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Harry Potter RPG · 1995

owlways

every story leaves a trace
forennews
Forenteam
Als Team stehen euch als Ansprechpartner Feye, Ben und Rica zur Seite.

Hey ihr Lieben,

wir bringen nochmal gar nicht so kurze Kurznews mit.
Zunächst einmal läuten wir den Herbst mit einem neuen Standartdesign ein. Das gibt es für euch sowohl in hell wie auch in dunkel. Colors of Autumn und Days get Darker stehen euch jetzt zur Verfügung.
Es gibt eine aktuelle, neue Arbeitsplatzliste. Bitte schaut einmal rein und prüft, ob eure Charaktere richtig drin stehen. Wir sollten theoretisch alle erwischt haben, Doppelnennungen durch beispielsweise freiberufliche Nebentätigkeiten, einen Sitz im Gamot oder ähnliches sind möglich. Sollte uns irgendjemand an irgendeiner Stelle durch die Lappen gegangen sein, gerne einmal melden, so dass wir entsprechend nachtragen können.
Und bei dieser Gelegenheit bitten wir außerdem darum, dass ihr alle einmal eure Profile prüft und schaut, ob ihr vorhandene Besonderheiten entsprechend eingetragen habt. Auch Schüler können dort ihre erlernten Besonderheiten jetzt eintragen. Wenn nicht, holt das einmal nach, damit wir auch diese Liste wieder auf den aktuellen Stand bringen können.
Außerdem wurden die Freizeit-AGs nun bei den Schulfächern hinzugefügt. Wenn ihr Schüler spielt, wählt bitte alle eure entsprechenden Fächer und AGs aus.
Die AGs werden zukünftig in die Stundenpläne eingefügt, so dass ihr darüber einen Überblick habt, wann welche stattfindet.
Außerdem können wir melden, dass die Charaktergrafiken jetzt direkt aus den Usersets bezogen werden, also dort, wo ihr eure Grafiken hochladen könnt.
Bis November könnt ihr euch die Bilder noch aus euren jeweiligen Einstellungen holen und über den neuen Weg hochladen.
Auch die Schlafsäle sind nun hübsch. Wir bitten daher unsere Schüler, sich auch einen Schlafsaal zuzuweisen.

Besten Dank,

euer Team
ingame
aktuelles Ingame
Das neue Schuljahr steht vor der Tür und während viele junge Hexen und Zauberer ihrer ersten Begegnung mit Hogwarts entgegenfiebern, kehren die älteren Kinder mit gemischten Gefühlen zurück. Der Tod von Cedric Diggory überschattet noch immer das Geschehen und vor allem die Aussagen von Harry Potter zur angeblichen Rückkehr von Du-weißt-schon-wem sorgen für Verunsicherung. Doch der Schulalltag lockt mit ausreichend Zerstreuung, um die traumatischen Ereignisse zu vergessen und sich lieber den Kopf darüber zu zerbrechen, wer ins Quidditch-Team kommt. Der Orden des Phönix, der sich neu zusammengeschlossen hat, lässt die Bedrohung nicht aus den Augen: Im Grimmauldplatz Nummer zwölf starten Aufräumarbeiten, um das Haus zukünftig als Hauptquartier nutzen zu können, doch überall lauern böse Zauber und ein ungeheuerlicher Schatten scheint das Gebäude im Griff zu haben.
teamvorstellung
Feye hat den Kopf voller verrückter Ideen, die wir fleißig für unsere Plots nutzen. Passend, dass sie Sybill Trelawney aus dem Lehrpersonal spielt, nicht?

Ben tritt sehr viel mehr für ein faires Miteinander ein als sein Charakter Severus, versprochen! In jedem Fall hält er unsere Hogwartscharaktere auf Trab.

Rica spielt mit Dolores Umbridge sichtlich gern verhasste Charaktere und hat ihre Finger einfach in jeder Fraktion! Sie ist für unsere Technik verantwortlich.
quicklinks
Willkommen im Owlways
Schön, dass du hergefunden hast.
Das Owlways ist ein RPG-Forum, das auf den Harry-Potter-Büchern basiert und im Jahr 1995 spielt. Mitspielen darfst du ab 18 Jahren und wir erwarten mindestens einen Inplaypost im Monat.
Ideen zum Bleiben
Chaos In The Common Rooms
Neues Jahr, neue Erstklässler. Für manche ist es der Aufbruch in ein magisches Abenteuer, für andere ist es der Beginn von Stress und Druck.
you're all telling stories and lies
Eulen sind unfassbar praktische Briefboten in der magischen Welt. Bedenkenlos kann man ihnen Liebesschwüre, Heuler, oder auch eine bahnbrechende Idee für die nächste große Erfindung anvertrauen. Wie viele Briefe wohl schon in Willows überaus neugierigen Fittichen überantwortet wurden? Und was daraus wurde?
slytherins drei musketiere
Vincent Crabbe und Gregory Goyle sollen im Owly nicht bloße 'Trottel' sein. Dieses Gesuch lädt dich ein, einen von Dracos besten Freunden zu spielen, die mehr sind als ein bloßer Sidekick.w
Sirius Black
"
Die Welt ist nicht aufgeteilt in gute Menschen und Todesser.
vollständiger Name: Sirius Orion Black
Orden
Unantastbar
03.11.1959
190 cm
Sirius ist voller Widersprüche: Als ältester Sohn der Blacks wurde er im Glauben an Überlegenheit und Entschlossenheit erzogen, so sehr, dass seine Entschlossenheit ausreichte, um sich auch gegen die Ideologie der eigenen Familie zu stellen. Impulsivität und eine gewisse Arroganz verbindet ihn dennoch bis heute mit seinen Wurzeln.
Freunden und seiner Wahlfamilie gegenüber ist er bedingungslos loyal. Feinde hingegen bringen schnell seine grausame, rücksichtslose Art hervor.
Zwölf Jahre Askaban haben ebenfalls ihre Spuren hinterlassen. Er ist stiller, vertraut nicht mehr so leicht wie früher und schläft nur noch schlecht und von Schuldgefühlen und Albträumen durchzogen.
Noch gibt er allerdings nicht auf und ist fest entschlossen, seine Unschuld zu beweisen.
Avaperson: Ben Barnes
Buchcharakter: Ja
Gesuch:
:
gespielt von Ben
magische Details
Zauberstab
Schwarzdorn ✦︎ Phönixfeder ✦︎ Unnachgiebig ✦︎ 12 1/2 Zoll
Diesen Stab verlor Sirius 1981 ebenso wie seine Freiheit. Mit der Verhaftung wurde er ihm selbstverständlich abgekommen. Ob dieser Zauberstab noch existiert und was generell damit geschehen ist, weiß Sirius nicht.

mittlerweile:
Walnuss ✦︎ Drachenherzfaser ✦︎ Unnachgiebig ✦︎ 12 Zoll
Walnussholz sucht sich angeblich bevorzugt sehr intelligente Zauberer (und Hexen, auch wenn das in Sirius' Fall eher irrelevant ist) aus. Das Holz gilt als ungewöhnlich vielseitig und anpassungsfähig. Die Drachenherzfaser verstärkt die Tendenz zur Durchsetzungsfähigkeit noch und kann besonders eindrucksvolle Zauber hervorbringen. Dass dem Walnussstab nachgesagt wird, sich auch hervorragend für die dunklen Künste nutzen zu lassen, empfindet Sirius hierbei als relativ ironisch.
Optisch ist Sirius' Stab eher schlicht, hat ebenso wie sein Eigentümer Ecken und Kanten und ist lediglich mit einigen Runen verziert, die sich über die gesamte Länge des Stabes ziehen.
Den Zauberstab kaufte Sirius im Ausland bei einem kleinen Stabmacher, der nicht viele Fragen stellte und von Geld, das er - der Verschwiegenheit der Kobolde sei dank - direkt aus der dortigen Gringotts Filiale abheben konnte. Entsprechend funktioniert der Zauberstab für ihn entsprechend zuverlässig.

Amortentia
Farbe: Dunkles Rot mit einem sanft goldenen Schimmer
Geschmack: Amortentia schmeckt für Sirius nach Karamell mit Apfel und einem Hauch Zimt
Geruch: Der Trank riecht wie Wald nach einem frischen Regen, nach Pergament und milde nach Leder
Irrwicht
Sirius‘ Irrwicht nimmt unterschiedliche, körperliche Gestalt an. Das Gefühl, das er verkörpert, ist allerdings immer gleich: Schuld.
Mal sind es Lily oder James selbst, die ihm vorwerfen, dass er sie getötet hat und er hätte wissen müssen, dass Peter der Verräter war.
Mal ist es Emmeline, die ihm erklärt, dass er auf direktem Weg zurück nach Askaban gehört, weil sein Leichtsinn und seine Rachsucht dafür gesorgt hat, dass er sich die eigene Familie verspielt hat.
Mal ist es ein Brief von Jamie, in dem die Handschrift seines Sohnes ihm mitteilt, dass er absolut gar nichts mit ihm zu tun haben möchte und dass er nie das Recht haben wird, sich Vater zu nennen.
Mal ist es aber auch Harry, der sich von ihm abwendet und ihm sagt, dass er seine Eltern noch hätte, wäre er nicht gewesen.
Die Schuldgefühle sind so groß, dass Sirius es bisher nicht geschafft hat, mit diesem Irrwicht fertig zu werden. Er hat es hinbekommen, dass er die Gestalt gewechselt hat, aber am Ende wechselte er nur zwischen den Schreckgestalten an sich, bis Sirius die Flucht vor dem Wesen ergriff, anstatt sich ihm weiter zu stellen.
Ihm ist bewusst, dass er schon aus Sicherheitsgründen daran arbeiten sollte. Bisher ist ihm allerdings kein Weg eingefallen, mit dem ihm das gelänge. Zugegebenermaßen ist ihm das allerdings so unglaublich peinlich, dass er darüber bisher mit niemandem gesprochen hat.

Besonderheiten

Animagus
Genau wie James Potter und Peter Pettigrew wurde Sirius für den gemeinsamen Freund, Remus Lupin, zum Animagus. Auch wenn Sirius im ersten Moment stinksauer darauf war, dass Remus den Umstand, ein Werwolf zu sein, vor seinen Freunden verheimlicht hat, stand für ihn außer Frage, dass sie ihm helfen mussten, die Vollmondnächte ohne diese Masse an Kratzern und Bissen zu überstehen. Er nimmt die Gestalt eines großen, schwarzen Hundes an, den abergläubische Personen schnell für einen Grimm halten können. In Askaban bewahrte dieser Umstand Sirius vermutlich davor, vollkommen verrückt zu werden. Die Gedanken eines Hundes sind weit einfacher als die eines Menschen. Und auch heute verwandelt er sich insbesondere nachts bevorzugt in Tatze, um den sich andernfalls einstellenden Albträumen zu entgehen. Registriert ist er nach wie vor nicht und zumindest offiziell hat das Ministerium keine Ahnung, dass er ein Animagus ist.
Durch seine Animagusgestalt hat er außerdem auch ein Händchen für das Spurenlesen und die Spurensuche – diese auch mit magischer Unterstützung.
Okklumentik
Schon als Kind war Sirius neugierig, wie diese Fähigkeit funktioniert. Der Gedanke, dass eine andere Person in seinem Kopf herumwühlen könnte, gruselte ihn, sobald er davon hörte, dass Legilimentoren das beherrschten. Und der Gedanke, dass seine Eltern das eventuell nutzen könnten, um seinen Streichen auf die Schliche zu kommen und ihn deswegen bestraften, machte den Wunsch, sich dagegen zu verteidigen, nur umso größer. Also fällte er mit neun Jahren die sehr bewusste Entscheidung, um Unterricht in Okklumentik zu bitten. Mit der wohlüberlegten Äußerung, so schließlich auch die Familiengeheimnisse weit besser vor neugierigen Augen Unwürdiger schützen zu können, überzeugte er sogar seinen Vater. Dieser war es auch, der ihm den Okklumentikunterricht gab. Und auch, wenn Sirius in anderen Fachbereichen der Magie keineswegs große Geduld zum Lernen aufbrachte, blieb er beim Okklumentik-Lernen mit Feuereifer bei der Sache. Inzwischen ist er ziemlich gut darin, seine Gedanken vor anderen zu verbergen. Seinen Vater aus seinen Gedanken herauszuhalten beziehungsweise wieder hinauszuwerfen, schaffte er bereits, bevor er den Grimmauldplatz hinter sich gelassen hat. Sirius hat das Üben der Okklumentik keineswegs aufgegeben, sondern in seiner Ausbildung zum Auroren wieder aufgenommen und vertieft. Die Grundlagen beherrscht er also und er ist sich relativ sicher, zumindest einer Prüfung durch mittelmäßige Legilimentiker standzuhalten. Sirius ist dazu in der Lage, einen Angreifer innerhalb seiner Erinnerungen umzulenken, indem er falsche Erinnerungen erzeugt und Erinnerungen zu verstecken, von denen er nicht will, dass sie gefunden werden. Hinsichtlich der Fähigkeiten eines Legilimentors mit Dumbledores Fähigkeiten, würde Sirius seine Hände dafür allerdings, insbesondere nach seinem Askabanaufenthalt, nicht ins Feuer legen. Würde jemand intensiv nach versteckten Erinnerungen suchen, könnten diese sehr wohl auffallen. Die Übungen, den Geist zu befreien und zu beruhigen, hat Sirius allerdings auch in Askaban beibehalten.

Nonverbale Zauber beherrscht Sirius ebenfalls ausgesprochen gut. Bereits auf Hogwarts hatte er keine großen Probleme damit, diese Fähigkeit zu erlernen. Vielleicht auch, weil es der eigenen Faulheit ziemlich entgegen kommt, wenn man nicht jedes Mal auch noch die Formel aussprechen muss - ganz entschieden aber auch, weil er bewusst geübt hat, um den Überraschungseffekt auf seiner Seite zu haben.
Duellkunst
Vor Askaban war Sirius ein brillianter Duellant. Inzwischen ist er durchaus ein wenig eingerostet, arbeitet aber sehr wohl daran, seine Reaktionsschnelligkeit wieder auf Vordermann zu bringen. Kreativ in der Nutzung seiner Umwelt ist er nach wie vor. Wenn es darauf ankommt, kann man alles in seiner Umgebung so verhexen, dass es für den Kontrahenten zum Problem wird. Und nur selten rechnet jemand damit, spontan von einem Imbisswagen oder dergleichen angegriffen zu werden. Was sich durch kindische Duelle auf den Schulkorridoren zu entwickeln begann, wurde an Duellierkunst in seiner Ausbildung zum Auroren noch verfeinert. Ganz verlernt hat Sirius das, was ihm im ersten Zaubererkrieg bereits in Fleisch und Blut überging, natürlich nicht.


Fraktionsinformationen
Zugehörigkeit: Orden
Beitrittsjahr: 1978
Einstellung und Verhalten

Bezug zur Umwelt

In Bezug auf seine Umwelt ist Sirius ein Widerspruch in sich. Seine Wahrnehmung ist stark von seiner Herkunft geprägt, zugleich jedoch ebenso von dem bewussten Widerstand gegen genau diese Prägung. Er wurde in eine Familie hineingeboren, die zu den Unantastbaren Achtundzwanzig gehört. Hinzu kommt, dass er ein Black war – und der älteste Sohn seiner Generation. Allein diese Umstände sorgten dafür, dass Sirius mit dem Glauben aufwuchs, anderen von Natur aus überlegen zu sein. Reinblütigkeit war für ihn kein Ideal, sondern ein gegebener Zustand, über den es nichts zu diskutieren gab. Lange Zeit erschien ihm der Gedanke, die eigene privilegierte Position zu hinterfragen, ebenso absurd wie die Vorstellung, infrage zu stellen, dass er zwei Arme und zwei Beine hatte.
Auch Hauselfen nahm Sirius schon von Kindesbeinen an als Selbstverständlichkeit wahr. Er begegnet ihnen weder mit Grausamkeit noch mit offenen Gemeinheiten, betrachtet sie im Großen und Ganzen jedoch als gegeben, ohne sich näher mit ihnen zu beschäftigen. Für ihn gehören sie zum Hausstand – ähnlich wie ein Hutständer oder ein anderes Möbelstück.
Kreacher, der alte Hauself der Blacks, ist hierbei gewissermaßen ein Negativbeispiel. Sirius verabscheut diesen speziellen Hauselfen schon allein deswegen, weil er zu seiner Blutsfamilie gehört und seiner Mutter noch immer beinahe ebenso treu ergeben ist wie zu deren Lebzeiten.
Als ältester Sohn seiner Generation wurde Sirius zum Erben erzogen: zum geschärften Schwert der Familie, das eines Tages deren Geschicke hätte lenken sollen. Teil dieser Erziehung war es, zu lernen, eigene Entscheidungen zu treffen, den eigenen Willen durchzusetzen und entschlossen für die eigenen Überzeugungen einzustehen. Ironischerweise war es genau diese anerzogene Weltsicht, die ihn schließlich in Opposition zu seiner Familie brachte. Sirius wollte niemals bloß ein weiterer Black in einer endlosen Reihe sein, der sich nahtlos in die bestehende Familiendynamik einfügte. Er wollte auffallen, anecken und seinen eigenen Weg gehen – auch, oder vielleicht gerade dann, wenn dieser Weg direkt gegen die Erwartungen und Werte seiner Familie verlief. Die Art, wie er seine Umwelt wahrnahm und mit ihr interagierte, wurde dadurch früh zu einem Akt der Abgrenzung und der Selbstdefinition.
Heute hegt Sirius anderen Reinblütern gegenüber keine grundsätzliche ideologische Loyalität mehr. Er hält sie weder für besser noch für schlechter als andere. Gleichzeitig konnte er sich selbst nie vollständig von den ihm anerzogenen Glaubenssätzen lösen und trägt trotz allem noch immer die jedem Black in gewissem Maße eigene Arroganz in sich, etwas Besseres zu sein. Diese Arroganz ist weniger Ausdruck tatsächlicher Verachtung als vielmehr ein Überbleibsel seiner Sozialisierung, das er zwar erkennt, das ihm jedoch schwerfällt, vollständig zu reflektieren und abzulegen.
Anders als Generationen von Blacks vor ihm begegnet Sirius auch Muggeln nicht mit offener Verachtung. Zwar versteht er nicht alle technischen Feinheiten, die sie entwickelt haben, um ohne Magie zu leben, doch wecken sie seine Neugier. Aus einer Mischung aus Trotz und echtem Interesse begann er spätestens während seiner Zeit auf Hogwarts, sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Für ihn stellten sie einen Gegenentwurf zur erstarrten, rigiden Welt der Blacks dar. Auch Muggelstämmige stellen für Sirius keine Bedrohung dar. Im Gegenteil: Er bewundert sie sogar dafür, dass sie gelernt haben, sich in einer Welt zurechtzufinden, in die sie ohne große Erklärungen hineingeworfen wurden. Die Leistung, sich zwischen unausgesprochenen Regeln, veralteten Machtstrukturen und überhöhten Erwartungen einen Platz zu schaffen – einen Platz, der ihnen allzu oft abgesprochen wird –, verdient in Sirius’ Augen nichts als Respekt.
Werwölfen gegenüber ist Sirius grundsätzlich ebenfalls offen eingestellt. Niemand sucht sich aus, ein Werwolf zu werden, und allein der Umstand eines Bisses macht niemanden zu einem schlechten Menschen. Die gängigen Vorurteile gegenüber Werwölfen hat er zwar ebenso erlernt wie andere Reinblüter auch, doch spätestens mit der Erkenntnis, dass einer seiner engsten Freunde selbst ein Werwolf war, begann er aktiv gegen diese Denkweisen anzukämpfen.
Das Ministerium ist ein ausgesprochen wunder Punkt für den unschuldig und ohne Verhandlung nach Askaban geworfenen Black. Er hat es der Regierung von 81 nicht verziehen, dass man ihn ohne Verhandlung in das Hochsicherheitsgefängnis brachte. Und noch weniger ist er mit der Verleugnung der aktuellen Regierung und der Hetzkampagne gegen Harry einverstanden. So wenig, tatsächlich, dass er, hätte er die Chance seinen Namen reinzuwaschen, aktiv darüber nachdenken würde, den alten Familiensitz der Blacks im Gamot doch wiederzubeleben, um diesen Idioten ein wenig mehr Feuer unter dem Hintern in die richtige Richtung zu machen. Dass das allerdings derzeit kaum möglich ist, wenn man bedenkt, dass Sirius immer noch damit rechnen müsste, ohne Anhörung von einem Dementoren geküsst zu werden, ist ihm ebenfalls bewusst.


Wusstest du schon, dass...

...jeder über Sirius Black wissen kann, dass...
... er der erste Black war, der nach Gryffindor eingeteilt wurde.
... er der letzte, lebende Black aus der Familie ist, die zu den Unantastbaren 28 gehörte und den Nachnamen noch trägt.
... er angeblich Lord Voldemorts rechte Hand war und angeblich einen Massenmord an 12 Muggeln und Peter Pettigrew begangen hat.
... er eine Ausbildung zum Auroren gemacht hat.
... er anders als der Rest seiner Familie nie offen für die Reinblutideologie einstand.
... er während seiner Schulzeit ein Unruhestifter war und vermutlich innerhalb eines Jahres häufiger nachsitzen "durfte" als andere in ihrer ganzen Schulzeit.
... er im Jahr 1993 nach 12 Jahren aus Askaban ausgebrochen ist, offiziell als der Erste, dem dies je gelungen ist.
... er im Frühling 1994, nachdem er auf Hogwarts erneut gefangen genommen wurde, auf wundersamerweise aus dem Gewahrsam flüchten konnte.
... er von seiner Familie verstoßen wurde, bzw. vor dieser als Teenager davonlief.
... er noch immer vom Zaubereiministerium als ausgesprochen gefährlicher Verbrecher gesucht wird.
... er ein ausgesprochen guter Duellant war, bevor er nach Askaban kam.
... er gelacht hat, als er nach dem vermeintlichen Mord an Peter Pettigrew und den 12 Muggeln verhaftet wurde.
... er sich gegenwärtig noch immer auf der Flucht befindet.
... er früher viel gesprochen und Stille lieber gefüllt als ausgehalten hat.
... er sich als Schüler und junger Erwachsener immer ausgesprochen laut gegen die Todesser ausgesprochen hat.
... er seine Ausbildung zum Auroren sehr gut abgeschlossen hat.
... er der Cousin der berühmt berüchtigten Bellatrix Lestrange ist.
... er ausgesprochen impulsiv agieren kann.
...Freunde und Familienmitglieder über Sirius Black wissen, dass...
… er lieber sterben würde, als jemanden zu verraten, an dem ihm etwas liegt.
… er ein Animagus ist und die Gestalt eines großen, schwarzen Hundes annehmen kann.
… er nicht der Geheimniswahrer von James und Lily war.
… er niemanden außerhalb eines Schlachtfeldes getötet hat.
... er im ersten Krieg aber durchaus auch in Kämpfe mit tödlichem Ausgang verwickelt war.
... er zumindest in der Theorie ein durchaus großes, fundiertes Wissen hinsichtlich der dunklen Künste hat.
… er sich auch als Auror strikt geweigert hat, die unverzeihlichen Flüche einzusetzen und darüber sogar einmal einen Streit mit Bartemius Crouch hatte.
… es ihm schon immer schwer fiel, über längere Zeiträume vollkommen stillzusitzen, ohne sich zu bewegen.
… er schon seit Kindertagen an Klaustrophobie leidet.
… er einen Sohn hat.
… er Harry Potters Patenonkel ist.
… er nicht mehr ansatzweise so oft lacht wie vor seiner Verhaftung und deutlich stiller wurde als früher.
… er inzwischen sehr viel Zeit in der Bibliothek des Grimmauldplatzes verbringt, ohne jemandem zu sagen, wonach er dort sucht.
… er häufig zu den unmöglichsten Zeiten wach und auf den Beinen ist.
… der Vorrat aus dem Whiskeykabinett von Orion deutlich stärker abnimmt, als er das sollte, wenn das Haus sich zu sehr leert und niemand Sirius ablenkt.
… er alles tun würde, um Harry, Jamie und Emmeline in Sicherheit zu wissen.
… er es war, der Harry in seinem dritten Schuljahr einen neuen Besen geschenkt hat.
… er auch derjenige war, der Ron die Eule schenkte, die er nun sein Eigen nennt.
… er sich prächtig mit den Weasley Zwillingen versteht und diese ihn über den Sommer mehrfach dazu brachten, ehrlich und aus ganzem Herzen zu lachen.
... Sirius seine Kenntnisse im Tarnen und Verstecken durchaus auch nutzt, um sein Aussehen zu verändern und sich außerhalb des Grimmauldplatzes aufhalten zu können, weil ihm andernfalls die Decke auf den Kopf fiele.
... Sirius Zigaretten raucht.
...es außderdem über Sirius Black noch zu wissen gibt, dass...
... er in menschlicher Form nur sehr schlecht schlafen kann, seit er aus Askaban ausgebrochen ist und es daher vorzieht, sich irgendwo als Tatze zusammenzurollen.
… er es nicht mehr schafft, einen gestaltlichen Patronus zu erzeugen, auch wenn er dazu in Form eines großen Hundes vor seiner Verhaftung durchaus in der Lage war.
… für ihn an besonders schlimmen Tagen Vergangenheit und Gegenwart manchmal so sehr miteinander verschwimmen, dass er einen Moment braucht, um sich daran zu erinnern, dass James und Lily tot sind und sein Sohn kein niedliches, kleines Baby mehr, das darauf wartet, dass er ihn hochnimmt und begrüßt.
… Harry ihn optisch so sehr an James erinnert, dass Sirius manchmal sehr aufpassen muss, ihn nicht mit dem Namen seines besten Freundes anzusprechen.
… er glaubt, in den von Regulus‘ gesammelten Zeitungsartikeln zu Voldemort etwas anderes zu erkennen, als blinde Heldenverehrung, er die losen Fäden bisher aber nicht verbinden kann.
… ein Teil von ihm insgeheim gehofft hat, dass Harry der Schule verwiesen wird und ihm im Grimmauldplatz Gesellschaft leistet und von ihm und den anderen Ordensmitgliedern weiter ausgebildet werden kann.
… er Walburgas Leiche in einem Sessel vor dem Stammbaum fand, als er das Haus das erste Mal nach seiner Flucht betreten hat.
… er die Überreste mitsamt des Sessels im Garten hinter dem Haus verbrannt und die Asche in einem der Beete vergraben hat.
… eine steinerne Eule nun über diesem Platz thront, deren Ähnlichkeit zu Walburgas Inferi-Eule jedem auffallen dürfte, der das zweifelhafte Vergnügen hatte, diesen kennenzulernen.
... er Möglichkeiten sucht, eine faire Verhandlung für sich zu erzwingen und in den alten Unterlagen von Orion entsprechend Wege finden will, wie und ob das möglich ist.
... Sirius bis zu seiner Flucht vor seinen Eltern sehr wohl auch praktischen Unterricht in den dunklen Künsten hatte, er mag darin nicht so versiert sein wie Snape, ist aber auch nicht völlig unbedarft.
…Sirius die koboldgearbeiteten Gegenstände der Black Familie, die in deren Verließ gelagert waren, an die Kobolde zurückgegeben und sich damit deren Schweigen erkauft hat.


Wirkung und Verhalten von Sirius Black

gegenüber der Familie
Familie betrifft für Sirius nicht nur die Menschen, mit denen er sich genetisches Material teilt. Tatsächlich zählt er nur sehr wenige Personen, bei denen das der Fall ist, zu seiner Familie. Andromeda und ihre Tochter Nymphadora Tonks gehören selbstverständlich dazu. Ebenso zählen sein Bruder Regulus und sein Onkel Alphard für Sirius nach wie vor zu den Menschen, die er als Familie zählt, auch wenn letztere beiden bereits nicht mehr am Leben sind. Ebenso gehört für ihn aber Alexander Macmillan zur Familie, auch wenn dieser mit ihm nur über einige Ecken verwandt ist und er weit mehr Kontakt während seiner Ausbildung zum Auroren mit ihm hatte. „Onkel“ Alex ist bis heute jemand, den Sirius sehr wohl schätzt und tatsächlich einer der wenigen Menschen, die Sirius mittlerweile nach seiner Flucht freiwillig kontaktiert hat. Ebenso zählt er Damocles Belby zur Familie. Er war es, der eine Beisetzung für Alphard ermöglicht hat und Sirius fühlt sich durch ihn dem verstorbenen Onkel noch immer verbunden. Auch Damocles hat von ihm inzwischen durchaus die Informationen dazu, was am 31.10.1981 tatsächlich geschehen ist, erhalten. Auch sein Patensohn, Harry Potter, gehört für Sirius ebenso selbstverständlich zu seiner Familie, wie dessen Eltern es taten. Insbesondere der Tod seines Vaters, James, hat Sirius extrem getroffen. Der Mann, der für ihn wie ein Bruder war, hat eine Lücke in Sirius‘ Herzen hinterlassen, die bis heute nicht richtig abheilen konnte. Sicherlich auch, weil Sirius noch bevor er den Schock über dessen Tod überwunden hatte, in Askaban landete. Der Verlust von James und Lily ist für ihn also noch immer ausgesprochen wund und frisch, auch wenn der Mord an ihnen inzwischen 14 Jahre her ist. Enge Freunde zählt Sirius noch immer zur Familie. Er hat aber auch eine eigene, selbst wenn die Sachlage dahingehend doch ein wenig kompliziert ist. Seinen Sohn hat er das letzte Mal gesehen, als dieser noch ein Baby war und auch wenn er ihn und dessen Mutter, Emmeline, natürlich nach wie vor zur Familie zählt, weiß Sirius sehr genau, dass er keinen Anspruch darauf hat, dass die beiden ihn wieder einfach so in ihr Leben lassen. Ihres ging schließlich weiter, während er in Askaban saß, weil er dem Impuls nachgegeben hat, Peter nachzujagen. Jamie hat er inzwischen einige Briefe geschrieben und auch gesendet. Er ist unglaublich dankbar dafür, dass sein Sohn ihm inzwischen auch darauf antwortet und freut sich, so zumindest ein Stück weit eine Beziehung zu ihm aufbauen zu können. Sein schlechtes Gewissen Emmeline gegenüber belastet ihn dafür umso mehr. Er hält ihr keineswegs vor, dass seine Vaterschaft ein gut gehütetes Geheimnis von ihr ist. Auch er kann sich immerhin Besseres für seinen Sohn vorstellen, als für den Sohn eines Massenmörders gehalten zu werden und ist froh, dass dieses Stigma Jamie gerade nicht verfolgt. Dennoch wünscht er sich natürlich nichts sehnlicher, als irgendwann wirklich wieder ein freier Mann zu sein, seinen Sohn wirklich kennenlernen zu können und ihre Verwandtschaft nicht verheimlichen zu müssen. Jenen gegenüber, die Sirius zu seiner Wahlfamilie zählt, ist Sirius bedingungslos loyal. Ihnen gegenüber hat er auch einen sehr großen Beschützerinstinkt und wäre definitiv der Erste, der versuchen würde, ihnen zur Hilfe zu eilen, wenn sie ihn benötigen. Auf die eigene Sicherheit hat er dabei noch nie große Rücksicht genommen.

gegenüber Freunden
Seinen Freunden gegenüber ist Sirius bedingungslos loyal. Daran hat sich nichts geändert, auch wenn der Kreis jener, die er als seine Freunde bezeichnet, deutlich kleiner ist, als vor dem Ende des letzten Krieges. Vertrauen ist eine seltene Währung in diesen düsteren Zeiten und Sirius verschenkt seines keineswegs noch immer so leichtfertig wie zu Schulzeiten. Gerade durch Peters Verrat, ist er denjenigen, von denen er nicht bereits hundertprozentig sicher ist, wie er sie einschätzen muss, inzwischen ausgesprochen vorsichtig. Das ist vermutlich auch nur logisch. Eine falsche Einschätzung könnte ihn immerhin direkt zurück nach Askaban bringen oder von einem Dementoren geküsst werden lassen. Entsprechend vorsichtig wog er ab, wen er nach seinem Ausbruch kontaktierte. Für seine Freunde täte Sirius nahezu alles und ist sogar bereit, die eigenen, moralischen Grenzen notfalls vollkommen zur Seite zu wischen. Während die Potters für ihn beide gleichermaßen Familie und moralischer Fixpunkt blieben, so lange sie lebten, macht es ihm durchaus zu schaffen, dass Remus nie angezweifelt hat, dass er die beiden verraten haben könnte. Gleichzeitig sagt Sirius sich selbst, dass er es verstehen könne. Dass der Tausch so gut geklappt hat, dass er wirklich jeden hinters Licht geführt hätte – wenn nicht ausgerechnet der tatsächliche Verräter so zum Geheimniswahrer geworden wäre. Remus ist der letzte Halt, der letzte Freund, den Sirius aus der Freundesgruppe seiner Schulzeit noch hat. Gerade dadurch wird das vergangene Misstrauen ein wenig bittersüß. Er nimmt es ihm nicht wirklich übel, sagt er sich. Und ein Teil von ihm hält verzweifelt an der alten Freundschaft fest. Er vertraut Remus nach wie vor. Und er ist gerne bei Vollmond auch weiterhin bei ihm, auch wenn der Wolfsbanntrank – ein Hoch auf Onkel Damocles! – es nicht mehr unbedingt erforderlich macht, dass er Remus in Form von Tatze Gesellschaft leistet.

gegenüber Bekannten
Die Chance, auf allzu viele, neue Bekanntschaften zu treffen, hat Sirius derzeit nicht. Wenn man als verrückter und gemeingefährlicher Massenmörder und Terrorist gesucht wird, erschwert das das Schließen neuer Bekanntschaften doch ziemlich. Während seines nicht ganz freiwilligen Hausarrests in seinem Elternhaus lernt Sirius daher maximal dann neue Leute kennen, wenn jemand ein neues Mitglied für den Phönixorden rekrutiert und mitbringt. Sofern dies geschieht, ist Sirius selbstverständlich aufgeschlossen und freundlich. – Jedenfalls dann, wenn er einen guten Tag hat. Auch wenn er sich selbst wünscht, es wäre anders und er sich große Mühe gibt, so unbeschwert und umgänglich zu wirken, wie vor seiner Zeit in Askaban, bemerkt er doch, dass ihm die Fähigkeit hierzu entgleitet. Früher begegnete Sirius neuen Bekanntschaften mit einer leichtfüßigen Umgänglichkeit, gepaart mit einer gewissen Arroganz. Heute mag er auf jemanden, der ihn noch nicht kennt, wirken wie jemand, der die Vergangenheit nicht loslassen kann und der verzweifelt versucht, sich an etwas festzuhalten, das lange vergangen ist und nicht zurückgebracht werden kann. Er lacht zu laut, die Unbeschwertheit erreicht seine Augen nicht mehr. Und wenn er glaubt, niemand sähe hin, fällt die gut gelaunte Maske und man sieht den beinahe leer wirkenden Augen an, dass Askaban Spuren hinterlassen hat und wie sehr es ihn belastet, ausgerechnet im Haus seiner wenig angenehmen Kindheit gefangen zu sein. Zuweilen kommt es vor, dass er sich in alten Geschichten verheddert. Dass ihm mitten in einem Gespräch eine Anekdote aus der Vergangenheit einfällt, die ihm ein ehrliches Lächeln auf die Lippen zaubert, das in dem Moment wieder zerbricht, in dem ihm auffällt, dass diejenigen, mit denen er sie teilen möchte, nicht mehr hier sind, um ihm zuzuhören. Da Sirius schon immer jemand war, der schnell von einem Thema zum anderen kam, während er erzählte, ist dieser Punkt einer, der neuen Bekannten unter Umständen sogar stärker auffallen könnte als denjenigen, die ihn schon vor Askaban kannten.

gegenüber Feinden
Aller Abgrenzung zu seiner Blutsfamilie zum Trotz kann Sirius doch nicht verleugnen, dass im Umgang mit Feinden noch immer etwas von der Grausamkeit in ihm steckt, die seiner Familie allgemein nachgesagt wird. Er mag sich inzwischen bewusst sein, dass eine Schulfeindschaft keine echte Feindschaft ist und dass die Demütigungen, denen insbesondere er und James Severus Snape ausgesetzt haben, nie in Ordnung waren. Dennoch gelingt es ihm bis heute nicht, diese Einsicht konsequent im Umgang mit Snape anzuwenden. Noch immer begegnet er diesem mit demselben Spott und derselben, herablassenden Feindseligkeit wie zu Schulzeiten und findet vor sich selbst und anderen dabei immer wieder Rechtfertigungen für das, was damals geschehen ist, obwohl er im Grunde genommen sehr genau weiß, dass keine davon wirklich hält. Auch seine Reue darüber, Severus beinahe getötet zu haben, indem er ihn zu Vollmond hinter einem ausgewachsenen Werwolf herschickte, verdrängt Sirius lieber, als sich ihr zu stellen. Remus gegenüber findet er in dieser Hinsicht sehr wohl Schuld, doch gegenüber Snape fällt es ihm bis heute schwer, anzuerkennen, dass er selbst die Verantwortung für diese potenziell beinahe tödliche Situation trug und entschuldigt diese mit Snapes späterem Beitritt zu den Todessern. Gleichzeitig fragt Sirius sich inzwischen durchaus, ob es so weit überhaupt gekommen wäre, wären James und er anders mit dem Slytherin umgegangen. In dieser Hinsicht überwiegen allerdings die vorgeschobenen Rechtfertigungen – und auch die Eifersucht darauf, dass Snape von Dumbledore entlastet wurde, während dieser Sirius ohne zu zweifeln für Schuldig hielt – bis heute einer klaren Reflektion. Dass Sirius auch nach seinem Ausbruch nicht das Gefühl hat, dass Dumbledore ernsthaft versucht hätte, ihm zu helfen, verstärkt diesen Umstand noch. Gerade darin zeigt sich auch Sirius‘ impulsiver Umgang mit Feinden: Wo persönliche Kränkungen, Wut, Verrat oder auch nur das Gefühl davon ins Spiel kommen, denkt er nicht bis zu den Konsequenzen. Dies war hinsichtlich der möglichen Folgen des „Streiches“ gegen Snape der Fall, bei dem James es war, der Schlimmeres verhindert hat. Ebenso folgte die Verfolgung von Peter Pettigrew diesem Muster. Über die Konsequenzen, die folgen würden, hätte er Peter Pettigrew nach dem Verrat an den Potters tatsächlich getötet, dachte er keine Sekunde lang nach. Sirius wurde von klein auf beigebracht, dass Zögern Schwäche bedeutet. So sehr er sich auch von den Blacks distanzieren möchte, gegen einige der Glaubenssätze, die ihm so tief eingebläut wurden, kommt er bis heute nur schwer an. Echte Feinde begegnen deshalb einem Sirius, der sehr viel kälter und gewissenloser sein kann, als sein sonstiges Verhalten vermuten lässt. Insbesondere Wurmschwanz hätte von ihm keinerlei Gnade zu erwarten, sollte sich nicht erneut jemand, dem Sirius nahesteht, zwischen die beiden stellen, sofern es zu einer weiteren Begegnung kommt. Sirius ist sich sehr sicher, dass er den ehemaligen Freund tatsächlich töten könnte und würde. Zugleich schämt er sich dieser grausamen Ader inzwischen allerdings immer mehr. Seit er in seinem Elternhaus festsitzt und in jedem Raum und mit jedem Erbstück der Familie tagtäglich mit den eigenen Traumata konfrontiert wird, wird ihm umso bewusster, was er alles durch die eigene Unbedachtheit und Rachsucht im Umgang mit Feinden verloren hat. Dass er neben Emmeline und dem gemeinsamen Sohn auch sein Patenkind mit dem eigenen, unbedachten Handeln völlig im Stich gelassen hat, ist eine ausgesprochen schmerzhafte Erkenntnis, für die er sich ausgesprochen stark schämt und eine Schuld, bei der es ihm schwer fällt, sich ihr zu stellen. Gerade dadurch liegt in seinem Verhalten Feinden gegenüber eine ordentliche Spur Ironie: Sirius hasst die Rücksichtslosigkeit und die Grausamkeit, die er mit seiner Familie verbindet und gleichzeitig ist ihm doch bewusst, dass auch er selbst einem erklärten Feind gegenüber jede Gnade als Schwäche sieht, ungeachtet der Konsequenzen, die er selbst dafür zu erwarten haben könnte.

in Bezug auf Liebesbeziehungen
So gerne Sirius als Teenager auch geflirtet hat, so wichtig war ihm doch auch damals schon eine enge Bindung für eine echte Beziehung. Loyalität und Vertrauen waren ihm in einer Beziehung ebenso ernst wie in Freundschaften. Seinem früheren Ruf als Weiberheld zum Trotz war Emmeline daher seine erste, wirkliche Beziehung und die einzige Frau, mit der er mehr als nur ein paar belanglose Flirts hatte. Geflirtet haben mag Sirius früher mit allem, was nicht bei drei auf dem nächsten Baum war (und dann hätte er vermutlich auch den Baum noch angeflirtet). Aber echte Gefühle gab es nur für sie und es wäre Sirius niemals in den Sinn gekommen, Emmeline emotional oder körperlich zu hintergehen. Die Beziehung war ihm so ernst, dass er sogar konkrete Zukunftspläne mit ihr hatte. Unter den Dingen, die sich im halb zerstörten Haus der Potters fanden, fand sich daher auch ein Verlobungsring für Emmeline, der nie seinen Weg auf ihren Finger fand. Sirius hat ihn gekauft und dann nicht den passenden Augenblick oder den Mut gefunden, sie zu fragen. Um den Ring nicht im eigenen Chaos zu verlieren, bat er James und Lily, ihn bei sich aufzubewahren, bis er wusste, wie er Emmeline den Ring überreichen wollte. Sirius hatte auf den richtigen Moment warten wollen, um sie zu fragen, ob sie seine Frau werden möchte. Er wollte sie nicht einengen, wollte aus dieser Frage einen besonderen Moment machen und am Ende blieb der Ring in den Ruinen des Potterhauses liegen, während er für einen Mord nach Askaban gesteckt wurde, den er nicht begangen hat. Sirius weiß, dass Emmeline nach seiner Verhaftung mit dem gemeinsamen Sohn allein zurückblieb. Und er weiß, dass die Entscheidung, Peter selbst stellen zu wollen, einen nicht unerheblichen Teil dazu beigetragen hat, dass es so weit überhaupt kam. In den vielen, schlaflosen Nächten, die die Nachwirkungen von Askaban und das Eingesperrtsein im Grimmauldplatz noch immer mit sich bringen, wünscht er sich oft genug, anders entschieden und Peter nie verfolgt zu haben. Er sehnt sich nach Nähe und ist generell jemand, der sich sehr stark bindet, wenn er jemanden wirklich liebt. Sein schlechtes Gewissen allein genügt aber bereits, um ihm das Gefühl zu geben, dass er eine zweite Chance gar nicht verdient hätte. Entsprechend kommt es ihm auch nicht in den Sinn, danach zu fragen. Gleichzeitig liegt es keineswegs ausschließlich an einer Ermangelung von Möglichkeiten, dass er nicht auf den Gedanken käme, eine neue Beziehung zu suchen. Er liebt Emmeline, auch wenn er glaubt, jede Chance auf ein gemeinsames Leben schon 1981 verspielt zu haben.
Lebensgeschichte und Ausblick

Werdegang

  • 03.11.1959: Geburt im Grimmauldplatz Nummer 12
  • 13.02.1961: Geburt seines jüngeren Bruders Regulus
  • 10.08.1965: Sirius zaubert zum ersten Mal, indem er Orions Haare bonbonrosa hext
  • 01.09.1971: Einschulung auf Hogwarts, Einteilung ins Haus Gryffindor, bereits auf der Zugfahrt hat er James Potter, Remus Lupin und Peter Pettigrew kennengelernt
  • 02.09.1971: Sirius erhält keinen Heuler, aber einen bitterbösen Brief von Walburga, in dem sie ihm die Enttäuschung über die Einteilung und ihre Erwartungen mitteilt, dass er sich dennoch eines Blacks angemessen verhält, Sirius entscheidet sich dazu, das gekonnt zu ignorieren
  • 03.11.1971: Irritiert von Remus‘ häufigem Fehlen trägt die daraufhin von Peter, Sirius und James begonnene Recherche Früchte und die drei konfrontieren den Freund, gleichzeitig fassen sie den Plan, Animagi zu werden, um ihn in den Vollmondnächten unterstützen zu können
  • 01.07.1972: Sirius erfährt, dass Andromeda die Familie verlassen hat, er hält während des Schuljahres heimlich Briefkontakt mit Andromeda
  • 12.12.1973: Sirius erfährt, dass Andromeda nach einem Anschlag auf ihre Familie mit dieser ins Ausland flüchtet
  • 01.10.1975: Sirius gelingt als erstem der drei die vollständige Verwandlung in seine Animagusgestalt
  • Dezember 1975: Krone, Tatze und Wurmschwanz begleiten Moony das erste Mal in einer Vollmondnacht
  • März 1976: Sirius schickt Severus zu Vollmond in die Heulende Hütte, nur James‘ Eingreifen ist es zu verdanken, dass Severus sich nicht einem ausgewachsenen Werwolf gegenüber findet
  • 30.06.1976: ZAGs
    • Geschichte der Zauberei: A
    • Kräuterkunde: E
    • Zaubertränke: E
    • Verwandlung: O
    • Zauberkunst: O
    • Astronomie: O
    • Verteidigung gegen die Dunklen Künste: O
    • Pflege magischer Geschöpfe: E
    • Alte Runen: E
  • 01.07.1976: Sirius bricht endgültig mit den Blacks, läuft davon und kommt daraufhin bei James Potter und dessen Eltern unter, er kontaktiert außerdem Andromeda
  • 30.06.1978: UTZ-Abschluss
    • Kräuterkunde: E
    • Verwandlung: O
    • Zauberkunst: O
    • Alte Runen: E
    • Verteidigung gegen die dunklen Künste: O
    • Zaubertränke: E
  • 03.07.1978: Antritt zur Ausbildung zum Auroren, Sirius tritt dem Orden des Phönix bei
  • Januar 1979: Orion Black sucht Sirius aktiv auf und informiert ihn über Regulus‘ Tod, Sirius glaubt ihm zunächst nicht, als Richter Black allerdings daraufhin eine Kehrtwende gegen die Todesser in seiner Rechtsprechung hinlegt und bald darauf getötet wird, wird ihm klar, dass hinter dieser Information nicht nur der Versuch steckte, ihn aus der Reserve zu locken
  • Februar 1979: Er informiert Andromeda über Regulus‘ Tod und verbringt mit ihr eine Woche in Frankreich
  • 13.07.1979: Sirius ist Trauzeuge bei James und Lilys Hochzeit
  • 07.11.1979: Fleamont Potter verstirbt an Drachenpocken
  • 10.11.1979: Euphemia Potter verstirbt an Drachenpocken
  • 31.07.1980: Geburt von Sirius‘ Patensohn, Harry, Lily und James tauchen mit dem Kleinen unter, James scheidet daher aus der Aurorenausbildung aus, die er gemeinsam mit Sirius begonnen hatte
  • 07.08.1981: Sirius beendet erfolgreich seine Ausbildung als Auror
  • 13.08.1981: Geburt von Sirius‘ Sohn, Jamie Regulus Vance
  • 01.10.1981: nach entsprechenden Vorbereitungen verschwinden die Potters unter dem Fidelius Zauber, Sirius hat James und Lily im letzten Moment überredet, ihn als Roten Hering zu benutzen und stattdessen Peter zum Geheimniswahrer zu machen
  • 31.10.1981: Sirius will Peter besuchen und stellt fest, dass dieser nicht vor Ort ist, einem Bauchgefühl folgend, sucht er James und Lily auf, findet aber nur noch deren Leichen und erkennt, dass Peter sie verraten haben muss
  • 02.11.1981: Sirius gelingt es, Peter aufzuspüren und zu stellen, Peter schreit ihm entgegen, er habe James und Lily getötet und jagt die Straße in die Luft. Sich selbst einen Finger abschneidend, verschwindet Peter als Ratte im Abfluss, ehe die magische Polizeibrigade eintrifft und Sirius derjenige ist, der verhaftet wird
  • 03.11.1981: aus der Untersuchungshaft im Ministerium wird Sirius ohne Verhandlung nach Askaban überstellt
  • Juli 1993: auf einem Foto im Tagespropheten erkennt Sirius in der Ratte des Weasley-Jungen Peter und bricht aus Askaban aus, um Harry vor dem Verräter zu schützen, der bereits dessen Eltern auf dem Gewissen hat
  • Juni 1994: erneut gelingt es Sirius nach mehreren erfolglosen Versuchen, Peter zu stellen, wobei er Rons Bein bricht, Harry überredet ihn, Peter am Leben zu lassen und der Verräter entkommt letztendlich erneut, weshalb Sirius weiterhin auf der Flucht verbleibt, jetzt mit einem zum Tode verurteilten Hippogreifen, und seinen Namen nicht rein waschen kann
  • Juli 1994: Sirius flieht zunächst auf Seidenschnabel ins Ausland
  • November 1994: Sirius kehrt zurück, als Harrys Name vom Feuerkelch ausgespuckt wird und bleibt in einer der Höhlen in Hogsmeade, um in der Nähe zu sein
  • Juni 1995: Harry kehrt mit der Leiche des Diggory Jungen zurück und erklärt, dass Voldemort zurückgekehrt ist, Sirius stellt den Grimmauldplatz als Hauptquartier des Phönixordens zur Verfügung und gibt Seidenschnabel an Hagrid zurück - Seidenschnabel bekommt einen neuen Namen und über Kontakte von Hagrid neue Papiere, um ihn vorm Ministerium zu schützen
  • August 1995: Sirius sendet Erinnerungen, sowohl vom 02.11.1981, als auch von den Gesprächen mit James und Lily über das Täuschungsmannöver, wie auch die Konfrontation mit Peter in der Heulenden Hütte an Damocles Belby und Alexander Macmillan, gleichzeitig beginnt er damit, sich durch die Blacksche Bibliothek zu arbeiten

Spielererwartung

zum Plotter
Für Sirius wünsche ich mir natürlich Spiel mit den übrigen Mitgliedern des Phönixordens. Gleichzeitig möchte ich auch aktiv mit den Auswirkungen von Askaban und der nicht verarbeitenden Trauer mit ihm spielen – und gerne einen Weg suchen, wie man ihn vielleicht öffentlich rehabilitieren kann, ohne dass dafür gleich Voldemort im Ministerium auftauchen und Sirius versterben muss. Er sucht aktiv nach Wegen, zu seinem Recht zu kommen, wenn jemand Lust hat, ihm dabei zu helfen, freue ich mich darüber ebenso sehr, wie darüber, wenn er Unterstützung dabei hat, die Geheimnisse seines plötzlich sehr verspukten Elternhauses zu ergründen. Und selbstverständlich freue ich mich auf sehr viel Family-Play und sowohl den Schriftwechsel, wie auch vielleicht ein reales Kennenlernen mit seinem Sohn und ganz viel Entwicklung mit allen, die ihm nahestehen.

Freitext

Es pfiff in seinen Ohren. Dumpf und dabei doch laut genug, dass er im ersten Schritt nur verwirrt blinzelte, als man ihn am Arm packte und rüttelte. Er hatte gar nicht gehört, dass jemand appariert war. Und jetzt standen sie da.
Um ihn herum, mit gezückten Zauberstäben und sich bewegenden Mündern, während er das, was sie sagten, hörte als befände sich eine Wand aus Wasser zwischen ihm und ihnen.
Er hatte den Zauberstab so lose in der Hand gehabt, dass er ihm praktisch von selbst heraus sprang, als einer der Zauberer von der magischen Strafverfolgung ihn entwaffnete. Das Wort, das dessen Lippen formte, konnte er dennoch erkennen, auch wenn die Luft noch voller Staub war.
„Verhaftet.“
Ungläubig starrten seine Augen noch immer auf die Stelle, an der Peter vor wenigen Sekunden noch gestanden hatte. Dorthin, wo diese dreckige, kleine Ratte eben noch die Dreistigkeit besessen hatte, ihn für das verantwortlich zu machen, was geschehen war, bevor er hinterrücks die Straße gesprengt hatte, der verdammte, verfluchte, verräterische Mörder!
Aber hatte er nicht Recht gehabt?
Ein Stück weit, zumindest…?
Hätte er James und Lily nicht gedrängt. Hätte er sie doch nur nicht gedrängt… Ein ungläubiges Zucken ging erst durch seine Mundwinkel und wanderte hinunter bis zu seinen Schultern. Die Zauberstäbe um ihn herum hoben sich alarmbereit, doch machte er keinerlei Anstalten, sich in irgendeiner Form zu widersetzen.
Wozu kämpfen?
Wozu sich wehren?
War er nicht tatsächlich Schuld? Er war es doch gewesen, der den kleinen, unscheinbaren Peter vorgeschlagen hatte!
„Ich…“, er hörte die eigene Stimme kaum und gleichzeitig doch viel zu laut und viel zu hohl und viel zu schrill, während sich ein nahezu als irre zu beschreibendes Grinsen auf seinen Lippen ausbreitete und ein heller Glanz in seine Augen trat. „Ich habe sie umgebracht?! Ich hab James und Lily getötet?!“
Nein!
Nein, auf gar keinen Fall. Das war es nicht gewesen. Er hatte der kleinen Ratte vertraut, diesem miesen Verräter! Genau so wie James und Lily es getan hatten.
Und doch war er es, dem man die Handschellen anlegte. Dem man gerade sicherlich seine Rechte vorlas, auch wenn er angesichts des Knalltraumas nichts davon hörte.
Ein verzweifeltes Auflachen brach sich Bahn. Wurde zu einem freudlosen, nicht aufzuhaltenden Lachanfall, so stark, dass Tränen über die staubigen und blutbespritzten Wangen des Blacks flossen – oder trotz der fließenden Tränen?
Hände packten ihn. Hielten ihn fest und verhinderten, dass die Verzweiflung ihn in die Knie zwang.
Sie sagten, der Massenmörder Sirius Black habe gelacht, als sie ihn abführten.
Nur, dass keiner von ihnen sich die Mühe gemacht hatte, zu versuchen, den Witz zu verstehen.
Informationen über Familie Black
Familienmotto: Toujours Pur
Blutstatus: Unantastbare 28
Gesinnung: reinblutaktivistisch
Vermögen: Vermögend
Kurzvorstellung der Familie
Die Familie Black galt einst als eine der einflussreichsten und angesehensten Dynastien innerhalb der magischen Gesellschaft. Ihr Reichtum, ihre Abstammung und ihre rigide Reinblutpolitik machten sie selbst unter anderen reinblütigen Familien zu einer herausragenden Größe. Als führendes Mitglied der sogenannten „Unantastbaren 28“ verteidigten sie ihren Status mit äußerster Konsequenz – oberstes Gebot war stets die Bewahrung der Blutreinheit. Um dieses Ideal zu schützen, scheute die Familie nicht davor zurück, Ehen zwischen Cousins und Cousinen zu arrangieren, wenn keine als würdig erachteten Alternativen zur Verfügung standen. Die Ansprüche an Herkunft, Magie und gesellschaftliche Stellung waren hoch – und wurden erbarmungslos durchgesetzt.

Wie viele andere alteingesessene Reinblüterfamilien untersagten auch die Blacks jeglichen Umgang mit Muggeln oder Muggelstämmigen. Squibs wurden innerhalb der Familie totgeschwiegen, Blutsverräter – jene, die sich gegen die Ideologie der Familie stellten – ohne Zögern aus den Stammbüchern getilgt, als hätte es sie nie gegeben. Die Familie war streng hierarchisch organisiert: An der Spitze stand stets ein Familienoberhaupt, dessen Wort Gesetz war. Es entschied über Heiraten, Vermögen, Erbfolgen und die Zugehörigkeit zur Familie selbst. Wer sich diesem Urteil widersetzte, musste mit drastischen Konsequenzen rechnen. Nicht selten bedeutete das soziale und familiäre Exil – im besten Fall verlor man lediglich seinen Namen und seinen Platz im Stammbaum. Im schlimmsten Fall riskierte man das eigene Leben.

Familiengeschichte
Die Familie Black hatte eine klare, teils radikale Vorstellung vom Blutstatus innerhalb der Zauberergesellschaft. Der Erhalt reinen Blutes stand für sie an oberster Stelle – koste es, was es wolle. Muggel, Squibs und Muggelstämmige galten in ihren Augen als minderwertig und wurden als unbedeutend abgewertet. Ehen durften ausschließlich zwischen Reinblütern geschlossen werden, um eine „Verdünnung“ des Blutes und eine damit einhergehende Schwächung des magischen Potenzials zu verhindern. Für familiäre Allianzen kamen ausschließlich Häuser mit einwandfreiem Stammbaum infrage. Fanden sich keine geeigneten Partner:innen, schreckte die Familie nicht davor zurück, innerhalb des eigenen Stammbaums Verbindungen einzugehen – so heiratete Orion Black, einer der letzten einflussreichen Vertreter der Familie und zu Lebzeiten ihr anerkanntes Oberhaupt, seine Cousine Walburga, um den Reinblutstatus der Blacks zu sichern.

Die Familie ist für ihre tief verwurzelte, konservative Gesinnung bekannt und hält teils noch heute an längst überholten Vorstellungen über magische Wesen und gesellschaftliche Hierarchien fest. So glaubten manche Familienmitglieder beispielsweise, dass Squibs dadurch entstünden, dass Muggel heimlich magische Kinder entführen und ihnen die Magie entziehen würden – ein Aberglaube, der den paranoiden Reinblutkult der Familie widerspiegelt.

Die Blacks unterhielten einst Verbindungen nach Frankreich, wo einige ihrer Verwandten als Unterstützer Gellert Grindelwalds galten. In Großbritannien hingegen war es ein offenes Geheimnis, dass die Familie während des Zweiten Zaubererkriegs die Ideologie von Lord Voldemort unterstützte. Sie plädierten offen für eine „Reinigung“ der Gesellschaft, wollten Reinblütern mehr Macht zusprechen und strebten eine strikte Trennung der magischen und nichtmagischen Welten an. Mischehen zwischen Muggeln und Zauberern sollten konsequent verboten werden – nur so, glaubten sie, ließe sich die Reinheit des Blutes wahren und das Fortbestehen einer starken Zauberergesellschaft sichern.

Wer den Namen Black trug, galt in der Öffentlichkeit bald automatisch als Verfechter eines elitären Reinblutwahns. Schon vor den Hochzeiten des Krieges machten Gerüchte über ihre Nähe zur Schwarzen Magie die Runde – auch wenn nie konkrete Gesetzesverstöße nachgewiesen werden konnten. Selbst Angehörige, die sich von der Familie distanzierten oder verstoßen wurden, konnten sich dem Stigma nicht entziehen. In der Gesellschaft hieß es hinter vorgehaltener Hand nur: Einmal ein Black, immer ein Black.

Als während des Krieges sowohl Bellatrix Lestrange (geb. Black) als auch Sirius Black – wenn auch auf gegensätzlichen Seiten – als Mörder und Kriminelle nach Askaban gebracht wurden, schien sich das düstere Bild der Familie in den Augen vieler endgültig zu bestätigen.

Bemerkenswert ist, dass in mehreren Generationen der Familie seherische Begabungen auftraten. Zuletzt war Regulus Black, der früh verstorbene Bruder von Sirius, als talentierter Seher bekannt.

Genealogische Besonderheiten
Seher, Metamorphmagus

Weitere Familieninformationen

Wohnsitz: London, Grimmauldplace 12
Politische Verbindungen: Todesser, Orden des Phönix
Bekannte Todesserfamilie: ja


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