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Geisterball
Der Geisterball
Halloween, 1995.
Während über den Köpfen der Schüler in der Großen Halle hunderte Kerzen schwebten, Kürbisse mit ihren geschnitzten Fratzen schauriges Licht an die Wände warfen und Schüler wie Lehrer des Schloßes sich den Bauch mit allerlei Köstlichkeiten vollschlugen, wurde auch andernorts in Hogwarts gefeiert.
Dieses Fest war viel älter als alle Feiertage der Magier zusammengenommen. An diesem Tag fühlten sich die Verstorbenen... lebendiger. Der anderen Seite näher als sonst.
Unter der Obhut der Grauen Dame waren Geister aus ganz Großbritannien nach Hogwarts gereist. Manche kannte man aus alten Geschichten, manche aus anderen Schlössern, Herrenhäusern oder längst verlassenen Anwesen. Ihre Familien hatten sie in den meisten Fällen schon längst vergessen. Für eine Nacht gehörten ihnen allein die unterirdischen Gewölbe unterhalb der Schloßküche.
Musik erfüllte den von emsigen Hauselfen vorbereiteten Ballsaal, durchscheinende Gestalten glitten über den Boden ebenso wie hoch oben durch die Luft, Epochen und durch Generationen getrennte Verwandte trafen aufeinander. Zwischen Tanz, Tratsch und kleinen Sticheleien wurden Geschichten ausgetauscht, die teilweise schon seit Jahrhunderten niemand mehr hatte hören wollen. Zumindest hatte niemand die kopflosen Reiter eingeladen und der Fast Kopflose Nick schien nicht ganz so durch den Wind zu sein.
Bis die Graue Dame plötzlich verschwand. Wenig später fand man sie auf einem der angrenzenden Korridore.
Schluchzend. Eine ihrer engsten Freundinnen war fort.
Kurz zuvor hatte sie der Grauen Dame noch anvertraut, einen Geisterbrief zugesteckt bekommen zu haben, der sie darüber informierte, dass die Geisterbehörde sie eben jetzt gerade von ihre Stammsitz verbannte. Es geschähe ihr nur recht. Sie wusste nicht, wer die Existenz ihres geliebten Heimes auf dem Gewissen hatte - doch dieser Geist musste sich an diesem Abend ebenfalls in Hogwarts befinden. Mehr wusste auch die Graue Dame nicht zu sagen.
Fest stand, dass solange der Schuldige Geist weiterhin unbehelligt zwischen den Gästen wandelte, ihre Freundin definitiv nicht zurückzulocken wäre. Der rauschende Geisterball wurde also binnen kürzester Zeit etwas ganz anderes, nachdem sich niemand freiwillig dem Urteil stellen wollte. Zu groß das Risiko für immer aus Hogwarts verbannt zu werden! Den angestammten Spukort zu verlieren war in jedem Fall eine Tragödie, die nahezu jeder nachvollziehen konnte. Misstrauische Blicke wanderten durch den Saal. Alte Gerüchte wurden plötzlich wieder interessant und auch kleine Geheimnisse wirkten auf die anderen Gäste verdächtig... wer eines hatte, der hatte doch sicher auch noch mehr?
Viele der anwesenden Geister beschlossen schließlich, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Irgendwo unter ihnen befand sich ein Verräter (na gut, mehr als einer, aber in diesem Falle doch einer, der die Gastgeberin selbst beunruhigte). Dass die Samhain eigene Magie nun auch noch Schatten vergangener Tage im Schloß sichtbar machte, gehörte allerdings zu jenen Dingen, mit denen niemand kalkuliert hatte und es sollte nicht nur bei einem unfreiwillig gelüfteten Geheimnis bleiben.
Findet heraus, wer es ist, zerrt die Wahrheit ans Licht und sorgt gemeinsam dafür, dass der Schuldige vom heutigen Fest ausgeschlossen wird. Schließlich wäre es doch eine Schande, wenn wegen einer kleinen Intrige der ganze Ball ins Wasser fallen müsste!
Während über den Köpfen der Schüler in der Großen Halle hunderte Kerzen schwebten, Kürbisse mit ihren geschnitzten Fratzen schauriges Licht an die Wände warfen und Schüler wie Lehrer des Schloßes sich den Bauch mit allerlei Köstlichkeiten vollschlugen, wurde auch andernorts in Hogwarts gefeiert.
Dieses Fest war viel älter als alle Feiertage der Magier zusammengenommen. An diesem Tag fühlten sich die Verstorbenen... lebendiger. Der anderen Seite näher als sonst.
Unter der Obhut der Grauen Dame waren Geister aus ganz Großbritannien nach Hogwarts gereist. Manche kannte man aus alten Geschichten, manche aus anderen Schlössern, Herrenhäusern oder längst verlassenen Anwesen. Ihre Familien hatten sie in den meisten Fällen schon längst vergessen. Für eine Nacht gehörten ihnen allein die unterirdischen Gewölbe unterhalb der Schloßküche.
Musik erfüllte den von emsigen Hauselfen vorbereiteten Ballsaal, durchscheinende Gestalten glitten über den Boden ebenso wie hoch oben durch die Luft, Epochen und durch Generationen getrennte Verwandte trafen aufeinander. Zwischen Tanz, Tratsch und kleinen Sticheleien wurden Geschichten ausgetauscht, die teilweise schon seit Jahrhunderten niemand mehr hatte hören wollen. Zumindest hatte niemand die kopflosen Reiter eingeladen und der Fast Kopflose Nick schien nicht ganz so durch den Wind zu sein.
Bis die Graue Dame plötzlich verschwand. Wenig später fand man sie auf einem der angrenzenden Korridore.
Schluchzend. Eine ihrer engsten Freundinnen war fort.
Kurz zuvor hatte sie der Grauen Dame noch anvertraut, einen Geisterbrief zugesteckt bekommen zu haben, der sie darüber informierte, dass die Geisterbehörde sie eben jetzt gerade von ihre Stammsitz verbannte. Es geschähe ihr nur recht. Sie wusste nicht, wer die Existenz ihres geliebten Heimes auf dem Gewissen hatte - doch dieser Geist musste sich an diesem Abend ebenfalls in Hogwarts befinden. Mehr wusste auch die Graue Dame nicht zu sagen.
Fest stand, dass solange der Schuldige Geist weiterhin unbehelligt zwischen den Gästen wandelte, ihre Freundin definitiv nicht zurückzulocken wäre. Der rauschende Geisterball wurde also binnen kürzester Zeit etwas ganz anderes, nachdem sich niemand freiwillig dem Urteil stellen wollte. Zu groß das Risiko für immer aus Hogwarts verbannt zu werden! Den angestammten Spukort zu verlieren war in jedem Fall eine Tragödie, die nahezu jeder nachvollziehen konnte. Misstrauische Blicke wanderten durch den Saal. Alte Gerüchte wurden plötzlich wieder interessant und auch kleine Geheimnisse wirkten auf die anderen Gäste verdächtig... wer eines hatte, der hatte doch sicher auch noch mehr?
Viele der anwesenden Geister beschlossen schließlich, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Irgendwo unter ihnen befand sich ein Verräter (na gut, mehr als einer, aber in diesem Falle doch einer, der die Gastgeberin selbst beunruhigte). Dass die Samhain eigene Magie nun auch noch Schatten vergangener Tage im Schloß sichtbar machte, gehörte allerdings zu jenen Dingen, mit denen niemand kalkuliert hatte und es sollte nicht nur bei einem unfreiwillig gelüfteten Geheimnis bleiben.
Findet heraus, wer es ist, zerrt die Wahrheit ans Licht und sorgt gemeinsam dafür, dass der Schuldige vom heutigen Fest ausgeschlossen wird. Schließlich wäre es doch eine Schande, wenn wegen einer kleinen Intrige der ganze Ball ins Wasser fallen müsste!
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