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Forennews
Forenteam
Als Team stehen euch als Ansprechpartner Feye, Ben und Rica zur Seite.

Unsere Familienübersicht hat einen neuen Anstrich bekommen! Ihr könnt Familien nun durchsuchen und filtern, ausführlichere Infos eintragen, Verwandtschaftsverhältnisse nachschlagen und sogar eigene Stammbäume aufbauen. Auch die Familienbeziehungen haben mit einem kleinen Beziehungsnetz ein neues Zuhause gefunden.

Wichtig für alle Familienverantwortlichen: Bitte füllt die markierten Grundlagen eurer Familien bis Ende September aus. Das dauert nur ein paar Minuten und hilft allen dabei, einen besseren Überblick über unsere bespielten Familien zu bekommen.

Alle Details, Erklärungen und das Tutorial zum Stammbaum findet ihr in den ausführlichen News. ♥
aktuelles Ingame
Das neue Schuljahr steht vor der Tür und während viele junge Hexen und Zauberer ihrer ersten Begegnung mit Hogwarts entgegenfiebern, kehren die älteren Kinder mit gemischten Gefühlen zurück. Der Tod von Cedric Diggory überschattet noch immer das Geschehen und vor allem die Aussagen von Harry Potter zur angeblichen Rückkehr von Du-weißt-schon-wem sorgen für Verunsicherung. Doch der Schulalltag lockt mit ausreichend Zerstreuung, um die traumatischen Ereignisse zu vergessen und sich lieber den Kopf darüber zu zerbrechen, wer ins Quidditch-Team kommt. Der Orden des Phönix, der sich neu zusammengeschlossen hat, lässt die Bedrohung nicht aus den Augen: Im Grimmauldplatz Nummer zwölf starten Aufräumarbeiten, um das Haus zukünftig als Hauptquartier nutzen zu können, doch überall lauern böse Zauber und ein ungeheuerlicher Schatten scheint das Gebäude im Griff zu haben.
teamvorstellung
Feye hat den Kopf voller verrückter Ideen, die wir fleißig für unsere Plots nutzen. Passend, dass sie Sybill Trelawney aus dem Lehrpersonal spielt, nicht?

Ben tritt sehr viel mehr für ein faires Miteinander ein als sein Charakter Severus, versprochen! In jedem Fall hält er unsere Hogwartscharaktere auf Trab.

Rica spielt mit Dolores Umbridge sichtlich gern verhasste Charaktere und hat ihre Finger einfach in jeder Fraktion! Sie ist für unsere Technik verantwortlich.
Willkommen Fremder! [ | Registrieren?]
Das Owlways ist ein RPG-Forum, das auf den Harry-Potter-Büchern basiert und 1995 ansetzt. Mitspielen darfst du ab 18 Jahren und wir erwarten einen Post im Monat.
Ideen zum Bleiben
fly with the ravens *reserviert*
Du kannst dich nicht mehr erinnern wie sich die Sonne anfühlt, dabei ist der Sommer gerade erst vorüber. Die Ermordung deines Freundes Cedric Diggory hat dein Herz in tausend Stücke zerbrochen und dass das Ministerium die Wiederauferstehung Du-weiß-schon-wens leugnet und stattdessen Harry Potter als Sündenbock dastehen lässt, macht es nicht gerade besser. Du glaubst Dumbledore. Du bist entsetzt von dem, was das von dir einst so verehrte Ministerium anstellt. Nur, um keine Krisenzeit einläuten zu müssen.
you're all telling stories and lies
Eulen sind unfassbar praktische Briefboten in der magischen Welt. Bedenkenlos kann man ihnen Liebesschwüre, Heuler, oder auch eine bahnbrechende Idee für die nächste große Erfindung anvertrauen. Wie viele Briefe wohl schon in Willows überaus neugierigen Fittichen überantwortet wurden? Und was daraus wurde?
The New Students Of Hufflepuff
Eine Gruppe Erstklässler in Huflepuff. Alle haben eine eigene kleine Macke, die sie zum Außenseiter machen könnte. Ob sie das erste Jahr gemeinsam überstehen werden?

Charlotte O'Hare
"
vollständiger Name: Charlotte O'Hare
Zivilist
Halbblütig
19.04.1970
175 cm
Charlotte „Charlie“ O’Hare ist eine offene, warmherzige und ausgesprochen menschenbezogene junge Heilerin, die seit einigen Jahren gemeinsam mit Madam Pomfrey im Krankenflügel von Hogwarts arbeitet. Sie ist freundlich, direkt und hilfsbereit, ohne deshalb naiv zu sein, und besitzt ein gutes Gespür dafür, wann Menschen Unterstützung brauchen. Manchmal leider auch dann, wenn sie selbst längst eine Pause nötig hätte.
Unter Stress wird Charlotte eher ruhiger als lauter und behält auch in chaotischen Situationen meistens einen klaren Kopf. Sie glaubt an zweite Chancen, an ehrliche Kommunikation und daran, dass Herkunft nichts über den Wert eines Menschen aussagt. Gleichzeitig lernt sie gerade erst, dass Fürsorge nicht bedeuten muss, sich selbst ständig hintenanzustellen. Nach einer gescheiterten langjährigen Beziehung, dem schweren Unfall ihres Vaters und den politischen Veränderungen in Hogwarts steht Charlotte an einem Punkt, an dem sie zunehmend herausfinden muss, wer sie eigentlich sein möchte, wenn sie ihre Entscheidungen nicht mehr nur an den Bedürfnissen anderer ausrichtet.
Avaperson:
Buchcharakter: Ja
Gesuch: nein
:
gespielt von Cat
magische Details
Zauberstab
Charlottes Zauberstab besteht aus Ebereschenholz, misst etwa 11 ¾ Zoll und ist angenehm biegsam. Im Inneren befindet sich ein Kern aus Einhornhaar. Besonders spektakulär ist das nicht? Stimmt! Aber Charlotte war mit elf Jahren schon nicht unbedingt darauf aus, mit irgendwas Außergewöhnlichem aus Ollivanders Laden zu marschieren. Wichtig war ihr eigentlich da schon nur, dass der Zauberstab gut funktioniert und sich richtig anfühlt. Da sich der Stab den Zauberer sucht und nicht umgekehrt, gab es für die pragmatisch eingestellte Elfjährige wirklich kein großes Problem dahingehend.
Ebereschenholz ist vor allem mit Schutz, defensiver Magie und einer gewissen Standfestigkeit in Verbindung gebracht, während Einhornhaar als ausgesprochen zuverlässiger Kern gilt. Eine Kombination also, die gut zu einer Frau passt, die später einmal den Großteil ihres Berufslebens damit verbringen würde, andere Menschen wieder zusammenzuflicken.
Dabei sollte man Charlotte nicht mit Friedfertigkeit und einem Zauberstab für Schutzmagie verwechseln und daraus schließen, dass sie sich im Zweifelsfall nicht verteidigen könnte. Sie tut es nur sehr ungerne ohne guten Grund. Gewalt oder offensive Magie sind für sie keine besonders überzeugenden Möglichkeiten, einen Konflikt zu lösen, solange noch gesprochen, vermittelt oder einfach nur Abstand geschaffen werden kann. Sobald dieser Punkt überschritten ist, kann Charlotte ziemlich aktiv werden und ihr Zauberstab ist dabei die Verlängerung ihres mentalen Armes.
Er passt gut zu ihr. Das Verhältnis zu ihrem Zauberstab beruht auf dem blinden Vertrauen beider Seiten, das man sich der eigenen Verantwortung bewusst ist. Entsprechend ist der Stab stets bereit und folgt den Befehlen seiner Besitzerin zuverlässig und absolut loyal.
Dass Charlotte beruflich vor allem Heilzauber, Gegenzauber und kleinere Schutzzauber damit wirkt, dürfte inzwischen ohnehin einen deutlich größeren Teil seiner Nutzung ausmachen, als alles, was sie einmal im Unterricht gelernt hat.
Optisch ist der Stab übrigens schlicht gehalten. Das helle Holz ist glatt gearbeitet und besitzt nur direkt oberhalb des Griffes einige feine geschwungene Einkerbungen, die ein wenig an Blätter oder schmale Kräuterstengel erinnern. Charlotte behauptet bis heute, dass sie sich da als Kind überhaupt nichts dabei gedacht hat. Das man heute natürlich so den ein oder anderen Rückschluss auf ihren Beruflichen Werdegang treffen könnte, hält sie für einen witzigen Zufall.
Ihr Vater sieht das selbstverständlich anders. Immerhin ist seine jüngste Tochter Heilerin geworden, hat schon während ihrer Schulzeit einen erheblichen Teil ihrer freien Zeit in den Gewächshäusern verbracht und arbeitet heute mit ungefähr genauso viel Selbstverständlichkeit mit Heilkräutern wie mit ihrem Zauberstab. Aber gut. Bestimmt war das alles nur Zufall! Höchst spekulativ!

Amortentia
Der Trank besitzt für Charlotte eine silbrig-weiße Farbe, die ein wenig perlmuttartig wirkt und schon deshalb an Einhornblut erinnert. Im Licht schimmert die Flüssigkeit deutlich heller, als der Trank eigentlich ist und bildet, wenn man ihn schüttelt, ein einzigartiges Farbenspiel ab, dass Charlotte schon aufgrund ihrer Begeisterung für ineinanderspielende Farben fasziniert.
Als Heilerin weiß sie zwar sehr genau, was genau Amortentia eigentlich tut und sie hält Liebestränke schon aus beruflicher Sicht für eine absolut fragwürdige Sache, aber das bedeutet nicht, dass sie dem Trank nicht erlegen wäre. Faszinieren würde er sie schon rein optisch.
Öffnet sie den Flakon, wird die Sache entsprechend schnell ganz schön persönlich. Als erstes wird sie den Geruch von Pergament wahrnehmen, der sich sanft mit einer Note frischer Tinte mischt. Dazu kommt eine deutlichere Note Pfefferminztee. Diese Gerüche verbindet die Heilerin stark mit ihrer Kindheit und allein der Geruch nach Pfefferminztee weckt sofort Erinnerungen an das intensive Gefühl von Liebe und Geborgenheit. Nicht nur wegen ihrer Großmutter, sondern auch an Nächte auf Hogwarts, die sie mit lernen verbracht hat. Oder nach Doppelschichten während ihrer Ausbildung. Und unter diesen Gerüchen liegen die Düfte von Erinnerungen. Sie nimmt dort außerdem den herben Geruch von dunkler Schokolade wahr, einen Hauch von Lederpolitur und getrockneten Kräutern.
Entsprechend wäre der Trank für sie mit einem stark sentimentalen Gefühl verbunden.
Ach. Und Pfeifentabak. Warum auch immer das ein Thema ist, zuordnen kann sie es nicht. In ihrer Familie raucht immerhin niemand Pfeife.
Immerhin geschmacklich wäre der Trank deutlich unkomplizierter. Er schmeckt für Charlotte nach reifem Pfirsich. Absolut unspektakulär, aber lecker.
Irrwicht
Charlottes Irrwicht nimmt ihre eigene Gestalt an. Allerdings nicht so, wie sich morgens im Spiegel sieht (wär witzig, was?), sondern als eine deutlich ältere Version ihrer selbst, die vollkommen allein in einem leeren Haus sitzt. Es ist still. Keine Stimmen aus einem anderen Zimmer. Keine Schritte auf der Treppe. Selbst die Bilder an den Wänden sind leer und wenn Irrwicht-Charlotte nach jemandem ruft, bekommt sie keine Antwort. Das eigentlich Grausame daran ist auch gar nicht die Einsamkeit oder das Alter an sich, sondern die Gewissheit, die der Irrwicht für Charlotte aus dieser Illusion schafft. Alle Menschen, die sie mal geliebt hat oder die behauptet haben, sie zu lieben, haben sie allein gelassen.
Rational weiß sie natürlich, dass das absolut Unsinn ist. Menschen verschwinden nicht automatisch aus ihrem Leben, nur weil eine Beziehung endet, jemand stirbt oder sich Lebenswege voneinander entfernen. Das Problem ist eher, dass diese Erkenntnis ihr nicht hilft, wenn die eigentliche Angst an einer anderen Stelle sitzt. Der Tod ihrer Großmutter, die Trennung ihrer Eltern und zuletzt vor allem von Tony haben Charlotte nämlich gar nicht beigebracht, dass Nähe grundsätzlich eine gefährliche Sache ist. Dafür sucht und braucht sie andere Menschen viel zu sehr.
Sie haben in ihr allerdings die unschöne Unsicherheit hinterlassen, dass sie Nähe erst einmal hinterfragt. Sie hinterfragt auch an sich selbst, ob sie gut genug ist. Und ob Menschen sie auch dann noch mögen, wenn sie mal nicht mehr nützlich, angenehm oder unkompliziert genug ist. Vermutlich erklärt das auch einen Teil ihres Bedürfnisses, Verantwortung an den Stellen zu übernehmen, wo sie glaubt, dass andere Menschen sie brauchen und denen mit ihren Problemen zu helfen. Denn wer hilfreich ist, der wird auch gebraucht. Wer gebraucht wird, wird nicht einfach so zurückgelassen.
Ob das eine gesunde Rechnung ist? Sicherlich nicht. Aber es ist auch keiner der Rechnungen, die von Charlotte bewusst ausgeführt werden. Es ist mit der Zeit einfach ein Automatismus geworden, dessen sie sich selbst gar nicht so bewusst ist. Und leider zeigen sich Ängst nun eher nicht sonderlich beeindruckt von Logik oder Kausalität.

Besiegen kann Charlotte ihren Irrwicht trotzdem zuverlässig.
Unter einem beherzten Riddikulus verändert sich die bedrückende Stille zunächst in ein leises Summen, bevor plötzlich eine ganze Horde knallpinker Knuddelmuffs aus allen möglichen Ecken des Raumes hervorquillt und sich begeistert auf Irrwicht-Charlotte stürzt. Innerhalb weniger Sekunden ist von der einsamen alten Frau kaum noch etwas zu sehen, weil dutzende flauschige Körper an ihr hochklettern und mit bemerkenswerter Zielstrebigkeit versuchen, an ihre Nase heranzukommen.
Knuddelmuffs mögen immerhin Popel und offenbar besitzt auch eine Manifestation existenzieller Verlassenheitsangst welche.
Charlotte findet das derart bescheuert, dass sie lachen muss. Ganz verschwunden ist das unangenehme Gefühl danach trotzdem nicht. Dafür trifft der Irrwicht einen Punkt, den sie deutlich besser überspielen als vollständig entkräften kann.

Besonderheiten

Charlotte besitzt keine angeborene magische Besonderheit und auch kein außergewöhnliches Talent, mit dem sie schon als Kind irgendwie aus der Masse herausgestochen wäre. Ihre allgemeine magische Begabung bewegt sich im guten Durchschnitt und damit kann sie ganz hervorragend leben. Was ihr allerdings schon während der Schulzeit deutlich leichter fiel als so manches andere, war die praktische Arbeit mit Magie. Zauberkunst, Verwandlung, Kräuterkunde und insbesondere Zaubertränke lagen ihr, während man Charlotte mit Astronomie und Geschichte der Zauberei und dazu gehörenden stundenlangen Abhandlungen historischer Ereignisse eher zuverlässig quälen konnte. Die schlafende Brünette ganz hinten? Charlotte O’Hare. Jaja! Das ist die mit den Schnarch-geräuschen! Aber sobald sie sich in einem Feld bewegte, in dem sie etwas anwenden, ausprobieren oder einen konkreten Sinn dahinter verstehen konnte, sah die Sache ganz anders aus. Heute liegt Charlottes eigentliche Stärke also in ihrem Beruf, der für sie ganz und gar erfüllend ist. Ihre Zauber sind nicht stärker als die anderer ausgebildeter Heiler und sie hat auch sicher noch nicht die Erfahrung einer Madam Pomfrey. Sie kann nichts einfach mit einem Fingerschnipsen heilen. Aber sie ist gut darin, Wissen unter großem Druck abzurufen, sauber anzuwenden und dabei gleichzeitig vollkommen ruhig und selbstbewusst zu bleiben. Wenn um sie herum drei Menschen gleichzeitig reden, jemand Schmerzen hat und irgendwo noch ein Schüler aufgeregt erklärt, dass das alles gar nicht seine Schuld ist, wird Charlotte ruhig und direkt. Sie arbeitet sich koordiniert durch das Problem, stellt Fragen, schafft Ordnung und entwickelt vier zusätzliche Arme, mit denen sie sich Notizen macht, Vitalwerte prüft, Phiolen herbeiruft und… nein. Natürlich nicht. Aber es fühlt sich für sie manchmal so an. Sie hat dazu ein sehr gutes Verständnis für Zaubertränke und Heilkräuter, kennt deren Zusammenspiel und ist sich auch nicht zu fein dafür, den Zaubertränkemeister der Schule anzusprechen, wenn sich für sie doch mal Fragen auftun. Charlotte selbst würde daraus trotzdem niemals eine besondere Begabung ableiten. Sie ist einfach gut in ihrem Beruf und bringt charakterliche und mentale Eigenschaften mit, die dafür sorgen, dass sie ihre Position sehr gut ausfüllen kann. Menschen sind für sie auch im Krankenflügel keine Ansammlung aus Symptomen, die möglichst schnell wieder aus dem Bett verschwinden soll. Gerade bei Kindern und Jugendlichen fällt es ihr leicht, Ruhe in eine Situation zu bringen, Dinge verständlich zu erklären und jemanden ernst zu nehmen, ohne deshalb jede Panik mitzumachen. Das bedeutet allerdings nicht, dass sie immer alles lösen kann. Eines der wichtigsten Dinge, die Charlotte während ihrer Ausbildung lernen musste, war zu erkennen, wann ihre eigenen Möglichkeiten enden. Für jemanden, der ausgesprochen gern hilft und Verantwortung übernimmt, war das sogar schwieriger als so mancher Heilzauber.
Einstellung und Verhalten

Bezug zur Umwelt

Charlotte ist Halbblut und entsprechend mit einem Fuß in der magischen mit dem anderen in der Muggelwelt aufgewachsen. Ihre Mutter war eine Muggel, die Familie ihres Vaters magisch und für Charlotte war daran eigentlich nie irgendwas super kompliziert. Menschen sind eben Menschen. Magie ist eine Fähigkeit und keine moralische Auszeichnung und die VOrstellung, dass irgendein Stammbaum darüber entscheidet, wie viel jemand wert ist, hält sie für ganz schön bescheuert.
Reinblutideologie funktioniert für sie deshalb auch nicht als interessante politische Position. Und es ist schon gar keine, über die man diskutieren muss. Rassismus bleibt Rassismus, auch wenn man statt Hautfarbe eben darüber spricht, wie viele magische Großeltern jemand vorweisen kann. Trotzdem gehört Charlotte, aufgewachsen in Dublin in einem katholischen Haushalt in den Siebzigern, nicht zu den Menschen, die ständig politische Diskussionen anfangen müssen. Oder wollen.
SIe besitzt einen ziemlich ausgeprägten moralischen Kompass, aber eben keinen besonders ausgeprägten politischen. Mit Ministeriumsstrukturen, Einflussbereichen oder der Frage, wer gerade mit wem welche Machtkämpfte austrägt, kennt sie sich nur oberflächlich aus und ehrlich gesagt hat sie bislang nicht das geringste Bedürfnis verspürt, daran was zu ändern.
Die aktuelle Situation könnte das natürlich ändern, aber Charlotte findet, dass ist ein Thema für ihr Zukunfts-Ich.
Ähnlich pragmatisch geht sie mit anderen gesellschaftlichen Themen um. Muggel und Muggelstämmige sind für sie eine völlig selbstverständliche Sache.
Bei Werwölfen schwankt ihre Reaktion irgendwo zwischem gesundem Respekt und ehrlichem Mitgefühl. Gruselig? Ja! Charlotte würde wirklich nicht freiwillig während eines Vollmondes neben einem ungesicherten Werwolf sitzen wollen und behaupten, dass das sicher alles ganz zauberhaft wird.
Mit Professor Lupin allerdings hatte sie so absolut gar kein Problem und hat sich sogar dafür ausgesprochen, dass der Mann weiterhin an der Schule bleibt. Werwolf? Ja. Aber eben auch ein verdammt guter Lehrer.
Entsprechend bedeutet das auch, dass sie die betroffene Person nicht automatisch für gefährlich hält. Oder schlecht. Oder weniger wert. Eine Erkrankung ist immerhin keine Charaktereigenschaft und als Heilerin betrachtet sie Lykanthropie ohnehin stärker als medizinisches Problem, denn als gesellschaftliches Urteil.
Hauselfen findet sie hingegen absolut drollig. Die sind ganz zauberhauft und Charlotte behandelt diese Wesen stets freundlich, bedankt sich und spricht mit ihnen ganz normal. Sie wäre ehrlich irritiert, wenn jemand einen Hauselfen in ihrem Beisein schlecht behandelt und diese Person hätte ziemlich sicher ein ziemlich großes Problem mit ihr. Entsprechend hat sie vor allem zu Dobby eine Bindung entwickelt, den sie besonders schätzt, weil er unter all den Hauselfen besonders heraussticht.
Ob ihr dabei allerdings schonmal der Gedanke gekommen ist, das gesamte System hinter dem aktuell herrschenden System hinter deren Dienstverhältnissen grundsätzlich zu hinterfragen? Eher nicht. Charlotte ist in vielen Bereichen sehr tolerant, weil ihr ein respektvoller Umgang selbstverständlich scheint. Das macht sie aber noch lange nicht automatisch gesellschaftlich aufgeklärt.
Gerade deshalb bringt sie die aktuelle Situation in Hogwarts ziemlich aus dem Konzept. Charlotte glaubt Dumbledores Darstellung von Voldemorts Rückkehr und sieht wenig Anlass dafür, Harry Potter grundsätzlich für einen Lügner zu halten.
Gleichzeitig arbeitet sie an einer Schule, für die das Ministerium zunehmend sehr deutlich entscheidet, was gesagt, gelehrt oder überhaupt gedacht werden darf. Dolores Umbridge macht ihr Sorgen. Sehr große sogar. Charlotte reagiert darauf allerdings nicht mit offenem Widerstand, sondern zunächst mit Vorsicht und vermutlich auch mit einer gehörigen Portion Unsicherheit. Sie weiß schlicht nicht, was genau sie unternehmen könnte, ohne damit ihren Beruf, ihre Position an der Schule oder schlimmstenfalls andere Menschen zu gefährden. Sich mit Umbridge offen anzulegen, obwohl sie keinerlei Plan für die Konsequenzen hat, hält sie deshalb für ausgesprochen unklug.
Also beobachtet sie, hält den Mund häufiger geschlossen, als es ihrem eigentlichen Gerechtigkeitsempfinden lieb ist, und versucht innerhalb ihres eigenen Aufgabenbereiches zumindest dafür zu sorgen, dass Schüler weiterhin einen sicheren Ort haben.
Ob ihr diese Haltung auf Dauer reicht, ist allerdings eine völlig andere Frage.


Wusstest du schon, dass...

...jeder über Charlotte O'Hare wissen kann, dass...

  • ...Charlotte O’Hare Halbblut ist und sowohl mit der magischen als auch mit der Muggelwelt ziemlich selbstverständlich aufgewachsen ist?
  • ...sie während ihrer Schulzeit Hufflepuff angehörte?
  • ...Charlotte ab ihrem fünften Schuljahr Vertrauensschülerin war?
  • ...sie Hogwarts nach ihrem UTZ-Abschluss verlassen und anschließend ihre Ausbildung zur Heilerin im St.-Mungo-Hospital begonnen hat?
  • ...sie inzwischen seit einigen Jahren gemeinsam mit Madam Pomfrey im Krankenflügel von Hogwarts arbeitet?
  • ...Charlotte entsprechend noch ziemlich jung für eine ausgebildete Heilerin ist und daraus auch gar kein Geheimnis macht?
  • ...ihr erstes Jahr als Heilerin in Hogwarts ausgerechnet in das Schuljahr fiel, in dem die Kammer des Schreckens geöffnet wurde?
  • ...sie insbesondere in Zaubertränke, Kräuterkunde, Zauberkunst und Verwandlung schon während ihrer eigenen Schulzeit ziemlich gut war?
  • ...Geschichte der Zauberei und Astronomie hingegen wirklich nicht zu ihren großen Leidenschaften gehörten?
  • ...Charlotte nie Quidditch gespielt hat und ihre Freizeit stattdessen lieber in den Gewächshäusern oder beim Reiten verbracht hat?
  • ...sie auch heute noch ausgesprochen viel mit Heilkräutern arbeitet und sich ziemlich gut mit deren Verarbeitung und Zusammenspiel mit Zaubertränken auskennt?
  • ...Charlotte in Hogsmeade lebt und dort bereits einen erheblichen Teil ihrer Jugend verbracht hat?
  • ...auch ihr Vater in Hogsmeade lebt und dort vielen Alteingesessenen bekannt sein dürfte?
  • ...sie ausgesprochen offen auf andere Menschen zugeht und normalerweise wenig Schwierigkeiten damit hat, mit vollkommen Fremden ins Gespräch zu kommen?
  • ...Charlotte ziemlich viel und gerne lacht und insgesamt eher zu den Menschen gehört, deren Anwesenheit man durchaus mitbekommt?
  • ...sie unter Stress ruhiger wird, je lauter ihr Umfeld ist und meistens umso leiser spricht, je hektischer ihr Umfeld wird?
  • ...ein sehr ruhig ausgesprochenes „Setz dich wieder hin“ im Krankenflügel deshalb meistens deutlich weniger Spielraum beinhaltet, als man zunächst hoffen könnte?
  • ...Charlotte Patienten gerne erklärt, was sie gerade tut, und insbesondere Schüler nicht einfach behandelt, als wären sie nur das aktuell vorliegende medizinische Problem?
  • ...sie überhaupt kein Problem damit hat, offen zuzugeben, wenn sie etwas nicht weiß und dann jemanden zu fragen, der es besser weiß?
  • ...Charlotte sich Gesichter ziemlich zuverlässig merken kann, Namen hingegen eine vollkommen andere Katastrophe sind?
  • ...sie deshalb gelegentlich ziemlich lange Gespräche mit Menschen führt, deren Namen sie innerlich schon seit ungefähr zehn Minuten verzweifelt sucht?
  • ...Rechnen ebenfalls absolut nicht zu ihren Talenten gehört und man ihr ohne Hilfsmittel besser keine komplizierteren Zahlen hinwerfen sollte?
  • ...sie dafür ausgesprochen gut darin ist, mehrere Dinge gleichzeitig im Blick zu behalten, sobald es um ihren Beruf geht?
  • ...Charlotte grundsätzlich als friedfertiger Mensch gilt und Konflikte wesentlich lieber durch Gespräche löst als mit dem Zauberstab?
  • ...Friedfertigkeit bei ihr allerdings keineswegs bedeutet, dass sie keine sehr deutlichen Grenzen setzen kann?
  • ...sie Muggelstämmige genauso wenig bemerkenswert findet wie Reinblüter und generell wenig Verständnis dafür hat, warum Abstammung für manche Menschen überhaupt so ein großes Thema ist?
  • ...sie Hauselfen ziemlich zauberhaft findet und insbesondere Dobby ausgesprochen gern hat?

...Freunde und Familienmitglieder über Charlotte O'Hare wissen, dass...

  • ...Charlotte sehr familienbezogen ist und ihre Familie für sie wesentlich mehr bedeutet als nur die Menschen, mit denen sie zufällig verwandt ist?
  • ...sie gerade zu ihrem Vater ein sehr enges Verhältnis hat und seit seiner schweren Erkrankung einen erheblichen Teil seiner Versorgung übernommen hat?
  • ...sie dabei gelegentlich deutlich mehr Verantwortung übernimmt, als eigentlich notwendig oder langfristig besonders gesund für sie wäre?
  • ...Charlotte ziemlich schlecht darin ist, daneben zu stehen, wenn jemand, den sie liebt, ein Problem hat, das sie theoretisch irgendwie lösen könnte?
  • ...ihr Vater bei einem Tränkeunfall schwer verletzt wurde und seitdem pflegebedürftig ist?
  • ...Charlotte deshalb inzwischen wieder vollständig bei ihm in Hogsmeade lebt und ihren Alltag ziemlich konsequent zwischen Hogwarts, ihrem Vater und den wenigen Dingen organisiert, die sie nur für sich selbst tut?
  • ...sie mit Tony seit ihrer Jugend zusammen war und viele Jahre ganz selbstverständlich davon ausgegangen ist, dass sie irgendwann mit ihm alt werden würde?
  • ...die beiden verlobt waren und eine gemeinsame Zukunft keineswegs nur irgendeine vage Vorstellung gewesen ist?
  • ...Tony mit Charlottes zunehmender Verantwortung für ihren Vater immer schlechter umgehen konnte und ihr wiederholt das Gefühl vermittelt hat, dass ihr eigenes Leben, ihre Arbeit und ihre Familie hinter seinen Vorstellungen zurückstehen müssten?
  • ...Charlotte erst rückblickend wirklich begriffen hat, wie häufig sie innerhalb dieser Beziehung ihre eigenen Bedürfnisse zurückgestellt hat, damit es keinen Streit gibt?
  • ...Tonys Verhältnis mit einer Kollegin im Ministerium letztlich der Punkt war, an dem Charlotte die Verlobung endgültig beendet hat?
  • ...der Betrug allerdings nicht das einzige Problem dieser Beziehung war, sondern eher das ziemlich hässliche Ende von etwas, das schon länger nicht mehr besonders gesund funktioniert hat?
  • ...Tony niemals nach Hogsmeade ziehen wollte und Charlotte sich mit ihrer Rückkehr dorthin deshalb ganz bewusst für ein Leben entschieden hat, das nicht länger nach seinen Vorstellungen funktionieren muss?
  • ...sie die Trennung wesentlich mehr beschäftigt, als man ihr im normalen Alltag meistens anmerkt?
  • ...Charlotte trotzdem nicht grundsätzlich das Vertrauen in Beziehungen oder andere Menschen verloren hat und Nähe nach wie vor sehr stark sucht?
  • ...genau darin allerdings auch eine ihrer größten Unsicherheiten liegt, weil ein Teil von ihr sich immer wieder fragt, ob Menschen tatsächlich bleiben, wenn sie gerade nichts für sie tun kann?
  • ...sie dazu neigt, sich über Fürsorge und Hilfsbereitschaft einen festen Platz im Leben anderer Menschen zu schaffen, ohne sich dieses Muster selbst besonders bewusst zu machen?
  • ...Charlotte ausgesprochen selbstständig wirken kann und trotzdem sehr viel Wert darauf legt, Menschen um sich zu haben, bei denen sie nicht permanent funktionieren oder hilfreich sein muss?
  • ...sie Probleme normalerweise sehr direkt anspricht, bei Dingen, die sie selbst verletzlich machen, allerdings ganz schön gut darin werden kann, erst einmal zu behaupten, dass schon alles okay ist?
  • ...es bei ihr einen erheblichen Unterschied zwischen „Ich brauche keine Hilfe“ und „Ich möchte gerade niemandem zur Last fallen“ gibt?
  • ...Charlotte ihre Großmutter bis heute vermisst und viele kleine Gewohnheiten, Gerüche und Vorstellungen von Geborgenheit unmittelbar mit ihr verbindet?
  • ...Pfefferminztee deshalb bei Charlotte zuverlässig funktioniert, wenn sie einen richtig beschissenen Tag hatte?
  • ...sie zwar sehr gut darin ist, anderen Menschen Grenzen zu setzen, aber wesentlich schlechter darin, die eigenen Grenzen rechtzeitig zu bemerken?
  • ...Charlotte Menschen, die einmal wirklich zu ihrem engen Kreis gehören, ausgesprochen loyal gegenübersteht, ohne Loyalität deshalb mit bedingungsloser Zustimmung zu verwechseln?

...es außderdem über Charlotte O'Hare noch zu wissen gibt, dass...

  • ...Menschen, die bereits 1992/93 in Hogwarts waren, Charlotte möglicherweise noch aus ihrem ersten Jahr als Heilerin kennen, das ausgerechnet mit der erneuten Öffnung der Kammer des Schreckens zusammenfiel?
  • ...sie während dieser Zeit sehr schnell gelernt hat, dass die Ausbildung im St.-Mungo einen zwar auf ziemlich viel vorbereitet, ein Basilisk im Keller einer Schule aber offenbar nicht zwingend dazugehört?
  • ...Charlotte seitdem ungewöhnlichen Verletzungen und Symptomen gegenüber lieber einmal zu viel skeptisch wird, statt irgendeine merkwürdige Beobachtung vorschnell als unwichtig abzutun?
  • ...sie insbesondere bei Schülern sehr darauf achtet, nicht nur nach körperlichen Beschwerden zu fragen, sondern auch danach, was unmittelbar vorher passiert ist?
  • ...Charlotte im Krankenflügel ziemlich konsequent davon ausgeht, dass ein Patient ihr nicht die ganze Wahrheit erzählen muss, um trotzdem vernünftig behandelt zu werden?
  • ...sie entsprechend wenig Interesse daran hat, Schüler wegen irgendeines Regelverstoßes zu verhören, solange die fehlenden Informationen ihre Behandlung nicht gefährden?
  • ...das allerdings ziemlich schnell aufhört, sobald jemand ihr medizinisch relevante Informationen verschweigt und sie dadurch im Zweifel die falsche Behandlung einleiten könnte?
  • ...Charlotte Verschwiegenheit ausgesprochen ernst nimmt und Informationen aus dem Krankenflügel nicht weitererzählt, nur weil sie gerade interessant oder besonders skandalös sind?
  • ...sie sich im Gegenzug ziemlich deutlich dagegen stellt, wenn andere Erwachsene von ihr Informationen über Patienten verlangen, für die sie ihrer Ansicht nach keinen vernünftigen Grund haben?
  • ...ihr Umgang mit Autoritäten grundsätzlich respektvoll, aber keineswegs ehrfürchtig ist und ein beeindruckender Titel bei ihr noch lange nicht automatisch bedeutet, dass sie eine Entscheidung auch für sinnvoll hält?
  • ...Charlotte trotzdem sehr genau weiß, wann es klüger ist, eine Diskussion nicht unmittelbar zu führen und eine offen ausgesprochene Meinung deshalb gelegentlich ein paar Stunden später kommt als der Gedanke dazu?
  • ...sie Harry Potter grundsätzlich glaubt, wenn er behauptet, Voldemort sei zurückgekehrt, obwohl Charlotte selbst keinerlei Beweise dafür besitzt?
  • ...ihre Haltung dabei weniger aus irgendeiner besonderen Loyalität zu Harry oder Dumbledore entsteht, sondern aus der ziemlich einfachen Frage, warum ein vierzehnjähriger Junge sich ausgerechnet eine Geschichte ausdenken sollte, die ihm offensichtlich hauptsächlich Probleme einbringt?
  • ...Charlotte entsprechend sehr genau beobachtet, was sich unter Dolores Umbridge an der Schule verändert, bislang allerdings noch keinen besonders guten Plan dafür besitzt, was sie selbst dagegen unternehmen könnte?
  • ...sie damit wesentlich weniger mutig und entschieden umgeht, als ihr eigener Gerechtigkeitssinn das vermutlich gerne hätte?
  • ...Charlotte Professor Lupin während dessen Zeit in Hogwarts völlig selbstverständlich behandelt hat und seine Lykanthropie für sie nie ein ausreichender Grund gewesen wäre, ihn nicht weiter unterrichten zu lassen?
  • ...ihr Irrwicht eine alte und vollkommen allein zurückgebliebene Version ihrer selbst zeigt, obwohl Charlotte im Alltag vermutlich zu den letzten Menschen gehört, bei denen man unmittelbar eine ausgeprägte Angst vor Einsamkeit vermuten würde?
  • ...sie diesen Irrwicht mit einer Horde knallpinker Knuddelmuffs bekämpft, die begeistert versuchen, an die Nase ihres älteren Abbildes heranzukommen?
  • ...Charlotte selbst keine besonders gute Erklärung dafür besitzt, warum ihr Amortentia neben Pergament, frischer Tinte, Pfefferminztee und einigen sehr vertrauten Gerüchen aus ihrer Kindheit ausgerechnet nach Pfeifentabak riecht?
  • ...sie bei Heilmagie keineswegs außergewöhnlich begabt ist, sondern schlicht verdammt viel gelernt und sich innerhalb weniger Jahre eine ziemlich solide berufliche Routine erarbeitet hat?
  • ...ihre eigentliche Stärke vor allem darin liegt, auch dann noch sauber und strukturiert zu arbeiten, wenn um sie herum längst Chaos ausgebrochen ist?
  • ...Charlotte hervorragend apparieren kann, dafür aber bei Kopfrechnen schnell aussieht, als hätte man ihr gerade eine besonders komplizierte Form dunkler Magie vorgelegt?
  • ...sie sich im Zweifelsfall lieber fünfmal denselben medizinischen Fachtext durchliest, als auch nur einmal freiwillig eine umfangreiche historische Abhandlung anzufassen?


Wirkung und Verhalten von Charlotte O'Hare

gegenüber der Familie
Familie ist für Charlotte grundsätzlich ein ziemlich weit gefasster Begriff, auch wenn ihr engster Kreis natürlich aus den Menschen besteht, mit denen sie aufgewachsen ist. Ihr Vater, ihre Mutter und ihre beiden deutlich älteren Geschwister gehören trotz der Trennung ihrer Eltern ganz selbstverständlich dazu. Daran hat sich für Charlotte nie besonders viel geändert. Sie ist in einem Haushalt großgeworden, in dem mehrere Generationen zusammenlebten, ständig irgendjemand in der Küche stand, Besuch ein und aus ging und man sich genauso zuverlässig auf die Nerven gehen wie füreinander da sein konnte. Entsprechend definiert sie Familie weniger darüber, wer mit wem verheiratet ist oder unter welchem Dach jemand lebt, sondern über Verbindlichkeit. Man taucht auf. Man meldet sich. Man hilft, wenn Hilfe gebraucht wird und man darf sich im Gegenzug auch gegenseitig ziemlich deutlich sagen, wenn jemand gerade Blödsinn macht. Die Trennung ihrer Eltern hat dieses Verständnis überhaupt nicht erschüttert, sondern eher gestärkt. Gerade weil beide sich bemüht haben, Charlotte niemals das Gefühl zu geben, sie müsse sich zwischen ihnen entscheiden. Dass sie damals bei ihrem Vater geblieben ist, war entsprechend keine Entscheidung gegen ihre Mutter. Es war einfach die, die sich für sie richtiger angefühlt hat. Im direkten Familienkreis ist Charlotte entsprechend offen, körperlich zugewandt und ausgesprochen wenig daran interessiert, irgendwelche besonders souveränen Versionen ihrer selbst aufrechtzuerhalten. Sie redet viel, erzählt Kleinigkeiten aus ihrem Alltag, fragt nach, mischt sich gelegentlich ungefragt ein und besitzt diese unangenehme soziale Fähigkeit, innerhalb weniger Sekunden zu merken, wenn jemand behauptet, es sei alles in Ordnung und dabei ziemlich offensichtlich lügt. Gleichzeitig ist sie innerhalb ihrer Familie sehr stark über Fürsorge definiert. Das war schon früher so, hat sich seit dem Tränkeunfall ihres Vaters allerdings erheblich verstärkt. Seit er pflegebedürftig geworden ist, organisiert Charlotte einen nicht unerheblichen Teil ihres Alltags um ihn herum und übernimmt dabei gerne ein bisschen mehr, als eigentlich notwendig wäre. Natürlich würde sie vehement behaupten, dass das überhaupt kein Problem ist. Sie arbeitet schließlich ohnehin in Hogwarts, Hogsmeade liegt praktisch vor der Tür und ihr Vater hat sich jahrelang um sie gekümmert. Jetzt ist sie eben dran. Klingt absolut vernünftig. Ist es grundsätzlich auch. Dass Charlotte manchmal erst merkt, wie erschöpft sie selbst eigentlich ist, wenn alles andere bereits erledigt wurde, gehört zu den Details, die sie in dieser Rechnung ausgesprochen gerne übersieht. Dabei ist ihre Familie für Charlotte trotzdem kein Ort, an dem sie nur gebraucht werden möchte. Im Gegenteil. Ihre Geschwister dürfen sie noch immer wie die deutlich jüngere Schwester behandeln, was Charlotte je nach Tagesform entweder ausgesprochen liebevoll oder absolut unerträglich findet, und bei ihrer Mutter kann sie sich vermutlich auch mit fünfundzwanzig noch dabei erwischen, plötzlich wieder wesentlich jünger zu werden, sobald diese den richtigen Tonfall anschlägt. Besonders eng ist allerdings die Beziehung zu ihrem Vater. Dass sie nach der Trennung bei ihm geblieben ist, gemeinsam mit ihm in Hogsmeade gelebt und später ausgerechnet dorthin zurückgekehrt ist, als ihr eigenes Leben auseinanderzufallen begann, ist absolut kein Zufall. Zuhause bedeutet für Charlotte heute sehr viel stärker als früher, einen Ort zu haben, an dem niemand etwas von ihr verlangt. Dass sie trotzdem ständig irgendetwas erledigt, organisiert oder fragt, ob noch jemand einen Tee möchte, ist dann eben Charlottes ganz eigene Interpretation davon.

gegenüber Freunden
Freundschaften zu schließen fällt Charlotte grundsätzlich ziemlich leicht. Sie ist offen, gesprächig und gehört eher zu den Menschen, die sich einfach irgendwo dazu stellen und schnell einen halbwegs brauchbaren Gesprächseinstieg finden. Zwanzig Minuten später hat man dann vergessen, das man sich eigentlich gerade erst kennengelernt hat. Das bedeutet allerdings nicht, dass sie jeden Menschen sofort in den ihren engsten Kreis aufnimmt. Bekanntschaften hat Charlotte viele und sie kann Menschen auch ehrlich mögen, ohne daraus automatisch eine tiefe Freundschaft zu machen. Wirklich wichtig wird ihr jemand eher über Zeit, Verlässlichkeit und die Erfahrung, dass eine Freundschaft keine Einbahnstraße ist, in der einer mehr investiert als der andere bereit ist zu geben. Befindet man sich in Charlottes engerem Umfeld, bekommt man das volle Programm. Gespräche über scheinbar belanglose Dinge, spontane Besuche, ehrliche Nachfragen und falls gewünscht auch viel körperliche Nähe, wenn man sich gut genug kennt. Und, ziemlich sicher, völlig ungefragt irgendwann einen Tee in die Hand gedrückt. Und was zu essen. Gastfreundschaft geht immerhin mit Manieren einher! Charlotte ist aufmerksam, interessiert sich tatsächlich dafür, was im Leben ihrer Freunde passiert und gehört zu den Menschen, die auch Wochen später noch daran erinnern können, dass irgendein Gespräch noch nicht abgeschlossen war. Vorausgesetzt natürlich, sie erinnert sich an den Namen der beteiligten Person. Aber gut. Man kann nicht alles haben! Für ihre Freunde übernimmt Charlotte sehr gern Verantwortung und genau dort liegt eines ihrer größten Probleme. Oder eher ihre größte Schwäche. Wenn jemand ihr erzählt, das etwas schiefläuft, beginnt ihr Kopf ganz automatisch nach Lösungen zu suchen. Kann sie helfen? Muss jemand informiert werden? Braucht die Person wen zum Reden? Einen Rat? Jemand der neben ihr sitzt und erstmal zuhört? Muss sie was tun? Mülltüte, toter Hund und Schaufel? Fluchtwagen? Sie stellt also erstmal Fragen. Das hat sie gelernt. Ziemlich hart sogar, denn sie hat viele Menschen für diesen Fortschritt vor den Kopf stoßen müssen. Am Ende sagt sie dann meistens nicht die Dinge, die man so erwarten würde. Sie verurteilt Menschen nicht aufgrund ihrer Geschichte und vermutlich hätte sie sogar für einen reumütigen Todesser noch ein offenes Ohr, solange der nur ehrlich an sich arbeitet. Menschen machen immerhin Fehler. Fürsorge ist eine ihrer deutlichsten Arten, Zuneigung zu zeigen. Sie hört zu, ist da, hilft praktisch und wenn nötig auch theoretisch und packt mit an, wenn das gebraucht wird. Auch dann, wenn die Person, die gerade ihre Hilfe braucht in dem Moment vielleicht nicht die angenehmste Version ihrer selbst ist. Loyalität bedeutet für Charlotte übrigens nicht, Freunden grundsätzlich Recht zu geben. Wenn sie glaubt, dass jemand völligen Unsinn macht, wird sie das sagen. Vielleicht freundlich. Vielleicht mit einem tiefen Atemzug vorher. Aber ziemlich sicher wird sie den Mund aufmachen. Seit der Sache mit Tony ist sie dabei an einer Stelle aber vorsichtiger geworden, die nicht sofort auffällt. Charlotte misstraut anderen Menschen nicht grundsätzlich. Und sie hat uach nicht beschlossen, das emotionale Nähe eine schlechte Idee wäre. Aber sie achtet mittlerweile sehr stark darauf, ob die von ihr geführten Beziehungen auch ausgeglichen sind. Und ob ihre Grenzen akzeptiert werden. Selbstbeobachtung ist dabei allerdings ein Ding mit sehr großem toten Winkel. Charlotte kann schließlich ausgezeichnet erkennen, wenn ihre Freunde ihre eigenen Grenzen ignorieren und gleichzeitig drei Tage lang so tun, als wäre es vollkommen normal, selbst kaum zu schlafen, weil ihr Vater sie braucht und im Krankenflügel gerade viel los ist. Ihre Freunde dürfen sie auf diese kleine Doppelmoral übrigens hinweisen. Ob sie das in diesem Moment besonders hilfreich findet, ist nochmal eine andere Frage.

gegenüber Bekannten
Begegnet man Charlotte das erste Mal, wirkt sie vermutlich vor allem offen, freundlich und ziemlich unkompliziert. Sie geht leicht auf andere Menschen zu, hat wenig Probleme mit Smalltalk und gehört nicht zu der Sorte Person, bei der man erst einmal herausfinden muss, ob ein Gespräch überhaupt erwünscht ist. Meistens ist es das. Charlotte fragt nach, hört zu, lacht schnell und schafft es zuverlässig, auch mit vollkommen Fremden innerhalb kurzer Zeit eine angenehme Gesprächsebene zu finden. Gerade weil sie beruflich ständig mit Menschen zu tun hat, die verletzt, nervös, überfordert oder einfach nur genervt sind, fällt es ihr leicht, Situationen sozial einzuschätzen und ihren eigenen Ton entsprechend anzupassen. Dabei wirkt sie allerdings selten übermäßig einnehmend. Charlotte kann viel reden, aber sie besitzt genug Gefühl für ihr Gegenüber, um zumindest meistens zu merken, wann jemand gerade lieber seine Ruhe hätte. Auffällig ist vermutlich auch, dass sie sehr direkt wirkt, ohne dabei grundsätzlich schroff zu sein. Charlotte stellt Fragen, wenn sie etwas wissen möchte, und wenn ihr etwas unklar ist, fragt sie lieber nach, statt sich selbst irgendeine Erklärung zusammenzubauen. Das gilt im Privaten genauso wie im Krankenflügel. Dennoch ist sie ausgesprochen aufmerksam für Stimmungen und Veränderungen im Verhalten anderer Menschen. Wenn jemand plötzlich stiller wird, angespannter wirkt oder offensichtlich versucht, ein Thema zu umgehen, fällt ihr das meistens recht schnell auf. Ob sie die Person dann darauf anspricht, hängt allerdings stark davon ab, wie gut man sich kennt. Nur weil Charlotte etwas bemerkt, glaubt sie nicht automatisch, dass sie auch ein Recht auf eine Erklärung hat. Was man bei einem ersten Treffen weniger schnell erkennt, ist, wie klar ihre Grenzen werden können. Charlotte wirkt warm, zugänglich und hilfsbereit und gerade deshalb kann man leicht annehmen, dass sie sehr viel mit sich machen lässt. Tut sie nicht. Wenn jemand unhöflich, übergriffig oder respektlos wird, verändert sich bei ihr meistens nicht einmal die Lautstärke. Im Gegenteil. Charlotte wird eher ruhiger, sachlicher und deutlich eindeutiger. Sie schreit selten zurück und braucht auch keine große Szene, um klarzumachen, dass ein Gespräch gerade an einem Punkt angekommen ist, an dem sie nicht mehr bereit ist, alles freundlich wegzulächeln. Entsprechend bleibt von ihr bei den meisten Menschen vermutlich zunächst der Eindruck einer unkomplizierten und herzlichen Frau hängen. Wer genauer hinsieht, merkt allerdings ziemlich schnell, dass freundlich bei Charlotte keineswegs dasselbe bedeutet wie beliebig verfügbar.

gegenüber Feinden
Einen Menschen wirklich als Feind zu betrachten dauert bei Charlotte ziemlich lange. Sie kann jemanden unsympathisch finden, sich über eine Person aufregen, den Kontakt vermeiden oder auch ausgesprochen deutlich sagen, dass sie mit jemandem gerade absolut nichts anfangen kann. Aber Hass? Dafür muss man sich schon ein bisschen mehr Mühe geben. Charlotte glaubt grundsätzlich daran, dass Menschen Fehler machen dürfen, schlechte Entscheidungen treffen und sich sogar ziemlich beschissen verhalten können, ohne deshalb für immer genau dieser eine Moment zu sein. Wer Verantwortung übernimmt, ehrlich bereut und tatsächlich versucht, etwas zu verändern, bekommt von ihr entsprechend wesentlich eher noch eine Chance, als jemand, der sein Verhalten immer wieder vor sich selbst rechtfertigt. Vermutlich könnte deshalb sogar ein ehemaliger Todesser mit einer wirklich glaubhaften Geschichte bei ihr irgendwann auf Verständnis stoßen. Begeistert wäre sie davon sicher nicht. Aber Charlotte unterscheidet ziemlich entschieden zwischen einem Menschen, der Schreckliches getan hat, und einem Menschen, der weiterhin Schreckliches tun möchte. Ziemlich zuverlässig verdirbt man es sich mit ihr hingegen über bewusst ausgenutzte Machtverhältnisse. Menschen kleinzumachen, sie abhängig zu halten, ihre Grenzen zu ignorieren oder gezielt dort zuzuschlagen, wo jemand sich schlechter verteidigen kann, trifft bei Charlotte einen ausgesprochen empfindlichen Punkt. Seit Tony vermutlich noch ein bisschen empfindlicher als früher. Noch schlimmer wird es, wenn Kinder, Patienten oder Menschen betroffen sind, für die Charlotte Verantwortung trägt. Dann verschwindet ein ziemlich großer Teil ihrer sonst vorhandenen Bereitschaft, erst einmal hundert mögliche Erklärungen für ein Verhalten zu suchen. Trotzdem ist sie auch dann nicht besonders rachsüchtig. Charlotte möchte niemanden leiden sehen, nur damit sich eine Rechnung anschließend irgendwie ausgeglichen anfühlt. Sie zieht Grenzen, beendet Kontakt, meldet Dinge, wenn sie gemeldet werden müssen und greift ein, wenn jemand geschützt werden muss. Danach wäre es ihr im Idealfall am liebsten, die betreffende Person würde einfach sehr weit weg von ihr weiterexistieren und dort niemanden mehr nerven. Unterschätzen sollte man ihre Friedfertigkeit trotzdem nicht. Charlotte besitzt keinerlei grundsätzliche Hemmung, ihren Zauberstab gegen einen anderen Menschen einzusetzen, wenn die Situation es erforderlich macht. Sie möchte nur ziemlich genau wissen, warum sie das tut. Wut allein reicht ihr dafür nicht. Angst übrigens auch nicht. Wenn reden, Abstand schaffen oder Deeskalation nicht mehr funktionieren und jemand tatsächlich eine Gefahr darstellt, wird aus der Frau, die normalerweise unbedingt irgendeinen Konsens finden möchte, ziemlich schnell eine recht entschlossene Person. Lauter wird sie dabei meistens nicht. Eher im Gegenteil. Je ernster die Situation, desto ruhiger wird Charlotte und desto weniger Worte braucht sie. Wer an diesem Punkt angekommen ist, hat entsprechend vermutlich schon mehrere Gelegenheiten verpasst, die Sache wesentlich angenehmer zu beenden.

in Bezug auf Liebesbeziehungen
Charlotte ist ein Beziehungsmensch. Unverbindliche Geschichten oder One-Night-Stands sind nicht grundsätzlich etwas, das sie verurteilen würde, aber für sie selbst funktionieren sie eher nicht. Nähe entwickelt sich bei Charlotte über Vertrauen, Verlässlichkeit und das Gefühl, einen Menschen tatsächlich zu kennen und sobald Gefühle im Spiel sind, möchte sie auch wissen, woran sie ist. Das bedeutet allerdings nicht, dass sie sich nur nach monatelanger sorgfältiger Prüfung verlieben könnte. Im Gegenteil. Charlotte kann sich ziemlich schnell für Menschen begeistern, flirtet gern und ist grundsätzlich offen dafür, jemanden kennenzulernen. Nur zwischen „Ich finde dich ziemlich toll“ und „Hier, nimm bitte mein gesamtes emotionales Innenleben und pass gut drauf auf“ liegen inzwischen ein paar zusätzliche Schritte. Das war früher anders. Immerhin kam sie mit Tony zusammen, als sie siebzehn war und blieb anschließend so lange mit ihm zusammen, dass ein ziemlich großer Teil ihrer Vorstellung davon, wie Beziehungen funktionieren, innerhalb genau dieser einen Partnerschaft entstanden ist. Andere große Liebesgeschichten hatte sie schlicht nicht. Für Charlotte war Tony nicht irgendein Freund, sondern irgendwann die selbstverständlich eingeplante Zukunft. Hochzeit, gemeinsames Leben, alt werden. Das ganze Programm. Dass ausgerechnet diese Beziehung am Ende nicht nur zerbrochen ist, sondern Charlotte rückblickend feststellen musste, wie häufig sie sich darin selbst zurückgenommen hat, beschäftigt sie entsprechend noch immer. In einer Beziehung ist Charlotte zugewandt, körperlich und emotional liebevoll und ziemlich deutlich darin, dass sie ihr Gegenüber gern hat. Sie braucht keine gigantischen romantischen Inszenierungen, freut sich aber über kleine Gesten und zeigt Zuneigung selbst vor allem über Aufmerksamkeit. Sie merkt sich, wie jemand seinen Tee trinkt, bringt etwas mit, weil sie irgendwo darüber gestolpert ist und an die Person denken musste, hört sich Geschichten an, die sie schon dreimal gehört hat und ist vermutlich grundsätzlich der Meinung, dass sich viele Abende gemeinsam auf einem Sofa ganz hervorragend verbringen lassen. Aber sie braucht Kommunikation. Probleme wochenlang totzuschweigen und darauf zu hoffen, dass sie irgendwann von allein verschwinden, funktioniert mit Charlotte eher schlecht. Sie möchte verstehen, was los ist, stellt Fragen und sucht normalerweise ziemlich schnell das Gespräch. Genau dort liegt allerdings auch eine ihrer gefährlicheren Seiten: Charlotte kann sich sehr lange bemühen, etwas zu reparieren, bevor sie akzeptiert, dass eine Beziehung vielleicht gar nicht von beiden Seiten repariert werden soll. Bei Tony hat sie Grenzen verschoben, Kompromisse gemacht und immer wieder versucht, eine gemeinsame Lösung zu finden, während sich ihr eigenes Leben zunehmend darum drehte, möglichst wenig Reibungsfläche zu bieten. Dass sie heute weiß, dass das ungesund war, bedeutet leider nicht automatisch, dass sämtliche dazugehörigen Verhaltensmuster damit verschwunden sind. Entsprechend ist Charlotte heute vorsichtiger, aber keineswegs verschlossen. Sie möchte sich wieder verlieben. Vielleicht würde sie das aktuell nicht unbedingt derart direkt formulieren, denn gerade konzentriert sie sich sehr überzeugend auf ihren Vater, ihre Arbeit und natürlich auf sich selbst. Ganz wichtig. Sehr viel Selbstfindung. Absolut keine Ablenkung durch irgendwelche interessanten Menschen vorgesehen. Blöd nur, dass Gefühle sich erfahrungsgemäß eher selten an einen vernünftigen Zeitplan halten. Wenn Charlotte heute jemanden näher an sich heranlässt, achtet sie stärker darauf, ob ihre Grenzen respektiert werden, ob Interesse tatsächlich gegenseitig ist und ob sie in einer Beziehung noch dieselbe Person sein darf, die sie außerhalb davon ist. Gleichzeitig wird sie vermutlich empfindlicher auf Dinge reagieren, die auch nur entfernt nach Kontrolle, emotionalem Rückzug oder Unehrlichkeit aussehen. Nicht immer gerechtfertigt und möglicherweise gelegentlich ein bisschen zu schnell. Tony hat ihr aber vor allem eine Lektion hinterlassen, die Charlotte nicht noch einmal vergessen möchte: Liebe darf Arbeit sein. Sie sollte nur nicht verlangen, dass einer von beiden dabei langsam verschwindet.
Lebensgeschichte und Ausblick

Werdegang

  • 19.04.1970: Geburt von Charlotte O’Hare in Dublin, Irland
  • April 1980: Tod ihrer Großmutter, die bis dahin eine der wichtigsten Bezugspersonen in Charlottes Kindheit gewesen ist
  • 01.09.1981: Einschulung in Hogwarts (Hufflepuff)
  • 31.10.1981: Lord Voldemort verschwindet/wird besiegt.
  • Weihnachten 1981: Während der Weihnachtsferien zeichnet sich für Charlotte erstmals deutlich ab, dass die Ehe ihrer Eltern nicht mehr besonders gut funktioniert
  • Sommer 1982: Einvernehmliche Trennung ihrer Eltern nach Charlottes erstem Schuljahr. Beide sprechen offen mit ihrer Tochter über die Entscheidung; Charlotte entscheidet sich dafür, zukünftig hauptsächlich bei ihrem Vater zu leben
  • Weihnachten 1982: Charlotte verbringt den ersten Teil der Weihnachtsferien bei ihrer Mutter in Dublin und zieht anschließend zu ihrem Vater nach Hogsmeade
  • 01.09.1985: Beginn des fünften Schuljahres; Charlotte wird Vertrauensschülerin
  • Schuljahr 1985/1986: Charlotte und Tony kommen zusammen
  • 30.06.1986: ZAGs
    • Geschichte der Zauberei: A
    • Kräuterkunde: O
    • Zaubertränke: O
    • Verwandlung: E
    • Zauberkunst: E
    • Astronomie: A
    • Verteidigung gegen die Dunklen Künste: E
    • Pflege magischer Geschöpfe: E
    • Alte Runen: A
  • 30.06.1988: UTZ-Abschluss
    • Kräuterkunde: O
    • Zaubertränke: O
    • Verwandlung: E
    • Zauberkunst: O
    • Verteidigung gegen die Dunklen Künste: E
  • Sommer 1988: Beginn der Ausbildung zur Heilerin im St.-Mungo-Hospital für Magische Krankheiten und Verletzungen
  • 1992: Abschluss der Ausbildung zur Heilerin, Charlotte und Tony verloben sich nach mehreren gemeinsamen Jahren
  • 01.09.1992: Antritt als zusätzliche Heilerin im Krankenflügel von Hogwarts an der Seite von Poppy Pomfrey
  • Schuljahr 1992/1993: Beteiligung an der medizinischen Versorgung während der erneuten Öffnung der Kammer des Schreckens
  • 1993: Charlotte spricht sich nach Bekanntwerden seiner Lykanthropie dafür aus, dass Remus Lupin weiterhin als Lehrer in Hogwarts tätig bleiben sollte. Leider erfolglos.
  • 1994: Schwerer Tränkeunfall ihres Vaters, durch dessen Folgen er dauerhaft auf Unterstützung angewiesen ist
  • Schuljahr 1994/1995: Medizinische Betreuung der Schüler während des Trimagischen Turniers gemeinsam mit Madam Pomfrey
  • Winter 1994: Charlotte erfährt von Tonys Verhältnis mit einer Kollegin aus dem Ministerium und beendet nach mehreren gemeinsamen Jahren die Beziehung und Verlobung
  • Anfang 1995: Charlotte zieht vollständig zurück zu ihrem Vater nach Hogsmeade und übernimmt einen großen Teil seiner Versorgung
  • Sommer 1995: Charlotte bleibt trotz der zunehmenden politischen Spannungen und der öffentlichen Auseinandersetzungen um Voldemorts Rückkehr als Heilerin in Hogwarts tätig
  • 01.09.1995: Beginn ihres vierten Jahres als Heilerin in Hogwarts

Spielererwartung

Für Charlotte wünsche ich mir vor allem, dass sie ihren eigenen Platz in der Welt findet, in der sie sich bewegt. Bisher hat sie einen großen Teil ihres Lebens über andere Menschen definiert: über ihre Familie, über Tony, über ihren Beruf und zuletzt sehr stark über die Verantwortung für ihren Vater. Das soll sich nicht komplett ändern, immerhin sind Fürsorge und Nähe ein wichtiger Teil von ihr. Sie soll allerdings lernen, stärker danach zu fragen, was sie selbst möchte und wo ihre eigenen Grenzen, Wünsche und Überzeugungen liegen, ohne diese automatisch hinter denen anderer Menschen anzustellen. Gerade die politische Entwicklung der kommenden Jahre bietet dafür ziemlich viel Raum. Charlotte ist aktuell kein besonders politischer Mensch. Sie besitzt klare moralische Vorstellungen und erkennt durchaus, wenn etwas falsch läuft, aber daraus folgt bei ihr noch lange kein konkretes Handeln. Die Situation in Hogwarts, der zunehmende Einfluss des Ministeriums und letztlich natürlich der kommende Krieg sollen sie deshalb zwingen, sich stärker mit Dingen auseinanderzusetzen, denen sie bisher lieber aus dem Weg gegangen ist. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie sich irgendwann klarer positioniert und sich auch aktiv auf eine Seite stellt. Ob das unmittelbar über den Orden des Phönix, über ihre Arbeit als Heilerin oder über eine ganz andere Form von Unterstützung geschieht, möchte ich allerdings lieber im Spiel entstehen lassen. Natürlich wird auch ihr Privatleben eine Rolle spielen. Charlotte wird jemanden kennenlernen, mit dem sich langfristig eine neue Beziehung entwickeln soll, allerdings soll diese Beziehung nicht ihre gesamte Geschichte bestimmen. Im Gegenteil. Gerade nach Tony finde ich spannend, wie Charlotte lernt, Nähe wieder zuzulassen, ohne sich dabei selbst aus den Augen zu verlieren. Insgesamt freue ich mich deshalb besonders auf eine Entwicklung, bei der sie nicht zu einem vollkommen anderen Menschen wird, sondern langsam selbstständiger, politisch bewusster und sicherer darin, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen.

Freitext

Schuljahr 1985/1986 | 15 Jahre
Nach dem ersten Kuss mit Tony
Okay. Also. Ich wurde heute geküsst.
Von Tony.
Und ich weiß wirklich nicht, warum ich das aufschreibe, als könnte ich es sonst vergessen. Als würde mein Gehirn das nicht sowieso seit ungefähr drei Stunden in Dauerschleife abspielen und jedes einzelne Mal versuchen herauszufinden, ob ich irgendwas Peinliches gemacht habe.
Hab ich wahrscheinlich. Bestimmt sogar. Vielleicht hab ich die Augen zu früh zugemacht. Oder zu spät. Gibt es da überhaupt ein richtiges Timing? Wer bringt einem sowas bei?
Dafür gibt es sieben Jahre Hogwarts, aber natürlich kein Unterrichtsfach für Sachen, die man tatsächlich irgendwann gebrauchen könnte. Stattdessen weiß ich, wie man einen Käfer in einen Knopf verwandelt. Ganz hervorragend.
Er hat danach gelächelt. Also Tony. Nicht der Käfer.
Und ich glaube, ich hab auch gelächelt. Vermutlich ziemlich bescheuert sogar. Aber irgendwie war das egal. Es war gar nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte. Nicht groß oder irgendwie… keine Ahnung. Magisch. Also schon magisch. Wir sind Zauberer. Aber nicht so. Es war einfach Tony und ich und für ein paar Sekunden war alles ganz still und danach war es eigentlich genauso wie vorher und gleichzeitig überhaupt nicht mehr.
Ich glaube, ich mag ihn wirklich. Also wirklich wirklich.

Sommer 1992 – 22 Jahre
Nach der Verlobung
Ich bin jetzt verlobt.
Das fühlt sich vollkommen absurd an, obwohl es gleichzeitig die logischste Sache überhaupt sein müsste. Immerhin sind Tony und ich schon so lange zusammen, dass ich mich manchmal ernsthaft fragen muss, ab welchem Punkt aus einem Freund eigentlich der Mensch geworden ist, bei dem man ganz selbstverständlich davon ausgeht, dass er auch in zehn, zwanzig oder fünfzig Jahren noch neben einem sitzt.
Aber heute hat er mich gefragt. Und ich hab Ja gesagt.
Natürlich hab ich Ja gesagt.
Und der Ring ist so wundervoll. Ich kann gar nicht aufhören, ihn anzuschauen.
Ich hab nicht einmal darüber nachgedacht. Das klingt vermutlich furchtbar unromantisch, ist aber gar nicht so gemeint. Es gab einfach nichts zu überlegen. Tony gehört zu meinem Leben. Ich kenne seine schlechten Angewohnheiten, er kennt meine. Er weiß, dass ich Namen vergesse und morgens nicht angesprochen werden möchte, bevor ich irgendwas getrunken habe. Ich weiß, wann er lügt, wenn er behauptet, dass ihn irgendwas nicht stört. Wir haben Hogwarts überstanden, meine Ausbildung, seine ersten Jahre im Ministerium und diese vollkommen beschissenen Wochen, in denen ich dachte, ich würde die Prüfungen im St. Mungo niemals schaffen.
Und jetzt kommt eben der nächste Schritt.
Meine Ausbildung ist abgeschlossen. Hogwarts steht vor der Tür. Tony hat seine Arbeit. Wir haben Pläne.
Es fühlt sich gut an, welche zu haben.

Winter 1994 – 24 Jahre
Nachdem sie herausfindet, dass Tony sie betrügt
Ich habe ihn gefragt. Direkt.
Keine Spielchen, keine Fallen, kein „ich weiß etwas, aber sag du es mir zuerst“. Einfach gefragt.
Und er hat gelogen.
Das ist vermutlich das, was gerade am meisten weh tut. Nicht einmal sie. Nicht die Vorstellung, dass er sie berührt hat oder geküsst oder was auch immer. Darüber will ich ehrlich gesagt gerade überhaupt nicht nachdenken. Vielleicht morgen. Vielleicht nie.
Aber ich habe ihn angesehen und ihm die Möglichkeit gegeben, mir die Wahrheit zu sagen und er hat sich entschieden, es nicht zu tun.
Und irgendwann später hat er dann aufgehört zu lügen, weil es offenbar keinen Sinn mehr hatte.
Ich dachte immer, wenn sowas passiert, weiß man sofort, was man tun muss. Man wird wütend. Man schreit. Man schmeißt irgendwas. Vielleicht schlägt man eine Tür zu. In irgendwelchen Romanen regnet es draußen vermutlich auch noch.
Ich hab hauptsächlich dagesessen.
Und dann hab ich angefangen Fragen zu stellen.
Seit wann? Wie oft? Warum? Weiß sie von mir? Wolltest du es mir irgendwann sagen?
Und das wirklich Beschissene ist, dass die Antworten irgendwann aufgehört haben wichtig zu sein.
Weil mir während dieses Gesprächs plötzlich Dinge eingefallen sind, die überhaupt nichts mit ihr zu tun hatten. Die Diskussionen wegen Hogwarts. Wegen Dad. Weil ich zu viel arbeite. Weil ich zu oft in Hogsmeade bin. Weil ich nicht immer Zeit hatte, wenn Tony welche wollte. Diese ganzen kleinen Gespräche, nach denen ich hinterher dachte, vielleicht hätte ich wirklich einfach anders planen müssen.
Vielleicht hätte ich mehr Rücksicht nehmen müssen. Vielleicht hätte ich früher nach Hause kommen können. Vielleicht hätte ich… Nein.
Nein, genau das mache ich jetzt nicht.
Ich weiß noch nicht, was ich morgen mache.
Aber ich weiß ziemlich sicher, was ich nicht mehr mache.
Mich entschuldigen, weil mein Leben Platz braucht.

Januar 1995 – 24 Jahre
Nach der Trennung und belastet durch den Unfall ihres Vaters
Dad hat heute gefragt, ob ich wegen ihm hier bin.
Ich hab gesagt, natürlich bin ich wegen ihm hier.
Das war vermutlich nicht die Antwort, nach der er gefragt hat.
Er wollte wissen, ob ich mein Leben gerade aufgebe, um mich um ihn zu kümmern. Ob ich Hogsmeade gewählt habe, weil ich wirklich hier sein möchte oder weil ich glaube, dass ich hier sein muss.
Ich hasse es, wenn er solche Fragen stellt.
Vor allem weil ich keine vernünftige Antwort darauf habe.
Tony ist weg. Also nicht weg weg. Er existiert natürlich weiterhin. Irgendwo. Vermutlich im Ministerium. Vermutlich tut er gerade irgendwas vollkommen Normales und das fühlt sich manchmal fast beleidigend an. Als müsste die Welt zumindest ein bisschen anders aussehen, nachdem acht Jahre meines Lebens einfach aufgehört haben, in die Richtung weiterzulaufen, in die sie sollten.
Und Dad…
Dad braucht Hilfe.
Er braucht die nicht ständig, immerhin. Er ist kein Kind und ich muss wirklich aufhören, ihn manchmal so zu behandeln. Er hasst das. Zu Recht.
Aber es gibt Tage, an denen seine Hände nicht so wollen wie er. Tage, an denen ihm schon der Weg nach oben schwerfällt. Medikamente, Tränke, Kontrolltermine. Dinge, bei denen ich helfen kann.
Also helfe ich. Natürlich helfe ich.
Ich bin seine Tochter. Ich bin Heilerin. Ich wohne jetzt hier. Hogwarts ist direkt da. Alles vollkommen logisch.
Und trotzdem bin ich so müde.
Ich glaube, ich muss irgendwann herausfinden, wie man für jemanden da ist, ohne dabei jede freie Ecke mit Verantwortung vollzustopfen.
Aber vielleicht nicht heute.
Heute mache ich Dad seinen Trank, kontrolliere nochmal die Dosierung und gehe danach schlafen.
Und morgen versuche ich zumindest, nicht bereits beim Frühstück so zu tun, als hätte ich alles hervorragend im Griff.

07.11.1995 – 25 Jahre
Ausbildungserlass Nr. 23
Jetzt überprüft sie also den Unterricht.
Alle Lehrkräfte.
Und die Ergebnisse gehen ans Ministerium.
Ich habe den Erlass heute zweimal gelesen und beim zweiten Mal stand da leider immer noch derselbe Bullshit.
Vielleicht bin ich zu empfindlich. Vielleicht ist das tatsächlich nur irgendeine bürokratische Maßnahme und ich verstehe zu wenig davon, wie solche Dinge funktionieren. Wäre möglich. Ich verstehe Ministeriumspolitik ungefähr genauso gut wie komplizierte Kopfrechnung und bei letzterem weiß wenigstens jeder, dass er mir besser Pergament und Feder gibt.
Aber irgendwas daran fühlt sich falsch an.
Nicht, weil Unterricht nicht überprüft werden darf. Natürlich sollte jemand darauf achten, dass Lehrer ihren Beruf vernünftig machen. Ich würde auch nicht wollen, dass irgendein vollkommen unfähiger Heiler jahrelang Patienten behandelt, nur weil niemand kontrollieren möchte, was der eigentlich tut.
Aber das hier fühlt sich nicht an wie eine normale Überprüfung.
Es fühlt sich an wie Suchen.
Als würde Umbridge nicht wissen wollen, ob jemand gut unterrichtet, sondern ob jemand so unterrichtet, wie das Ministerium es gerne möchte.
Und genau das macht mir so ein unangenehmes Gefühl im Bauch.
Ich habe bei Remus gesehen, wie schnell aus einem guten Lehrer plötzlich ein Problem werden kann, sobald jemand nur lange genug das richtige Etikett auf ihn klebt. Ich sehe gerade bei Harry, wie leicht man einen Jungen zum Lügner erklären kann, wenn genügend Erwachsene beschließen, dass seine Wahrheit unbequem ist.
Und jetzt läuft diese Frau durch die Schule und entscheidet offenbar darüber, wer seinen Beruf richtig macht.
Was mache ich, wenn irgendwann jemand entscheidet, dass auch der Krankenflügel überprüft werden muss?
Was mache ich, wenn sie wissen möchte, was Schüler mir erzählen?
Was mache ich, wenn Neutralität irgendwann bedeutet, Dinge mitzutragen, die ich eigentlich falsch finde?
Ich weiß es nicht.
Und das ist für mich ein echtes Problem.
Ich weiß ziemlich genau, was ich für richtig und falsch halte, solange jemand direkt vor mir steht. Wenn ein Schüler verletzt ist, helfe ich ihm. Wenn jemand schlecht behandelt wird, greife ich ein. Wenn jemand Angst hat, setze ich mich dazu. Das kann ich.
Aber was macht man gegen etwas, das nicht mit einem verletzten Menschen anfängt, sondern mit einem Erlass auf Pergament?
Ich bin völlig ratlos. Und ich habe Angst. Um die Schüler. Als Heilerin find ich überall Arbeit. Aber ich glaube langsam nicht mehr, dass Wegsehen auf Dauer funktionieren wird.


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