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Harry Potter RPG · 1995

owlways

every story leaves a trace
forennews
Forenteam
Als Team stehen euch als Ansprechpartner Feye, Ben und Rica zur Seite.

Hey ihr Lieben,

wir bringen nochmal gar nicht so kurze Kurznews mit.
Zunächst einmal läuten wir den Herbst mit einem neuen Standartdesign ein. Das gibt es für euch sowohl in hell wie auch in dunkel. Colors of Autumn und Days get Darker stehen euch jetzt zur Verfügung.
Es gibt eine aktuelle, neue Arbeitsplatzliste. Bitte schaut einmal rein und prüft, ob eure Charaktere richtig drin stehen. Wir sollten theoretisch alle erwischt haben, Doppelnennungen durch beispielsweise freiberufliche Nebentätigkeiten, einen Sitz im Gamot oder ähnliches sind möglich. Sollte uns irgendjemand an irgendeiner Stelle durch die Lappen gegangen sein, gerne einmal melden, so dass wir entsprechend nachtragen können.
Und bei dieser Gelegenheit bitten wir außerdem darum, dass ihr alle einmal eure Profile prüft und schaut, ob ihr vorhandene Besonderheiten entsprechend eingetragen habt. Auch Schüler können dort ihre erlernten Besonderheiten jetzt eintragen. Wenn nicht, holt das einmal nach, damit wir auch diese Liste wieder auf den aktuellen Stand bringen können.
Außerdem wurden die Freizeit-AGs nun bei den Schulfächern hinzugefügt. Wenn ihr Schüler spielt, wählt bitte alle eure entsprechenden Fächer und AGs aus.
Die AGs werden zukünftig in die Stundenpläne eingefügt, so dass ihr darüber einen Überblick habt, wann welche stattfindet.
Außerdem können wir melden, dass die Charaktergrafiken jetzt direkt aus den Usersets bezogen werden, also dort, wo ihr eure Grafiken hochladen könnt.
Bis November könnt ihr euch die Bilder noch aus euren jeweiligen Einstellungen holen und über den neuen Weg hochladen.
Auch die Schlafsäle sind nun hübsch. Wir bitten daher unsere Schüler, sich auch einen Schlafsaal zuzuweisen.

Besten Dank,

euer Team
ingame
aktuelles Ingame
Das neue Schuljahr steht vor der Tür und während viele junge Hexen und Zauberer ihrer ersten Begegnung mit Hogwarts entgegenfiebern, kehren die älteren Kinder mit gemischten Gefühlen zurück. Der Tod von Cedric Diggory überschattet noch immer das Geschehen und vor allem die Aussagen von Harry Potter zur angeblichen Rückkehr von Du-weißt-schon-wem sorgen für Verunsicherung. Doch der Schulalltag lockt mit ausreichend Zerstreuung, um die traumatischen Ereignisse zu vergessen und sich lieber den Kopf darüber zu zerbrechen, wer ins Quidditch-Team kommt. Der Orden des Phönix, der sich neu zusammengeschlossen hat, lässt die Bedrohung nicht aus den Augen: Im Grimmauldplatz Nummer zwölf starten Aufräumarbeiten, um das Haus zukünftig als Hauptquartier nutzen zu können, doch überall lauern böse Zauber und ein ungeheuerlicher Schatten scheint das Gebäude im Griff zu haben.
teamvorstellung
Feye hat den Kopf voller verrückter Ideen, die wir fleißig für unsere Plots nutzen. Passend, dass sie Sybill Trelawney aus dem Lehrpersonal spielt, nicht?

Ben tritt sehr viel mehr für ein faires Miteinander ein als sein Charakter Severus, versprochen! In jedem Fall hält er unsere Hogwartscharaktere auf Trab.

Rica spielt mit Dolores Umbridge sichtlich gern verhasste Charaktere und hat ihre Finger einfach in jeder Fraktion! Sie ist für unsere Technik verantwortlich.
quicklinks
Willkommen im Owlways
Schön, dass du hergefunden hast.
Das Owlways ist ein RPG-Forum, das auf den Harry-Potter-Büchern basiert und im Jahr 1995 spielt. Mitspielen darfst du ab 18 Jahren und wir erwarten mindestens einen Inplaypost im Monat.
Ideen zum Bleiben
Chaos In The Common Rooms
Neues Jahr, neue Erstklässler. Für manche ist es der Aufbruch in ein magisches Abenteuer, für andere ist es der Beginn von Stress und Druck.
you're all telling stories and lies
Eulen sind unfassbar praktische Briefboten in der magischen Welt. Bedenkenlos kann man ihnen Liebesschwüre, Heuler, oder auch eine bahnbrechende Idee für die nächste große Erfindung anvertrauen. Wie viele Briefe wohl schon in Willows überaus neugierigen Fittichen überantwortet wurden? Und was daraus wurde?
Tu sais l'amour, tu sais la passion
Schüler und Schülerinnen der französischen Zaubererschule Beauxbatons
Artemis Lynch
"
Wenn dieser Tag doch niemals kommt, an dem der Himmel mit dir lacht und alles hell und strahlend macht, dann bleibt dir immer noch die Nacht.
vollständiger Name: Artemis Lynch
Zivilist
Halbblütig
08.10.1970
168 cm
Beruf: Floristin
Artemis ist eine eher stille und beobachtende Hexe, die alles andere als bemüht ist, einen sympathischen Eindruck zu hinterlassen. Sie ist pragmatisch, direkt und kommt deshalb nicht selten unsensibel bei ihren Mitmenschen an, obwohl sie lediglich darauf verzichtet, die Dinge zu beschönigen. Sie nimmt das Leben wie es kommt und hat sich durch eine eher bescheidene Kindheit nicht nur eine gesunde Portion Resignation angeeignet, sondern auch einen trockenen und sarkastischen Humor, der seines gleichen sucht. Aufgewachsen ist sie in New York mit einer alleinerziehenden Mutter, die den Verlust ihres Sohnes – Artemis‘ Zwillingsbruders – in frühen Jahren nie wirklich verkraftet hat. Triss ist geprägt von Verlust und unausgesprochenen Dingen, wodurch sie früh lernte, sich selbst genug zu sein – oder zumindest so zu wirken. Von Magie erfuhr sie erst, als sie plötzlich nach Ilvermorny eingeladen wurde, denn obwohl ihre Mutter von den Fähigkeiten des Kindsvaters wusste, wollte sie für ihre Tochter ein vollkommen normales Leben. In den Ferien und abseits der Schule verlief ihr Leben auch gänzlich ohne Magie.

Inzwischen hat sie sich ihren eigenen kleinen Pflanzenladen in der Winkelgasse aufgebaut, mit dem sie nicht nur ihr eigenes Leben zu finanzieren versucht, sondern auch für einen Pflegeplatz für ihre an Korsakow-Demenz erkrankte Mutter aufkommt. Die Miete für die Räumlichkeiten kann sie sich allerdings nur dank ihres mürrischen und vor allem untoten Mitbewohners Bertram leisten, der noch immer durch sein ehemaliges Eigenheim spukt. Trotz allem dreht sie jede Münze lieber zweimal, flickt Möbel und Kleidung lieber eigenständig und zeigt sich auch sonst handwerklich ziemlich begabt. Sie ist ein Mensch der Taten statt der Worte. Wer ihr Vertrauen gewinnen will, muss Geduld mitbringen – und Ehrlichkeit, denn aus Prinzip geht sie initial erst einmal davon aus, dass Bekanntschaften oberflächlich und praktischer Natur bleiben. Ihr innerer Frieden ist ihr wichtig, auch wenn sie eigentlich gar nicht so gern allein ist, wie sie immer behauptet.
Avaperson: Aurora Perrineau
Buchcharakter: Nein
Gesuch: nein
:
gespielt von Meike
magische Details
Zauberstab
Ihr Zauberstab ist dreizehn Zoll lang und aus unnachgiebig Schwarznuss gefertigt. Als Kern wurde die Schwanzfeder eines Donnervogels verarbeitet. Zauberstäben dieser Art wird nachgesagt, zwar mächtig, aber schwierig zu meistern zu sein, was es der Hexe gerade zu Anfang nicht unbedingt leicht gemacht hat, sich mit ihm zu arrangieren. Erst später entwickelte sich eine emotionale Bindung zwischen ihr und ihrem Zauberstab und heute würde sie ihn trotz ihres inneren Zwiespalts nicht mehr missen wollen. Ähnlich wie die Vögel selbst, von denen die Schwanzfedern stammen, können diese Zauberstäbe Gefahren wahrnehmen und eigenhändig Flüche abfeuern, wenn ihr Besitzer in Gefahr ist.

Amortentia
Ein moosiges Grün mit einem Hauch von Waldmeister und einem schweren, erdigen und zugleich frischen Geruch nach nasser Erde nach einem Regenguss. Für sie ist es weniger der Duft als viel mehr das Gefühl, das damit einher geht: die Welt wird für einen kurzen Moment stiller, die Luft klarer und selbst das, was zuvor noch staubig und leblos wirkte, beginnt wieder nach Leben zu riechen. Der Geruch erinnert sie an feuchte Erde zwischen den Fingern, an Pflanzen und an die Stille im Wald. Geschmacklich hat es etwas von einer Mischung aus verschiedenen Beeren.
Irrwicht
Tatsächlich ist Triss ihrer Mutter förmlich aus dem Gesicht geschnitten – oder war es zumindest zu einer Zeit, als es Magaret noch besser ging. Entsprechend ist es schwer zu sagen, ob die hagere, durch Alkohol heruntergewirtschaftete Gestalt ihrer Mutter gehört oder einen Ausblick auf ihre eigene Zukunft darstellen soll. Denn wenn sich Artemis eines geschworen hat, dann dass sie niemals so tief fällt wie ihre Mutter. Nicht grundlos ist sie sowohl Alkohol als auch Drogen abgeneigt, weil sie fürchtet, selbst in diese Spirale zu geraten, die ihr ihre Mutter vorgelebt hat.

Besonderheiten

Wenn Artemis von einer Sache überzeugt ist, dann davon, dass an ihr absolut nichts Besonderes ist.
Einstellung und Verhalten

Bezug zur Umwelt

Anders als in magischen Familien hatte Triss als muggelstämmige Hexe seit Bekanntwerden ihrer Fähigkeiten damit zu kämpfen, beide Welten irgendwie zu vereinen. Ihre Mutter zeigte von Anfang an eine große Abneigung und Sorge gegenüber Zauberei, die Triss zwar nie verstanden, aber immerhin akzeptiert hat. Das hielt sie nicht davon ab, mehr über diesen Teil von sich lernen zu wollen – brachte sie aber gleichzeitig dazu, das Thema im häuslichen Umfeld zu meiden. Wenn sie in den Ferien nach Hause kam, ließ sie ihre Schulsachen meist in der Schule zurück. Das war ihre Seite des Kompromisses, dass ihre Mutter sie diese Schule trotz allem hatte besuchen lassen. Das brachte der Hexe allerdings auch den ein oder anderen Nachteil ein, denn somit blieb für das Erledigen von Schulaufgaben oder Lernen keine Möglichkeit. Über die Ferien in der Schule zu bleiben, war für sie allerdings aus ihrem Pflichtgefühl heraus auch keine Option, weil sie sicherstellen wollte, dass es ihrer Mutter ohne sie gut ging.

Im Rahmen ihrer Herkunft musste sie vor allem nach ihrem Wechsel nach Hogwarts und ihrer Zuteilung nach Slytherin lernen, dass es viele gab, die durchaus einen Unterschied daraus machten, ob die eigenen Eltern magisch begabt sind oder nicht. Triss musste so einiges über sich ergehen lassen und schaffte es oft, einfach wegzuhören. Bereits zu dieser Zeit hatte sie sich angewöhnt, sich selbst genug zu sein. Das bedeutet allerdings nicht, dass sie sämtliche Sticheleien kalt gelassen haben – im Gegenteil. Mehr als einmal kam es zu Auseinandersetzungen, die sie mit Vorliebe lieber körperlich statt magisch austrug – Kratzen und Haareziehen selbstverständlich mit inbegriffen.
Trotz ihrer schlechten Erfahrungen allerdings schert sie nicht alle Reinblütigen direkt über einen Kamm. Sie lebt ganz nach der Devise, dass es allenvoran Menschen gibt – manche von ihnen sind eben einfach Idioten, von denen sie sich fernhält. Sie hält nicht viel von der Reinblutideologie, hat aber durchaus gemerkt, dass mit der Abstammung in der magischen Welt vor allem Macht einhergeht. Sie selbst findet die Vorstellung schlicht absurd, dass der Wert eines Menschen davon abhängen soll, wer seine Eltern sind. Sie beurteilt Menschen lieber nach ihrem Verhalten. Herkunft, Geld, Name, gesellschaftlicher Status – das alles interessiert sie vergleichsweise wenig. Ein Mensch kann aus der angesehensten Familie überhaupt kommen und trotzdem ein Arschloch sein, andersherum allerdings genauso. Dass eine Diskussion an dieser Stelle allerdings vergebene Lebensmühe ist, hat sie längst bemerkt und hält sich daher meistens lieber bedeckt, solange ihr niemand persönlich feindselig entgegentritt. Eine gewisse Skepsis gegenüber alten Zaubererfamilien und deren Zugehörigen kann sie dennoch nicht abstreiten, egal wie sehr sie behauptet, neutral zu sein.

Als jemand, dessen Familie schon immer durch das System gerutscht ist, ist sie Institutionen gegenüber ebenso skeptisch wie alteingesessenen Zaubererfamilien. Hierbei ist sie allerdings deutlich pragmatischer, wenn solange ihr das Ministerium keine Probleme macht, hält sie es ebenso. Trotzdem glaubt sie nicht daran, dass Autoritäten automatisch recht haben, bloß weil sie Autoritäten sind. Sie beurteilt Institutionen eher danach, was sie konkret leisten. Nach einem Zwischenfall, in dem sie ihrer bewusstlosen Mutter magisch zur Hilfe eilen wollte, hat ihr Vertrauen darin, Hilfe zu bekommen, wenn man sie braucht, allerdings noch deutlich nachgelassen.
Sie ist aus reinem Pragmatismus bereit, Regeln einzuhalten, weil es bedeutet, dass man keine weiteren Scherereien mit einer Sache hat. Regeln, die Sinn ergeben, hält sie gerne ein. Regeln, die offensichtlich nur existieren, um jemandem das Leben zu erschweren, werden verflucht und im Zweifel etwas ausgelegt. Hierbei bringt sie den Autoritäten auch meist nur das Maß an Respekt gegenüber, das sie sich selbst mit ihrem Verhalten verdienen – ganz davon ab, dass sie sich einen trockenen Spruch ohnehin meist nicht verkneifen kann.

Politisch gesehen ist Triss alles andere als eine Revolutionärin, aber auch keine Verfechterin des Status quo. Sie hat wenig Ehrfurcht vor Traditionen, aber auch keine romantische Vorstellung davon, dass Veränderungen automatisch gut sind. Auch hier zeigt sie sich eher pragmatisch. Solange sie etwas nicht tangiert, macht sie sich keine Meinung darüber. Solange niemand in ihrer Gegenwart ausgegrenzt oder anderweitig unfair behandelt wird, mischt sie sich nicht wirklich ein. Sie engagiert sich nicht politisch, ist aber durchaus kritisch in ihrem Weltbild. Sie beschäftigt sich nur einfach nicht freiwillig mit politischen Debatten und hat keine Geduld für langweilige politische Theorien, die am Ende ohnehin zu keiner Handlung führen. Wer genug Zeit hat, endlos zu diskutieren und große Reden zu schwingen, macht seinen Job in ihren Augen schlicht nicht gut. Sie misst in Handlung und Initiative statt in leeren Worthülsen. Sie interessiert sich nicht für Etiketten, sondern dafür, was jemand zu tun bereit ist.
In den meisten Fällen bevorzugt Artemis einfach ihre hart erkämpfte Blase, in die sie nichts hineinlassen will, was sie nicht direkt betrifft. Sie bemisst ihren Seelenfrieden höher als die all die Geschehnisse, über die debattiert und berichtet wird, sodass sie ganz getrost die Augen davor verschließt, dass wieder dunkle Zeiten bevorstehen könnten. Ein ungutes Gefühl hat sie dennoch, denn es muss etwas zu bedeuten haben, dass das Zaubereiministerium Albus Dumbledore so vehement widerspricht. So lange es ihr allerdings gelingt, sich herauszuziehen, so lange wird sie sich auch davor drücken, sich eine wirkliche Meinung darüber zu bilden, denn Triss war schon immer gut darin, sich einzureden, dass es sie nichts angeht, was in der Welt um sie herum passiert. Den Tagespropheten verfolgt sie trotzdem, wenn auch nicht ganz so interessiert, wie sie vielleicht sollte.


Wusstest du schon, dass...

...jeder über Artemis Lynch wissen kann, dass...
… sie über ihrem eigenen Laden wohnt und ihre Wohnung vermutlich mehr Pflanzen als freie Stellfläche besitzt?
… sie erstaunlich viel über Pflanzen, Kräuter und deren Pflege weiß, obwohl sie nie eine klassische Ausbildung zur Floristin gemacht hat?
… Artemis ausgesprochen wenig von Smalltalk hält und Kunden deshalb meistens ziemlich schnell merken, dass sie in ihrem Laden keine Seelsorge bekommen?
… man bei ihr beinahe jede erdenkliche Pflanze bekommen kann – inzwischen auch einige magische Exemplare?
… in ihrem Laden verschiedene Schmetterlingsarten frei zwischen den Pflanzen herumfliegen?
… die Töpfe und Vasen im Laden von ihr selbst getöpfert und bemalt werden?
… sie eigentlich erstaunlich handwerklich begabt ist und lieber selbst etwas repariert, als jemanden dafür zu bezahlen?
… sie Alkohol und Drogen konsequent ablehnt?
… sie Zauberkunst und Kräuterkunde schon während ihrer Schulzeit besonders gut konnte?
… sie Yoga macht, obwohl die angeblich damit verbundene „positive Einstellung“ bei ihr regelmäßig ausbleibt?
… sie lieber Geld spart, als es auszugeben – und Cornflakes durchaus für ein vollwertiges Abendessen hält?
… sie mit einem Geist namens Bertram zusammenlebt, der ebenso wenig begeistert von ihr ist wie andersherum?
...Freunde und Familienmitglieder über Artemis Lynch wissen, dass...
… Artemis wesentlich mehr über Schmetterlinge weiß, als man bei ihrer ansonsten eher mürrischen Art vermuten würde?
… sie Insekten generell faszinierend findet und sich dabei keineswegs auf die hübschen beschränkt?
… sie schon als Kind den Spinnen im Haus Namen gegeben hat, um sich weniger allein zu fühlen?
… sie beim Töpfern wesentlich geduldiger ist als im Umgang mit Menschen?
… sie sich durchaus über kleine Geschenke freut, solange sie praktisch oder essbar sind und nicht mit irgendeiner großen emotionalen Bedeutung aufgeladen werden?
… sie zwar behauptet, nichts von sentimentalen Dingen zu halten, Schallplatten für Bertram aber trotzdem aus eigener Tasche kauft?
… sie Bertram regelmäßig beleidigt und sich gleichzeitig ziemlich zuverlässig um ihn kümmert - genau wie andersherum?
… ein „Fick dich“ aus ihrem Mund nicht zwingend bedeutet, dass sie jemanden tatsächlich nicht leiden kann?
… sie ausgesprochen schlecht darin ist, Komplimente anzunehmen?
… sie bei persönlicher Zuneigung häufig erst einmal gereizter statt freundlicher wird?
… sie Gesellschaft durchaus genießen kann – solange niemand verlangt, dass sie das auch zugibt?
… sie wesentlich humorvoller ist, als ihr Gesichtsausdruck vermuten lässt?
… sie bei den richtigen Menschen durchaus herumalbern kann, ihr Humor dabei aber meistens irgendwo zwischen trocken, makaber und völlig unangemessen liegt?
...es außderdem über Artemis Lynch noch zu wissen gibt, dass...
… Artemis sich an ihren Zwillingsbruder Arian kaum erinnert und sich bis heute fremd fühlt, wenn sie Fotos von ihm sieht?
… sie sich als Kind dafür geschämt hat, überhaupt nichts zu empfinden, wenn ihre Mutter um ihren verstorbenen Sohn trauerte?
… sie einen großen Teil ihrer Kindheit damit verbracht hat, den Haushalt ihrer Mutter zu übernehmen?
… sie lange glaubte, selbst dafür verantwortlich zu sein, dass zuhause alles funktionierte?
… sie Freundschaften in ihrer Kindheit irgendwann bewusst auf Abstand hielt, weil sie niemanden mit nach Hause bringen wollte?
… sie all die Verniedlichungen wie „Missy“ oder „Arty“, die man zur Schulzeit irgendwann aus ihrem Namen gemacht hatte, irgendwann dermaßen satt hatte, dass sie sich irgendwann selbst den Spitznamen „Triss“ gegeben hat? Als Vorlage diente dabei die Abkürzung „Temis“, die ihre Mutter stets verwendete, doch Artemis wollte etwas, was ganz der Seite gehörte, die ihre Mutter nicht kannte.
… sie sich den Laden in der Winkelgasse nur deshalb leisten kann, weil die verbliebenen Angehörigen des dort spukenden Geistes die Miete derart runtergesetzt haben, weil Bertram bislang jeden absichtlich zu vertreiben gewusst hatte, er bei Artemis bislang aber einfach gescheitert ist?
… sie ihre Mutter selbst bewusstlos gefunden hat und anschließend diejenige war, die sich um Krankenhaus, Diagnose und die weitere Versorgung kümmern musste?
… Artemis lange Zeit erstaunlich große Teile ihres eigenen Lebens nach den Bedürfnissen ihrer Mutter ausgerichtet hat?
… sich das erste Mal wirklich frei fühlt, seit ihre Mutter in Pflege ist, auch wenn sie Monat für Monat darum kämpfen muss, das finanziell tragen zu können?
… sie sich mit dem Gedanken, tatsächlich allein zu sein, deutlich schwerergetan hat, als sie jemals zugeben würde?
… Bertrams Anwesenheit deshalb irgendwann von einem Ärgernis zu etwas wurde, das sie insgeheim braucht?
… hinter ihrer scheinbaren Gleichgültigkeit eine ziemlich ausgeprägte Angst davor steckt, erneut Verantwortung für jemanden zu übernehmen, den sie irgendwann verlieren könnte?
… sie ihre eigene Fürsorge häufig gar nicht als solche wahrnimmt, sondern sie für bloße Pflichterfüllung hält?
… sie durchaus Angst davor hat, jemandem wichtig zu werden?
… ihre größte Schwäche vermutlich nicht ihre soziale Unfähigkeit ist, sondern die Tatsache, dass sie Menschen, die ihr wirklich wichtig sind, kaum etwas abschlagen kann?
… sie sich selbst wesentlich weniger Wert zugesteht als den Menschen, für die sie Verantwortung übernimmt?
… sie bei einer Pflanze eher nachschaut, was ihr fehlt, als bei einem Menschen zu fragen, was los ist?


Wirkung und Verhalten von Artemis Lynch

gegenüber der Familie
Familie ist für Artemis ein schwieriges Thema. Für sie bedeutet sie gleichermaßen Verpflichtung, Verlust und Loyalität. Sie hängt stärker an ihrer Mutter, als sie es jemals zugeben würde, zeigt diese Bindung aber selten über Worte oder körperliche Nähe. Stattdessen kümmert sie sich. Sie organisiert und erledigt, weil es in ihren Augen eben ihre Pflicht ist. Sie kann wütend, erschöpft und überfordert sein und tut trotzdem, was in ihren Augen notwendig ist. Viel mehr als ihre Mutter ist ihr allerdings auch nicht geblieben und selbst sie ist dank Alkohol und der damit einhergehenden Krankheit nicht einmal mehr ein Schatten ihrer Selbst. Trotz allem würde sie nie etwas auf sie kommen lassen und verteidigt sie, wenn jemand ihrer Mutter vorwirft, sie vernachlässigt zu haben. Triss redet sich ihre Kindheit nicht schön, vertritt aber vehement die Ansicht, dass ihre Mutter alles getan hat, was in ihrer Macht stand. Natürlich hat sie andere Kinder mehr als einmal stumm um ihre heilen Familien beneidet, aber sie hat sich mit ihrer Lage abgefunden. Gerade, weil es bloß sie beide gibt und sie es nie einfach hatten, halten die beiden Frauen zusammen – wobei es inzwischen mehr Artemis ist, die dafür die Verantwortung trägt. Magarets ablehnende Einstellung gegenüber ihrer magischen Begabung ist wohl aber auch heute noch ein großer Grund dafür, weswegen Triss vieles auf die herkömmliche Art erledigt und eher zu Muggelwerkzeug greift, statt einfach den Zauberstab zu schwingen. Ein Teil davon ist mittlerweile einfach Gewohnheit, weil Magie zuhause tabu war – ein viel größerer Teil allerdings liegt daran, dass auch Triss ihre magische Seite dadurch, dass ihre Mutter es nicht konnte, nie vollständig hat akzeptieren können. Geschichten über ihren Vater kennt sie kaum und hat nach einer gewissen Zeit auch einfach aufgehört, nach ihm zu fragen. Sie weiß nicht, dass er ein Zauberer war und auch sonst hat er nie eine große Rolle in ihrem Leben gespielt. Auch mit ihrem toten Zwilling verbindet sie nicht wirklich viel. Ab und zu fühlt es sich für sie merkwürdig an, nicht einmal dann etwas für ihn zu empfinden, wenn sie sich alte Fotos anschaut, doch letztlich bleibt es bloß das Gesicht eines fremden Kindes, das sie nie wirklich kennengelernt hat.

gegenüber Freunden
Freundschaften lässt sie nur langsam entstehen. Sie ist nicht der Mensch, der aktiv neue Kontakte sucht und schon gar nicht jemand, der Gefühle oder Zuneigung früh offenlegt. Wer mit ihr befreundet sein möchte, muss geduldig sein und zunächst damit klarkommen, dass von ihr wenig zurückkommt. Sie meldet sich selten, fragt selten überschwänglich nach und reagiert nicht besonders begeistert, wenn man sie damit konfrontiert, wie wichtig sie einem ist. Dafür hört sie zu, urteilt nicht, merkt sich Kleinigkeiten und taucht auf, wenn es darauf ankommt. Ihre Freundschaft ist praktisch, manchmal ruppig und ausgesprochen wenig gefühlsbetont. Dafür aber beständig. Zuneigung zeigt sie dadruch, dass sie jemandem Lieblingsschokolade mitbringt, etwas repariert oder kommentarlos einen Platz freihält. Je näher ihr jemand kommt, desto mehr von ihrem trockenen Humor und ihrer impulsiven Seite bekommt derjenige zu sehen. Gleichzeitig kann Nähe sie schnell überfordern. Sie braucht Menschen, die akzeptieren, dass Rückzug bei ihr nicht automatisch Ablehnung bedeutet. Wer diese Grenze respektiert, bekommt dafür eine Artemis, die wesentlich loyaler und fürsorglicher ist, als sie es selbst wohl für möglich hält.

gegenüber Bekannten
Triss ist höflich genug, um nicht grundsätzlich unangenehm aufzufallen, aber auch nicht bemüht, besonders sympathisch zu wirken. Smalltalk wird auf das absolut notwendigste Minium reduziert, persönliche Fragen beantwortet sie knapp und ungefragte Neugier kann ihr sehr schnell die Laune verderben. Sie beobachtet lieber, als dass sie erzählt und gibt nur selten freiwillig etwas von sich preis. Wer ihr in ihrem Laden begegnet, bekommt daher zunächst vor allem die wortkarte, leicht mürrische Floristin zu sehen, die lieber Pflanzen versorgt, statt sich mit Kunden zu unterhalten. Gleichzeitig ist Artemis nicht grundsätzlich unfreundlich. Sie hilft, wenn sie kann, gibt ehrliche Antworten und kann durchaus eine überraschend angenehme Gesprächspartnerin sein, wenn man ihr ein Thema gibt, das sie tatsächlich interessiert. Sie muss jemanden nicht mögen, um anständig mit ihm umzugehen – aber sie muss jemanden schon sehr mögen, um sich wirklich mit ihm zu beschäftigen.

gegenüber Feinden
Bei Feinden verliert Artemis einen Teil jener Zurückhaltung, die sie sonst auszeichnet. Sie ist nicht besonders gut darin, Konflikte elegant auszutragen, und noch weniger darin, über eine Beleidigung einfach hinwegzusehen. Provozieren lässt sie sich erstaunlich leicht, und auch selbst provoziert sie ausgesprochen gerne. Dabei denkt sie nicht oft lange über die Konsequenzen nach, sondern handelt aus dem Impuls heraus. Sie scheut körperliche Auseinandersetzungen nicht und kann durchaus eine Grenze überschreiten, wenn sie sich oder jemanden, der ihr wichtig ist, bedroht sieht. Wenn sie schlecht gelaunt ist, kann es auch durchaus vorkommen, dass sie absichtlich nach Streit sucht. Ihre Gleichgültigkeit gegenüber fremden Meinungen schützt sie meistens allerdings ziemlich gut davor, sich durch Kleinigkeiten beleidigen zu lassen. Wer sie jedoch gezielt verletzt, manipuliert oder jemanden ausnutzt, den sie liebt, bekommt eine wesentlich härtere Version von ihr zu sehen. Dann wird aus der wortkargen Frau schnell jemand, der sehr genau weiß, welche Worte wehtun – und keine besondere Motivation verspürt, sie nicht auszusprechen.

in Bezug auf Liebesbeziehungen
Beziehungen sind der Bereich, in dem Triss am wenigsten weiß, was sie mit sich selbst anfangen soll. Nähe ist für sie vor allem gefährlich, weil sie damit Kontrolle abgeben und jemanden wirklich wichtig werden lassen muss. Ein Grund mehr, sich möglichst lange gegen die eigenen Gefühle zu wehren und zwischenmenschliche Beziehungen möglichst rational zu betrachten. Große romantische Gesten machen sie eher misstrauisch als glücklich und Liebesschwüre bedeuten ihr wenig, wenn ihnen keine Taten folgen. Vertrauen entsteht bei ihr über Beständigkeit. Jemand, der sein Wort hält, ihre Grenzen respektiert und nicht versucht, sie zu „reparieren“, kommt bei ihr deutlich weiter als jemand, der ihr ständig seine Gefühle erklärt. Hat man ihre Schutzmauer allerdings einmal überwunden, liebt sie nicht halbherzig. Sie ist aufmerksam, beschützend und ungewohnt anhänglich – nur eben auf ihre eigene, verkorkste Art. Gleichzeitig aber bleibt ihre Angst vor Verlust bestehen. Je wichtiger ihr jemand wird, desto größer ist daher ihre Versuchung, sich wieder zurückzuziehen, bevor jemand die Möglichkeit hat, ihr wehzutun. Deshalb bevorzug sie bislang auch unverfängliche Übereinkünfte, wenn ihr wirklich mal nach körperlicher Nähe ist. Aber auch dafür muss einiges passieren.
Lebensgeschichte und Ausblick

Werdegang

  • 10/1970: Geburt gemeinsam mit ihrem Zwillingsbruder in New York City, USA
  • 01/1972: Tod ihres Bruders durch eine Lungenentzündung
  • 09/1982: Einschulung in Ilvermorny
  • 04/1988: Entschluss ihrer Mutter zum Umzug nach Großbritannien
  • 08/1988: Umzug nach Großbritannien
  • 09/1988: Schulwechsel nach Hogwarts
  • 06/1989: Abschluss in Hogwarts
  • 09/1989: Beginn eines Studiums in Zauberkunst
  • 11/1989: Zusammenbruch ihrer Mutter
  • 12/1989: Abbruch des Studiums
  • 12/1989: Suche nach einem Pflegeplatz für ihre Mutter
  • 01/1990: Suche nach Arbeit und bezahlbarem Wohnraum, was sie zu einem kleinen Laden in der Winkelgasse führt. Der Preis ist eine ungeplante WG mit einem mürrischen alten Hausgeist, der dort einst einen Uhrenladen betrieben hat und bislang jeden neuen Mieter, den seine Familie gefunden hatte, mit seiner Art vertreiben konnte.
  • 03/1990: Beginn der Selbstständigkeit mit Töpferwaren, Postkarten, Pflanzen und Ablegern in ihrem eigenen Laden

Spielererwartung

zum Plotter
Für Triss wünsche ich mir vor allem, dass sie ihren Platz in der Welt finden und feststellen darf, dass sie gar nicht so allein ist, wie sie sich oftmals fühlt – auch wenn sie eine sehr verkorkste Art hat, den Menschen in ihrer Nähe zu zeigen, dass sie sie gern hat. Außerdem erhoffe ich mir, dass man sie aus ihrer Resignation heraus zieht und ihr zeigt, dass ihre Stimme durchaus Gewicht hat und es sich lohnen kann, für etwas einzustehen, was einem wichtig ist. Wie genau ihr Weg dabei aussehen soll, lasse ich ihr frei. Ich bin ein großer Freund davon, den Dingen im Inplay einfach seinen Lauf zu lassen und freue mich darauf, sie auch in die ein oder andere Situation zu werfen, für die sie sich (und vor allem mich) verfluchen wird.

Freitext

[ Kindheit ]

Ein Großteil dessen, was Artemis noch aus ihrer frühen Kindheit weiß, besteht aus undeutlichen Schemen und Schatten. Erinnerungen, von denen sie sich nicht einmal sicher ist, ob es wirklich ihre eigenen sind oder nicht viel eher das Ergebnis von vereinzelten Fotos und den Erzählungen ihrer Mutter. In erster Linie weiß sie, dass es hauptsächlich sie beide gab: Magaret und sie, die Tochter, die wohl einst mal einen Bruder hatte, der allerdings mit knapp einem Jahr an einer Lungenentzündung starb. Obwohl es stets hieß, dass Zwillinge einen besonderen Draht zueinander hatten, hat Artemis nicht einmal einen Bezug zu den Fotos, die sie von ihm kennt. Zu eigenartig scheint ihr der Gedanke, dass dieses Kind eigentlich in ihrem Alter sein und an ihrer Seite stehen sollte. Besonders in Anbetracht dessen, dass ihre Mutter so unheimlich unter dem Verlust des Jungen litt, fühlte sich Artemis nicht selten schlecht, so überhaupt nichts zu empfinden, wenn sie sich gemeinsam Bilder ansahen. Arian ist nicht mehr als ein fremdes Gesicht für sie. Eines, was sie nie wirklich kennengelernt hatte.
Weitaus sparsamer als mit Arians Fotos ging ihre Mutter mit Bildern ihres Vaters um – von ihm nämlich kennt sie auch nach all den Jahren kein einziges. Wirklich viel über ihn erfuhr sie nie, denn kaum ein Thema hütete Magaret mehr wie ein Geheimnis als ihren Vater. Irgendwann erfuhr sie zumindest, dass er angeblich tot sei und angeblich deshalb kein Teil ihres Lebens. In Wahrheit lebten ihre Eltern bereits seit der Schwangerschaft getrennt voneinander. Inzwischen hinterfragt Triss ihre Herkunft gar nicht mehr, weil es nichts an dem ändern würde, was sie ist.

Die Kindheit, an die sie sich besser erinnern kann, lief auch nicht ganz so, wie man es sich für ein kleines Mädchen wünschte. Gemeinsam mit ihrer Mutter lebte sie in New York und hatte keinen blassen Schimmer davon, dass ihr Magie innewohnte. Zuhause war es nicht selten unordentlich, weil der Haushalt ihrer Mutter über den Kopf wuchs, doch damals konnte Artemis sich noch nicht erklären, dass die stillen Momente und die Tage, an denen ihre Mutter es so spät erst aus dem Bett schaffte, mit dem Tod ihres Bruders zusammenhingen. Je älter sie wurde, desto mehr übernahm sie eigenverantwortlich Aufgaben im Haushalt, um ihre Mutter zu entlasten. Irgendwann wurde ihr bewusst, dass die Ausbrüche und Launen der älteren Lynch mit dem Alkohol zusammenhingen, der mehr oder minder zum Alltag gehörte. Irgendwann rang sich die junge Triss dazu durch, ihre Mutter mit ihren Sorgen zu konfrontieren, doch sie stieß auf leere Versprechungen und geheucheltes Verständnis, das Magaret mit jedem Mal vehementer vertrat, das Triss sie daran zu erinnern versuchte. Und schließlich wurde sie stiller, akzeptierte, resignierte. Schulfreunde brachte sie nach anfänglichen Versuchen nicht mehr mit nach Hause, weil sie sich für den Zustand ihres Zuhauses und ihre Mutter schämte und so begann sie bereits früh, sich ein wenig zurückzuziehen.

Umso überraschender war die Information, dass sie eine Hexe war. Magaret wirkte weniger überrascht und wehrte sich anfänglich dagegen, ihre Tochter an diese Welt zu geben, doch letztlich gab sie sich gegenüber den Zauberern und der Hoffnung ihrer Tochter geschlagen und Artemis verließ ihr Zuhause, um in Ilvermorny zur Schule zu gehen.

[ Ilvermorny ]

In der magischen Schule blühte das Mädchen im ersten Jahr etwas auf, fand Freunde und genoss den geregelten Tagesablauf, in dem sie nur für sich selbst Verantwortung übernehmen musste. Alles war spannend und aufregend für eine muggelstämmige Hexe wie sie und sie war offen für all die neuen Wunder, die ihr neues Leben zu bieten hatte. Erst, als sie in den Schulferien zurückkehrte, schlug ihr die Realität wieder ins Gesicht. Statt die neuen Freundschaften zu vertiefen, kümmerte sie sich zuhause um all die Dinge, die liegengeblieben waren, während ihre Mutter erstaunlich stark darunter zu leiden schien, nun auch ihre Tochter verloren zu haben. Dass Magaret gewusst, oder viel mehr geahnt hatte, dass Artemis magisches Blut in sich hatte, weil ihr Vater ebenso ein Zauberer gewesen war, erfuhr das Mädchen bis heute nicht. Die Ferien verbrachte sie also damit, zuhause aufzuräumen, statt zu lernen. Doch obwohl sie mehr als einmal darüber nachgedacht hatte, abzubrechen, um für ihre Mutter da zu sein, tat sie es nicht. So ging sie jedes Mal wieder zurück in die Schule, hatte im Hinterkopf aber stets die Sorge um ihre Mutter, worunter nicht nur ihre bis dahin geschlossenen Freundschaften litten sondern auch ihre Noten. Artemis hielt sich wieder nur oberflächlich an ihre Freunde, lud sie in den Ferien nicht zu sich ein und schlug jegliche Einladung aus, um die wenigen Wochen zuhause zu nutzen, sich irgendwie um ihre Mutter zu kümmern. Das Einzige, worin sie stets etwas Ablenkung fand, waren die Pflanzen, mit denen sie ihren privaten Raum ausschmückte und das Malen in ihrer Freizeit, um den Kopf etwas freizubekommen. In AGs fand man sie so gut wie nie - abgesehen von der AG für Kräuterkunde, in der sie aber auch nicht zwingend an Zusammenarbeit interessiert war.

In den Osterferien des vorletzten Schuljahres schließlich überraschte Magaret sie mit der Entscheidung, dass sie aus beruflichen Gründen nach Großbritannien gehen würden. Aufgrund ihrer zeitweisen recht guten Verfassung hatte sie dort einen neuen Job gefunden. Obwohl Triss nicht sonderlich wohl war bei dem Gedanken, kurz vor ihrem Abschlussjahr umzuziehen, unterstützte sie die Pläne ihrer Mutter in der Hoffnung, dass es ihr wirklich dauerhaft zuträglich sein würde. Inzwischen nämlich hatte sich ihr gesundheitliche Zustand dank des Alkoholkonsums über die Jahre etwas zugespitzt, auch wenn sie die Einschränkungen im Alltag noch gut zu überspielen wusste. Kleinere Erinnerungslücken, Geschichten, die sich von Mal zu Mal in ihren Details unterschieden – nichts, was jemandem groß auffiel, wenn er nicht tagtäglich Zeit mit ihr verbrachte.
In den Sommerferien 1988 zogen sie also von Amerika nach England.

[ Hogwarts ]

Im Gegensatz zu Ilvermorny gestaltete sich das Abschlussjahr in Hogwarts deutlich schwieriger. Als muggelstämmige Hexe war ihr Start in Slytherin nicht gerade der beste und auch so mied sie ihre Mitschüler lieber, schwieg hauptsächlich und lernte für sich allein. Die Sorge um ihre Mutter zuhause machte es nicht unbedingt einfach, sich auf den neuen Stoff und die nahenden Abschlussprüfungen zu konzentrieren, die für sie nach dem Schulwechsel um einiges aufwendiger waren als für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler. Am Ende waren ihre Noten eben durchschnittlich, abgesehen von Zauberkunst und Kräuterkunde, was ihr auch in Ilvermorny bereits erstaunlich gut gelegen hatte. Das war letztlich auch der Grund, weshalb sie sich während des letzten Schuljahres in den Kopf setzte, nach dem Abschluss ein Studium in Zauberkunst zu beginnen.

[ nach dem Abschluss ]

Das tat sie schließlich auch, auch wenn es nicht lange halten sollte. Sie hatte extra darauf geachtet, zuhause wohnen zu können, um so ein Auge auf ihre Mutter haben zu können und sich um den Haushalt zu kümmern. Artemis war zu stolz, um einzusehen, dass sie sich übernahm. Doch trotz ihrer Aufsicht kam eines Tages der Tag, der kommen musste: Die Hexe fand ihre Mutter bewusstlos am Boden, als sie nach Hause kam. Sie wusste sich im ersten Moment nicht anders zu helfen als mit Magie, die in Anbetracht ihrer eigenen Panik aber auch nicht sonderlich viel mehr brachte, als zusätzlich noch Ärger mit dem Ministerium. Sie rief die Rettung, die ihre Mutter als Notfall ins Krankenhaus brachte. Erst einige Tage später kam sie wieder zu sich und während Artemis statt in den Vorlesungen zu sitzen, an der Seite ihres Bettes saß, bekam sie durch die Ärzte sämtliche Prognosen mitgeteilt. Demenz, gab man ihr einen Begriff in die Hand, Korsakov-Demenz, um genau zu sein und nachdem man die häusliche Situation des Mädchens erfragt hatte, legte man ihr nahe, gemeinsam mit ihrer Mutter darüber nachzudenken, sie in eine Institution zu geben, in der man sich mit derlei Krankheiten auskannte.

Für Artemis bedeutete das, dass sie sich ein Studium neben den Kosten für ein Pflegeheim ganz sicher nicht mehr leisten konnte. Auch die Wohnung, in der sie derzeit eigentlich mit ihrer Mutter lebte, ließ das Budget nicht mehr zu. Ein anderer Plan musste her – einer, der zwar schon länger in ihr gereift war, den sie allerdings nie wirklich ausgesprochen hatte. Sicher war nur, dass sie arbeiten musste und eine neue Bleibe brauchte. In dieser Zeit war ihr das Leben scheinbar einmal wohlgesonnen, denn wie der Zufall so wollte, wurde sie auf einen kleinen Laden in der Winkelgasse aufmerksam, der mit einer kleinen Wohnung in bezahlbarem Rahmen daherkam. Eine einmalige Gelegenheit, die Triss zu nutzen wagte, um sich anfänglich hauptsächlich mit selbstgemachten Tonwaren sowie einfachen Blumen, Pflanzen und Sträußen, später aber immer aufwendigeren und anspruchsvolleren und auch magischen Pflanzen selbstständig zu machen. Daneben erfüllte sie sich irgendwann den Traum mit ein paar selbst großgezogenen Schmetterlingen, die inzwischen in reger Artenvielfalt durch den Laden flattern. Daneben weitete sie das Angebot schließlich auch auf Kräuter und magische und exotischere Pflanzen aus.

Mit Eröffnung des Ladens musste Artemis nicht nur gänzlich Verantwortung für sich und ihr Tun übernehmen, sondern sich gleichzeitig auch daran gewöhnen, allein zu sein. Etwas, was sie sich all die Jahre weniger furchterregend vorgestellt hatte, doch zu ihrem Glück war sie gar nicht richtig allein. Der Grund für die günstige Miete des Ladens war nämlich nicht bloße Kulanz, sondern die Tatsache, dass es darin spukte. Bertram, seinerseits eigentlicher Besitzer des kleinen Gebäudes, weigerte sich seit seinem Tod, die Räumlichkeiten zu verlassen. Nach anfänglichen gemeinsamen Schwierigkeiten allerdings arrangierten sich Geist und Hexe auf eigentümliche Art miteinander. Neben tagtäglichen Wortgefechten, Streitereien und Tagen, an denen sie kein Wort miteinander wechseln, waren sie tief in sich drin eigentlich froh, einander zu haben. Er ist immer mal wieder im Laden zu treffen, wenn ihm nach Kontakt zu Menschen ist. Insgeheim ist Triss ziemlich froh, mit ihm einen erfahrenen Geschäftsführer an der Seite zu haben, dessen Tipps sie zwar nicht selten nur mit einem Murren zur Kenntnis nimmt, letztendlich aber doch hier und da umsetzt. So schaffen sie es eben doch trotz all ihrer Verschiedenheit, einander irgendwie zu zeigen, dass sie einander schätzen, ohne dass es einer von ihnen aussprechen müsste.
Informationen über Familie Lynch Familienverantwortlich
Blutstatus: Halbblut
Gesinnung: muggelfreundlich
Vermögen: Arm
Kurzvorstellung der Familie
Die Familie Lynch besteht quasi nur noch aus Mutter, einem Muggel, und der halbblütigen Tochter, die nichts von ihren Wurzeln weiß. Einst waren es Zwillinge, doch der jüngere Bruder verstarb an einer Lungenentzündung mit knapp eineinhalb Jahren. Aus dem Vater machte die Mutter ein großes Geheimnis und beharrt darauf, dass man nichts über ihn wissen müsse, weil er ohnehin keine Rolle in ihrem Leben spiele. Mittlerweile hat Magaret Lynch einen festen Pflegeplatz in einer Pflegeeinrichtung aufgrund ihres gesundheitlichen Zustandes, sodass es früher oder später wohl bloß noch Artemis bleiben wird. Von weiteren Verwandten weiß man nichts und auch die Großeltern mütterlicherseits sind bereits verstorben.

Genealogische Besonderheiten
Keine

Weitere Familieninformationen

Wohnsitz: London
Politische Verbindungen: Keine
Bekannte Todesserfamilie: nein


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