Sydney Middleton
27 Jahre – zukünftige Sängerin & Entertainmentmanagerin des Casinos – ehem. Thunderbird – Halbblut – alleinerziehende Mutter – Chaotin mit Herz – Langschläferin – Star Wars Nerd – Gerechtigkeitsliebend
Als Afroamerikanerin in den späten 1960igern geboren zu werden, war etwas besonders. Es war eine neue Generation, die ein anderes Amerika kennen lernen würde. Eine Generation, für die die Rassentrennung nur eine Geschichte sein würde. Martin Luther King hatte einen Traum und Sydneys Eltern ebenfalls. Ihre kleine Tochter würde frei sein, so frei, dass sie sogar bis nach Australien reisen könnte, wenn sie wollte. Es würde dem Kind ein besseres, ein freieres Schicksal bevorstehen, als ihnen es je vergönnt war. Die Realität war jedoch natürlich eine andere. Für eine PoC und Tochter einer Kellnerin in einer Blues-Bar und eines Fabrikarbeiters hängt der Himmel nicht voller Sterne. Doch genau nach diesen zu greifen, färbte früh auf das Mädchen ab. Wann immer sie in der Bar auf ihre Mutter warten musste, glitt ihr Blick zu der Bühne. Zu den wunderschönen Diven, den eleganten Herren, zu all jenen, die diesen kleinen, heruntergekommenen Ort mit Glamour zu füllen vermochten. Sydney wollte singen, wie sie – auch wenn es erst einmal der Kindergospelchor der örtlichen Kirche tun musste.
Doch auf Sydney sollte fürs erste etwas anderes warten. Es haute ihre Eltern ziemlich um, als ein Mann einer komischen Organisation, MACUSA, plötzlich vor der Tür stand und ihnen erklärte, dass ihre Tochter eine Hexe war. Da war sie wieder: die Hoffnung. Ein besseres, ein freieres Leben für ihr Kind. Eine Schule, die seit jeher Kinder aller Ethnien ganz selbstverständlich besuchten. Doch Ilvermorny war am Ende auch nicht das versprochene Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Sydney fand zwar bei den Thunderbirds Anschluss und wurde nicht für ihre Hautfarbe diskriminiert – aber für die No-Maj-Abstammung. Trotz allem faszinierte die Magie Sydney und jeder Lehrer nahm sie als eine fleißige und aufgeweckte Schülerin war.
Dennoch schlug sie nach ihrem Abschluss einen weniger soliden Karriereweg ein: Sie wollte Sängerin werden. Es war ein steiniger Weg, der durch Straßen und Bars führte – und direkt zu ihrer neuen besten Freundin: Olivia, einen Katzen-Maledictus. Sydney fand sie eines Tages verletzt in einer Seitengasse und half ihr wieder auf die Beine. Die Chemie stimmte einfach zwischen den Frauen – obwohl Olivia als Schmugglerin ihr Geld verdiente. Eine große Wahl hatte die Frau auch nicht, weshalb Sydney sich schwertat, sie zu verurteilen. Es stellte niemand einen Maledictus ein. Niemand. Aber eine Katze hörte Dinge – wo wichtige Leute verkehrten und durch welche Straßen sie gingen. Orte, an denen eine hochbegabte Straßenmusikerin sich hinstellen sollte, um etwas Gehör zu erhalten. Auf eine verdrehte Art war diese Schmugglerin ihre Managerin gewesen. Sie brachte Sydney tatsächlich über die Jahre etwas mehr Aufmerksamkeit ein.
Ihr Leben sollte sich dramatisch ändern, als eines Abends Olivia vor ihrer Tür stand – weinend und schwanger. Sydney fragte nicht, was passiert war, und öffnete ihrer besten Freundin für die letzte Phase der Schwangerschaft ihr Heim. Doch der Maledictusfluch war präsenter denn je. Es schien fast, als ob die Strapazen der Schwangerschaft ihren Zustand rasant verschlimmerten. In kurzer Zeit beobachtete sie regelrecht, wie Oliva ihr entglitt und mehr und mehr das Tier in ihr begann, die Kontrolle zu übernehmen. Wenige Stunden nach der Geburt ihres gesunden Sohnes verlor Olivia den Kampf gegen den Fluch endgültig. Nun stand Sydney da – mit einem verwaisten Kind im linken Arm und einer hochbegabten Katze im anderen Arm. Es war einfach, zu behaupten, es sei ihr Kind. Viel zu einfach. Fast als wollten die Leute diese Lüge sehnlichst glauben. Eine fragwürdige Sängerin hatte doch natürlich ein Balg von irgendeinem Kerl am Bein. Musste wohl so sein …
Sydney bewahrte das Kind auf diese Weise vor einer ungewissen Zukunft in den Händen des MACUSAs als Abkömmling einer verfluchten Kriminellen, die noch immer für kleinere Delikte gesucht wurde. Es war ein letzter Freundschaftsdienst gewesen – und ein großes Opfer. Ihre aufblühende Karriere erstickte an der neuen Verantwortung und auch an den Vorurteilen der Gesellschaft. Die letzten vier Jahre schlug Sydney sich mehr durch ihr Leben. Das Leben war nicht fair zu ihr, aber man hörte sie nur selten klagen. Meist schien sie ihre Sorgen in einem endlosen Monolog bei ihrer Katze abzuladen. Seltsame Frau!
Doch das Leben hatte mit Sydney doch noch etwas Ungewöhnliches vor: Sie erhielt Post aus Übersee. Ein Brief einer magischen Kanzlei, die vermutlich einen Preis für ihre absurde Gründlichkeit verdient hätte, weil sie auch die internationalen Erben gefunden hatte. Ihr Vater sei verstorben und sie solle zur Testamentseröffnung nach Großbritannien kommen. Im ersten Moment hatte die Sängerin herzlich gelacht. Das war ein Scherz! Scam! Ihr Vater erfreute sich schließlich bester Gesundheit. Ein Gespräch mit ihren Eltern sollte sie jedoch erkennen lassen, wie wenig amüsant dieser Brief in Wahrheit war. Ihre Eltern hatten einfach keine Kinder bekommen können – und dann traf Mum da diesen charmanten Briten und nun ja.... Das war alles etwas zu viel für die junge Frau. Viel zu viel. Wenig verwunderlich versuchte sie, den Gedanken an das Testament zu verdrängen. Überhaupt, von welchem Geld sollte sie das tun? Vermutlich hätten Lou und co. nie die Gelegenheit bekommen, von dieser Halbschwester je zu erfahren, hätte Sydneys Umfeld sie nicht zusammengeworfen. Vielleicht, aber nur vielleicht gab es für die alleinerziehende Mutter ja etwas zu holen? Die Daumen sind gedrückt!
Sydney ahnt noch nicht, dass es nur eine schlechte Entschuldigung eines Casinos zu erben gibt. Doch genau wie Louisa wird sie das ungeschliffene Juwel in dem Erbe sehen. Und welches gute Casino überlebte ohne Entertainment? Eine Sängerin würde man brauchen – ebenso jemand, der das kulturelle Rahmenprogramm managen könnte. Man musste es ja nicht übertreiben, aber eine Jazz- oder Blues-Bar und eine Showbühne wäre das Minimum, was man neben den Spieltischen würde, bieten müsste…
Wusstest du schon, dass…
… Sydney eine überwältigende und große Stimme hat? Vielleicht wäre sie schon ein Star, wenn ihr Leben anders verlaufen wäre.
… sie zusätzlich Klavier und Gitarre spielen kann?
… ihre Musik meist die Genres Soul, Blues und Jazz abdeckt?
… fotografieren neben Singen ihre zweite Leidenschaft ist?
… die abenteuerlustige Hexe früher gerne in Lost Places eingestiegen ist, um Fotos zu machen? Doch mit Jason musste das Hobby erst einmal auf Eis gelegt werden.
… Sydney Star Wars liebt und manchmal vergisst, dass man das in der magischen Welt nicht kennt? Dass die meisten Leute diese nerdigen Sprüche nicht einordnen können, daran erinnert sie sich oft erst, wenn sie schon aus ihrem Mund gepurzelt sind.
… sie eine blühende Fantasie hat? Die nutzt sie vor allem, um Jason stets mit fantastischen Geschichten eine bunte Welt voller Wunder in den Kopf zu malen.
… Olivia bis heute versucht, Sydney und Jason vor Schaden zu bewahren? Dabei wird die Katze manchmal recht kreativ. Die Reißzwecken, die sie der letzten verdächtigen Person auf den Stuhl gelegt hat, hat dieser Herr sicher nicht so schnell vergessen.
Ich suche hier neue Kontakte aller Art für eine junge Mutter, die ihr Glück in einem für sie fremden Land suchen will. Freunde, Feinde, freche Nachbarn – ich nehme alles! xD Sydney ist eine temperamentvolle, vorwitzige Frau, die voller Leben steckt, auch wenn sie in ihrer sprunghaften und etwas verpeilten Art nicht immer die besten Entscheidungen trifft. Wer es mit der abenteuerlustigen Hexe wagt, findet eine unendlich treue und lebhafte Freundin in ihr, die mit verrückten Ideen, frechen Kommentaren und viel Lebensfreunde für viel Trubel sorgen kann. Und daher bin ich für alle Ideen offen, die euch so kommen. Sydney ist eh der Typ Mensch, der in irgendetwas reingezogen wird. xD Familienanschluss dagegen hat sie über die Murdocks schon und wird nicht mehr gesucht. <3