02.03.2023, 20:30
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 28.06.2023, 21:28 von Eule.)
Vampir
Buchcharabeispiel: Sanguini
Optisch sind Vampire blass, meist hohlwangig, sie haben spitze Eckzähne, aber sind keinesfalls überirdisch schön.
Ähnlich wie bei Werwölfen wird man zu einem Vampir gemacht, aber nicht geboren. Irgendwann einmal schlug ein lebendes Herz in der Brust des nunmehr unsterblichen Wesens, das nicht mehr altert und abgesehen von Feuer nur durch Enthauptung, oder einem Holzpfahl im Herzen getötet werden kann. Ein Herz kann nicht nur halb schlagen - Halbvampire sind damit existenziell nicht möglich und ins Reich der Muggelmythen zu verorten.
Durch Schutzzauber gesicherte Magierhäuser weisen meist auch an Türen und Fensterrahmen kleine Schutzrunen auf, die vor dem Eindringen eines Vampirs schützen sollen - es gibt diese Wesen aber in Großbritannien ohnehin nur in kleiner Zahl, weil es immer wieder Mode wurde, sich auf die Jagd dieser Wesen der Nacht zu begeben. Gern wurden sie in der Vergangenheit für beispielsweiße kränkliche Kinder verantwortlich gemacht, haben für Folgen von Inzest oder schlichtweg Pech in der Vererbung und im Lebenslauf als Sündenböcke herhalten müssen. Es ist einfach angenehmer, wenn man Schuld bei jemanden finden kann, der keine große Lobby hinter sich stehen hat.
Als "nichtmagische Teilmenschen", wie das Ministerium sie definiert hat, unterliegen sie nicht den Menschenrechten und könnten selbst wenn sie wollen nicht an wichtigen politischen Sitzungen teilhaben - sie sind rein nachtaktiv und müssen sich im Owlways sich entsprechend auch auf jene Stunden des Tages beschränken, in denen die Sonne bereits untergegangen ist.
Größere Vampirpopulationen gibt es in Osteuropa, bei Reisen in dieses Gebiet werden Zauberer eindringlich davor gewarnt, ihre Schutzzauber zu vernachlässigen. Der Umgang der Briten mit ihren Blutsaugern ist international bekannt und wo man in einigen Stellen wohlwollend die Köpfe neigt, kann man sich die Abneigung jener vorstellen, die selbst von diesem Schicksal betroffen sind.
Zauberer haben ja Recht: Als Vampir ernährt man sich von Menschenblut. Tierblut ist kein passendes Substrat. Als Vampir ist man reaktionsschneller als ein Mensch und unermüdlich - so etwas wie Erholung benötigt ein Vampirkörper einfach nicht, auch wenn er tagsüber in einen Totenstarrenähnlichen Zustand verfällt. Dennoch sind Vampire denkende Wesen mit einem Gewissen, das sich natürlich der nötigen Lebensweise anpasst.