Forennews
Forenteam
Als Team stehen euch als Ansprechpartner Sophie und Rica zur Seite. Tatkräftig unterstützt werden sie von ihren Moderatoren.

Neue Boardstatistik

Einen wunderschönen Abend!

Wer sich in der Vergangenheit wegen fehlender Inhalte auf der Statistik-Seite gewundert hat, kann ab jetzt ein wenig Zahlen schnuppern gehen!
Zu beachten ist, dass wir zum Teil nur gewobte Charaktere berücksichtigen (Charaktere im Ingame, Charaktere pro Gruppe), zum Teil auf alle registrierten Charaktere (alle anderen Angaben) zugreifen.

Noch einen schönen Abend!
Artikel im Tagespropheten

Guten Abend ihr lieben Eulen,

die ersten zwei Ausgaben des Tagespropheten sind heute erschienen. Bitte beachtet, dass die Artikel inplayrelevant sind und teilweise unsere Plots aufgreifen. Wir bitten euch daher bei Neuerscheinung immer wieder einen Blick reinzuwerfen. Nehmt auch gern im Inplay Bezug auf die Inhalte, sofern es passt.

Viel Spaß beim Lesen!
Anpassung der Reservierungsregeln

Guten Abend ihr Lieben,
uns ist aufgefallen, dass die Reservierungsregeln immer wieder für Verwirrung gesorgt haben. Daher haben wir uns heute zusammengesetzt und beschlossen diese etwas zu lockern. Bisher galt eine Reservierung pro Person, wobei ein Charakter in Erstellung bereits als Reservierung galt.
Von nun an gilt der Charakter in Erstellung nicht mehr als Reservierung.

Zusammengefasst heißt das: Ihr könnt zu einem angemeldeten, aber noch nicht angenommen Charakter zusätzlich einen Charakter reservieren.
Hei, hei!
Mit Ende unserer Foreneinführungsphase treten auch die regulären Reservierungsregeln in Kraft.
Zusammengefasst besagen diese Folgendes:
  • für den Eigengebrauch darfst du Elemente für einen Charakter reservieren
  • diese Reservierungen gelten für maximal 28 Tage
  • Charaktere in der Bewerbungsphase sind mit einer Reservierung gleichzusetzen


Folgende Reservierungen haben wir aufgrund eines vorhandenen Bewerbercharakters gelöscht:
  • Chertykova, Katya (Lena)
  • Tucker, Jonathan (Emma)
  • Mundungus Fletcher (Emma)
  • Pansy Parkinson (Emma)
  • Draco Malfoy (Rica)


Folgende Spieler bitten wir, bis zum 14.12. einschließlich eine Entscheidung über ihre Reservierungen zu treffen, sonst werden alle gelöscht:
  • Heike
  • Luxi
  • Maxi


alle weiteren Reservierungen haben wir mit einem Ablaufdatum versehen.
04.11.2023 - Einladung in den Gemeinschaftsraum
Im Bereich Community findet ihr nun einen Gemeinschaftsraum für alle registrierten Spieler. Kommt rein, fläzt euch für eine Unterhaltung in die Sessel, pinnt euer neustes Kunstwerk an die Wand oder spielt eine Partie - ach nein, "Snape explodiert" haben wir als Threadvariante nicht realisieren können. Aber zu anderen Forenspielen laden wir euch ein.
20.10.2023 - Countdown zum Regulärbetrieb
Heute wollen wir euch einen Reminder senden, dass die Aufwärmphase des Owlways mittlerweile fast vorüber ist und wir mit Anfang November auch die erste Blacklist veröffentlichen werden. Denkt also daran, dass ihr im Oktober einen Post gesetzt haben solltet und/oder euer Steckbrief fertig sein sollte. Fristverlängerungen könnt ihr nach wie vor vornehmen.
Ab dem 10. November greifen dann auch die Zweitcharakterregelungen, was bedeutet, dass unter anderem nicht mehr mehrere Konzepte gleichzeitig reserviert werden können. Solltet ihr also noch mehrere Charaktere reserviert haben, solltet ihr jetzt eifrig Steckbriefe schreiben, oder euch überlegen wen ihr weiterhin reserviert haben möchtet.
11.09.2023 - Lebenszeichen
Wir gehen in die zweite Runde der Lebenszeichen-Abfrage. Aufgrund der Foreneröffnung haben wir die Bewerbungsregeln bis zum 10.11. ausgesetzt. Dennoch benötigen wir ein Lebenszeichen von allen Bewerbercharakteren, deren Steckbrief noch in Arbeit ist, um ggf. inaktive Accounts löschen zu können.

Bitte reagiert mit einem Emoji eurer Wahl auf diesen Beitrag bis zum 17.09.23, sofern ihr Bewerber/Interessent seid, um zu zeigen, dass ihr noch da und interessiert seid. Aktuell abwesende Spieler dürfen gern reagieren, müssen aber nicht.
07.08.2023 - Lebenszeichen
Wir ihr wisst, haben wir die Bewerbungsregeln ja bis zum 10.11. ausgesetzt. Dennoch möchten wir ein Lebenszeichen von allen Bewerbercharakteren, deren Steckbrief noch in Arbeit ist, um ggf inaktive Accounts löschen zu können.

Bitte reagiert mit einem Emoji eurer Wahl auf diesen Beitrag bis zum 13.08.23, sofern ihr Bewerber/Interessent seid, um zu zeigen, dass ihr noch da seid! (Aktuell abwesende Spieler dürfen gern reagieren, müssen aber nicht)
31.07.2023 - Steckbriefbogen
Wir haben unseren Steckbriefbogen als zusätzliches Sicherheitsnetz für euch um Autoreninformationen ergänzt: Über den Buttons zum Absenden des Steckbriefs werdet ihr noch einmal darauf aufmerksam gemacht, mit welchem Account ihr in diesem Tab gerade online seid - und dass ihr den Steckbrief des Charakters aktualisiert, mit dem ihr zuletzt aktiv wart.
25.07.2023 - Ergänzung des Heimunterrichts
Hallo ihr Lieben! Aus gegebenem Anlass haben wir unsere Infotexte zur (Aus)bildung und Hogwarts ergänzt. Ab sofort könnt ihr unter dem Punkt "Heimunterricht" erfahren, was es alles zu beachten gilt, wenn Kinder (beispielsweise wegen einer Werwolfsverwandlung) zu Hause unterrichtet werden.
19.07.2023 - Teamzuwachs
Einen wunderschönen guten Abend,

zur Abwechslung gibt es heute mal News von mir!

Da das Owlways bei so tollen und aktiven Menschen auf großes Interesse stößt, haben sich Ronja und Rica gedacht, dass eine dritte im Bunde hilfreich wäre. Daher freue ich mich sehr, sie von nun an als Admin unterstützen zu dürfen.

Sofern es zum Beispiel ans Planen, Plotten oder den Support geht, hört ihr im Bestfall also ab sofort regelmäßig von mir.

Liebste Grüße
Sophie :18:
17.07.2023 - Prereservierungen
Alle Reservierungen von Spielern, von denen wir in der letzten Woche nichts gehört haben, wurden aus den Prereservierungen gelöscht. Wir bitten euch, alle Reservierungen, die ihr behalten wollt, noch in die entsprechenden Threads umzutragen, und mindestens euren ersten Charakter anzumelden. Alle Reservierungen ohne entsprechende Rückmeldung löschen wir am kommenden Montag.
12.07.2023 - Eröffnung
Nach Monaten der Hintergrundarbeit können wir euch jetzt endlich ins Forum einladen, um euch umzusehen, unsere "Welt" zu entdecken und sie mit eigenen Ideen weiterzuentwickeln und zu bereichern. Werft bitte auch einen Blick in die ausführlichen News sowie auf unsere Teamsuche.
Willkommen im Owlways!
An dieser Stelle werden zukünftig stets die aktuellen Kurznews zu lesen sein - damit ihr da draußen euch nicht jedes Mal erst durch die Forenstruktur wühlen müsst, ehe ihr informiert seid. Behaltet den Inhalt hier also im Auge, denn wichtige Dinge... ja, die sind genau hier zu finden!
aktuelles Ingame
Es ist Sommer und während in allen Teilen des Landes die Temperaturen in die Höhe klettern, sind es die Sommerferien und die Enchanted Games, die ihre Schatten voller Vorfreude voraus werfen sollten - oder gerade begonnen haben. Doch es sind ganz andere Schatten und Stimmungen, die die Gemüter der Menschen überlagern: Es sind die Abschlussprüfungen. Es ist die dritte Aufgabe des Trimagischen Turniers. Es ist der tote Schüler, um den gemeinhin getrauert wird. Und diese verrückten Nachrichten von der Rückkehr Voldemorts, die das Ministerium lautstark dementiert, während im Hintergrund Todesser wie Phönixorden wieder zusammengerufen werden.
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Willkommen Fremder! [ | Registrieren?]
Das Owlways ist ein RPG-Forum, das auf den Harry-Potter-Büchern basiert und 1995 ansetzt. Mitspielen darfst du ab 18 Jahren und wir erwarten einen Post im Monat.
Ideen zum Bleiben
All of our dreams
thought we were safe
Wollen nicht alle... frei sein? - Doch die Definition von "frei" hat in den letzten 20 Jahren verändert. "Frei" wollte man mit Voldemorts Hilfe von falschen Hierarchien und Gesellschaftsvorstellungen sein. "Frei" wollte man ohne ihn von dem Ruf sein, je Todesser gewesen zu sein. "Frei" wollte man von Askaban sein und hat es - teilweise - geschafft. Doch nun ist Voldemort zurück und für die Definition von "frei" soll "alles auf Anfang" gelten. Ob man will oder nicht.
obey all orders
Harry Potter ist ein Lügner und Albus Dumbledore ein alter Narr, der heute eine Entscheidung bereut, die er 1991 noch so vehement verteidigt hat. Zaubereiminister wolle er werden. Die Behauptung, Voldemort sei zurück - und Cornelius Fudge dieser Bedrohung nicht gewachsen, ist reine Propaganda. Sagt Fudge und sagen Menschen, die mit ihm arbeiten. Sie brechen mit ihren Familien dafür. Doch warum eigentlich? Sie sind doch alt genug, den Krieg selbst erlebt zu haben! Also... warum, warum, warum?
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Titus Belby
"
Dreaming of Staircase Ballet
vollständiger Name: Titus Belby
Zivilist
Halbblütig
21.07.1981
170 cm
Beruf: arbeitslos
"Ich heiß eigentlich Hornby. Tio Hornby"
Versuchen kann man es ja mal? Titus Belby nennt sich tatsächlich mit Spitznamen "Tio" und manchmal hat er auch den Wunsch seinen Nachnamen "Belby" wegzulassen. Fast jeder kennt Damocles im Bezug auf dessen Erfolge mit dem Wolfsbanntrank und schließt vom Großvater schnell auf den Enkel. Ach, Damocles ist sein Vater? Nur etwas älter als seine Mutter? Tio kennt sich doch bestimmt mit Tränken aus und ist ein Werwolffreund.
Letzteres ist kompliziert, seit er tatsächlich Mitte Juli ein Werwolf geworden ist. Seit er von Greyback entführt wurde zieren seine Wange drei fast vertikal verlaufende Narben und die Öffentlichkeit ist darüber informiert, was dem Jungen zugestoßen ist.
Die Zukunftspläne ein Drachenwärter oder Fluchbrecher zu werden, kann sich der Schulabbrecher nun großteils aus dem Kopf schlagen und auch in der Quidditch-Mannschaft von Ravenclaw wird der Hüter-Platz auf der Ersatzbank nun frei sein.
Avaperson: Miller, Levi
Buchcharakter: Nein
gespielt von Lena
Familienverantwortung: nein
Zweitverantwortung:
Kein Gesuch
Keine anderen Charaktere betroffen
magische Details
Zauberstab
Hainbuche, Drachenherzfaser, 13 3/4 Zoll, flexibel

"Dad? Der sieht beinahe aus wie der von dir..." So oder so ähnlich hat Tio damals reagiert, als man ihm den Zauberstab gab. Es war nicht der erste und es würde auch nicht der letzte Stab sein, den er an diesem Tag bei Ollivanders in der Winkelgasse probierte. Denn tatsächlich fand Tio es nicht ganz so toll einen Zauberstab zu besitzen, der dem seines Vaters so ähnlich war. Welches Kind findet schon das cool, was die eigenen Eltern besitzen?
Er probierte weiter herum, aber bei keinem Stab entfaltete sich die Wirkung so gut, wie bei diesem. Er lag besser in der Hand, die Magie schien quasi hindurch zuströmen und Tio merkte bald selbst, dass die anderem Stäbe für ihn nicht so perfekt geeignet schienen.
Trotz blödem Bauchgefühl wurde es der Stab, den man kaum von Damocles' unterscheiden könnte, würde man sie nebeneinander legen. Kürzer und schmaler ist der von Tio gearbeitet. Das Holz scheint noch ein wenig heller und deutlich flexibler. Auch der Kern stellt einen Unterschied dar.
Das doofe Bauchgefühl verflog bald, sobald sich Stab und Besitzer aneinander gewöhnt hatten und heute würde Tio seinen Stab nicht mehr hergeben wollen.

Amortentia
Blau wie das Hauswappen von Ravenclaw, duftend wie ein frisch bedrucktes neues Buch, schmeckend wie frisch gebackene Weihnachtsplätzchen.
Irrwicht
Bis vor wenigen Monaten hätte Tios Irrwicht die Gestalt seines toten Vaters angenommen. Obwohl Zauberer ein hohes Alter erreichen, ist sich Tio sehr dessen bewusst, dass sein Vater schon recht alt ist. Dass er früh sterben könnte und ihnen somit womöglich weniger Zeit zusammen bleibt, ist seine größte Angst, die ihn schon seit seiner Kindheit immer mal wieder in Albträumen heimsucht.
Wann immer es geschah, ist er als Kind ans Bett seiner Eltern getappt und musste nachsehen, ob alles in Ordnung ist. Ihm ist es peinlich, dass er sich in solchen Momenten doch manchmal noch gern ins Bett seiner Eltern kuschelte. Nehmen konnte ihm die Angst niemand, selbst wenn man es mit tröstenden Worten versucht hat, nachdem er gestand was er geträumt hatte.

Je nachdem in welcher Situation und in welchem Umfeld er auf diesen Irrwicht trifft, wäre Tio fähig diesen zu bekämpfen. Schließlich ist es super unwahrscheinlich, dass sein Dad plötzlich tot in Hogwarts herumliegt. Er wäre fähig diesem ein paar lustig aussehende Klamotten anzudichten, sodass er darüber lachen könnte.
Sollte er mit dem Anblick jedoch unverhofft Zuhause konfrontiert werden, so würde er sicher vor Schreck erstarren.


Seit Mitte Juli ist sein Irrwicht ein anderer. Ein großer Wolf erscheint und lässt ein dunkles Knurren verlauten. Der Irrwicht zeigt sich Tio in der Gestalt von Fenrir Greyback. Dem Wolf, der ihn angefallen und auf schlimmste Weise verletzt hat. Er hat ihm seine Chance auf ein normales Leben genommen und Tio fürchtet ihn.
Auch hier wäre er vermutlich vor Angst kaum fähig sich zu wehren, selbst wenn er Anhand der Mondzeit und der Umgebung auf einen Irrwicht schließen könnte. Die Panik sitzt ihm zu tief in den Knochen und gleichzeitig fühlt er sich seltsam fasziniert von dem Wolf - was ihm noch mehr Angst macht.



Besonderheit oder magisches Talent?

Werwolf
  • Gezielt entführt und verwandelt von Fenrir Greyback am 12.07.1995 (öffentlich bekannt)
  • Registriert im Ministerium
  • Auffällig: Fast perfekt vertikal verlaufende Narben auf der linken Wange, die von knapp unterhalb des Auges bis zum Mundwinkel reichen, außerdem Kratz- und Bissspuren auf den Händen und Armen.

Es war... wirklich nicht der Plan ein Werwolf zu werden.
Als Kind eines Belbys weiß man, dass man an Vollmond nicht im Park spazieren geht und doch hat Tio sich auf einen Ausflug eingelassen, weil er nicht mit der Gefahr rechnete und sich etwas gänzlich anderes davon erhoffte. Zu seiner Verteidigung: Es war zwei Tage vorher, als er sich zuhause abmeldete um ein paar Tage der Ferien bei einem Freund zu verbringen. Ohnehin so eine Sache, wenn man einen Vater hat, der gern übermäßig beschützerisch ist, aber Tio hat es gut hinbekommen seinen Vater anzulügen.
Es sollte seine letzte Gelegenheit sein die Drachen des Trimagischen Turniers aus nächster Nähe zu sehen. Ein älterer Schüler aus Durmstrang, den er in Hogsmeade traf, hatte ihm gegen Ende des Jahres davon erzählt. Tio erinnert sich noch, dass er unsicher war, ob er den Jungen zuvor schonmal gesehen hat, doch viele der Schüler in den roten Roben, trugen ähnliche Frisuren und es erschien gut möglich, dass er ihm einfach noch nicht aufgefallen war. Sie unterhielten sich gefühlt einen halben Tag lang und verstanden sich auf Anhieb gut. Es ist echt nicht so, als wäre Tio naiv. Der Typ hatte wirklich Ahnung von Drachen und es erschien unmöglich, dass all das nur vorgespielt sein sollte. Sein großer Bruder sollte Drachenwärter sein und er wusste von ihm, wo die Drachen des Turniers untergebracht worden, bevor sie demnächst wieder in ihre Heimat transportiert werden würden.
Das Gespräch faszinierte Tio so sehr, dass er einem Ausflug in den Ferien zustimmte. Es müsste bald sein und er sollte niemanden davon erzählen, weil der Standort der Drachen natürlich eigentlich geheim war und nicht weitergegeben werden sollte - Tio erinnert sich noch, dass er lächelnd zugestimmt hat und beteuerte, er hätte sowieso nichts gesagt, weil sein alter Herr ihn sonst nie gehen lassen würde.

Die Faszination für die Drachen und der Reiz des Abenteuers stimmten Tio so aufgeregt, dass er blind wurde für die Anzeichen der Falle. Er wollte endlich mal etwas wirklich mutiges tun und das ganz ohne dafür die Hilfe seines Vaters zu brauchen. Auch forschte er nicht nach, denn das Gespräch war so glaubwürdig verlaufen, dass es für Tio keinen Grund zu zweifeln gab.

Er verabschiedete sich Montagabend von seinen Eltern und versprach sogar noch am Mittwochgabend, Vollmond, zuhause zu sein - was die Bedingung seines Vaters war, dass er gehen durfte. Da es zwei Tage vor Vollmond war, machte sich auch Tio nicht einmal Gedanken darüber und verdrehte noch die Augen.
Er realisierte seinen Fehler eigentlich erst, als sein neuer Freund ihn durch den Wald hindurch zu einer Lichtung führte, auf der Zelte aufgeschlagen standen. Von Drachen fehlte jede Spur und stattdessen trat ihnen da ein anderer Mann in den Weg. Einen, dessen Gesicht Tio aus den Zeitungen kannte.
Er hatte es noch nicht ganz realisiert, da hatten sie ihn auch schon gepackt und sein Zauberstab landete weggeschlagen auf dem Waldboden. Fenrir Greyback kam grinsend auf ihn zu und Tio erinnert sich trotz seiner Angst daran, dass Greyback irgendwas von Belby redete und dass er bereits auf den Moment gewartet hätte.
Obwohl kein Vollmond war, kam es Tio so vor, als würde er einer Bestie gegenüberstehen und er wurde darin bestätigt, als der Werwolf ihn packte. Er hielt Tios Gesicht und musterte ihn, als wäre er eine weitere Trophäe für seine Sammlung. Als würde er ihn nun besitzen. Und als wenn er es unterstreichen wollte, spürte Tio wie man ihm mit drei Fingern über die Wange fuhr, dessen Nägel so scharf wie Klauen waren. Heißer Schmerz explodierte, Blut sickerte seine Wange herab. Er schrie aus purer Angst. Greyback lachte.

Es erschien grotesk, als er sich wenig später in dem Zeltlager wiederfand. Man hatte ihm die Hände und Knöchel mit einem Seil gefesselt, aber ohne Zauberstab konnte er sich daraus nicht befreien.
Sie ließen ihn nie ganz allein. Es war nicht immer Greyback, der dort war. Es waren oft eher andere. Und dennoch schien die Präsenz des Wolfes die ganze Zeit über spürbar.
Tio verging vor Angst und er ist nicht stolz darauf wie viel er geheult hat.
Sie taten ihm jedoch auch nicht weiter weh. Eher kümmerten sie sich sogar noch um ihn. Da war eine Frau, die ihm Essen brachte und ihm manchmal einen Becher an die Lippen hielt, damit er etwas Trinken konnte. Er wollte das eigentlich nicht, aber sie gab sich wirklich Mühe und redete die ganze Zeit beruhigend auf ihn ein. Auch hatte sie immer Kinder um sich herum. Tio ist sich fast sicher, dass es nicht ihre eigenen Kinder waren, aber sie trugen ähnlich silbern schillernde Narben auf der Haut. Dass Greyback es bevorzugte Kinder zu verwandeln, war kein Geheimnis und doch hatte Tio sich immer vorgestellt, dass es traurige kränkliche Kinder waren... keine, die fröhlich herumhüpften, mit ihm Karten spielen wollten und voller Freude erklärten: "Bald gehörst du dann zu uns".

Tio hat über das, was er beim Rudel erlebt hat, bisher noch mit niemandem ein Wort gesprochen. Es sind Einblicke, die er eigentlich nicht haben möchte und er schämt sich auch ein bisschen dafür, dass er einsehen musste, dass er ein falsches Bild von den Wölfen hatte. Trotzdem war es schlimm und Tio hatte furchtbare Angst. Er wartete auf ein Schicksal, dem er scheinbar nicht entgehen konnte und jeder kleine Fluchtversuch wurde bemerkt. Man schimpfte jedoch nicht, sondern brachte ihm sogar noch Verständnis entgegen. Angst sei normal. Er würde die guten Seiten erst noch kennenlernen.
Tio wollte nichts von all dem kennenlernen. Er wollte nur weg.

Als es Vollmond wurde, hätte Tio nach zwei schlaflosen Nächten eigentlich am Ende seiner Kräfte sein sollen. Er fühlte sich stattdessen unruhig und er hatte irgendwie... Hunger. Dieser Geruch von Eisen lag in der Luft. Wie rohes Fleisch. Ein eigentlich widerlicher Geruch und doch... Sie brachten ihm etwas davon, aber auch wenn Tio den Geruch so verführerisch fand, bekam er keinen Bissen herunter.

Greyback kam zu ihm, als es dämmerte. Tio hatte das Gefühl ohnmächtig zu werden vor Angst.
Doch der Werwolf besah sich nur mit einem zufriedenen Grinsen die silbrigen feinen Narben auf Tios Wange und dann löste er die Fesseln.

Man ließ ihn laufen. Oder zumindest gab man ihm die Illusion dessen.
Als er aus dem Zelt strauchelte, die Beine noch müde vom tagelangen sitzen, winkten ihm die anderen lächelnd zu. Es herrschte unheimliche Stille. Diejenigen, die ihn ignorieren, lagen entweder mit geschlossenen Augen da oder starrten in großer Erwartung auf einen Fleck am Horizont.
"Wo will Tio denn hin?", hörte er noch eine Kinderstimme fragen und die Antwort darauf wurde mit so viel Gewissheit und Ruhe von jemanden vorgebracht, dass sie Tio noch bis heute in den Ohren klingt. "Er kommt bald wieder"

Tio rannte. Er hatte sich darum Gedanken gemacht, was er tun würde, wenn er fliehen könnte, auch wenn er eigentlich nicht mehr damit gerechnet hatte.
Ein erstes Stöhnen und das widerliche Knacken von brechenden Knochen unterstrich seine eiligen Schritte im hohen Gras.
Als sie ihn gepackt hatten, war sein Zauberstab scheinbar unbemerkt zu Boden gefallen und genau nach diesem suchte Tio, als er die Bäume erreichte. Er hob mindestens drei nutzlose Äste hoch, bis er das gerade, geschliffene Holz umfasste.
Das Heulen eines Wolfes drang an seine Ohren, als Tio den Zauberstab mit zitternden Händen zum Himmel richtete und einen Fluch abschickte. Funken schossen hervor, stoben in dem Himmel und explodierten wie ein Feuerwerkskörper mit einem lauten Knall.
Er setzte darauf, dass das Knallen die Wölfe stören würde und er setzte außerdem darauf, dass ein minderjähriger Zauberer, der außerhalb von Hogwarts so viel Magie wirkte, bald vom Ministerium entdeckt würde.
Fluch um Fluch schickte er ab und rannte dabei blind durchs Geäst. Er kam überraschend weit. So weit, dass er sich sogar für einen Moment in Sicherheit wog.

Und dann reflektierten in der Dunkelheit knapp über dem Boden ein paar Wolfsaugen das Licht seiner Flüche.

Er hat noch versucht sich zu wehren. Ein paar Stuporflüche prallten an dem Wolf ab, als hätte Tio den Fluch mit einem Lumos verwechselt. Der Wolf sprang und Tio fiel.
Es ist sein Unterarm, knapp unterhalb des Ellbogens, den der Wolf als erstes zu Fassen bekam. Ein dumpfer drückender Schmerz ging von den Zähnen aus und er erinnert sich noch, dass der Wolf ihn kurz festhielt, fast als würde er wollen, dass sich Tio an den Moment erinnert - vermutlich hat er sich das aber nur eingebildet.
Ohnehin sind die Ereignisse ab da verschwommen. Tio weiß, dass er noch mehrmals den Schmerz von Klauen und Zähnen auf seiner Haut spürte. Er ist sich auch nicht sicher, ob es nur der eine Wolf war oder mehrere.
Am Ende gab es kaum einen Fleck Haut, den die Wölfe nicht zumindest zerkratzt haben und Tio war sich zwischendurch sicher, dass sie ihn umbringen würden.
Er erinnert sich extrem vage an helles Licht. Erst das von Flüchen, als die Leute vom Ministerium kamen, die mit einem unartigen Minderjährigen gerechnet hatten und nicht mit einem Werwolfangriff. Dann das helle Licht des Krankenhauses.

Dass er begonnen hat leise das Wort "Dad" vor sich hin zu murmeln, könnte er im Nachhinein nicht mehr mit Klarheit sagen. Sie brachten ihn in ein Zimmer, vermutlich eine Notfallaufnahme. Es hörte auf weh zu tun. Es hörte endlich auf weh zu tun, als erste Menschen mit limettengrünen Umhängen an ihn herantraten. Sie betäubten ihn. Nahmen ihm den Schmerz und doch blieb er wach, als würde er noch auf etwas warten.
Natürlich wartete er auf etwas. Auf jemanden.

Tio ist sich nicht ganz sicher, ob er am Ende wirklich noch wach war oder ob er sich das Gesicht seines Vaters nur vorstellte. Das Entsetzen. Der Schock.
Egal ob Vorstellung oder Realität: Das Bild brannte sich in Tios Gedächtnis ein und er würde es wohl nie vollends vergessen.
Dann versperrte irgendwas oder irgendjemand seine Sicht und er ist sich fast sicher, dass man versuchte seinen Vater davon zu schicken, damit die Heiler ihre Arbeit tun konnten.


Als man Tio später fragte, was passiert sei, brachte er lange gar nichts hervor. "Greyback", murmelte er dann irgendwann voller Scham. Er brachte es nicht übers Herz seinem Vater zu sagen, dass der Werwolf ihn wegen seines Namens erwählt hatte, er konnte auch nicht über das Erlebte beim Rudel reden und er schämte sich, weil er so dumm war auf all das reinzufallen.

Es ist seitdem nicht viel Zeit vergangen und Tio steht immer noch ein wenig unter Schock. Er hat noch keine Ahnung wie er mit seinem neuen Leben klarkommen soll. Alles scheint dahin. Er darf nicht mehr nach Hogwarts, hat kaum mehr Chancen auf einen Job und im nächsten Monat steht ihm eine erste Verwandlung bevor.
Er weiß, dass er von seiner Familie die best mögliche Unterstützung bekommen wird und er ist dankbar dafür, aber gleichzeitig fürchtet er sich auch davor, welchen Fluch er mit seinem Fehltritt über die Familie und besonders seinen Vater gebracht hat.
Einstellung und Verhalten

Bezug zur Umwelt

Politische Meinung
Tio geht mit offenen Augen durch die Welt, er liest sogar den Tagespropheten gern beim Frühstück und ist an Geschichte interessiert. Noch ist er in seiner Meinung nicht ganz so gefestigt und grundsätzlich hört er sich gern neugierig verschiedene Meinungen an, von denen er sich durchaus auch beeinflussen lässt.
Am meisten beeinflusst haben ihn aber definitiv seine Eltern. Er hat sich von seinem Dad eine eher skeptische Meinung gegenüber dem Ministerium abgeschaut. Viele der politischen Themen erscheinen aber selbst Tio ziemlich kompliziert und er durchschaut noch längst nicht alle Entscheidungen der Erwachsenen. Oft stellt er Fragen und nicht selten ist er schon zu dem Schluss gekommen, dass es überhaupt keinen Sinn ergibt, was die Leute vom Ministerium da tun. So etwas wie die Verteilung von Geldern oder höhere Gamotentscheidungen erscheinen ihm kompliziert und nicht immer gerecht.

Reinblutideologie und Muggel
Sein Vater ist Muggelstämmig, aber Tio ist definitiv nicht muggel-nah aufgewachsen. Er weiß trotzdem, dass man bei rot nicht über die Ampel geht, kann mehr oder weniger ein Telefon benutzen und manche Muggel-Sportarten findet er übel cool. Auch hat sich Tio schon recht früh modisch an den Muggeln orientiert was seine Schuhe angeht und er findet Turnschuhe weitaus cooler, als diese grässlichen Budapester Schuhe von seinem Dad.
Er ist gegenüber der Muggelwelt also definitiv neugierig und würde nie auf die Idee kommen, einen Muggel zu beschimpfen. Auch sieht er sich nicht als etwas Besseres.
Die Reinblutideologie findet er dementsprechend ziemlich bescheuert. Es erscheint ihm altmodisch. Zwar kann er verstehen, dass manche Familien an ihren Traditionen festhalten wollen, aber er findet es nicht gut, wenn das auf Kosten anderer geschieht.
Durch Kontakt zu reinblutidealistischen Mitschülern hat Tio jedoch auch Einblicke bekommen, was in deren Familien vorgeht und welche Strenge dort zum Teil an den Tag gelegt wird. Es hat ihn ziemlich erschreckt, weil er eine sehr liebevolle Erziehung genossen hat und er bekam zunehmend den Eindruck, dass viele der Muggel-Hasser eigentlich gern anders handeln würden, nur den Fängen ihrer Familien nicht recht entkommen können. So wie man ihn als Belby immer zum "Werwolffreund" macht, so werden auch die gleichaltrigen Reinblüter nach dem Ruf ihrer Väter und Familien beurteilt. Sie erfüllen lediglich die Erwartungen, die man an sie stellt.
Es ist also nicht weniger unfair, sie alle zu verurteilen, nur weil ihre Vorfahren einige schlimme Dinge getan haben. Gutheißen würde es Tio daher nie, wenn jemand aufgrund der "Reinheit seines Blutes" urteilt. Egal ob Muggel oder Reinblut.

Todesser
Vom vergangenen Krieg hat Tio in seiner Kindheit nicht mehr viel mitbekommen. Er war viel zu klein und als er groß genug war, um es zu verstehen, war der Krieg bereits eine Weile her. Er findet das was im Krieg geschehen ist schlimm und er verachtet Voldemort für seine Machtgier. Dabei wechselt er oft je nach Situation und Gesprächspartner zwischen "Du-weißt-schon-wem" und der Nennung des Namens "Voldemort," da er sich letzteres von seinem Vater abgeschaut hat. Tio ist sich sehr sicher, dass er nicht gutheißt was die Todesser getan haben, aber er ist zwiegespalten, ob er das Vorgehen des Ministeriums als richtig einschätzen würde - viel zu oft muss sich sein Onkel Elijah hier den Fragen des Ravenclaws stellen, der gern mehr darüber erfahren würde, wie die Arbeit in der Aurorenzentrale läuft.
Grundlegend versucht Tio niemanden aufgrund eines Namens oder seiner Vorfahren zu sehr zu verurteilen und bildet sich lieber seine eigene Meinung.
Trotzdem ist es nicht unbemerkt an ihm vorbeigegangen, dass in der Welt etwas Komisches vor sich geht. In seinem ersten Schuljahr wurde die Kammer des Schreckens geöffnet und im zweiten redete jeder über die Flucht von Sirius Black. Eigentlich fand Tio es immer cool gemeinsam mit dem nur ein Jahr älteren berühmten Harry Potter zur Schule zu gehen, aber spätestens seit Harry mit dem toten Cedric aus dem Labyrinth zurückgekehrt ist, macht ihm das ganze auch etwas Angst. Er hat viele Fragen, die ihm scheinbar keiner so richtig beantworten kann und er sorgt sich um seine kleine Schwester, die im kommenden Schuljahr ganz allein nach Hogwarts würde gehen müssen.


Werwölfe
"Warum sollte man denen helfen wollen?" - Nicht seine Worte. Wohl aber die vieler anderer.
Das Thema verfolgt Tio bereits sein ganzes Leben lang. Der Name Belby bringt es mit sich, dass man immer mit den Kreaturen in Verbindung gebracht wird. Nicht alle verstehen, warum sein Dad sich so sehr für die Entwicklung des Wolfsbanntranks eingesetzt hat und manchmal ist Tio all die Fragen und die skeptischen Blicke echt satt...
Dass er die Meinung seines Vaters teilt, ist in den Augen vieler quasi Voraussetzung. "Du bist doch der Sohn von..." und dann im nächsten Satz schwingt meist irgendwas in Richtung Werwolffreund mit.
Tio ist dank seinem Vater und auch durch persönliches Interesse recht aufgeklärt was das Thema Werwölfe angeht. Er ist sich dessen bewusst, dass sie eigentlich nur einmal im Monat eine wirkliche Gefahr darstellen und er versteht auch, dass man sie nicht alle über einen Kamm scheren sollte, weil manche von ihnen im vergangenen Krieg an der Seite von Voldemort gekämpft haben.
Aber mit dem Wissen ging immer auch eine gewisse Vorsicht einher.
Ein Belby-Kind geht an Vollmond nicht im Park spazieren und unterschätzen würde Tio eine solche Kreatur auch nicht. Würde er wissentlich einem Werwolf abseits des Vollmonds begegnen, so würde er sich immer respektvoll, aber vorsichtig geben.

Dies hat sich auch nach seiner Infektion nicht grundlegend geändert. Lediglich ist seine Skepsis nochmal größer geworden, aber mindestens genauso viel Neugierde wurde geweckt. Selbst wenn er unfreiwillig bei Greybacks Rudel war, so hat er in den Stunden vor dem Vollmond einen Einblick in sowohl die guten als auch die schlechten Seiten bekommen. Er hat Familien gesehen, die er nicht als weniger herzlich, als seine eigene beschreiben würde. Nur, dass sie in entsetzlicher Armut leben und mit sehr schlechter medizinischer Versorgung auskommen müssen.
Was Greyback getan hat, empfindet er als grausam und falsch, aber vieles von dem, was er gesehen und gehört hat, stimmt ihn auch nachdenklich. Er hat immer gedacht, sein Vater hat etwas Gutes getan mit der Erfindung des Tranks, aber so wie es ihm die 'Menschen' dort erklärten, klang es eher, als hätte er versucht ihnen etwas weg zu nehmen.


Wusstest du schon, dass...

...jeder über Titus Belby wissen kann, dass...
...Titus der älteste Sohn von Damocles Belby ist (Übrigens! Er weiß das auch! Kein Grund ihn immer darauf hinzuweisen! "Du bist doch der Sohn von..." wird oft mit einem für ihn ungewöhnlich forschen "Jah" unterbrochen, noch ehe man es ganz ausgesprochen hat. "Tio" reicht ihm vollkommen. Der Zusatz zur Familienzugehörigkeit oder den Erfolgen seines Vaters ist nicht notwenig)
...sein Vater eigentlich im besten Alter ist, um Tios Großvater zu sein ("Du bist doch der Enkel von..." reiht sich direkt ein, wird aber an dieser Stelle oft mit einem schroffen "Nein" unterbrochen. Es nervt ihn fürchterlich, dass alle immer denken, sein Dad wäre sein Großvater, weil dieser so viel älter ist.)
...er ein fleißiger Ravenclaw Schüler war - nicht unbedingt einer der besten seines Hauses, aber doch weitaus besser, als der Durchschnitt
...er Quidditch vergöttert und gern selbst spielen würde, aber ihm der Sport einfach nicht ganz so gut liegt und er hart arbeiten muss, um mithalten zu können. Dass er nur auf der Ersatzbank seiner Hausmannschaft sitzt, ärgert ihn in diesem Sinne schon sehr.
...er einen grau getigerten Kater hat, der ihm überall hin folgt und die meiste Zeit auf seiner Schulter sitzend verbringt (obwohl Tio immer wieder beteuert, dass er eigentlich lieber einen Hund gehabt hätte)
...Tio am 12.07.1995 von Fenrir Greyback entführt, schwer verletzt und in einen Werwolf verwandelt wurde. Da das Ministerium Tio fand, als man eigentlich davon ausging, ein Minderjähriger würde unerlaubt Magie außerhalb von Hogwarts wirken und seine Verletzungen später im St. Mungos ebenfalls für Wirbel sorgten, konnte es nur schlecht vor der Öffentlichkeit verborgen bleiben, was mit dem jungen Belby geschehen ist.
...Freunde und Familienmitglieder über Titus Belby wissen, dass...
...Tio sehr behütet aufgewachsen ist
...Er eigentlich so ziemlich alles immer bekommen hat, was er wollte (außer den Hund, den er sich so sehr gewünscht hat und auf den er am Ende dann aber selbst verzichtete, weil er ihn nicht mit nach Hogwarts würde nehmen können)
...Sein Dad ihm zuliebe immer wieder Karten für Quidditchspiele besorgt und Tio die kleinen Reisen über alles liebt
...Zuhause eigentlich kaum je wirklich geschimpft wurde und Tio zumindest äußerlich vorgibt auf die tadelnden Blicke seines Vaters auch nicht mehr viel zu geben
...Tio seit einer Weile anfängt die Witze seines Vaters dumm zu finden (Es sind einfach immer dieselben!)
...und sich dann ärgert, wenn er sich erwischt, wie er in dessen Abwesenheit die gleichen dummen Sprüche bringt
...er es furchtbar nervig findet, dass sein Dad so überfürsorglich ist. Tio kann schließlich auf sich allein aufpassen!
...er dieses Verhalten aber gleichermaßen dann doch kopiert und auf seine kleinen Geschwister überträgt, indem er auf sie aufpasst
...Rose zum Beispiel echt oft vergisst, einen Schal mitzunehmen, wenn es kalt ist. Und Handschuhe!
...er schon seit seinem ersten Schuljahr davon redet, dass er Rose dann alles zeigen will, wenn es soweit ist und sie auch nach Hogwarts kommt
...er dann auch definitiv jede Pause mit ihr verbringen wollte
...und ältere Schüler besser erst gar nicht versuchen sollten, sie zu ärgern
...er sich nur ein bisschen vor ihren ersten Flugstunden fürchtet, weil er so Angst hat, sie könnte vom Besen fallen
...Tio diese Vorsicht im Bezug auf selbst zu unterdrücken versucht
...er aber manchmal beim Quiddtichtraining einem Ball doch lieber ausweicht, als ihn abzufangen
...das wohl auch der Grund ist, warum er auf der Ersatzbank sitzt
...Tio sich daher so langsam mit dem Gedanken anfreundet, dass er wohl vielleicht doch kein professioneller Quidditchspieler wird
...er beruflich ansonsten über eine Karriere als Fluchbrecher nachdenkt, weil er Rätsel und Abenteuer einfach unglaublich liegt
...außerdem haben Drachen schon immer eine enorme Faszination bei ihm ausgelöst und er konnte schon als kleiner Junge alle Drachenarten und ihre Lebensräume auswendig aufzählen. So wäre Drachenwärter wohl auch eine Option für ihn, aber das ist ihm eigentlich ein bisschen zu nah am Beruf seines Vaters, da es dort auch viel um Forschung geht
...er würde einfach gern etwas aufregendes tun und gleichzeitig auf jeden Fall etwas anderes als sein Dad. Nur weil er ein Belby ist, muss er sich ja nicht super mit Tränken auskennen... und vielleicht landet ja auch nur zufällig mal eine falsche Zutat im Zaubertränkeunterricht in seinem Kessel, damit die Note nicht ganz so gut wird, wie man sie von einem Belby erwartet
...man trotz all der Abenteuerlust manchmal die Vermutung haben könnte, Tio würde sich mit einem ruhigeren und weniger gefährlichen Beruf eher einen Gefallen tun, da er wirklich eher fleißig als mutig ist (selbst sieht er das aber nicht ein)

...es außderdem über Titus Belby noch zu wissen gibt, dass...
...Tio wie sein Dad ein bisschen wählerisch mit seinem Essen ist
...er strenger gewürzte Speisen einfach nicht mag
...Pfeffer grundlegend abgelehnt wird, weil es ihm viel zu scharf ist
...es wohl leichter wäre aufzuzählen, was er gern isst, als eine Liste der unbeliebten Speisen anzulegen
...er die Muggel-Bücher von J.R.R. Tolkien als Kind immer vorgelesen bekommen hat und stellenweise auswendig mitsprechen könnte
...man nicht erwarten darf, dass er so schnell aufhört zu plappern, wenn man ihn darum fragt etwas aus den Büchern genauer zu erklären
...daraus oft auch sehr lebhafte Diskussionen mit seinen Dad entstehen
...Tio gern alles über diese Welt lernen würde
...so wohl generell seine Liebe für Bücher geweckt wurde
...er Weihnachten noch schöner findet, als Geburtstage
...der Winter generell seine Lieblings Jahreszeit ist
...er mal ein ganzes Weihnachtsfest damit verbrachte mit seinem Dad ein Modellschiff zu bauen, was sie am Ende magisch schrumpften und in eine Flasche steckten.
...Tio das kleine Schiff sehr wichtig ist, weil es ihn an dieses Weihnachtsfest erinnert, welches eines der Schönsten überhaupt für ihn war. (Trotz manch einer kleinen Streitigkeit, weil Tio unbedingt alles ganz allein zusammenbauen wollte)
...Es deshalb wohl jenes Schiff war, welches sein erstes magisches Erlebnis provozierte - Tio neigte nicht sonderlich zu Ausbrüchen voller Emotion, weshalb er bereits sieben war, als es geschah. Der Gedanke das fallende Schiff vor der Zerstörung zu retten aber wohl reichte, um es kurz vor dem Boden magisch zu bremsen, nachdem Tios Kater es vom Regal geschubst hatte.

...Tio zwar weiß, dass sein Vater bereits eine Tochter hatte und diese gestorben ist, aber nicht über die genauen Umstände informiert ist, weil man diese Info von ihm fern hielt. Sie besuchten früher regelmäßig zusammen den Friedhof, bevor sein Dad sich entschloss öfter lieber allein zu gehen.
...Tio weiß, dass sein Dad generell nicht gern darüber redet und auch nicht über seine Muggelfamilie - weil Tio vor unangenehmen Gesprächen eher zurückschreckt und niemanden bedrängen möchte, stellt er seinem Vater darüber eher keine Fragen


Wirkung und Verhalten von Titus Belby

gegenüber der Familie
Seine Familie setzt sich zusammen aus seinem Vater Damocles Belby ("jaah, der Damocles Belby..."), seiner Mutter Sophia, die eine geborene Savage ist und seinen drei Geschwistern Rose, Cillian und Eve.
Eve ist noch ein Baby und Tio weiß trotzdem schon jetzt, dass er sie großartig findet. Er hat ihre Geburt nicht mitbekommen, weil er in Hogwarts war und konnte die Ferien entsprechend kaum abwarten. Er freut sich sehr darauf, wenn sie größer ist und er anfangen kann, ihr Geschichten vorzulesen.
Cillian ist sein kleiner Bruder und mit den sechs Jahren Altersunterschied doch oft ein wenig zu klein, um ein guter Spielkamerad zu sein. Das war vor Hogwarts oft ein Grund, warum die beiden nicht ganz so gut klargekommen sind. Tio hat immer versucht seinen Bruder von allem abzuhalten, was gefährlich sein könnte und hatte gleichzeitig recht hohe Erwartungen an ihn, die nicht erfüllt wurden, weil Cillian einfach noch zu jung war. Wenn es daheim Streit gab, dann meist zwischen ihnen beiden, weil Cillian sich nicht helfen lassen wollte.
Tio hat das oft genervt und er hat eigentlich immer gehofft, dass es besser werden würde, wenn Cillian erst größer ist, aber da Tio nun die meiste Zeit des Jahres in Hogwarts verbringt, haben sich die Jungs gewissermaßen ein bisschen auseinander gelebt.
Ganz anders verhält es sich da mit Rose. Sie ist zwar auch drei Jahre jünger als Tio und er hat dergleichen Drang sie zu beschützen, aber sie wehrt sich dagegen weitaus weniger, als ihr gemeinsamer jüngerer Bruder. Eher harmonieren die beiden ziemlich gut, da Rose sehr neugierig und aufgeweckt ist. Sie liebt es, wenn Tio ihr Abenteuergeschichten über Drachen oder sogar echte Erlebnisse aus Hogwarts erzählt und scheint ihn dafür aufrichtig zu bewundern. Er ist ein stolzer großer Bruder und würde ihr immer den Rücken freihalten.
Ihr Draht zueinander ist so gut, dass Tio sogar ruhig auf sie einwirken kann und zu ihr durchdringen, wo sie bei ihren Eltern einfach nur auf stur stellen würde. Verbünden sich die beiden aber, kann das Duo zu einer Herausforderung für Damocles und Sophia werden.

Seine Mutter Sophia liebt Tio über alles und ist in den meisten Fällen auch nicht "zu cool" um das zuzugeben. Er hört eher auf sie, als auf seinen Dad und weiß, dass er mit ihr über alles reden kann. In den Ferien klebt Tio die ersten Tage meist nahezu an ihr, weil er das Bedürfnis hat ihr alles zu erzählen, was er nicht geschafft hat schon vorher in den Briefen zu erwähnen.
Er ist nicht eifersüchtig, wenn sie weniger Zeit hat, weil sie sich um Eve kümmern muss, sondern geht ihr dabei gern zur Hilfe - was sicher auch daher rührt, dass er immer nur die wenigen Wochen in den Ferien daheim ist und er dann sowieso viel Aufmerksamkeit von allen Familienmitgliedern bekommt.

Und dann wäre da noch sein Dad.
Damocles Belby ist ein alter Mann, der großes in seinem Leben vollbracht hat und selbst wenn Tio ihn in einer ganz anderen Art erlebt, als der Rest der magischen Bevölkerung, so geht eine gewisse Wirkung meist trotzdem nicht verloren. Eine gewisse Atmosphäre umgibt ihn, sobald er den Raum betritt. Er strahlt eine Ruhe aus, die gleichermaßen angenehm, wie unglaublich nervig sein kann. Irgendwie scheint er alles immer im Griff zu haben, ohne dafür wirklich aktiv zu werden.
Es stimmt, Tio ist seinem Dad wirklich ziemlich ähnlich. In manchen Momenten verstehen sie sich daher super gut, können stundenlang Gespräche führen, lachen und aufregende Ausflüge unternehmen.
Im nächsten Moment kann es geschehen, dass Tio komplett auf stur stellt und seinem Dad eher ausweicht. Letzteres nimmt derzeit immer mehr zu, denn seit neustem beginnt Tio zunehmend die Handlungen seines Dads zu hinterfragen. Wo er ihn früher bewundert hat und am liebsten in seine Fußstapfen treten wollte, versucht er heute sich bewusst abzugrenzen. Er ist anderer Meinung, er hat andere Interessen und nein, er möchte das allein machen. Er möchte einfach nicht immer als "Sohn von" betrachtet werden. Ist das so schwer?
Gerade in Hogwarts leidet Tio darunter, dass er immer nur "Belbys Sohn" ist und vermutlich hat sich dieser Wunsch nach Distanzierung irgendwann dann entwickelt, als Professor Snape ihn im Unterricht dauernd damit aufzog, dass er als Belby das Lehrbuch doch sicher auswendig können wird und den Unterricht eigentlich gar nicht nötig hat.
Verdient hat Damocles das Zeigen der kalten Schulter seines Sohnes also nicht wirklich und muss sich zudem damit auseinandersetzen, dass Tio auch weitere Entscheidungen seines Vaters kritisch beäugt.
Dass man Damocles öfter eher für Tios Großvater hält, wird ihm mit jedem Jahr unangenehmer. Nicht zuletzt durch die Geburt von Eve wurde die Familie sehr skeptisch beäugt. Es hilft einfach wenig, dass Zauberer mit über 70 noch im besten Alter sind, wenn die Ehefrau gerade mal nur halb so alt ist. Unangenehm ist es, wenn man deswegen Kommentare bekommt und selten sind es welche der netten Sorte. Er verteidigt dabei vor allem seine Mutter, aber er steht auch zu seinem Vater. Ihm ist bewusst, dass seine Eltern sich wirklich aufrichtig lieben und er würde seinem Vater nie etwas anderes unterstellen... trotzdem nervt es und Tio wünschte sich einfach manchmal, er hätte einen jüngeren Vater.


Grundsätzlich lässt sich sagen, dass Tio seine Familie sehr liebt und ein gutes Verhältnis zu jedem von ihnen hat. Das schließt auch die enge Verwandtschaft mütterlicherseits nicht aus und lässt die Kinder der Familie Savage eigentlich fast mehr wie Geschwister für ihn erscheinen.
Er tut sich nicht schwer damit "Erbe" der Belbys zu sein, denn er weiß, dass er damit niemals alleine dastehen würde. Seine Geschwister und die Savages würden ihn immer unterstützen. Genauso würde er es andersherum tun.

Auf die Probe gestellt wird die Idylle der Familie nun trotzdem, denn man muss sich nun damit auseinandersetzen mit Tio einen Werwolf in der Familie zu haben. Genau genommen ein Kind, welches nicht mehr zur Schule gehen kann, ständig heilerische Versorgung benötigt und einmal im Monat eine Gefahr für sein Umfeld darstellt - eine, die man selbst mit Trank niemals unterschätzen sollte.
Tio hat seit dem Vorfall noch nicht alle Familienmitglieder gesehen und er fürchtet sich besonders die Jüngeren könnten beim Anblick seiner Narben Angst bekommen. Er erträgt den Anblick ja selbst kaum, wenn er sich im Spiegel sieht.
Mal sucht er ganz gezielt Trost bei seinen Eltern, mal stößt er sie nahezu von sich weg und bei keinem ist das so schlimm wie bei Damocles, dem er mal nicht von der Seite weichen möchte und dann mal wieder nicht mal in dessen Augen sieht.
Er schämt sich für das, was geschehen ist, weil er es für einen Fehler eigener Dummheit hält. Und gleichzeitig hat er auch genug Grund seinem Vater die Schuld dafür zu geben, da Greyback es auf einen "Belby" abgesehen hatte.
Am Ende sollte er sich glücklich schätzen, dass er so viel Unterstützung von seiner Familie erfährt und das weiß er eigentlich auch.

gegenüber Freunden
Tio ist nicht unbeliebt, aber auch nicht unbedingt der Typ dafür im Mittelpunkt eines großen Freundeskreises zu stehen.
Er hat eher eine handvoll sehr enge Freundschaften, die sowohl Mädchen als auch Jungs miteinschließen, als viele lose Bekanntschaften. Es dauert länger, bis er sein Herz jemandem so richtig öffnet, aber wenn, dann gewinnt man einen loyalen Freund fürs Leben.
Ganz klar kristallisiert sich unter allen ein bester Freund für Tio heraus. Gleiches Haus, gleicher Schlafsaal, gleiche Hobbys - man kann die beiden wirklich kaum voneinander trennen, denn sie kennen sich schon seit seiner Kindheit.

Manchmal sorgt das für Eifersucht bei den anderen Freunden, die für Tio zwar ebenfalls wichtig sind, die aber an die jahrelange Freundschaft noch nicht ganz heranreichen können.
Dass ihm der Blutstatus ziemlich egal ist, zieht Tio durch und doch war er etwas skeptisch, als sich im ersten Jahr ausgerechnet der ein Jahr ältere Draco Malfoy zu ihm gesellte. Für Tio war anfangs eigentlich klar, dass der Malfoy nur etwas mit ihm zu tun haben wollte, wegen seinem Nachnamen "Belby". Aber er wurde überrascht, denn Draco blieb.
Es stellte sich heraus, dass man mit dem Malfoy echt interessante Diskussionen führen konnte und gerade wenn sie allein waren, konnte man mit ihm sogar echt lachen und sich angenehm unterhalten. Tio hält ihn für intelligent, auch wenn er vieles von dem, was Draco tut nicht gut findet. Er versteht nicht, warum er sich mit Crabbe und Goyle abgibt und er mag es auch nicht wenn Draco jemanden "Schlammblut" nennt. Oft geht er ihm deswegen aus dem Weg und straft ihn mit der kalten Schulter. Seine Meinung sagt Tio ihm aber lieber nicht ins Gesicht, denn er ist sich sicher, dann würden sie sich streiten. Und das möchte er eigentlich nicht.
Er hat nämlich das Gefühl, dass Draco eigentlich einen guten Freund verdient hat und er weiß ja auch, dass hinter all der Show eine echt nette Seite verborgen liegt, die immer dann zum Vorschein kommt, wenn sie allein sind.

Nun, da er ein Werwolf ist, ist er sich eigentlich sehr sicher, dass die meisten seiner Freundschaften im Sande verlaufen werden. Sein bester Freund würde sich zwar hoffentlich nicht von ihm abwenden, aber von jemanden wie Draco erwartet Tio nicht viel. Vermutlich würde dessen Familie den Kontakt auch schlicht verbieten - aus gutem Grund.

gegenüber Bekannten
Tio ist generell aufgeschlossen und nett zu beinahe jedem. Auch an Höflichkeit mangelt es ihm nicht, daher fällt es nicht schwer ihn auf den ersten Blick als netten Jungen einzuschätzen.
Wer seinen Vater von früher kennt, behauptet oft, Tio würde ihm unglaublich ähnlich sehen. An dieser Stelle geschieht es dann nicht selten, dass sich doch eine ordentliche Portion jugendlicher Trotz zeigt. Er wird nicht gern mit seinem Vater verglichen, er hasst es wenn man nur Anhand der Erfolge seines Vaters über ihn urteilt und wird dann auch gern recht patzig.
Laut wird er dabei selten und eigentlich ist es auch nicht seine Art zu fluchen. Er drückt sich schon gern gewählt aus und Zuhause, wenn kein Besuch da ist, hört man selten solche Sprüche wie "Chill doch mal", "Ja, ja" und er verdreht auch nicht ständig die Augen zum Himmel. Das geschieht eher dann, wenn er sich vor anderen besonders cool geben will und auf gar keinen Fall wie ein kleiner Junge wirken will der Papa's Liebling ist.

Als verwöhnt könnte man ihn beschreiben, weil er von seinen Eltern wirklich fast alles bekommt, was er möchte. Allerdings ist Tio trotzdem sehr dankbar und geht vorsichtig mit seinen Sachen um. Er ist nie verschwenderisch und kauft zum Beispiel Bücher mit Vorliebe im Antiquariat, weil er findet alten Büchern obliegt ein besonderer Zauber, den viele Neuerscheinungen nicht zu haben scheinen. Auch begeistert ihn die Vielzahl an Büchern, die solche Läden in der magischen, aber auch in der Muggelwelt vorweisen können.

Typisch Ravenclaw ist er sehr fleißig, wissbegierig und das man ihn ohne ein Buch sieht, ist eine Seltenheit. Unterwegs werden Bücher fein säuberlich in einen Lederumschlag gehüllt, damit der Einband nicht geknickt wird und Notizen werden auf einem kleinen Block (niemals im Buch!!) getätigt.
Das Bild des Ravenclaws wird aber manchmal gestört, wenn man Tio plötzlich beinahe nach Gryffindor stecken möchte, weil er wie aus dem Nichts zu Waghalsigkeit neigt und versucht mutig zu sein. Selbst der sprechende Hut zögerte damals kurz und murmelte etwas von "Wärst im Herzen gern ein Gryffindor, hm? Bleib mal lieber bei deinen Büchern, Junge.".
Hätte er auf den Hut gehört (abseits von dessen Entscheidung ihn nach Ravenclaw zu schicken), dann hätte Tio sich wohl nicht mit Feuereifer ins Quidditchtraining begeben um der Hausmannschaft beizutreten (immerhin, für die Ersatzbank hat es gereicht) und er würde wohl auch nicht pausenlos von Drachen reden oder davon, dass er gern Fluchbrecher bei Gringotts werden würde.
Wenn es wirklich drauf ankommt, ist Tio aber oft leider gar nicht so mutig, wie er das gern wäre. Nicht, dass ihn diese Erkenntnis zur Vernunft rufen würde.

Seinen Geschwistern und generell jüngeren Kindern gegenüber gibt er sich beschützerisch und man möchte es manchmal gar übervorsichtig nennen. Er ist sehr geduldig (außer es geht um seinen kleinen Bruder) und wirkt (meist) ein wenig reifer und vernünftiger als für sein Alter typisch.
Er mag es natürlich gelobt zu werden, gibt sich aber oft eher bescheiden und erzählt von großen Träumen auf die er hinarbeitet, um sich selbst einen Namen zu machen, der nichts mit Zaubertränken für Werwölfe zu tun hat.

Dass aus diesen Träumen nun nichts werden würde, zerreißt Tio innerlich und besonders die Tatsache, dass er nicht mehr nach Hogwarts gehen kann und seine Chance auf Bildung so gesunken ist, stimmt ihn entsetzlich traurig. Seit dem Werwolfbiss wirkt er noch ruhiger als vorher. Auch ist er oft trotzig, wird von Stimmungsschwankungen geplagt und es ist auch schon einmal passiert, dass er laut geworden ist, obwohl das sonst so gar nicht seine Art ist.
Er wird von großer Angst und Unsicherheit geplagt und scheint in seiner Entwicklung nach dem Schock eher einen Schritt zurück in kindlicheres Verhalten gemacht zu haben, womit er sein Umfeld doppelt auf die Probe stellt.


Äußerlich wirkt Tio immer angemessen gekleidet. Nicht zu fein und doch auch nicht zu locker. Tatsächlich findet er Turnschuhe übel cool und hat eine kleine Sammlung verschiedenster Farben, die er gern mit Outfits kombiniert.
Er trägt demnach gern vereinzelt Muggelkleidung, aber zumeist stammen seine Klamotten doch aus magischen Geschäften und sind dabei eher schlicht, aber elegant gehalten.
Er achtet sehr auf Körperhygiene und empfindet Unsauberkeit bei anderen Menschen als abstoßend, wenn sie ein gewisses Maß erreicht hat. Selbst trägt er gern ein dezentes Parfüm, achtet zumindest morgens darauf, dass Kleidung und Haare ordentlich hergerichtet werden (wobei es nicht schlimm ist, wenn das über den Tag verloren geht, das sieht er dann doch nicht so eng).

Das mit dem Parfüm hat sich jedoch seit dem Werwolfbiss erledigt, denn irgendwie empfindet er den Geruch seitdem als störend.
Er wünschte wirklich, das wäre das einzige, was sich äußerlich an ihm geändert hat, aber leider sprechen schon allein die drei vertikalen Narben auf seiner Wange eine andere Sprache. Dünne silberne Linien bedecken neben den Händen auch so ziemlich jede andere Stelle seines Körpers. Wirklich tiefe unschöne Bisswunden trägt er am rechten Unterarm knapp unterhalb des Ellenbogens, wo Greyback ihn zuerst erwischte sowie mehrfach an den Beinen.
Den Anblick erträgt er selbst nicht einmal wirklich und er schämt sich fürchterlich. Das erste Mal so vor die Tür zu treten, wird eine Herausforderung darstellen und T-Shirts und kurze Hosen wird er ohne Hilfe eines Zaubers, der die Narben verdeckt, lieber nicht mehr tragen.

gegenüber Feinden
Tio ist niemand, der schnell dazu neigt jemanden zu hassen oder sich feindselig zu geben. Auch wird er eigentlich niemals handgreiflich. Sogar in Rangeleien mit seinen Cousins oder Geschwistern ist eher eher ein Freund beruhigender Worte.
Um einen Feind zu benennen, müsste Tio lange nachdenken. Ihm würden ein paar Lehrer und andere Erwachsene einfallen, die ihn mit Sprüchen nerven, weil er ein Belby-"Werwolffreund" ist, aber eigentlich ist das für Tio nichts, was er als "Feind" einstufen würde.
Er würde wohl schließlich mit seinen Gedanken bei Greyback hängen bleiben und der Werwolf ist es wohl am ehesten, der die Bezeichnung "Feind" verdient. Er hat Tio etwas schreckliches angetan. Allerdings hatte er auch seine Gründe dafür und so sehr Tio sich auch fürchtet... es fällt ihm schwer wirklichen Hass zu verspüren. Neugierde ist es, die Tio dazu bringt es zu bereuen, dass er vor Angst gelähmt nicht mehr Fragen an den Werwolf gestellt hat. Es sind Fragen, die ihm auch sein Vater sicher nicht beantworten könnte. Er hat Angst vor dem was auf ihn zukommen wird, wenn der Vollmond im nächsten Monat am Himmel steht und auch wenn sein Vater sich wirklich viel Mühe gibt, kann er doch nicht an diese seltsam ruhige Ausstrahlung heranreichen, die Greyback in den Stunden vor der Verwandlung an den Tag legte. Als wäre all das völlig normal. Als wäre es alltäglich. Etwas, was man begrüßen sollte - Und während Tio sich sicher ist, dass er es niemals toll finden würde sich in eine Bestie zu verwandeln, so sehnt er sich doch nach dem Gefühl von Normalität und lässt ihn mit gemischten Gefühlen an den Werwolf denken.

in Bezug auf Liebesbeziehungen
Tio ist noch sehr jung. Es gab da dieses Mädchen in seinem Hogwartsjahrgang... er ist sich nicht ganz sicher, was er für sie empfindet. Sie ist hübsch, klug und eigentlich eine wirklich gute Freundin für ihn.
Sie haben stundenlang zusammen gelernt und immer hat sie es darauf verstanden ihn zum Lachen zu bringen. Sie ist nett und sie findet Drachen mindestens so cool wie er. Auch hat sie ihn schon immer "Tio" genannt und niemals "Belby" oder "Werwolffreund". Keinerlei Anspielungen auf seinen Dad, da sie - wie sie ihm später in einem vertrauten Gespräch einmal erklärt hat - bemerkte wie unangenehm es ihm ist immer auf seinen Vater reduziert zu werden.
Tio hat sich manchmal im Unterricht dabei erwischt, wie er in Tagträumen versank und an sie dachte. Er hat sich auch Details wie ihre Augenfarbe (grün!) und die Art wie ihr Haar im Sonnenlicht glänzt gemerkt.
Mehr als ein Gedanke an einen scheuen Kuss hat es jedoch nie gegeben. Er hat immer gehofft, der richtige Moment würde kommen, aber bisher hat er sich nicht getraut.

Und nun... nun ist das alles viel komplizierter geworden.
Er ist nun ein Werwolf. Er besucht Hogwarts nicht mehr. Kontakt zu Gleichaltrigen ist schwieriger und sowieso hat Tio total Angst jemanden zu verletzen. Sich um so etwas wie Beziehungen Gedanken zu machen, erscheint ihm gerade falsch... dafür ist sein Kopf auch mit den Gedanken viel zu sehr anderswo.
Dennoch vermisst er seine Schulfreundin manchmal.

Lebensgeschichte und Ausblick

Werdegang

  • 21.07.1981 Hausgeburt in Oxford
  • 1986: Elementarunterricht durch seinen Vater
  • 1992: Einschulung in Hogwarts (Ravenclaw)
  • 1993: Belegen der Muggelsport-AG
  • 1994: Mitglied Quidditchmannschaft Ravenclaw, Position: Hüter (Ersatzspieler)

  • Juni 1995 Noten des 3. Schuljahres:
    • Zaubertränke: E
    • Zauberkunst: O
    • Verwandlung: E
    • Verteidigung gegen die dunklen Künste: O
    • Kräuterkunde: O
    • Geschichte der Zauberei: O
    • Astronomie: E
    • Alte Runen: O
    • Arithmantik: A

  • 12.07.1995: Werwolfbiss durch Fenrir Greyback, gezwungener Schulabbruch

Spielerwartung

zum Plotter
Im einen Monat ist noch fast heile Welt. Das Ende eines Schuljahres steht bevor und der Tod eines älteren Mitschülers im Trimagischen Turnier beschäftigt Tio.
Im nächsten Monat wird dies jedoch in den Schatten gestellt, als Tio von Greyback gebissen wird und in Folge dessen vor dem Trümmerhaufen seines Lebens steht.

Plotfäden:
  • Ende des Schuljahres, Abschied von Freunden, Turnierereignisse
  • Ferienbeginn, zwei Wochen heile Welt im Familienumfeld + möglichem Kontakt zu Freunden
  • Wolfsbiss, Bekanntschaft zu Fenrir Greyback und Rudel
  • Lernen des Umgang mit der neuen Lebenssituation sowie der Reaktion von Familienangehörigen und der Öffentlichkeit
  • Realisation der weggebrochenen Träume und Entwicklung neuer Ziele

Freitext

Dreaming of Staircase Ballet


Der Duft ist so vertraut, als wäre er nie weg gewesen. Ein bisschen süßlich, blumig. Als würde eine frisch aufgebrühte Tasse Früchtetee in der Nähe stehen und daneben süßes Zuckergebäck. Heimlich versteckt. Weil es natürlich nicht erlaubt ist hier zu essen.
Unwahrscheinlich, dass wirklich etwas dergleichen zu finden ist, denn es ist mitten in der Nacht. Die hohen Reihen der Bücherregale werden einzig von dem wenigen Licht erleuchtet, welches Tio magisch geschaffen hat und die Bibliothek von Hogwarts liegt so leer und leise da, wie er sie noch nie zuvor erlebt hat.
Unwillkürlich drückt er den Bücherstapel, den er noch immer im Arm hält, etwas näher an sich und seine Finger streifen über die alten ledrigen Buchrücken.
Jeder Schritt ist erfüllt von Wehmut und doch ist Tio froh hier sein zu können. Immerhin hat er die Bücher ausgeliehen und nicht zurückgebracht. Es war… nun, eigentlich war es Absicht. Er hat sie ganz bewusst mit nachhause geschmuggelt, als die Sommerferien anstanden. Schon als der Hogwartsexpress abfuhr hat er seine kleine Straftat furchtbar bereut und die Gewissensbisse plagten ihn. Auch wenn er es erst eigentlich so sehr wollte, hat er die Bücher am Ende nie gelesen. Sie lagen den ganzen Sommer über in seinem Koffer.
Er hat geplant sie direkt am ersten Schultag zurückzubringen. Im besten Fall heimlich. Vielleicht… würde er sich aber auch eine Entschuldigung abringen.
Und dann wurde ihm diese Chance gestohlen.

Tio würde nie mehr einen Fuß nach Hogwarts setzen. Nie mehr würde er hier willkommen sein. Der Gedanke lässt sein Herz schwer werden. Er spürt diese tiefe Trauer in sich, während er die Bücher einfach auf einem kleinen Tischchen neben den Regalen ablegt. Unsortiert. Ohne Bescheid zu geben. Eine dritte Straftat, nach dem Bücherklau und dem Schuleinbruch. Aber irgendjemand würde die Bücher wohl morgen finden und sich darum kümmern.
Zumindest das konnte er in Ordnung bringen.

Die Türen der Bibliothek fallen viel zu laut hinter ihm zu und Tio ermahnt sich nicht noch einen Blick zurück zu wagen. Er muss jetzt gehen. Leise nach draußen. Bevor ihn jemand erwischt. Es würde so Ärger geben, wenn sie ihn erwischen.
Er reißt sich los und läuft den Gang entlang. Dabei hat er es sogar so eilig, dass er bald spürt, dass er rennt. Er rennt durch die Gänge, sieht nicht nach links und rechts. Vorbei an den Klassenräumen, den Portraits, all den Orten, von denen er dachte, er würde sich erst in ein paar Jahren nach dem Schulabschluss von ihnen verabschieden müssen.
Dann erreicht er die ersten Stufen und… die Zeit hält einfach an.

Auf dem Absatz einer Treppe stehend ist Tio erstarrt. Sein Blick schweift über die Umgebung, über die hohen Schlosswände, als ein kleiner Ruck durch ihn geht, der ihn veranlasst zwei Stufen zurück nach unten zu treten. Ganz langsam diesmal. Zurückweichend.
Seine Augen werden groß und rund, als er realisiert, dass er nicht in Richtung Ausgang gelaufen ist, sondern in Richtung Ravenclaw Gemeinschaftsraum. Dahin, wo er normalerweise flüchten würde, wenn er viel zu spät nach der Sperrstunde noch im Schloss unterwegs gewesen wäre. Weil er dort hin gehört.
Ihm ist nach Lachen und Weinen zumute. Es ist ein so dummer Fehler. So dumm. So unnötig. Warum nur trifft er immer diese dummen Entscheidungen?

Sich herumdrehend stößt Tio ein Seufzen aus. Er geht die Treppenstufen wieder herab.
Eine.
Dann zwei.
Und bei der Dritten lässt er sich einfach auf die Stufen sinken.
Wieder eine dumme Entscheidung, aber diesmal eine, die der Belby ganz bewusst in diesem Wissen tut. Er braucht einfach diesen kleinen Moment, um dort zu sitzen, die Augen geschlossen und mit einer Hand fest das Geländer umklammernd.
Er sollte loslassen.
Aber er ist noch nicht bereit dazu.

Die Treppen von Hogwarts hat er immer geliebt. Er kennt jede Trickstufe und er weiß an welchen Stellen man es sich wagen kann, lässig am Geländer herab zu rutschen statt zu laufen. In seinem ersten Jahr hat er Stunden hier verbracht. Hat sich einfach auf die Treppen gestellt, gewartet bis sie ihre Richtung änderten, um dann herauszufinden wohin sie ihn getragen haben. Er hat sie quasi studiert. Jede einzelne von ihnen. Immer hat er versucht ein Muster zu erkennen. Ein Schema, nachdem sie ihre Richtung ändern. Wie kommt es, dass sie nie aneinander stoßen? Kann eine Treppe auch einfach an einem Abgrund enden? Woher kommen die Trickstufen? Gibt es Orte, die sie seltener ansteuern? Oder gar nie?
Ihr Wandel kam Tio immer mehr wie ein Tanz vor. So mächtige Magie, die in perfekter Eleganz riesige Steinblöcke versetzt. Die Stufen zusammenführt, sie wieder trennt, sie in perfekter Synchronität führt und dann einmal wieder völlig außer Takt scheint.
Er hat dort gestanden und das geschäftige Treiben der Schüler beobachtet. Auf und ab, schnell wendend, rennend um noch im letzten Moment auf die Stufen zu springen oder seufzend, weil man mal wieder nicht dort gelandet ist, wo man hinwollte und es so wirkte, als würden die Treppen einen ärgern wollen.
Ja, sie haben auch Tio so manches mal geärgert. Haben seine Theorien zunichte gemacht und seine Pläne durchkreuzt.
Irgendwann dann hat er es eingesehen. Mit einem Schmunzeln und voller Akzeptanz: Manche Magie mag es nicht gänzlich durchschaut zu werden.

Die Stille erfüllt ein leises Schluchzen und es kostet Tio einen Moment, bis er bemerkt, dass es seinen eigenen Lippen entkommen ist. Noch immer sitzt er dort auf der Treppe, ist zusammengesunken und hält nun die eigenen Beine umschlungen.
Hier. In Hogwarts. Auf den Treppen, die in ihrem sanften Rhythmus ihre Richtung wechseln.
Hier, wo er nicht sein sollte.
Nie wieder sein würde.

Was würde er dafür geben, ein weiteres Jahr über diese Treppen zu wandern? Mit einem Buch unter dem Arm und in seinen leuchtend blauen Ravenclaw-Roben. Er hat sich immer so darauf gefreut Rose das alles zu zeigen. Vermutlich wären sie in der ersten Woche jede Treppe duzende Male auf und ab gegangen. Sie wäre genervt von seiner Idee ein Schema in den Richtungswechseln erkennen zu wollen und er würde ihr doch geduldig jede Trickstufe zeigen, damit sie sich nicht verletzt.
Er hätte das so gern getan. Er bereut es nun, dass er manchmal genervt gestöhnt hat, wenn sie darum gequengelt hat, dass er ihr alles über Hogwarts erzählen soll. Ihr alles zeigen, sobald sie im nächsten Jahr auch die Schule besucht.

Die Treppe wechselt ihre Richtung. Tio schluchzt.

Er weiß im Nachhinein nicht, wie lange er auf der Treppe gesessen hat. Wie lange er sich diesen Gedanken hingeben hat. Wie oft er sich ermahnte, um sich aufzuraffen und doch nichts tat als bittere Tränen zu vergießen.
Irgendwann muss sein Kopf zur Seite gesunken sein. An das Geländer lehnend und klein zusammengekauert. Fast als wäre er gar nicht da.
Es kommt ihm vor, als könnte er sich selbst dort sitzen sehen. In der Dunkelheit schlummernd und noch immer das Geländer umklammernd, als könnte er so an dem Moment festhalten.

Er hört die Schritte nicht. Er sieht sie auch nicht kommen. Sie sind nur plötzlich da.
Schüler. Ältere. Sie tragen des Vertrauensschülerabzeichen.
“Du solltest hier nicht sein.“, „Sieh dich an, du solltest hier nicht sein.“, „Zisch ab! Verschwinde! Du gehörst hier nicht her!“
Und es kostet Tio eine ganze Weile, bis er realisiert, was sie meinen. Sie meinen nicht etwa, weil er außerhalb der Sperrstunde unterwegs ist. Nein, Tio trägt keine Schulroben. Er ist gar kein Schüler. Er ist ein…

“Monster!“

Sie hätten es nicht sagen müssen. Tio hätte es auch so erkannt. Er weiß es. Es ist, als könnte er sein eigenes Gesicht vor sich sehen. Die feinen Narben, die sich unterhalb seines Auges bis zu seinem Mundwinkel ziehen. Sie blitzen an seinen Handgelenken unter den Ärmeln hervor, zieren Hände, Knöchel und dabei sind es nur jene, die nicht wirklich schlimm erscheinen.
Er kann die Gesichter der fremden Schüler nicht richtig sehen. Es kommt ihm vor, als sollte er sie kennen, aber gleichzeitig kommen sie ihm fremd vor. So wie auch er ihnen anscheinend fremd ist.
Sie erinnern sich nicht mehr an ihn. An Tio. Sie sehen nur, was er jetzt geworden ist.

Er verlässt die geliebten Treppen der Schule fluchtartig. Gehetzt und gejagt zwei Stufen auf einmal nehmend, während ihm weitere Beschimpfungen nachgerufen werden.
“Werwolf!“, brüllt jemand. “Bestie!“
Er rennt schneller und schneller. Zum Ausgang diesmal. Nicht zurücksehend. Nur weg.

Und er wäre beinahe gestolpert, als ihm plötzlich ein kleines Mädchen in den Weg tritt.
“Rose“, er ist so außer Atem, dass er selbst kaum bemerkt wie seine Stimme holpert. “Rosie, was machst du hier? Du solltest doch im Bett sein. Da hinten sind Vertrauensschüler und…“ Er stoppt. Im Versuch sie zum Gehen zu animieren, hat er eine Hand gehoben, um sie seiner kleinen Schwester sacht an die Schulter zu legen.
Doch sein Atem stockt, als sie einen Schritt zurückweicht. Mit großen, vor Angst aufgerissenen Augen.
“Monster“, schallt ihre kleine zarte Stimme, aber es ist als hätte sie Tio einen Schlag verpasst.

Er weicht zurück. Rennt. Weg. Nur fort von diesem Ort.

Und dann ist er im Wald.

Kaum hat er die ersten zwei Baumreihen überwunden, umschließt ihn der Wald. Eisiger Nebel umwandert seine Fußknöchel und die Baumkronen hüllen ihn in komplette Dunkelheit.
Fast. Fast komplette Dunkelheit.
Es ist das Mondlicht, welches sie manchmal durchbricht und den Nebel silbern leuchten lässt.
Tio weicht dem Licht aus, aber er weiß, dass das nichts bringen wird. Immerhin hört er schon ihre Schritte. Nicht Füße. Pfoten. Klauen.
Er kann das Knurren hören, als wären sie direkt hinter ihm. Es ist als könnte er den warmen Atem in seinem Nacken spüren.
Sie kommen ihn holen. Sie holen ihn ein. Sie holen ihn immer ein.
Er stolpert, fällt, Schmerz explodiert.

Tio schreit.



Er findet sich im weichen Bett seines Kinderzimmers, aufrecht sitzend und die Lippen noch immer zum Schrei verzogen. Seine dunklen Locken kleben ihm feucht an der Stirn und ihm ist so warm, als würde er innerlich kochen. Fast krampfhaft hat er die Arme um den eigenen Körper geschlungen. Als würde er sich schützen wollen. Vor ihnen. Als würde das irgendwas bringen.

Seine Finger lösend findet er Blut unter seinen Nägeln und er weiß, dass er die Wunden im Schlaf schon wieder aufgekratzt hat. Es juckt so scheußlich, wenn sie heilen und es dauert ewig.
“Dad“, es ist mehr ein kleiner Klagelaut, denn ein richtiges Rufen, aber Tio muss sich auch gar nicht anstrengen. Man hat ihn schon gehört. Kein Wunder, denn dieser Tage kann kaum jemand im Haus richtig schlafen.
Tio spürt, wie er in die Arme seines Vaters gezogen wird und obwohl ihm eigentlich so warm ist, ist er froh nicht allein zu sein. Er merkt sogar erst jetzt, wie ihm die dicken Tränen über die Wangen kullern und als sein Körper sich zu einem Schluchzen verzieht, unterdrückt er es nicht. Die Panik sitzt ihm noch immer in den Kochen und jeder Muskel schmerzt, weil er so angespannt war.
Wie ein kleiner Junge, viel kindlicher als er es in seinem Alter eigentlich sein sollte, schmiegt er den Kopf heulend an die Schulter seines Dads. Aber in diesem Moment ist es ihm egal. Eigentlich ist seit Wochen alles egal. Sein Leben liegt in Trümmern und alles, was er sich mal aufgebaut hat, scheint für die Tonne zu sein.
Durch die Tränen hinweg dreht er seinen Kopf und sieht zu seinem Koffer, der noch immer dort steht. Ein kleiner Stapel Bücher fällt ihm ins Auge. Bücher, die nicht ihm gehören. Sie würden einen Bibliotheksstempel auf der Innenseite aufweisen und sie eindeutig als Eigentum von Hogwarts ausweisen.
Tio hat sie nie zurückgegeben.
Es war alles nur ein Albtraum.
Fast alles davon.
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