br />
Abraxas warf das Pergament auf den Tisch, als wäre es Müll. Wertlos und nicht wichtig.<br />
„Du erzählst mir ständig, dass du müde bist. Du hast keinen Grund dazu. Du bist sechzehn Jahre alt und musst nichts tun, außer zu lernen. Dein Leben war bis jetzt ein Spaziergang. In deinem Alter habe ich meinem Vater schon bei der Verwaltung der Familienangelegenheiten geholfen <i>und</i> nebenher meinen Abschluss gemacht! Von jetzt an“, er tippte hart mit seinem Zeigefinger auf den teuren Mahagoni-Tisch, „wirst du mitarbeiten. Du wirst mich zu allen wichtigen Treffen begleiten und lernen, mit Verantwortung umzugehen. Deine Faulheit werde ich nicht weiter unterstützen.“<br />
„Aber Vater-“<br />
Der Kopf seiner Mutter ruckte nach oben, sein Vater richtete sich ruckartig zu seiner vollen Größe auf und Lucius wich instinktiv einen Schritt zurück.<br />
„Widerworte?“, fauchte Abraxas. „Bist du dir sicher?“<br />
„Nein. Tut mir leid, Vater. Ich dachte nur…“<br />
„Du sollst nicht denken!“, schnappte Abraxas. „Du sollst tun, was man dir sagt und dich endlich wie ein Malfoy benehmen und nicht… so“, er deutete auf die Gestalt seines Sohnes, die noch ein Stück weiter zurückgewichen war.<br />
Er widersprach in der Tat nicht.<br />
„Du weißt, was jetzt zu tun ist“, forderte sein Vater ihn ruhig auf und schickte seine Mutter mit einer ungewohnt liebevollen Geste aus dem Zimmer, ehe er selbst die Hemdärmel hochkrempelte. „Zieh das Hemd aus und stell dich an die Wand. Wollen doch mal sehen, ob du es wagst, noch einmal mit einer so schlechten Note nach Hause zu kommen.“<br />
<br />
Lucius widersprach nicht. <br />
Er würde seinem Vater nie wieder widersprechen. Von jetzt an würde er einfach genau das tun, was von ihm erwartet wurde. Dann vermied er solche Situationen vielleicht in Zukunft und erhielt wenigstens ein wenig Anerkennung.<br />
Er sollte damit falsch liegen.<br />
 <hr>
 <b>1976 – Die erste Fehlgeburt</b><br />
<br />
Die Stille hing schwer über den beiden Männern, die einander im Salon gegenübersaßen und zum ersten Mal schien Lucius so etwas wie Emotionen im Gesicht seines Vaters zu sehen. Sie waren nicht alleine. Einmal mehr nicht. <br />
Der schwarzhaarige Mann, der zwischen ihnen in dem teuren Sessel saß, der sonst der Lieblingsplatz seines Vaters war, sah schweigend geradeaus, während er sich an einem Glas festhielt und wirkte, als hätte er in dieser Szenerie nichts zu suchen, auch wenn die roten Augen immer wieder zwischen den beiden Malfoys hin und her sprangen.<br />
Dann seufzte Abraxas und fasste nach der Brandyflasche, die auf dem Tisch stand, um seinem Sohn einzuschenken.<br />
<br />
„Ich fass es nicht, dass das passiert ist“, murmelte Lucius immer noch völlig verstört. „Wir haben uns so sehr gefreut.“<br />
Abraxas allerdings sah keineswegs überrascht aus und  hob einfach nur sein Glas, während er seinen Sohn ruhig musterte.<br />
„Natürlich hat sie das Kind verloren. Sowas passiert eben, wenn sich die Magie verwässert.“<br />
Lucius blinzelte.<br />
„Was meinst du?“<br />
Sein Vater sah ihn an, als wäre er ein dummes Kind, dem man alles extra langsam erklären musste. Er nahm einen Schluck Brandy, dann hob er die Schultern.<br />
„Irgendwo wurde ein Schlammblut geboren. Und dafür bezahlt man eben. Du weißt das doch.“<br />
„Vater, das ist-“<br />
„Ein Fakt“, schnitt sein Vater ihm das Wort ab und Lucius spürte, wie rote Augen ihn intensiv beobachteten. „Oder glaubst du wirklich, dass Narcissa einfach so ein Malfoy-Kind verliert? Eine Black? So ein Unsinn. Muggel reißen uns die Magie aus den Adern, wenn man sie nicht kontrolliert. Das ist auch hier passiert. Sie muss an irgendeiner Stelle Kontakt gehabt haben. Bei der nächsten Schwangerschaft solltet ihr genaustens kontrollieren, mit wem sie zu tun hat. Notfalls musst du sie einsperren, Lucius.“<br />
„Ich kann doch meine Frau nicht einsperren“, empörte er sich.<br />
„Ist sie dir egal? Oder dein Kind? Wie lange willst du noch auf einen Erben warten? Ihr versucht es doch schon seit zwei Jahren.“<br />
<br />
Lucius runzelte die Stirn, hob dann allerdings die Schultern.<br />
Er war nicht der Ansicht, dass zwei Jahre eine besonders lange Zeit gewesen wäre. Und er war außerdem der Ansicht, dass seine Frau eine Pause brauchte. Dass sie sich erholen musste.<br />
„Ihr solltet es nochmal versuchen. Sie braucht eine Aufgabe“, fuhr Abraxas fort. „Ich hab das auch mit deiner Mutter durch. Sie wird nur hysterisch, wenn sie nicht schnell wieder schwanger wird und das willst du dir nicht antun, Lucius.“<br />
Etwas in Lucius wollte ihn anschreien und ihn schütteln, aber kein Ton kam über seine Lippen.<br />
Er war eher der Ansicht, dass Narcissa selbst bestimmen sollte, wann sie bereit war, es wieder zu versuchen. Wann sie überhaupt angefasst werden wollte!<br />
Das konnte er unmöglich für sie entscheiden, oder?<br />
Nein. Das <i>würde</i> er nicht für sie entscheiden!<br />
„Vielleicht“, lenkte er dann ein, „gebe ich ihr einfach noch ein bisschen Zeit, Vater. Sie wirkt nicht hysterisch, aber es kann auch nicht gut werden, wenn sie nicht… bereit ist. Wir halten uns einfach noch intensiver fern von allem, was nicht rein genug ist. Sie wird sich ohnehin erholen müssen. Vielleicht ziehen wir einfach um?“<br />
„Hier ist noch Platz“, stellte Abraxas gut gelaunt fest. „Sehr viel sogar.“<br />
„Eine gute Idee“, nickte Lucius. Und hielt das für gar keine so großartige Idee, aber hier und jetzt und mit diesem Gast wollte er keinen Streit mit seinem Vater. Das konnte schlichtweg nur unangenehm werden.<br />
Eigentlich hätte er sich gewünscht, getröstet zu werden.<br />
Nicht nur Narcissa hatte das Kind verloren. Auch er vermisste das, was hätte da sein sollen. Aber offenkundig stellte er sich einmal mehr nur an.<br />
Er musste wirklich anfangen, sich mehr am Riemen zu reißen.<br />
<hr>
<b>Draco</b><br />
Das Zimmer lag still da und die Abenddämmerung malte schöne rötliche Mustert auf die Decke, unter der seine Frau lag und schlief. Und so war Lucius zum ersten Mal seit Stunden quasi alleine.<br />
Er trat an das Kinderbettchen, dass direkt neben dem Bettchen stand und fuhr sanft mit der Hand über den Körper des kleinen schlafenden Bündels.<br />
Den Arm entlang bis zu den Fingern seines Sohnes, ehe er ihn aus dem Bettchen hob und sich in den Schaukelstuhl am Fenster setzte.<br />
Da war dieses kleine Wesen, dass selig und vertrauensvoll in seinen Händen schlief.<br />
Und es machte ihm eine unfassbare Angst.<br />
Wie sollte er dieser Verantwortung gewachsen sein? Wie sollte er sich darum kümmern? Dafür sorgen, dass aus diesem kleinen Wesen ein anständiger Mensch wurde?<br />
<br />
Dracos Faust zuckte im Schlaf, öffnete sich und krallte sich in den Stoff seines Hemdes. Seine Augen öffneten sich, zunächst noch verschlafen und kurz verzog sich das Babygesicht.<br />
Lucius hob ihn ein wenig an, hielt ihn dicht bei sich und fing den Blick seines Sohnes ein.<br />
„Shhh“, machte er leise und wippte das Baby ein wenig auf und ab.<br />
Noch war in diesen Augen kein Verstehen. Das konnte er noch gar nicht.<br />
Aber ihre Blicke trafen sich.<br />
Und mit einem Mal … lächelte Lucius. Das erste Mal seit Jahren malte sich ein Lächeln auf seine Züge, während er mit der anderen Hand vorsichtig Dracos Finger von dem Stoff löste.<br />
„Ich liebe dich so sehr“, flüsterte er. Und es sollte das einzige Mal sein, dass er seinem Sohn diese Worte sagte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<b>8 Jahre alt - Das erste Mal Magie</b><br />
Mit acht Jahren sollte die Welt noch in Ordnung sein. Mit acht Jahren hatte man noch keine Probleme oder Themen, die einem Angst machte. Zumindest waren diese Themen nicht echt.<br />
Nicht so in der Welt des Kindes, dass gerade ruckartig die Hände nach vorne ausstreckte, ohne dass es die fallende Tasse mit dem Goldrand und den hübschen Mustern noch hätte auffangen oder gar erreichen können.<br />
„Bitte nicht!“<br />
Die Tasse hing wie an Fäden in der Luft und wippte noch einen Moment hin und her, als wollte sie schaukeln.<br />
Die Kinderaugen weiteten sich verblüfft, Lucius hatte sogar vergessen zu atmen.<br />
Zu überrascht war er davon, dass die Tasse nicht einfach am Boden zerschellt war, was ihm zweifelsohne die nächste Tracht Prügel von seinem Vater eingebracht hätte. War die Tasse doch seine Liebste und wenn Abraxas etwas gerne mochte, dann ging man damit besser pfleglich um.<br />
Das brachte Lucius vor allem zu dem Gedanken, ob sein Vater ihn eigentlich mochte.<br />
Denn besonders nett ging er mit ihm nicht um.<br />
<br />
„Endlich“, meldete sich die Stimme seines Vaters hinter ihm zu Wort. „Zeit wird’s.“<br />
Es war nicht einmal ein Lob. Sondern eine simple Feststellung, die die Begeisterung über das kleine Stückchen Magie sofort dämpfte.<br />
Helle Kinderaugen blinzelten zu Abraxas hoch. Lucius hatte sich noch keinen Millimeter bewegt, atmete aber nun langsam aus, während er versuchte, zu seinem Vater aufzusehen.<br />
Sein Vater legte ihm eine Hand auf die Schulter, seine Finger erzeugten Druckschmerz, als er den Jungen wieder zurück in eine normale Position schob.<br />
„Was tust du mit meiner Tasse?“<br />
„Es tut mir leid, Vater. Ich hab ni- ich wollte nur… Das war keine Absicht.“<br />
„Hör auf zu stottern, Lucius. Beantworte meine Frage“, fuhr Abraxas ihn an.<br />
„Ich hab sie aus Versehen runtergerissen weil ich nicht aufgepasst hab. Und dann wollte ich sie aufhängen und jetzt schwebt sie in der Luft.“<br />
„Das sehe ich.“<br />
„Hab ich… gezaubert?“<br />
Abraxas hob eine Augenbraue. Und verdrehte die Augen.<br />
„Was glaubst du denn?“<br />
„Ich… weiß nicht? Ich… wollte das ja nicht. Das war keine Absicht.“<br />
<br />
Die Ohrfeige kam so schnell und gezielt, dass dem Jungen zunächst die Luft weg blieb. Er war  zu überfordert, zu perplex und fing so schnell an zu weinen, dass er gar nicht darüber nachdenken konnte, dass er das ja nicht durfte.<br />
So folgte der ersten Ohrfeige eine zweite und die Tasse seines Vaters zerschellte am Boden, während Abraxas seinen Sohn hart bei den Schultern packte und ihn zu sich umdrehte.<br />
„Du wirst dich nie wieder für deine Magie entschuldigen, Lucius. Hast du das verstanden oder möchtest du, dass wir das oben in meinem Arbeitszimmer klären?“<br />
Heftig schüttelte Lucius den Kopf, dann erinnerte er sich daran, dass sein Vater ihm auch noch eine andere Frage gestellt hatte, also nickte er schnell. <br />
<br />
Abraxas ließ ihn los und richtete sich wieder auf, ehe er die Tasse mit einem Stabschwung reparierte und sie wieder auf ihren Platz stellte.<br />
„Jetzt geh zu deiner Mutter und erzähl ihr, was du getan hast. Am Wochenende werden wir feiern. Das hast du dir verdient.“<br />
Lucius nickte knapp. Und fragte gar nicht erst, ob man bis dahin die Abdrücke von der Hand seines Vaters noch in seinem Gesicht sehen würde. Sicher nicht. Seine Mutter würde es heilen. Sie würde wollen, das alles perfekt war.<br />
Und perfekt war gut, denn dann sah keiner, das er Angst hatte und niemand würde seinen Vater darauf ansprechen. <br />
Schweigen bedeutete Sicherheit, soviel war dem achtjährigen Kind jetzt schon klar.<br />
<hr>
<b>16 Jahre - Die ZAG Ergebnisse</b><br />
Er war wirklich stolz auf seine Noten gewesen und absolut überzeugt davon, dass er die Prüfungen wirklich ganz grandios gemacht hatte.<br />
Sein Vater hatte schon zu Beginn der Ferien angefangen, ihn in alle möglichen Aktivitäten mit einzubinden und Lucius hatte noch nicht eine Minute wirklich in Ruhe und für sich gehabt, abseits davon, dass er abends müde und völlig erledigt ins Bett gefallen war.<br />
Die Eule mit seinen Prüfungsergebnissen war eben angekommen. Er hatte gesehen wie das Tier zu seinem Vater ins Arbeitszimmer geflogen war und kurz darauf hatte Lucius sich lieber freiwillig bei ihm eingefunden.<br />
Nun stand er da, die Arme sorgsam hinterm Rücken verschränkt und wartete ab, seine Mutter saß neben seinem Vater in der gemütlichen Sitzecke im Arbeitszimmer.<br />
Abraxas studierte die Ergebnisse, als hätte er ein kompliziertes Steuerformular vor sich.<br />
<br />
„Zauberkunst Ohnegleichen, Geschichte Ohnegleichen, Zaubertränke Ohnegleichen…“ Er fuhr die Reihe der Noten mit den Augen ab. „Alte Runen E…. Verwandlung A. Warum?“<br />
Sein Blick wanderte hoch zu seinem Sohn. Was wie eine Frage klang war eine Falle, das war Lucius in dem Moment klar, als sein Vater das Pergament sinken ließ. <br />
Der Teenager presste die Lippen zusammen und überlegte einen Moment, ob er antworten sollte. Der Tag war lang gewesen, die Prüfungen anstrengend, der Kopf schwer – aber Müdigkeit war keine Entschuldigung. War es nie. Und die pochende Ader an der Schläfe seines Vater zeigte ihm jetzt schon, dass er sich mit einer Antwort besser beeilte.<br />
„Ich…“<br />
„Halt den Mund.“<br />
<br />
Abraxas warf das Pergament auf den Tisch, als wäre es Müll. Wertlos und nicht wichtig.<br />
„Du erzählst mir ständig, dass du müde bist. Du hast keinen Grund dazu. Du bist sechzehn Jahre alt und musst nichts tun, außer zu lernen. Dein Leben war bis jetzt ein Spaziergang. In deinem Alter habe ich meinem Vater schon bei der Verwaltung der Familienangelegenheiten geholfen <i>und</i> nebenher meinen Abschluss gemacht! Von jetzt an“, er tippte hart mit seinem Zeigefinger auf den teuren Mahagoni-Tisch, „wirst du mitarbeiten. Du wirst mich zu allen wichtigen Treffen begleiten und lernen, mit Verantwortung umzugehen. Deine Faulheit werde ich nicht weiter unterstützen.“<br />
„Aber Vater-“<br />
Der Kopf seiner Mutter ruckte nach oben, sein Vater richtete sich ruckartig zu seiner vollen Größe auf und Lucius wich instinktiv einen Schritt zurück.<br />
„Widerworte?“, fauchte Abraxas. „Bist du dir sicher?“<br />
„Nein. Tut mir leid, Vater. Ich dachte nur…“<br />
„Du sollst nicht denken!“, schnappte Abraxas. „Du sollst tun, was man dir sagt und dich endlich wie ein Malfoy benehmen und nicht… so“, er deutete auf die Gestalt seines Sohnes, die noch ein Stück weiter zurückgewichen war.<br />
Er widersprach in der Tat nicht.<br />
„Du weißt, was jetzt zu tun ist“, forderte sein Vater ihn ruhig auf und schickte seine Mutter mit einer ungewohnt liebevollen Geste aus dem Zimmer, ehe er selbst die Hemdärmel hochkrempelte. „Zieh das Hemd aus und stell dich an die Wand. Wollen doch mal sehen, ob du es wagst, noch einmal mit einer so schlechten Note nach Hause zu kommen.“<br />
<br />
Lucius widersprach nicht. <br />
Er würde seinem Vater nie wieder widersprechen. Von jetzt an würde er einfach genau das tun, was von ihm erwartet wurde. Dann vermied er solche Situationen vielleicht in Zukunft und erhielt wenigstens ein wenig Anerkennung.<br />
Er sollte damit falsch liegen.<br />
 <hr>
 <b>1976 – Die erste Fehlgeburt</b><br />
<br />
Die Stille hing schwer über den beiden Männern, die einander im Salon gegenübersaßen und zum ersten Mal schien Lucius so etwas wie Emotionen im Gesicht seines Vaters zu sehen. Sie waren nicht alleine. Einmal mehr nicht. <br />
Der schwarzhaarige Mann, der zwischen ihnen in dem teuren Sessel saß, der sonst der Lieblingsplatz seines Vaters war, sah schweigend geradeaus, während er sich an einem Glas festhielt und wirkte, als hätte er in dieser Szenerie nichts zu suchen, auch wenn die roten Augen immer wieder zwischen den beiden Malfoys hin und her sprangen.<br />
Dann seufzte Abraxas und fasste nach der Brandyflasche, die auf dem Tisch stand, um seinem Sohn einzuschenken.<br />
<br />
„Ich fass es nicht, dass das passiert ist“, murmelte Lucius immer noch völlig verstört. „Wir haben uns so sehr gefreut.“<br />
Abraxas allerdings sah keineswegs überrascht aus und  hob einfach nur sein Glas, während er seinen Sohn ruhig musterte.<br />
„Natürlich hat sie das Kind verloren. Sowas passiert eben, wenn sich die Magie verwässert.“<br />
Lucius blinzelte.<br />
„Was meinst du?“<br />
Sein Vater sah ihn an, als wäre er ein dummes Kind, dem man alles extra langsam erklären musste. Er nahm einen Schluck Brandy, dann hob er die Schultern.<br />
„Irgendwo wurde ein Schlammblut geboren. Und dafür bezahlt man eben. Du weißt das doch.“<br />
„Vater, das ist-“<br />
„Ein Fakt“, schnitt sein Vater ihm das Wort ab und Lucius spürte, wie rote Augen ihn intensiv beobachteten. „Oder glaubst du wirklich, dass Narcissa einfach so ein Malfoy-Kind verliert? Eine Black? So ein Unsinn. Muggel reißen uns die Magie aus den Adern, wenn man sie nicht kontrolliert. Das ist auch hier passiert. Sie muss an irgendeiner Stelle Kontakt gehabt haben. Bei der nächsten Schwangerschaft solltet ihr genaustens kontrollieren, mit wem sie zu tun hat. Notfalls musst du sie einsperren, Lucius.“<br />
„Ich kann doch meine Frau nicht einsperren“, empörte er sich.<br />
„Ist sie dir egal? Oder dein Kind? Wie lange willst du noch auf einen Erben warten? Ihr versucht es doch schon seit zwei Jahren.“<br />
<br />
Lucius runzelte die Stirn, hob dann allerdings die Schultern.<br />
Er war nicht der Ansicht, dass zwei Jahre eine besonders lange Zeit gewesen wäre. Und er war außerdem der Ansicht, dass seine Frau eine Pause brauchte. Dass sie sich erholen musste.<br />
„Ihr solltet es nochmal versuchen. Sie braucht eine Aufgabe“, fuhr Abraxas fort. „Ich hab das auch mit deiner Mutter durch. Sie wird nur hysterisch, wenn sie nicht schnell wieder schwanger wird und das willst du dir nicht antun, Lucius.“<br />
Etwas in Lucius wollte ihn anschreien und ihn schütteln, aber kein Ton kam über seine Lippen.<br />
Er war eher der Ansicht, dass Narcissa selbst bestimmen sollte, wann sie bereit war, es wieder zu versuchen. Wann sie überhaupt angefasst werden wollte!<br />
Das konnte er unmöglich für sie entscheiden, oder?<br />
Nein. Das <i>würde</i> er nicht für sie entscheiden!<br />
„Vielleicht“, lenkte er dann ein, „gebe ich ihr einfach noch ein bisschen Zeit, Vater. Sie wirkt nicht hysterisch, aber es kann auch nicht gut werden, wenn sie nicht… bereit ist. Wir halten uns einfach noch intensiver fern von allem, was nicht rein genug ist. Sie wird sich ohnehin erholen müssen. Vielleicht ziehen wir einfach um?“<br />
„Hier ist noch Platz“, stellte Abraxas gut gelaunt fest. „Sehr viel sogar.“<br />
„Eine gute Idee“, nickte Lucius. Und hielt das für gar keine so großartige Idee, aber hier und jetzt und mit diesem Gast wollte er keinen Streit mit seinem Vater. Das konnte schlichtweg nur unangenehm werden.<br />
Eigentlich hätte er sich gewünscht, getröstet zu werden.<br />
Nicht nur Narcissa hatte das Kind verloren. Auch er vermisste das, was hätte da sein sollen. Aber offenkundig stellte er sich einmal mehr nur an.<br />
Er musste wirklich anfangen, sich mehr am Riemen zu reißen.<br />
<hr>
<b>Draco</b><br />
Das Zimmer lag still da und die Abenddämmerung malte schöne rötliche Mustert auf die Decke, unter der seine Frau lag und schlief. Und so war Lucius zum ersten Mal seit Stunden quasi alleine.<br />
Er trat an das Kinderbettchen, dass direkt neben dem Bettchen stand und fuhr sanft mit der Hand über den Körper des kleinen schlafenden Bündels.<br />
Den Arm entlang bis zu den Fingern seines Sohnes, ehe er ihn aus dem Bettchen hob und sich in den Schaukelstuhl am Fenster setzte.<br />
Da war dieses kleine Wesen, dass selig und vertrauensvoll in seinen Händen schlief.<br />
Und es machte ihm eine unfassbare Angst.<br />
Wie sollte er dieser Verantwortung gewachsen sein? Wie sollte er sich darum kümmern? Dafür sorgen, dass aus diesem kleinen Wesen ein anständiger Mensch wurde?<br />
<br />
Dracos Faust zuckte im Schlaf, öffnete sich und krallte sich in den Stoff seines Hemdes. Seine Augen öffneten sich, zunächst noch verschlafen und kurz verzog sich das Babygesicht.<br />
Lucius hob ihn ein wenig an, hielt ihn dicht bei sich und fing den Blick seines Sohnes ein.<br />
„Shhh“, machte er leise und wippte das Baby ein wenig auf und ab.<br />
Noch war in diesen Augen kein Verstehen. Das konnte er noch gar nicht.<br />
Aber ihre Blicke trafen sich.<br />
Und mit einem Mal … lächelte Lucius. Das erste Mal seit Jahren malte sich ein Lächeln auf seine Züge, während er mit der anderen Hand vorsichtig Dracos Finger von dem Stoff löste.<br />
„Ich liebe dich so sehr“, flüsterte er. Und es sollte das einzige Mal sein, dass er seinem Sohn diese Worte sagte.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Severus Snape]]></title>
			<link>https://owlways.makemerun.de/showthread.php?tid=937</link>
			<pubDate>Thu, 13 Nov 2025 22:54:30 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://owlways.makemerun.de/member.php?action=profile&uid=309">Severus Snape</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://owlways.makemerun.de/showthread.php?tid=937</guid>
			<description><![CDATA[Schon als Potters Name zusätzlich zu denen der drei Champions vom Feuerkelch ausgespuckt worden war, war klar gewesen, dass dieses ganze, verdammte Turnier nur in einem Desaster enden konnte. Severus war sich ausgesprochen sicher, dass Potter weder die Mittel noch das Wissen gehabt hätte, das nötig gewesen wäre, die Alterslinie und die Mechanismen des Feuerkelches zu umgehen. Er hatte seinen Namen also unmöglich in einem stupiden Anflug jugendlichen Leichtsinns einreichen können. Und noch weniger hätte Potter es geschafft, dafür zu sorgen, dass ein hochgradig magisches Artefakt verwirrt genug war, um seinen Namen an vierter Stelle auszuwählen.<br />
Er hatte gestritten, hatte argumentiert. Hinter verschlossenen Türen und ohne weitere Ohren, die davon hätten Zeuge werden können, wie er versuchte, den Sohn seines verhasstesten Mitschülers aus diesem verdammten Turnier heraus zu diskutieren. Erfolglos, wie er anmerken musste.<br />
Von einem bindenden, magischen Vertrag sprachen die einen.<br />
Von Plänen, die sie nicht abschätzen konnten und von denen es möglicherweise das Beste war, sie fortfahren zu lassen, die anderen.<br />
Einmal mehr waren die Akteure dieses Zirkusses auf dem Schachfeld verteilt wie Figuren, die sich nach Belieben darüber verschieben ließen, wie man sie gerade brauchte. Nur, dass in diesem speziellen Schachspiel eine Seite nicht wusste, mit welcher Farbe sie eigentlich spielte und noch dazu eine Augenbinde trug, wie ihm schien.<br />
Dabei war die Frage von Anfang an nicht gewesen <i>wer</i> dahinter steckte, sondern nur die, <i>warum</i>. <br />
Als der Pokal mit den beiden übrig gebliebenen Champions verschwunden war, hatte Severus der Sinn sehr stark danach gestanden, sowohl die Verantwortlichen für das Turnier wie auch den Schulleiter auf offenem Platz anzuschreien. Aber blinde Panik hätte weder die beiden Schüler zurückgebracht noch ihm wirklich Gehör verschafft.<br />
 Also hatte er den eigenen Ärger hinunter gezwungen und sich mit den übrigen Professoren darum gekümmert, dass auf den Zuschauertribünen keine Panik ausbrach, während er die eigene, sehr wohl vorhandene Sorge hinter einer gut sitzenden Maske aus Emotionslosigkeit verborgen hatte.<br />
Verrutscht war sie lediglich, als ein heißer, brennender Schmerz seinen rechten Arm hinauf geschossen war. Deutlich spürbar wie seit über vierzehn Jahren nicht mehr.<br />
Das dunkle Mal, welches das ganze Jahr über mehr und mehr an Deutlichkeit gewonnen hatte, war wieder aktiv. Vollständig, vollumfänglich.<br />
Severus hatte nicht vergessen, wie es sich anfühlte, wenn der dunkle Lord rief. Erkannt hatte er den Ruf auf der Stelle.<br />
Auch, wenn es Stunden gedauert hatte, bis er ihm schließlich folgte.<br />
Er hatte bewusst gewartet. Konnte es mit seiner Position auf Hogwarts erklären, die er keineswegs leichtfertig hatte aufgeben wollen. Mit dem Vertrauen, das er durch Dumbledore genoss und durch welches er Informationen erhielt, die der dunkle Lord gewiss auch weiterhin gut würde gebrauchen können.<br />
Auch wenn er wusste, dass er sehr hoch pokerte, wenn er erwartete, dass der dunkle Lord ihm zuhörte, bis er eben dies erklärt hatte.<br />
Severus wusste, dass vieles von dem, was er insbesondere in dem Jahr getan hatte, in dem der dunkle Lord versucht hatte, an den Stein der Weisen zu gelangen, keineswegs dazu diente, ihn bei seinem einstigen Herrn in einem guten Licht zu präsentieren.<br />
Ebenso, wie er wusste, dass bisher niemand dazu in der Lage gewesen war, den dunklen Lord lange über die eigenen, wahren Absichten hinweg zu täuschen.<br />
<i>Ihm</i> war es schon einmal gelungen.<br />
Damals, als er festgestellt hatte, dass jene, von denen er sich bereits zu Schulzeiten versprochen hatte, dass sie für eine dringend notwendige Veränderung standen, rein gar nicht daran interessiert waren, etwas zu verändern. Dass sie den Deckmantel des Aktivismus‘ lediglich nutzten, um Angst, Chaos und Tod zu verbreiten, während sie sich selbst auf ihren alten Stammbäumen und ihrem noch älteren Geld ausruhten und im Grunde genommen mit dem bestehenden Status quo hätten zufrieden sein können.<br />
Severus hatte schnell festgestellt, dass sie im Grunde genommen bei weitem verachtenswerter waren als jene, von denen <i>sie</i> glaubten, dass sie die magische Gesellschaft durch ihre bloße Existenz versetzten.<br />
Ebenso schnell hatte er festgestellt, dass die Anerkennung des dunklen Lords ein überaus flüchtiges Gut war, das jederzeit wieder entzogen werden konnte. Dass man zwar versuchte, ihn zu benutzen, er aber eben gleichsam nichts weiter war als eine nützliche Schachfigur, die letztendlich dennoch jederzeit ersetzbar war.<br />
Die Fingerspitzen seiner linken Hand verharrten für einen kurzen Augenblick über dem noch immer tief schwarz durch die Haut seines Unterarmes hervorblitzenden Mals. Severus atmete durch, löste seinen Geist von sämtlichen Rachegedanken und Zweifeln und nahm einen tiefen Atemzug, ehe er den Totenschädel berührte.<br />
Eine stumme Frage war es, die er hindurch sendete, kaum dass er durch die Tore von Hogwarts getreten war.<br />
Die Antwort folgte kaum einen Wimpernschlag später.<br />
Er disapparierte ohne zu zögern.<br />
Entweder dem Beginn seines Sieges oder aber seinem sicheren und sehr baldigen Tod entgegen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Schon als Potters Name zusätzlich zu denen der drei Champions vom Feuerkelch ausgespuckt worden war, war klar gewesen, dass dieses ganze, verdammte Turnier nur in einem Desaster enden konnte. Severus war sich ausgesprochen sicher, dass Potter weder die Mittel noch das Wissen gehabt hätte, das nötig gewesen wäre, die Alterslinie und die Mechanismen des Feuerkelches zu umgehen. Er hatte seinen Namen also unmöglich in einem stupiden Anflug jugendlichen Leichtsinns einreichen können. Und noch weniger hätte Potter es geschafft, dafür zu sorgen, dass ein hochgradig magisches Artefakt verwirrt genug war, um seinen Namen an vierter Stelle auszuwählen.<br />
Er hatte gestritten, hatte argumentiert. Hinter verschlossenen Türen und ohne weitere Ohren, die davon hätten Zeuge werden können, wie er versuchte, den Sohn seines verhasstesten Mitschülers aus diesem verdammten Turnier heraus zu diskutieren. Erfolglos, wie er anmerken musste.<br />
Von einem bindenden, magischen Vertrag sprachen die einen.<br />
Von Plänen, die sie nicht abschätzen konnten und von denen es möglicherweise das Beste war, sie fortfahren zu lassen, die anderen.<br />
Einmal mehr waren die Akteure dieses Zirkusses auf dem Schachfeld verteilt wie Figuren, die sich nach Belieben darüber verschieben ließen, wie man sie gerade brauchte. Nur, dass in diesem speziellen Schachspiel eine Seite nicht wusste, mit welcher Farbe sie eigentlich spielte und noch dazu eine Augenbinde trug, wie ihm schien.<br />
Dabei war die Frage von Anfang an nicht gewesen <i>wer</i> dahinter steckte, sondern nur die, <i>warum</i>. <br />
Als der Pokal mit den beiden übrig gebliebenen Champions verschwunden war, hatte Severus der Sinn sehr stark danach gestanden, sowohl die Verantwortlichen für das Turnier wie auch den Schulleiter auf offenem Platz anzuschreien. Aber blinde Panik hätte weder die beiden Schüler zurückgebracht noch ihm wirklich Gehör verschafft.<br />
 Also hatte er den eigenen Ärger hinunter gezwungen und sich mit den übrigen Professoren darum gekümmert, dass auf den Zuschauertribünen keine Panik ausbrach, während er die eigene, sehr wohl vorhandene Sorge hinter einer gut sitzenden Maske aus Emotionslosigkeit verborgen hatte.<br />
Verrutscht war sie lediglich, als ein heißer, brennender Schmerz seinen rechten Arm hinauf geschossen war. Deutlich spürbar wie seit über vierzehn Jahren nicht mehr.<br />
Das dunkle Mal, welches das ganze Jahr über mehr und mehr an Deutlichkeit gewonnen hatte, war wieder aktiv. Vollständig, vollumfänglich.<br />
Severus hatte nicht vergessen, wie es sich anfühlte, wenn der dunkle Lord rief. Erkannt hatte er den Ruf auf der Stelle.<br />
Auch, wenn es Stunden gedauert hatte, bis er ihm schließlich folgte.<br />
Er hatte bewusst gewartet. Konnte es mit seiner Position auf Hogwarts erklären, die er keineswegs leichtfertig hatte aufgeben wollen. Mit dem Vertrauen, das er durch Dumbledore genoss und durch welches er Informationen erhielt, die der dunkle Lord gewiss auch weiterhin gut würde gebrauchen können.<br />
Auch wenn er wusste, dass er sehr hoch pokerte, wenn er erwartete, dass der dunkle Lord ihm zuhörte, bis er eben dies erklärt hatte.<br />
Severus wusste, dass vieles von dem, was er insbesondere in dem Jahr getan hatte, in dem der dunkle Lord versucht hatte, an den Stein der Weisen zu gelangen, keineswegs dazu diente, ihn bei seinem einstigen Herrn in einem guten Licht zu präsentieren.<br />
Ebenso, wie er wusste, dass bisher niemand dazu in der Lage gewesen war, den dunklen Lord lange über die eigenen, wahren Absichten hinweg zu täuschen.<br />
<i>Ihm</i> war es schon einmal gelungen.<br />
Damals, als er festgestellt hatte, dass jene, von denen er sich bereits zu Schulzeiten versprochen hatte, dass sie für eine dringend notwendige Veränderung standen, rein gar nicht daran interessiert waren, etwas zu verändern. Dass sie den Deckmantel des Aktivismus‘ lediglich nutzten, um Angst, Chaos und Tod zu verbreiten, während sie sich selbst auf ihren alten Stammbäumen und ihrem noch älteren Geld ausruhten und im Grunde genommen mit dem bestehenden Status quo hätten zufrieden sein können.<br />
Severus hatte schnell festgestellt, dass sie im Grunde genommen bei weitem verachtenswerter waren als jene, von denen <i>sie</i> glaubten, dass sie die magische Gesellschaft durch ihre bloße Existenz versetzten.<br />
Ebenso schnell hatte er festgestellt, dass die Anerkennung des dunklen Lords ein überaus flüchtiges Gut war, das jederzeit wieder entzogen werden konnte. Dass man zwar versuchte, ihn zu benutzen, er aber eben gleichsam nichts weiter war als eine nützliche Schachfigur, die letztendlich dennoch jederzeit ersetzbar war.<br />
Die Fingerspitzen seiner linken Hand verharrten für einen kurzen Augenblick über dem noch immer tief schwarz durch die Haut seines Unterarmes hervorblitzenden Mals. Severus atmete durch, löste seinen Geist von sämtlichen Rachegedanken und Zweifeln und nahm einen tiefen Atemzug, ehe er den Totenschädel berührte.<br />
Eine stumme Frage war es, die er hindurch sendete, kaum dass er durch die Tore von Hogwarts getreten war.<br />
Die Antwort folgte kaum einen Wimpernschlag später.<br />
Er disapparierte ohne zu zögern.<br />
Entweder dem Beginn seines Sieges oder aber seinem sicheren und sehr baldigen Tod entgegen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Sirius Black]]></title>
			<link>https://owlways.makemerun.de/showthread.php?tid=932</link>
			<pubDate>Sat, 08 Nov 2025 21:49:41 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://owlways.makemerun.de/member.php?action=profile&uid=307">Sirius Black</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://owlways.makemerun.de/showthread.php?tid=932</guid>
			<description><![CDATA[Sirius war sich nicht sicher, wann er beschlossen hatte, nach Hogwarts zurückzukehren. Vielleicht war es in dem Moment gewesen, als er wieder festen Boden unter den Füßen gespürt hatte, oder als ihm zum ersten Mal bewusst wurde, dass er nun wieder eine Stimme, einen Körper und ein Herz besaß, das schlug, ohne beengt zu werden. Was ihn wirklich hierher geführt hatte, war jedoch nicht das Schloss selbst, sondern das Wissen, dass sein Sohn irgendwo zwischen diesen Mauern lebte. Hogwarts war groß, alt und voller Leben, und dennoch fühlte es sich an, als würde Jamie für Sirius die einzige Flamme sein, die in all dieser Dunkelheit leuchtete. Die Nacht hatte sich still über das Schloss gelegt. Die Lichter in vielen Fenstern waren bereits erloschen, nur ein paar wenige brannten noch golden, als hätten sie ein Geheimnis zu bewahren. Sirius bewegte sich lautlos über das Gras vor dem See, und obwohl sich alles so vertraut anfühlte wie damals, war jetzt alles anders. In früheren Jahren war er hier gelaufen, lachend, rufend, ohne einen Gedanken an Gefahr. Heute hielt er sich im Schatten, als gehöre er nicht mehr ganz in diese Welt. Er gelangte zur Treppe, die hinauf zum Eingang führte. Jede Stufe brachte Erinnerungen mit sich: nächtliche Ausflüge, vermiedene Hauspunkte, die Wärme von Gemeinschaft. Er hatte nie geglaubt, dass er eines Tages zurückkommen würde und dabei nicht durch die Tür gehen durfte wie ein Teil dieser Schule, sondern nur als Schatten an ihrem Rand. Dennoch ging er weiter. Er wusste genau, wohin er musste. Der Flur, der zum Turm der Ravenclaws führte, war ruhig. Seine Schritte hallten kaum auf dem Stein, als hätte Hogwarts selbst erkannt, dass man diesen Moment nicht stören durfte. Schließlich stand er vor der bronzenen Tür, auf der ein Adler mit ausgebreiteten Schwingen thronte. Die Tür war kein Wächter, sondern ein Richter, der nur eine einzige Sprache akzeptierte: Verstand. Der Adler hob seinen Kopf, und seine Stimme klang ruhig und fast freundlich, als er die Frage stellte: „Was kommt zuerst und geht zuletzt?“ Sirius verharrte. Er hatte früher oft mit Rätseln gearbeitet, aber dieses hier traf ihn an einem empfindlichen Punkt. Er wusste, was er fühlen wollte. Er wusste, was er sagen wollte. Doch was richtig war, war etwas anderes. Er dachte an einen Jungen, den er kaum kannte, und gleichzeitig kannte wie seinen eigenen Herzschlag. Er dachte an Emmeline, an alles, was sie getragen hatte, während er nicht da gewesen war. Er dachte an James, an den Verlust, an das, was er verloren hatte und was er noch behalten durfte. Er antwortete schließlich leise: „Hoffnung.“ Es war ein ehrlicher Versuch, vielleicht der ehrlichste, den er seit langem ausgesprochen hatte. Die Tür jedoch öffnete sich nicht. Der Adler sprach ruhig: „Eine schöne Antwort. Aber nicht die richtige.“Sirius senkte den Blick. Er hatte damit gerechnet, und trotzdem traf es ihn. Er legte kurz die Hand an das kalte Metall der Tür, als könnte er auf diese Weise etwas von der Wärme dahinter spüren. Er stellte sich vor, wie Jamie jetzt vielleicht schlief, die Decke halb über die Schulter gezogen, mit dem Ausdruck von Frieden, der ihm zustand. Ein Frieden, den Sirius ihm nie gegeben hatte, aber vielleicht eines Tages geben wollte. Er blieb so stehen, einen langen Moment, ohne sich zu bewegen. Alles um ihn herum war still. Nur sein Herz schlug schwer, als wolle es aus seinem Brustkorb entkommen. Er hätte sich gewünscht, nur einen einzigen Blick auf seinen Sohn werfen zu dürfen. Nicht sprechen, nicht erklären, nicht zurückholen. Nur sehen. Nur wissen, dass er wirklich da war. Doch er hatte kein Recht darauf. Noch nicht. Langsam löste er seine Hand von der Tür und atmete tief durch. Er drehte sich um und sah ein letztes Mal den Korridor entlang. Dann verwandelte er sich. Die Verwandlung war fließend, wie ein Umkippen von einem Zustand in den anderen. Der Hund konnte tragen, was der Mann nicht aussprach. Als großer schwarzer Hund lief er zurück durch den Flur, hinunter die Stufen, hinaus in die Nacht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Sirius war sich nicht sicher, wann er beschlossen hatte, nach Hogwarts zurückzukehren. Vielleicht war es in dem Moment gewesen, als er wieder festen Boden unter den Füßen gespürt hatte, oder als ihm zum ersten Mal bewusst wurde, dass er nun wieder eine Stimme, einen Körper und ein Herz besaß, das schlug, ohne beengt zu werden. Was ihn wirklich hierher geführt hatte, war jedoch nicht das Schloss selbst, sondern das Wissen, dass sein Sohn irgendwo zwischen diesen Mauern lebte. Hogwarts war groß, alt und voller Leben, und dennoch fühlte es sich an, als würde Jamie für Sirius die einzige Flamme sein, die in all dieser Dunkelheit leuchtete. Die Nacht hatte sich still über das Schloss gelegt. Die Lichter in vielen Fenstern waren bereits erloschen, nur ein paar wenige brannten noch golden, als hätten sie ein Geheimnis zu bewahren. Sirius bewegte sich lautlos über das Gras vor dem See, und obwohl sich alles so vertraut anfühlte wie damals, war jetzt alles anders. In früheren Jahren war er hier gelaufen, lachend, rufend, ohne einen Gedanken an Gefahr. Heute hielt er sich im Schatten, als gehöre er nicht mehr ganz in diese Welt. Er gelangte zur Treppe, die hinauf zum Eingang führte. Jede Stufe brachte Erinnerungen mit sich: nächtliche Ausflüge, vermiedene Hauspunkte, die Wärme von Gemeinschaft. Er hatte nie geglaubt, dass er eines Tages zurückkommen würde und dabei nicht durch die Tür gehen durfte wie ein Teil dieser Schule, sondern nur als Schatten an ihrem Rand. Dennoch ging er weiter. Er wusste genau, wohin er musste. Der Flur, der zum Turm der Ravenclaws führte, war ruhig. Seine Schritte hallten kaum auf dem Stein, als hätte Hogwarts selbst erkannt, dass man diesen Moment nicht stören durfte. Schließlich stand er vor der bronzenen Tür, auf der ein Adler mit ausgebreiteten Schwingen thronte. Die Tür war kein Wächter, sondern ein Richter, der nur eine einzige Sprache akzeptierte: Verstand. Der Adler hob seinen Kopf, und seine Stimme klang ruhig und fast freundlich, als er die Frage stellte: „Was kommt zuerst und geht zuletzt?“ Sirius verharrte. Er hatte früher oft mit Rätseln gearbeitet, aber dieses hier traf ihn an einem empfindlichen Punkt. Er wusste, was er fühlen wollte. Er wusste, was er sagen wollte. Doch was richtig war, war etwas anderes. Er dachte an einen Jungen, den er kaum kannte, und gleichzeitig kannte wie seinen eigenen Herzschlag. Er dachte an Emmeline, an alles, was sie getragen hatte, während er nicht da gewesen war. Er dachte an James, an den Verlust, an das, was er verloren hatte und was er noch behalten durfte. Er antwortete schließlich leise: „Hoffnung.“ Es war ein ehrlicher Versuch, vielleicht der ehrlichste, den er seit langem ausgesprochen hatte. Die Tür jedoch öffnete sich nicht. Der Adler sprach ruhig: „Eine schöne Antwort. Aber nicht die richtige.“Sirius senkte den Blick. Er hatte damit gerechnet, und trotzdem traf es ihn. Er legte kurz die Hand an das kalte Metall der Tür, als könnte er auf diese Weise etwas von der Wärme dahinter spüren. Er stellte sich vor, wie Jamie jetzt vielleicht schlief, die Decke halb über die Schulter gezogen, mit dem Ausdruck von Frieden, der ihm zustand. Ein Frieden, den Sirius ihm nie gegeben hatte, aber vielleicht eines Tages geben wollte. Er blieb so stehen, einen langen Moment, ohne sich zu bewegen. Alles um ihn herum war still. Nur sein Herz schlug schwer, als wolle es aus seinem Brustkorb entkommen. Er hätte sich gewünscht, nur einen einzigen Blick auf seinen Sohn werfen zu dürfen. Nicht sprechen, nicht erklären, nicht zurückholen. Nur sehen. Nur wissen, dass er wirklich da war. Doch er hatte kein Recht darauf. Noch nicht. Langsam löste er seine Hand von der Tür und atmete tief durch. Er drehte sich um und sah ein letztes Mal den Korridor entlang. Dann verwandelte er sich. Die Verwandlung war fließend, wie ein Umkippen von einem Zustand in den anderen. Der Hund konnte tragen, was der Mann nicht aussprach. Als großer schwarzer Hund lief er zurück durch den Flur, hinunter die Stufen, hinaus in die Nacht.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Nicolas Windsor]]></title>
			<link>https://owlways.makemerun.de/showthread.php?tid=909</link>
			<pubDate>Mon, 08 Sep 2025 14:11:03 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://owlways.makemerun.de/member.php?action=profile&uid=303">Nicolas Windsor</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://owlways.makemerun.de/showthread.php?tid=909</guid>
			<description><![CDATA[Nicolas Windsor wurde am 17. Mai 1979 in London geboren  oder zumindest glaubt er das. Die Wahrheit sieht ein bisschen anders aus: Eigentlich kam er als Sohn von Jaro und Osana Mulciber zur Welt, zwei Reinblüter, die kurz nach seiner Geburt im Ersten Zaubererkrieg ums Leben kamen. Niemand wusste, was mit dem Neugeborenen passieren sollte, also landete er anonym in einem Waisenhaus. Dort tauchten ein paar Monate später Richard und Diana Windsor auf  ein angesehenes, adliges Paar, das keine eigenen Kinder bekommen konnte  und nahmen ihn zu sich. Von da an war Nicolas Windsor ihr Sohn. Punkt. Er wuchs in einem liebevollen, aber auch sehr geordneten Zuhause auf. Besonders zu seiner Mutter Diana hat er bis heute ein enges, fast unerschütterliches Band sie ist sein sicherer Hafen, und wer schlecht über sie redet, hat ein Problem mit ihm. Schon als Kind war Nicolas frech, neugierig und ziemlich klug. Er stellte Fragen, auf die niemand vorbereitet war, und brachte Erwachsene regelmäßig aus dem Konzept. Regeln waren für ihn eher eine Richtlinie als ein Gesetz, und wenn es Ärger gab, konnte er sich meistens mit Charme und einem frechen Lächeln herauswinden. Am 1. September 1990 kam er nach Hogwarts und wurde dem Haus Ravenclaw zugeteilt. Dort war er schnell bekannt: als der Junge, der jeden zum Lachen bringen konnte, der nie um eine Antwort verlegen war und sich selbst in den unangenehmsten Momenten aus der Affäre reden konnte. Hinter der lockeren Art steckt aber ein ziemlich kluger Kopf Nicolas versteht schnell, denkt oft weiter als andere und gibt sich selten mit einfachen Erklärungen zufrieden. Irgendwann um 1992 herum merkte er, dass er Dinge spürte, die er nicht erklären konnte. Er wusste plötzlich, wenn jemand log, oder konnte Gefühle erahnen, ohne dass sie jemand ausgesprochen hatte. Anfangs hielt er das für Einbildung, später gewöhnte er sich daran. Was er nicht weiß: Es ist Legilimentik eine Gabe, die er von seinem leiblichen Vater geerbt hat. Noch kann er sie nicht richtig kontrollieren, aber sie begleitet ihn und prägt seine Sicht auf Menschen mehr, als ihm bewusst ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Nicolas Windsor wurde am 17. Mai 1979 in London geboren  oder zumindest glaubt er das. Die Wahrheit sieht ein bisschen anders aus: Eigentlich kam er als Sohn von Jaro und Osana Mulciber zur Welt, zwei Reinblüter, die kurz nach seiner Geburt im Ersten Zaubererkrieg ums Leben kamen. Niemand wusste, was mit dem Neugeborenen passieren sollte, also landete er anonym in einem Waisenhaus. Dort tauchten ein paar Monate später Richard und Diana Windsor auf  ein angesehenes, adliges Paar, das keine eigenen Kinder bekommen konnte  und nahmen ihn zu sich. Von da an war Nicolas Windsor ihr Sohn. Punkt. Er wuchs in einem liebevollen, aber auch sehr geordneten Zuhause auf. Besonders zu seiner Mutter Diana hat er bis heute ein enges, fast unerschütterliches Band sie ist sein sicherer Hafen, und wer schlecht über sie redet, hat ein Problem mit ihm. Schon als Kind war Nicolas frech, neugierig und ziemlich klug. Er stellte Fragen, auf die niemand vorbereitet war, und brachte Erwachsene regelmäßig aus dem Konzept. Regeln waren für ihn eher eine Richtlinie als ein Gesetz, und wenn es Ärger gab, konnte er sich meistens mit Charme und einem frechen Lächeln herauswinden. Am 1. September 1990 kam er nach Hogwarts und wurde dem Haus Ravenclaw zugeteilt. Dort war er schnell bekannt: als der Junge, der jeden zum Lachen bringen konnte, der nie um eine Antwort verlegen war und sich selbst in den unangenehmsten Momenten aus der Affäre reden konnte. Hinter der lockeren Art steckt aber ein ziemlich kluger Kopf Nicolas versteht schnell, denkt oft weiter als andere und gibt sich selten mit einfachen Erklärungen zufrieden. Irgendwann um 1992 herum merkte er, dass er Dinge spürte, die er nicht erklären konnte. Er wusste plötzlich, wenn jemand log, oder konnte Gefühle erahnen, ohne dass sie jemand ausgesprochen hatte. Anfangs hielt er das für Einbildung, später gewöhnte er sich daran. Was er nicht weiß: Es ist Legilimentik eine Gabe, die er von seinem leiblichen Vater geerbt hat. Noch kann er sie nicht richtig kontrollieren, aber sie begleitet ihn und prägt seine Sicht auf Menschen mehr, als ihm bewusst ist.]]></content:encoded>
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			<title><![CDATA[Hermine Granger]]></title>
			<link>https://owlways.makemerun.de/showthread.php?tid=908</link>
			<pubDate>Mon, 08 Sep 2025 11:54:48 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://owlways.makemerun.de/member.php?action=profile&uid=302">Hermine Granger</a>]]></dc:creator>
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			<description><![CDATA[Während der Duft von Rosmarin, Weihrauch und Sandelholz ihre Sinne benebelte, versuchte sie sich vehement auf den monotonen und einschläfernden Monolog von Professor Trelawny zu konzentrieren. Immer wieder drifteten ihren Gedanken ab und obwohl sie die letzten Tage ein Wahrsagen-Buch nach dem anderen aus der Bibliothek gelesen hatte, konnte sie den wirren Worten der Professorin nicht folgen. Die Dämpfe, die das Klassenzimmer einlullten und alle Schüler und Schülerinnen schläfrig machten, stiegen auch der jungen Granger zu Kopf. Ein leises Pochen an der Schläfe machte sich bemerkbar. Hoffend, dass ein bisschen Stimulation die Kopfschmerzen vor deren eigentlichen Beginn vertreiben würde, rieb sie sich mit beiden Zeigefingern die Schläfen und schloss für einen kurzen Moment die Augen. Die Tatsache, dass dieses Fach das einzige war, dass man getrost als 'Ausreißer' bei ihren Noten bezeichnen konnte, ließ die junge Granger schier verzweifeln. Komplizierte Runen waren ihr tausend Mal lieber, als dieses vage Geplappere über Teesätze und ihre Bedeutung. Sie konnte nicht anders, als leise zu seufzen, wodurch sie versehentlich nicht nur die Aufmerksamkeit von den neben ihr sitzenden Schülerinnen erhaschte, sondern auch die, der Professorin. Als hätte sie einen Blick, der einen zu Stein werden ließ, froren die Bewegungen der jungen Hexe automatisch ein und sie versuchte mit einem freundlichen Augenaufschlag wett zu machen, was möglich war. Ein tadelnder Blick später, hatte Trelawy ihren verlorenen Faden wieder gefunden und erzählte irgendetwas über Sternenkonstellationen und dazu passenden Geburtsjahren. War ja klar, dass sie nicht nur an Wahrsagerei, sondern auch an Astrologie glaubte. <br />
<br />
"Dieses Fach macht mich wahnsinnig", flüsterte sie leise zu Lavender, mit der sie sich einen Schlafraum teilte. Sie hatten nie die Ebene von 'guten Bekannten' überschritten, auch wenn Hermine wirklich versucht hatte, sich mit ihr anzufreunden, aber es reichte immerhin, um sich über merkwürdige Professoren auszulassen. Die andere Hexe nickte bestätigend und verdrehte stumm die Augen, ehe sie mit einem Kopfnicken nach vorne deutete und Hermine darauf aufmerksam machte, wie die Lehrende die Arme wild in die Luft warf und irgendwelche unbekannten Worte stammelte. Hermine musste tief durchatmen, um einen erneuten Seufzer zu unterdrücken. Sie traute ihren Augen kaum, stellte jedoch fest, dass sie nicht als einzige Schülerin eine Mischung aus Scham, Belustigung und Genervtheit zeigte. Andere wussten dies offensichtlich nur besser zu kaschieren, kam ihr der Gedanke. Oft hatte sich Hermine gefragt, ob die alte Schrulle da vorne ein faires Bewertungssystem für ihre Notenvergabe hatte, oder ob die Noten genauso gut gewürfelt wurden, wie es offenbar bei ihrer Kleiderauswahl der Fall war. Überall klimperten irgendwelche Goldarmreifen und Metallplättchen, die von der Professorin offenbar als angemessener Schmuck bezeichnet wurden. Den abschätzigen Blick nun eher auf die Kristallkugel vor sich gerichtet, versuchte Hermine den Rest der Stunde einfach nicht mehr aufzufallen. Es wurmte sie, dass sie es nicht schafft mindestens auf die Note 'E' zu kommen. Sehr sogar. Und trotzdem schaffte sie es beinahe in jeder Stunde sich irgendwie unbeliebt zu machen. Vielleicht sollte man einfach wissenschaftlichere Fächer anbeiten, als Wahrsagen! Kurz überlegte sie sogar Dumbledore ein Pergament zu schreiben mit allen Argumenten, die GEGEN dieses vermaledeite Fach sprachen, doch meinte sie sich zu erinnern, dass der Schulleiter und die Professorin eine recht gute Beziehung zueinander hatten. Lautlos seufzend strich sie sich die ungebändigten Haare hinters Ohr und fing stattdessen an sich Notizen zu machen. Unter die drei Argumente, die sie schon mal vorsorglich aufgeschrieben hatte, für den Fall, dass doch noch mal jemand anders eine Beschwerde schreiben wollte... Besser vorbereitet, als überrumpelt, sagte sie sich und kritzelte ein paar Stichpunkte auf das Pergament. So würde sie wenigstens einen bemühten Eindruck machen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Während der Duft von Rosmarin, Weihrauch und Sandelholz ihre Sinne benebelte, versuchte sie sich vehement auf den monotonen und einschläfernden Monolog von Professor Trelawny zu konzentrieren. Immer wieder drifteten ihren Gedanken ab und obwohl sie die letzten Tage ein Wahrsagen-Buch nach dem anderen aus der Bibliothek gelesen hatte, konnte sie den wirren Worten der Professorin nicht folgen. Die Dämpfe, die das Klassenzimmer einlullten und alle Schüler und Schülerinnen schläfrig machten, stiegen auch der jungen Granger zu Kopf. Ein leises Pochen an der Schläfe machte sich bemerkbar. Hoffend, dass ein bisschen Stimulation die Kopfschmerzen vor deren eigentlichen Beginn vertreiben würde, rieb sie sich mit beiden Zeigefingern die Schläfen und schloss für einen kurzen Moment die Augen. Die Tatsache, dass dieses Fach das einzige war, dass man getrost als 'Ausreißer' bei ihren Noten bezeichnen konnte, ließ die junge Granger schier verzweifeln. Komplizierte Runen waren ihr tausend Mal lieber, als dieses vage Geplappere über Teesätze und ihre Bedeutung. Sie konnte nicht anders, als leise zu seufzen, wodurch sie versehentlich nicht nur die Aufmerksamkeit von den neben ihr sitzenden Schülerinnen erhaschte, sondern auch die, der Professorin. Als hätte sie einen Blick, der einen zu Stein werden ließ, froren die Bewegungen der jungen Hexe automatisch ein und sie versuchte mit einem freundlichen Augenaufschlag wett zu machen, was möglich war. Ein tadelnder Blick später, hatte Trelawy ihren verlorenen Faden wieder gefunden und erzählte irgendetwas über Sternenkonstellationen und dazu passenden Geburtsjahren. War ja klar, dass sie nicht nur an Wahrsagerei, sondern auch an Astrologie glaubte. <br />
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"Dieses Fach macht mich wahnsinnig", flüsterte sie leise zu Lavender, mit der sie sich einen Schlafraum teilte. Sie hatten nie die Ebene von 'guten Bekannten' überschritten, auch wenn Hermine wirklich versucht hatte, sich mit ihr anzufreunden, aber es reichte immerhin, um sich über merkwürdige Professoren auszulassen. Die andere Hexe nickte bestätigend und verdrehte stumm die Augen, ehe sie mit einem Kopfnicken nach vorne deutete und Hermine darauf aufmerksam machte, wie die Lehrende die Arme wild in die Luft warf und irgendwelche unbekannten Worte stammelte. Hermine musste tief durchatmen, um einen erneuten Seufzer zu unterdrücken. Sie traute ihren Augen kaum, stellte jedoch fest, dass sie nicht als einzige Schülerin eine Mischung aus Scham, Belustigung und Genervtheit zeigte. Andere wussten dies offensichtlich nur besser zu kaschieren, kam ihr der Gedanke. Oft hatte sich Hermine gefragt, ob die alte Schrulle da vorne ein faires Bewertungssystem für ihre Notenvergabe hatte, oder ob die Noten genauso gut gewürfelt wurden, wie es offenbar bei ihrer Kleiderauswahl der Fall war. Überall klimperten irgendwelche Goldarmreifen und Metallplättchen, die von der Professorin offenbar als angemessener Schmuck bezeichnet wurden. Den abschätzigen Blick nun eher auf die Kristallkugel vor sich gerichtet, versuchte Hermine den Rest der Stunde einfach nicht mehr aufzufallen. Es wurmte sie, dass sie es nicht schafft mindestens auf die Note 'E' zu kommen. Sehr sogar. Und trotzdem schaffte sie es beinahe in jeder Stunde sich irgendwie unbeliebt zu machen. Vielleicht sollte man einfach wissenschaftlichere Fächer anbeiten, als Wahrsagen! Kurz überlegte sie sogar Dumbledore ein Pergament zu schreiben mit allen Argumenten, die GEGEN dieses vermaledeite Fach sprachen, doch meinte sie sich zu erinnern, dass der Schulleiter und die Professorin eine recht gute Beziehung zueinander hatten. Lautlos seufzend strich sie sich die ungebändigten Haare hinters Ohr und fing stattdessen an sich Notizen zu machen. Unter die drei Argumente, die sie schon mal vorsorglich aufgeschrieben hatte, für den Fall, dass doch noch mal jemand anders eine Beschwerde schreiben wollte... Besser vorbereitet, als überrumpelt, sagte sie sich und kritzelte ein paar Stichpunkte auf das Pergament. So würde sie wenigstens einen bemühten Eindruck machen.]]></content:encoded>
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